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Tributylamin

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Strukturformel
Strukturformel von Tributylamin
Allgemeines
Name Tributylamin
Andere Namen
  • N,N-Dibutyl-1-butanamin
  • Tri-n-butylamin
Summenformel C12H27N
Kurzbeschreibung

farblose, hygroskopische Flüssigkeit mit ammoniakartigem Geruch<ref name="GESTIS" />

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 203-058-7
ECHA-InfoCard 100.002.781
PubChem 7622
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 185,35 g·mol−1
Aggregatzustand

flüssig

Dichte

0,78 g·cm−3<ref name="GESTIS">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref>

Schmelzpunkt

−70 °C<ref name="GESTIS" />

Siedepunkt

214 °C<ref name="GESTIS" />

Dampfdruck
  • 0,37 hPa (20 °C)<ref name="GESTIS" />
  • 2 hPa (50 °C)<ref name="GESTIS" />
  • 4 hPa (65 °C)<ref name="GESTIS" />
Löslichkeit

sehr schlecht in Wasser (50 mg·l−1 bei 20 °C)<ref name="GESTIS" />

Brechungsindex

1,4283 (20 °C)<ref name="RömppOnline" />

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref name="GESTIS" />
Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 302​‐​310+330​‐​315
P: 260​‐​262​‐​280​‐​302+352​‐​310​‐​304+340+310<ref name="GESTIS" />
Toxikologische Daten

114 mg·kg−1 (LD50Ratteoral)<ref name="GESTIS" />

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C

Tributylamin ist eine chemische Verbindung die vor allem als Lösungsmittel bei Synthesen eingesetzt wird. Es gehört zur Stoffklasse der Amine, genauer der tertiären Amine.

Gewinnung und Darstellung

Tributylamin kann durch Alkylierung von Ammoniak mit Butan-1-ol oder Butylhalogeniden hergestellt werden.<ref name="RömppOnline">Eintrag zu Tributylamin. In: Römpp Online. Georg Thieme VerlagVorlage:Abrufdatum</ref>

Eigenschaften

Tributylamin ist eine farblose, hygroskopische Flüssigkeit mit ammoniakartigem Geruch.<ref name="GESTIS" /> Sie ist eine Base, ist jedoch auf Grund der relativ größeren Butylgruppen sterisch stärker gehindert als das häufiger verwendete Triethylamin.<ref name="Stanley R. Sandler, Wolf Karo">Stanley R. Sandler, Wolf Karo: Polymer Syntheses. Elsevier, 2012, ISBN 978-0-08-092555-4, S. 109 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>

Sicherheitstechnische Kenngrößen

Tributylamin bildet bei höherer Temperatur entzündliche Dampf-Luft-Gemische. Die Verbindung hat einen Flammpunkt zwischen 63 °C und 66 °C.<ref name="GESTIS" /> Der Explosionsbereich liegt zwischen 0,7 Vol.‑% (54 g/m3) als untere Explosionsgrenze (UEG) und 6,0 Vol.‑% (464 g/m3) als obere Explosionsgrenze (OEG).<ref name="GESTIS" /><ref name="RömppOnline" /> Die Zündtemperatur beträgt 195 °C.<ref name="GESTIS" /> Der Stoff fällt somit in die Temperaturklasse T4.

Verwendung

Tributylamin wird unter anderem verwendet als:

Literatur

  • The MAK-Collection for Occupational Health and Safety. Wiley-VCH Verlag & Co. KGaA, 2002, ISBN 3-527-60041-8, Tri-n-butylamine [MAK Value Documentation, 2004], doi:10.1002/3527600418.mb10282e3814.

Einzelnachweise

<references />