Europäische Rundfunkunion
| Europäische Rundfunkunion Union Européenne de Radio-Télévision (EBU) | |
|---|---|
| colspan="2" class="notheme" style="text-align: center; padding:1em 0; background-color:#Vorlage:Standardfarbe; color:#202122;" | Datei:EBU 2026.svg | |
| Rechtsform | Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (ZVR: Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) |
| Gründung | 12. Februar 1950 in Torquay, Datei:Flag of the United Kingdom.svg Vereinigtes Königreich |
| Auflösung | Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) |
| Gründer | Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) |
| Sitz | Genf, Datei:Flag of Switzerland within 2to3.svg Schweiz |
| Vorläufer | Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) |
| Nachfolger | Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) |
| Zweck | Kooperation und Entwicklung des öffentlichen Rundfunks in Europa |
| Aktionsraum | European Broadcasting Area |
| Präsidentin | Datei:Flag of France.svg Delphine Ernotte |
| Geschäftsführung | Datei:Flag of Ireland.svg Noel Curran |
| Eigentümer | Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) |
| Umsatz | Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) |
| Stiftungskapital | Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) |
| Beschäftigte | Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) |
| Freiwillige | Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) |
| Mitglieder | 68 Vollmitglieder |
| Website | Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) |
Die Europäische Rundfunkunion ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), EBU; {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), UER) ist ein Zusammenschluss von derzeit 68 Rundfunkanstalten in 56 Staaten Europas, Nordafrikas und Vorderasiens mit Sitz in Genf (Stand: September 2023).<ref name="Vollmitglieder">Mitgliedsliste, September 2023</ref> Hinzu kommen etwa halb so viele assoziierte Sender aus der ganzen Welt (30 aus 19 Staaten).<ref name="Assoziierte Mitglieder">ebu.ch, abgerufen am 7. September 2023.</ref>
Im Oktober 2020 wurde Delphine Ernotte – Präsidentin von France-Télévisions – als erste Frau zur Präsidentin der EBU gewählt.<ref>Delphine Ernotte and Petr Dvořák elected as President and Vice-President of the EBU. EBU, 2. Oktober 2020, abgerufen am 27. Juli 2021.</ref> Generaldirektor ist seit September 2017 der Ire Noel Curran. Die EBU ist Mitglied der World Broadcasting Unions.
Geschichte
Vorgänger der EBU war der Weltrundfunkverein (Internationale Rundfunkunion; englisch: International Broadcasting Union, IBU; französisch: Union Internationale de Radiophonie, UIR) mit Sitz in Genf und technischem Büro in Brüssel (1925–50).
Die Europäische Rundfunkunion wurde am 12. Februar 1950 auf einer Konferenz im britischen Torquay mit dem Ziel gegründet, ein Netzwerk zum Austausch von Nachrichtenfilmen aufzubauen. Des Weiteren soll die EBU technische Entwicklungen im Radio- und Fernsehbereich vorantreiben und standardisieren. Gründungsmitglieder waren 23 Rundfunkanstalten aus Europa und dem Mittelmeerraum.
Im Jahre 1953 übertrug die EBU als erste internationale Livesendung überhaupt die Krönung von Königin Elisabeth II. Die erste „offizielle“ Eurovisionssendung war die Übertragung des Narzissenfestivals am 6. Juni 1954 aus Montreux.<ref>Computer & Medien: Ein vereintes Fernsehpublikum – badische-zeitung.de. Abgerufen am 6. Juni 2014.</ref> 1956 fand die Ausstrahlung des ersten Eurovision Song Contest statt.
Nach der Auflösung der Organisation Internationale de Radiodiffusion et de Télévision (OIRT) im Jahr 1992 schlossen sich deren frühere Mitglieder der EBU an.
Im November 2011 kündigte Andorra seine Mitgliedschaft wegen finanzieller Schwierigkeiten.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Der Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein.</ref> Allerdings wurde die Kündigung nicht umgesetzt, weshalb Andorra immer noch ein Mitglied ist.
