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Deutsche Botschaft Pjöngjang

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Deutsche Botschaft Pjöngjang
colspan="2" class="notheme" style="padding: 1em 0; text-align: center; background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#202122;" |
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Staatliche Ebene Bund
Stellung Botschaft
Geschäftsbereich Auswärtiges Amt<ref>Gemäß § 2 GAD bilden die Zentrale des Auswärtigen Amts und die Auslandsvertretungen eine einheitliche Oberste Bundesbehörde.</ref>
Gründung 2001
Hauptsitz Korea NordDatei:Flag of North Korea.svg Pjöngjang
Behördenleitung nicht besetzt
Netzauftritt www.pjoengjang.diplo.de
Datei:Embassy of Germany, Sweden, United Kingdom, France in Pyongyang, DPRK - 2018.jpg
Deutsche Botschaft im Munsudong District in Pjöngjang

Die Deutsche Botschaft Pjöngjang ist die diplomatische Vertretung der Bundesrepublik Deutschland in der Demokratischen Volksrepublik Korea (Nordkorea). Nach Abzug des Personals im Jahr 2020 ist der Botschafterposten unbesetzt.

Lage und Gebäude

Die Liegenschaft der Botschaft befindet sich in der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang im Ortsteil Munsu-dong des Stadtbezirks Taedonggang-guyŏk.<ref name="DtAuslandsvertretungenListe">Adresse der deutschen Auslandsvertretung in Nordkorea. In: Auswärtiges Amt. Abgerufen am 1. Oktober 2018.</ref> Neben dem Kanzleigebäude und der Residenz des Botschafters bestehen in drei Blöcken 12 Wohneinheiten, die überwiegend als Dienstwohnungen für das entsandte deutsche Personal genutzt werden. Einer der Blöcke ist an die britische Botschaft vermietet, die dort neben Dienstwohnungen auch die Residenz ihres Botschafters untergebracht hat.

Es handelt sich um die Baulichkeiten der früheren Botschaft der DDR<ref name="KS"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Informationen zur Botschaft auf den Seiten der KS Gebäudetechnik (Memento vom 10. November 2017 im Internet Archive)</ref>, eine Wohnanlage mit Pool, Wäldchen und Pavillon und zu groß für die Erfordernisse einer Botschaft des wiedervereinigten Deutschlands. Nach der Wiedervereinigung arbeitete hier zunächst nur die Botschaft Schwedens.<ref>Diplomatie: Große Bereicherung. In: Der Spiegel. Band 5, 28. Januar 1991 (spiegel.de [abgerufen am 1. Oktober 2018]).</ref> In dem Gebäudekomplex befinden sich neben der deutschen und der schwedischen auch die britische Botschaft. Zur Nutzung durch die Bundesrepublik wurde es sowohl im Innen- als auch im Außenbereich umfassend saniert und renoviert.<ref name="KS" />

Auftrag und Gliederung

Im Normalbetrieb hat die Deutsche Botschaft Pjöngjang den Auftrag, die deutsch-nordkoreanischen Beziehungen zu pflegen, die deutschen Interessen gegenüber der Regierung von Nordkorea zu vertreten und die Bundesregierung über Entwicklungen in Nordkorea zu unterrichten.

Neben dem Botschafter, der politische Fragen bearbeitet, ist dessen ständiger Vertreter mit dem Sachgebiet Wirtschaft betraut. Ein entsandter Übersetzer und Dolmetscher nimmt in der Regel auch das Aufgabengebiet kultureller Angelegenheiten wahr. Einziger Beamter des gehobenen Dienstes ist der Verwaltungsleiter (Kanzler) der Vertretung. Ein Beamter des mittleren Dienstes (Bürosachbearbeiter) erledigt neben Verwaltungsaufgaben auch die Ausstellung von Visa. Eine entsandte Fremdsprachenassistentin fungiert als Teamassistentin. Eine Sicherheitskraft der Bundespolizei ist im dreimonatigen Wechsel vor Ort. Ortskräfte im engeren Sinne gibt es nicht; Fahrer, Pförtner und Telefonist sind vom diplomatischen Betreuungsbüro Nordkoreas zugeteilt.<ref>Peter Schaller: Nordkorea: Ein Land im Banne der Kims. Tykve, 1994, ISBN 978-3-925434-82-2.</ref>

Geschichte

Die DDR unterhielt seit 1949 diplomatische Beziehungen zu Nordkorea.<ref name="AA">Beziehungen zwischen Nordkorea und Deutschland. In: Auswärtiges Amt. Abgerufen am 1. Oktober 2018.</ref> Diese gingen mit dem Beitritt der DDR zur Bundesrepublik Deutschland unter. Am 21. Januar 1991<ref name="DtAuslandsvertretungenListe" /> wurde zunächst eine Schutzmachtvertretung der Bundesrepublik in der Botschaft Schwedens errichtet.<ref name="AA" /> Am 1. März 2001 wurde nach Aufnahme diplomatischer Beziehungen eine Botschaft eröffnet.<ref name="DtAuslandsvertretungenListe" />

Als sich der Korea-Konflikt im Jahr 2013 verschärfte, empfahl Nordkorea neben weiteren Staaten auch der Bundesrepublik, ihre Botschaft in Pjöngjang zu räumen, da sie im Falle einer Eskalation ab dem 10. April nicht mehr für deren Sicherheit garantieren könne.<ref>Deutschland soll Botschaft räumen, FAZ vom 5. April 2013</ref> Deutschland gab jedoch bekannt, seine acht Diplomaten in Nordkorea zunächst nicht abziehen zu wollen.<ref>Deutschlands Diplomaten bleiben in Nordkorea - MOZ.de. In: Märkische Oderzeitung. 6. April 2013 (archive.org).</ref>

Die deutsche Botschaft in Pjöngjang wurde am 9. März 2020 vorübergehend geschlossen, weil die nordkoreanische Regierung im Zuge ihrer Maßnahmen gegen das SARS-CoV-2 Virus nicht bereit war, die in dem internationalen Wiener Übereinkommen über diplomatische Beziehungen von 1961 verbriefte Bewegungsfreiheit der deutschen Diplomaten zu garantieren.<ref>Bilaterale Beziehungen zwischen Nordkorea und Deutschland. In: Auswärtiges Amt. Abgerufen am 10. Oktober 2020.</ref>

Das Auswärtige Amt sandte im Februar 2024 Experten nach Pjöngjang.<ref name=":0">Konstantin von Hammerstein: (S+) Nordkorea: Deutsche Diplomaten auf Geheimmission in Pjöngjang. In: Der Spiegel. 9. März 2024, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 10. März 2024]).</ref> Diese stellten fest, dass die Baulichkeiten und das Inventar mangels Klimatisierung und regelmäßiger Wartung beeinträchtigt, im Prinzip aber nutzbar waren.<ref>Leerstand in Pjöngjang. In: Der Spiegel. 20. Juni 2025, abgerufen am 21. Juni 2025.</ref>

Siehe auch

Weblinks

Fußnoten und Einzelnachweise

<references />

<templatestyles src="BoxenVerschmelzen/styles.css" />

<templatestyles src="Erweiterte Navigationsleiste/styles legacy.css" />Vorlage:Klappleiste/Anfang

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