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Deutsche Botschaft Wien

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Deutsche Botschaft Wien
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Staatliche Ebene Bund
Stellung Botschaft
Geschäftsbereich Auswärtiges Amt<ref>Gemäß § 2 GAD bilden die Zentrale des Auswärtigen Amts und die Auslandsvertretungen eine einheitliche Oberste Bundesbehörde.</ref>
Gründung 1953
Hauptsitz OsterreichÖsterreich Wien
Botschafter Vito Cecere
Netzauftritt www.wien.diplo.de

Die Deutsche Botschaft in Wien ist die diplomatische Vertretung der Bundesrepublik Deutschland in der Republik Österreich.

Lage und Gebäude

Kanzlei

Datei:Bundesarchiv Bild 183-S24607, Wien, deutsche Gesandschaft.jpg
Eingang zum Palais Metternich, Sitz der deutschen Gesandtschaft
Datei:Bundesarchiv Bild 183-2004-1115-501, Wien, deutsche Botschaft, Empfangssalon.jpg
Empfangssalon der Botschaft (1908)

Bis zur Gründung des Deutschen Reichs 1871 befand sich die preußische Gesandtschaft in der Schenkenstraße 10 in der Innenstadt Wiens. Das Gebäude befand sich in unmittelbarer Nähe zum Burgtheater.

Das Deutsche Reich erwarb 1877 ein Grundstück am Rennweg, welches zum Palais des Fürsten Metternich gehörte. Dort wurde bis 1879 das Botschaftspalais der kaiserlich Deutschen Botschaft erbaut. Der Architekt Viktor Rumpelmayer plante das Gebäude im Stil der italienischen Renaissance mit französischen Anklängen. Die Repräsentationsräume waren im Stil des Wiener Barocks. Das Palais besaß Fremdenzimmer für sogenannte „höhere Gäste und deren Gefolge“ sowie eine Silber- und Porzellankammer, Pferdeställe und Sattelkammern.

Von 1938 bis 1945 wurde das Gebäude nach Plänen des Wiener Architekten Josef Hoffmann umgebaut und als Außenstelle des Auswärtigen Amtes sowie als „Haus der Wehrmacht“ und Offizierskasino genutzt. Von 1945 bis 1955 (besetztes Nachkriegsösterreich) verfügte das Vereinigte Königreich über das Gebäude. Nach der Unterzeichnung des österreichischen Staatsvertrages am 15. Mai 1955 ging die Verfügungsgewalt an Österreich über. Am 22. März 1957 übereignete Österreich das Gebäude an die Bundesrepublik Deutschland, die es 1958 wegen „schwerer Bombenschäden“ abreißen ließ.<ref>Auswärtiges Amt: Das ehemalige Palais der Deutschen Botschaft. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 7. August 2020; abgerufen am 3. Mai 2020.</ref>

Das neue Gebäude wurde von 1959 bis 1964 vom Stuttgarter Architekten Rolf Gutbrod erbaut. Es wurde am 1. Dezember 1964 eröffnet. Ein Jahr später, am 1. September 1965, zog der erste deutsche Botschafter in die Residenz ein, die in einer Liegenschaft mit dem Kanzleigebäude lag. Das Gebäude bildete ein Ensemble lichtdurchfluteter, transparenter Bauten mit einem terrassierten Innenhof. Die Oberflächen bestanden aus Glas und Sichtbeton, Quarzit und Muschelkalk, Chrom und Teakholz. Arbeiten des Münchner Künstlers Blasius Spreng statteten das Kulturzentrum mit Veranstaltungssaal aus, welches zunächst nicht zur Straße hin eingezäunt war. Das Wiener Haus galt als eine der modernsten und schönsten Botschaften der Bundesrepublik. Das Gebäude wurde 2014 geräumt und 2017 abgerissen. Die Botschaft befand sich von 2014 bis 2025 als Zwischenunterbringung in der Gauermanngasse 2–4, im 1. Wiener Gemeindebezirk, in unmittelbarer Nachbarschaft zur Akademie der bildenden Künste.

Der Neubau wurde von 2016 bis 2025 von den Leipziger Schulz und Schulz Architekten erbaut. Das Gebäude wurde im April 2025 bezogen und im Oktober 2025 von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier offiziell eröffnet.<ref>Maik Novotny: Neubau der Deutschen Botschaft in Wien übt diplomatische Zurückhaltung. In: derstandard.at. Abgerufen am 21. Oktober 2025.</ref> Neben der Botschaft nutzt auch die Ständige Vertretung Deutschlands bei der OSZE das Gebäude.<ref>Deutsche Botschaft Wien – Bilaterale Kanzlei, OSZE-Vertretung und Residenz. In: bbr.bund.de. Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung, abgerufen am 6. Februar 2024.</ref>

Residenz des Botschafters

Datei:Deutsche Botschaft Wien Eingangsbereich.jpg
Eingangsbereich zur ehemaligen Botschafterresidenz

Bis zum Jahr 1998 residierte der deutsche Botschafter in der Metternichgasse im 3. Bezirk, Landstraße. 1996–1998 wurde die Villa der ehemaligen Handelsvertretung bzw. des Konsulates der DDR (1978–1990) in der Auhofstraße in Hietzing zur Residenz umgebaut.<ref>Auswärtiges Amt: Die Residenz des Deutschen Botschafters in Wien. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 7. August 2020; abgerufen am 3. Mai 2020.</ref> Dieses Gebäude war 1899 vom Wiener Architekten Rudolf Feldscharek<ref>1845–1919, Professor an der k. k. Staatsgewerbeschule in Wien</ref> für einen Wiener Geschäftsmann erbaut worden. Die damalige DDR kaufte das Anwesen 1978 und ließ die Villa zum Botschaftsgebäude umgestalten. Nach der Wiedervereinigung wurde der historische Originalzustand weitestgehend wiederhergestellt. Der rückwärtige Anbau wurde zugunsten einer Terrasse abgerissen. Die Botschaft der DDR befand sich in der benachbarten Frimbergergasse in Hietzing. Daneben besaß die DDR auch noch einige Wohngebäude in der Steckhovengasse und der Feldmühlgasse.<ref>diepresse.com: Wohnen im Erbe der DDR, 7. November 2009, abgerufen am 20. August 2010</ref>

Auftrag und Organisation

Die Botschaft Wien hat den Auftrag, die deutsch-österreichischen Beziehungen zu pflegen, die deutschen Interessen gegenüber der Regierung von Österreich zu vertreten und die Bundesregierung über Entwicklungen in Österreich zu unterrichten.

In der Botschaft werden die Sachgebiete Politik, Wirtschaft sowie Kultur und Bildung bearbeitet.

Das Referat für Rechts- und Konsularaufgaben der Botschaft bietet deutschen Staatsangehörigen alle konsularischen Dienstleistungen und Hilfe in Notfällen an. Es besteht ein telefonischer Rufbereitschaftsdienst. Der konsularische Amtsbezirk der Botschaft umfasst ganz Österreich. Die Visastelle erteilt Einreiseerlaubnisse für in Österreich ansässige Staatsangehörige dritter Länder.

Honorarkonsuln der Bundesrepublik Deutschland sind in Bregenz, Graz, Innsbruck, Linz und Salzburg bestellt und ansässig.

Siehe auch

Weblinks

Commons: Deutsche Botschaft Wien – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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Andere Vertretungen:

Deutsches Institut Taipei | Vertretungsbüro Ramallah

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Koordinaten: 48° 11′ 52″ N, 16° 22′ 58″ O

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