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Fauerbach (Nidda)

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Fauerbach
Stadt Nidda
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(591)&title=Fauerbach 50° 24′ N, 9° 4′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(591) 50° 24′ 15″ N, 9° 3′ 47″ O
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Höhe: 255 m ü. NHN
Fläche: 9,05 km²<ref name="lagis" />
Einwohner: 591 (2022)<ref name="EW2022">Wetteraukreis: Bevölkerung: Einwohner/-innen nach Ortschaften. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 10. August 2023; abgerufen im April 2024.</ref>
Bevölkerungsdichte: 65 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Dezember 1970
Postleitzahl: 63667
Vorwahl: 06043
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Fauerbach ist ein Stadtteil von Nidda im hessischen Wetteraukreis.

An Fauerbach angrenzend sind die Stadtteile Schwickartshausen, Wallernhausen, Ober-Lais, Unter-Lais und Michelnau.

Ortsgeschichte

Mittelalter

Die Ersterwähnung stammt aus dem Jahre 1035. In einer Schenkung des Kaisers Konrad II. und seiner Frau Gisela von Schwaben wird der Ort genannt.<ref>Nidda. Die Stadt und die Geschichte ihres Umlandes. Herausgegeben von Ottfried Dascher in Verbindung mit Reinhard Pfnorr. Nidda 2003. S. 299 f, S. 299.</ref> Der Ort wurde im Jahre 1347 urkundlich als Furbach (= „Feuerbach“) erwähnt.<ref>Ludwig Baur: Hessische Urkunden aus dem Großherzoglich Hessischen Haus- und Staatsarchive. Band 1–5. Darmstadt 1860–1873. Band 1, S. 573 f, Nr. 838.</ref> Eine Erwähnung im Jahr 1076 als „Fuirbach“ ist nicht gesichert. Der Ortsname wird als Feuer- oder Flammenbach gedeutet,<ref>Karl Heuson: Woher stammt der Name Bösgesäß? Eine Erklärung der Ortsnamen des Kreises Büdingen. In: Heimat-Jahrbuch 1952 des Landkreises Büdingen, S. 21–25, S. 23.</ref> abgeleitet von dem durch Eisenerzförderung rot gefärbten Bach, der durch den Ort fließt. Im Mittelalter war der Ort Gerichtsort, die Gerichtsherren die Niddaer Johanniter bis 1584.<ref>Nidda. Die Stadt und die Geschichte ihres Umlandes. S. 299.</ref>

Neuzeit

Die Statistisch-topographisch-historische Beschreibung des Großherzogthums Hessen berichtet 1830 über Fauerbach:

„Fauerbach (L. Bez. Nidda) evangel. Filialdorf; liegt 1 St. von Nidda, hat 93 Häuser und 472 Seelen, die alle evangelisch sind. Man findet 1 Kirche, 1 Rathhaus und 106 Einwohner gehören zum Bauernstand und 9 treiben bürgerliches Gewerbe. Der Ort erscheint 1330 als ein pfälzisches Lehen.“<ref name="GW">Vorlage:BibOCLC</ref>

Nach Auflösung der Altkreises Nidda war Fauerbach ab 1874 Teil des Landkreises Büdingen.

Hessische Gebietsreform (1970–1977)

Im Zuge der Gebietsreform in Hessen fusionierten am 1. Dezember 1970 die bis dahin selbständigen Gemeinden Bad Salzhausen, Borsdorf, Fauerbach bei Nidda, Geiß-Nidda, Harb, Kohden, Michelnau, Ober-Lais, Ober-Schmitten, Ober-Widdersheim, Stornfels, Ulfa, Unter-Schmitten, Wallernhausen und die Stadt Nidda zur neuen Stadt Nidda.<ref>Zusammenschluß der Stadt Nidda und der Gemeinden Bad Salzhausen, Borsdorf, Fauerbach, Geiß-Nidda, Harb, Kohden, Michelnau, Ober-Lais, Ober-Schmitten, Ober-Widdersheim, Stornfels, Ulfa, Unter-Schmitten, Wallernhausen im Landkreis Büdingen zur neuen Stadt „Nidda“ vom 24. November 1970. In: Der Hessische Minister des Innern (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1970 Nr. 49, S. 2290, Punkt 2281 (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 6,3 MB]).</ref><ref></ref> Für die ehemals eigenständigen Gemeinden sowie für die Kernstadt Nidda wurden Ortsbezirke mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung eingerichtet.<ref>Hauptsatzung. (PDF; 101 kB) § 5. In: Webauftritt. Stadt Nidda, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen im März 2021.@1@2Vorlage:Toter Link/www.nidda.de (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref> Da 1972 der Landkreis Büdingen im Wetteraukreis aufging, befindet sich der Ort seitdem dort.

