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KHD DG 1600 CCM

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KHD DG 1600 CCM
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Hersteller: KHD
Baujahr(e): 1958–1965
Gattung: C'C' dh
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Länge über Puffer: 18.550 mm
Drehzapfenabstand: 10.800 mm
Drehgestellachsstand: 3.600 mm
Dienstmasse: 104.000 kg
Höchstgeschwindigkeit: 70 km/h
Installierte Leistung: 2× 800 PS
Motortyp: Deutz T 12 M 625
Motorbauart: 12-Zylinder-Viertakt-Dieselmotor
Bremse: Indirekte Bremse Bauart Knorr
Tankinhalt: 4000 l

Die DG 1600 CCM ist eine Diesellokomotiv-Bauart des Herstellers Klöckner-Humboldt-Deutz (KHD). Das sechsachsige Fahrzeug verfügt über zwei lange Vorbauten. Von dieser Baureihe gab es nur vier Stück. Sie gehörten zu einer Typenreihe mit unterschiedlicher Motorisierung und verschiedenen Achsfolgen. Zwei Lokomotiven wurden später durch stärkere Motorisierung in die Reihe KHD DG 2000 CCM umgebaut.

KFBE Nr. 81 und 82

Zwei Lokomotiven wurden an die Köln-Frechen-Benzelrather Eisenbahn (KFBE) verkauft, wo sie die Nummern 81 und 82 erhielten. Die Lokomotiven versahen hier etwa zehn Jahre Dienst und wurden dann an andere Bahngesellschaften weiterverkauft.<ref name="KFBE">Datenblatt der KFBE mit Erwähnung der Nr. 81 und 82</ref>

DE D 20 und D 21

An die Dortmunder Eisenbahn (DE) wurden ebenfalls zwei Lokomotiven fabrikneu geliefert, sie erhielten die Bezeichnung D 20 und D 21. Auch diese Lokomotiven fuhren ungefähr zehn Jahre, danach wurde eine von ihnen an die Kassel-Naumburger Eisenbahn zum weiteren Betrieb weitergegeben.<ref name="KNE">Internetseite über die Kassel-Naumburger Eisenbahn mit Erwähnung der Lokomotiven von Deutz</ref> Die andere Lokomotive wurde als Ersatzteilspender an die Westfälische Landes-Eisenbahn abgegeben. Nach einer längeren Abstellzeit wurde sie dort 1979 verschrottet.<ref name="WLE">Datenblatt über die Westfälische Landeseisenbahn mit Erwähnung der DG 1600 CCM</ref>

RAG D 02

Offensichtlich als Verstärkung zur RAG D 1 kam 1970 die Lokomotive der KFBE mit der Nummer 81 zur Regentalbahn. Ihr Aufgabengebiet war der Güterverkehr. Nach einer Hauptuntersuchung 1979 war die nächste Untersuchung für 1982 angesetzt. Diese wurde nicht mehr ausgeführt, sondern die Lok wurde an einen Händler in Hattingen verkauft.<ref name="RAG">Datenblatt über die RAG mit Erwähnung der DG 1600 CCM</ref> Nach erfolgter Instandsetzung wurde die Lok an eine Gesellschaft in Liberia verkauft, der weitere Verbleib ist nicht bekannt.<ref name="RAG Buch">Klaus-Peter Quill: Regentalbahn AG. Bufe-Fachverlag, Egglham 1979, ISBN 3-922138-07-1, S. 20.</ref>

KN V 166/DG 202 und V 167/DG 201

Je eine Lok von den Erstbesitzern gelangte um 1971 zur Kassel-Naumburger Eisenbahn. Sie erhielten die Nummern V 166 und V 167<ref name="KNE"/> und wurden hauptsächlich im Güterverkehr auf der Bahnstrecke Kassel–Naumburg zwischen dem Rangierbahnhof und dem Volkswagenwerk Kassel eingesetzt. Mitte der 1980er Jahre wurden beide Lokomotiven in die Reihe KHD DG 2000 CCM umgebaut<ref name="KNE"/> und danach als DG 201 bzw. DG 202 bezeichnet.<ref name="KNE"/> Die Lokomotiven hatten die NVR-Nummern 98 80 0421 002-3 D-HEB<ref name="RD1">Datenblatt über die 421 002-3. In: www.rangierdiesel.de. Abgerufen am 20. Januar 2020.</ref> bzw. 98 80 0421 001-5 D-HEB<ref name="RD2">Datenblatt über die 421 001-5. In: www.rangierdiesel.de. Abgerufen am 20. Januar 2020.</ref>. Seitdem DB Cargo den Verkehr von und zum VW-Werk durchführt und die Lokomotiven ihr Hauptaufgabengebiet verloren haben sowie nach einem Drehgestellschaden an DG 202 werden beide Lokomotiven im Jahr 2020 verschrottet.<ref>Klaus-Peter Lorenz: Hessen: Abschied von den Großdieseln auf der Kassel-Naumburger-Eisenbahn. In: LOK Report. 13. Januar 2020, abgerufen am 20. Januar 2020.</ref>

Technische Ausstattung

Die Loks gehörten zu einer Typenreihe Drehgestelllokomotiven von KHD, von der verschiedene Privatbahngesellschaften Lokomotiven mit unterschiedlicher Achsfolge bzw. Motorisierung bestellten. Von der äußeren Form waren sie ähnlich und besaßen einen Mittelführerstand mit diagonal angeordneten gegenüberliegenden Fahrständen. Sie hatten abgerundeten Vorbauten.

Sie waren mit einer dieselhydraulischen Antriebsanlage mit einem Zwölfzylinder-Viertakt-Dieselmotor von Deutz und dem Getriebe L 306 r von Voith ausgerüstet.<ref name="RAG Buch"/> Um Motorleistungen von über 1000 PS anbieten zu können, musste der Hersteller KHD auf eine Doppelmaschinenanlage zugreifen. Dies machte zwei dreiachsige Drehgestelle erforderlich.

Literatur

  • Klaus-Peter Quill: Regentalbahn AG. Bufe-Fachverlag, Egglham 1979, ISBN 3-922138-07-1, S. 18.

Weblinks

Einzelnachweise

<references/>