Am 31. Mai 2021 teilte die EBU den Vorstandsbeschluss mit, die Mitgliedschaft der belarussischen Rundfunkanstalt Belaruskaja Tele-Radio Campanija (BTRC) zu suspendieren.<ref>EBU: EBU suspendiert Mitgliedschaft von Belarus. 31. Mai 2021. eurovision.de (31. Mai 2021)</ref> Sie begründete die Entscheidung damit, dass die Rundfunkanstalt Interviews gesendet habe, die offenbar unter Druck zu Stande gekommen seien. Im Zusammenhang mit den Protesten in Belarus ab 2020 hatte die Europäische Rundfunkunion bereits zuvor den Schutz von Journalisten in dem Staat gefordert.<ref>EBU EXECUTIVE BOARD AGREES TO SUSPENSION OF BELARUS MEMBER BTRC. Abgerufen am 9. Juni 2021.</ref> Am 30. Juni 2021 schloss die EBU die Belaruskaja Tele-Radio Campanija vollständig aus der Organisation aus.<ref>Белтэлерадыёкампанію выключылі з Еўрапейскага вяшчальнага саюза. Eurapejskaje Radyjo dlja Belarussi, 30. Juni 2021, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 1. Juli 2021; abgerufen am 1. Juli 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Am 25. Februar 2022 wurde Russland wegen des Überfalls auf die Ukraine vom Eurovision Song Contest 2022 ausgeschlossen.<ref>Russland vom Eurovision Song Contest ausgeschlossen – ntv.de. Abgerufen am 25. Februar 2022.</ref> Daraufhin erklärten die russischen Sender Perwy kanal,<ref>Imago: Song-Contest-Ausschluss: Russische Medien verlassen EBU. In: diepresse.com. 25. Februar 2022, abgerufen am 9. Februar 2024.</ref> WGTRK und das Radiozentrum Ostankino den Austritt aus der EBU.<ref>Joachim Huber: Redaktion auf ESC-Ausschluss Russlands – Russische Sender verlassen EBU. In: Tagesspiegel Online. Der Tagesspiegel, 26. Februar 2022, abgerufen am 26. Februar 2022.</ref>
Projekte
Hörfunk
1991 wurde das Hörspiel „Das Treffen in Valladolid“ des britischen Schriftstellers Anthony Burgess (A Clockwork Orange, dt. Uhrwerk Orange) als Auftragsarbeit der EBU von allen ihren Mitgliedsländern in ihrer jeweiligen Sprache produziert und zeitgleich mit allen Sendeanstalten der ARD urgesendet.<ref>Deutschlandfunk, Das Hörspiel, 11. Februar 2012. In: dradio.de (12. Februar 2012)</ref>
Fernsehen
Mehrere Fernsehsender der EBU betreiben gemeinsam den weltweit sendenden Nachrichtenkanal Euronews.
Eine der bekanntesten Produktionen der EBU ist der jährlich stattfindende Eurovision Song Contest, welcher jeweils von der Sendeanstalt des Staates produziert wird, die den Vorjahresgewinner gestellt hat.
Von 1965 bis 1999 wurde von der EBU die Spielshow Spiel ohne Grenzen ausgestrahlt. Darüber hinaus produzierte sie in Eigenregie den Wettbewerb Eurovision Young Dancers, aber weiterhin verschiedene Kinderprogramme und Dokumentarfilme.
Zusätzlich betreibt die EBU einen Satellitenkanal, über den die Mitglieder-Sender sich gegenseitig eigenes (Video-)Material zur Verfügung stellen.
Erkennungsmelodien
Die EBU verwendet verschiedene Erkennungsmelodien zur Kennzeichnung ihrer Sendungen. Die bekanntesten sind die Eurovisions-Fanfare mit einem Motiv aus dem Präludium zum Te Deum des französischen Komponisten Marc-Antoine Charpentier und die Euroradio-Fanfare nach einem Motiv aus der Ouvertüre zur Oper L’Orfeo von Claudio Monteverdi.