Verwaltungsgeschichte im Überblick

Die folgende Liste zeigt die Staaten und Verwaltungseinheiten,<ref group="Anm.">Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter und frühen Gerichte sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan.</ref> denen Fauerbach angehört(e):<ref name="lagis" /><ref>Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref><ref>Vorlage:BibOCLC</ref>

Bevölkerung

Einwohnerstruktur 2011

Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Fauerbach 591 Einwohner. Darunter waren 18 (3,0 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 96 Einwohner unter 18 Jahren, 216 waren zwischen 18 und 49, 162 zwischen 50 und 64 und 17 Einwohner waren älter.<ref name="Z2011E" /> Die Einwohner lebten in 228 Haushalten. Davon 48 Singlehaushalte, 81 Paare ohne Kinder und 78 Paare mit Kindern, sowie 15 Alleinerziehende und 3 Wohngemeinschaften. In 39 Haushalten lebten ausschließlich Senioren/-innen und in 141 Haushaltungen leben keine Senioren/-innen.<ref name="Z2011E" />

Einwohnerentwicklung

• 1791: 321 Einwohner<ref name="Adr-LG-HD" />
• 1806: 349 Einwohner, 82 Häuser<ref name="Adr-LG-HD-1806" />
• 1829: 472 Einwohner, 93 Häuser<ref name="GW" />
• 1867: 474 Einwohner, 87 bewohnte Gebäude<ref name="WP">Vorlage:BibOCLC</ref>
• 1875: 437 Einwohner, 87 bewohnte Gebäude<ref name="WP75">Vorlage:BibOCLC</ref>
Fauerbach: Einwohnerzahlen von 1781 bis 2022
Jahr  Einwohner
1781
  
321
1806
  
349
1829
  
472
1834
  
483
1840
  
474
1846
  
474
1852
  
475
1858
  
451
1864
  
469
1871
  
445
1875
  
437
1885
  
412
1895
  
434
1905
  
467
1910
  
473
1925
  
472
1939
  
446
1946
  
597
1950
  
587
1956
  
548
1961
  
515
1967
  
523
1980
  
?
1990
  
?
1996
  
671
2000
  
668
2006
  
662
2010
  
614
2011
  
561
2014
  
582
2019
  
614
2022
  
591
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: LAGIS<ref name="lagis" />; Stadt Nidda<ref name="EW" /><ref name="EW2022" />; Zensus 2011<ref name="Z2011E" />

Historische Religionszugehörigkeit

• 1829: 472 evangelische (= 100 %) Einwohner<ref name="GW" />
• 1961: 479 evangelische (= 93,01 %), 34 (= 6,60 %) katholische Einwohner<ref name="lagis" />

Politik

Ortsvorsteher ist Manfred Bohl<ref>Ortsbeiräte und Ortsvorsteher/innen. In: Webauftrott. Stadt Nidda, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 23. Juli 2021; abgerufen im Januar 2021.</ref> (Stand Januar 2021).

Kulturdenkmäler

Siehe: Liste der Kulturdenkmäler in Fauerbach

Literatur

  • Yvonne Taddeo: Die Stadtteile der Großgemeinde Nidda. Humorvolles – Geschichtliches – Dorfporträts. Wort im Bild, [Altenstadt] / Ortenberg 2020, ISBN 978-3-88654-792-0.

Weblinks

Anmerkungen und Einzelnachweise

Anmerkungen <references group="Anm." />

Einzelnachweise <references> <ref name="lagis">Fauerbach, Wetteraukreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 16. Oktober 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). </ref> <ref name="Nidda"> Martin Röhling: Niddaer Geschichtsblätter. Heft 9. Die Geschichte der Grafen von Nidda und der Grafen von Ziegenhain. Hrsg.: Niddaer Heimatmuseum e. V. Im Selbstverlag, 2005, ISBN 3-9803915-9-0, S. 75, 115. </ref> <ref name="Adr-LG-HD"> Hessen-Darmstädter Staats- und Adresskalender 1791. Im Verlag der Invaliden-Anstalt, Darmstadt 1791, S. 203 ff. (Vorlage:HathiTrust Buch). </ref> <ref name="Adr-LG-HD-1806"> Hessen-Darmstädter Staats- und Adresskalender 1806. Im Verlag der Invaliden-Anstalt, Darmstadt 1806, S. 268 ff. (Vorlage:HathiTrust Buch). </ref> <ref name="EW"> Nidda in Zahlen. In: Webauftritt (aus Webarchiv). Stadt Nidda, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 4. Oktober 2011; abgerufen im April 2024. </ref> <ref name="Z2011E">Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1,8 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 54 und 106, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 11. Juli 2021;. </ref> <ref name="PR"> Vorlage:BibOCLC </ref> <ref name="NLVK"> Neuste Länder und Völkerkunde. Ein geographisches Lesebuch für alle Stände. Kur-Hessen, Hessen-Darmstadt und die freien Städte. Band 22. Weimar 1821, S. 421 (online bei Google BooksSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.). </ref> <ref name="STH-Oberhessen"> Georg W. Wagner: Statistisch-topographisch-historische Beschreibung des Großherzogthums Hessen: Provinz Oberhessen. Band 3. Carl Wilhelm Leske, Darmstadt 1830, S. 181 ff. (online bei Google BooksSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.). </ref> <ref name="RB1937"> Gesetz über die Aufhebung der Provinzen Starkenburg, Oberhessen und Rheinhessen vom 1. April 1937. In: Der Reichsstatthalter in Hessen Sprengler (Hrsg.): Hessisches Regierungsblatt. 1937 Nr. 8, S. 121 ff. (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 11,2 MB]). </ref> <ref name="Amt Nidda"> Die Zugehörigkeit des Amtes Nidda anhand von Karten aus dem Geschichtlicher Atlas von Hessen: Hessen-Marburg 1567-1604., Hessen-Kassel und Hessen-Darmstadt 1604-1638. und Hessen-Darmstadt 1567-1866. </ref> </references>

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