Technische Entwicklungen
Zur Übertragung von Audiodateien in die einzelnen Mitgliedsländer wird das FLAC-Format verwendet.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />EBU.CH: Frequently Asked Questions ( vom 10. Oktober 2009 im Internet Archive)</ref><ref>Pro-Linux News: „European Broadcasting Union verwendet FLAC“</ref> Außerdem beteiligt sich die Organisation aktiv an der Forschung und Entwicklung von neuen Standards wie DAB, DVB und HDTV und konzipierte u. a. das Radio Data System (RDS).
Mitglieder
Die EBU hat 68 Vollmitglieder aus 56 Staaten, die innerhalb der von der Internationalen Fernmeldeunion (ITU) definierten Europäischen Rundfunkzone liegen. Diese geht über Europa hinaus und umfasst Nordafrika und Vorderasien. Die Vollmitglieder sind öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten oder private Anstalten mit einem öffentlichen Informationsauftrag.
Hinzu kommen 30 assoziierte Mitglieder aus 20 weiteren ITU-Mitgliedsstaaten außerhalb der Europäischen Rundfunkzone. Die assoziierten Mitglieder haben keinen Zugang zur Eurovision.
In Deutschland gehören der EBU die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten ARD und ZDF an; Österreich ist mit dem ORF, die Schweiz mit der SRG und Südtirol mit Rai Südtirol vertreten.
Im Dezember 2024 wurde der deutsch-französische Sender Arte als Vollmitglied in die EBU aufgenommen.<ref>European Broadcasting Union (EBU): ARTE joins the European Broadcasting Union, strengthening cultural connections across Europe. 13. Dezember 2024, abgerufen am 15. Dezember 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Vollmitglieder
Aktiv
Suspendiert
Der belarussische Rundfunk BTRC wurde 2021 aufgrund der Instrumentalisierung des Senders durch die Regierung infolge der Proteste im Land vom EBU-Vorstand suspendiert. Die russischen EBU-Mitglieder wurden 2022 als Reaktion auf den Überfall auf die Ukraine suspendiert.
| Staat | Rundfunkanstalt | Abk. | Beitritt | Suspendierung |
|---|---|---|---|---|
| Datei:Flag of Belarus.svg Belarus | Belteleradyjokampanija | BTRC | 1993 | 2021 |
| Datei:Flag of Libya.svg Libyen | Libya National Channel | LNC | 1974 | |
| Datei:Flag of Russia.svg Russland | Perwy kanal | C1R | 1996 | 2022 |
| Rossijskoje Teleradio | RTR | 1993 | ||
Radio Dom Ostankino:
|
RDO | 1996 |
Assoziierte Mitglieder
Zugelassene Teilnehmer
| Staat | Organisation | Abk. |
|---|---|---|
| Datei:Flag of France.svg Frankreich | Euronews | – |
| Institut national de l’audiovisuel | INA | |
| TV5 Monde | TV5 | |
| Datei:Flag of North Macedonia.svg Nordmazedonien | JP Nazionalna Radiodifuzija | MKNRD |
| Datei:Flag of Serbia.svg Serbien | Radio Televizija Vojvodine | RTV |
| Datei:Flag of Spain.svg Spanien | Catalunya Música | CAT |
| Cellnex Telecom | CELLNEX |
Siehe auch
Weblinks
- Offizielle Website der EBU (englisch und französisch)
- Kanal von Europäische Rundfunkunion auf YouTube
Einzelnachweise
<references responsive />
ARD • ARMR • ARMTV • Arte • BBC • BHRT • BNR • BNT • ČRo • ČT • CyBC • DR • Duna • EPRS • EPTV • ERR • ERT • GPB • FMM • FTV • HRT • IPBC • İTV • JRTV • LSM • LRT • MMD • MKRTV • MSP • MTVA • NMA • NPO • NRK • ORF • PBS • PR • RAI • RF • ROR • RT • RTBF • RTCG • RTÉ • RTL • RTP • RTS • RTSH • RTVA • RTVE • RTVSLO • RÚV • RV • SMRTV • SNRT • SR • SRG • STVR • SVT • TDA • TF1 • TG4 • TL • TRM • TRT • TV2 (DK) • TV2 (NO) • TVMonaco • TVP • TVR • TT • UA:PBC • UKIB • UR • VRT • Yle • ZDF