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Olga Tokarczuk

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Olga Tokarczuk (2018)
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Olga Nawoja Tokarczuk<ref>Stowarzyszenie Kulturalne „Góry Babel“ | Rejestr.io. Abgerufen am 10. Oktober 2019.</ref> <templatestyles src="IPA/styles.css" />[ɔlga tɔˈkart͡ʂuk] (* 29. Januar 1962 in Sulechów bei Zielona Góra, Polen) ist eine polnische Schriftstellerin und Psychologin. 2019 erhielt sie rückwirkend den Nobelpreis für Literatur des Jahres 2018, der zuvor nicht vergeben worden war.

Leben

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Olga Tokarczuk während des 3. Góry-Literaturfestival 2017

Ihre Eltern, Wanda und Józef Tokarczuk, stammten aus den ehemaligen polnischen Ostgebieten, aus denen sie im Zuge der Zwangsumsiedlung von Polen 1944–1946 vertrieben worden waren.<ref>Olga Tokarczuk im Munzinger-Archiv, abgerufen am 11. Oktober 2019 (Artikelanfang frei abrufbar).</ref> Ihre Kindheit verbrachte Tokarczuk in der Ortschaft Klenica in den „wiedergewonnenen Gebieten“ in der heutigen Woiwodschaft Lebus unweit von Zielona Góra, wo ihre Eltern als Lehrer beschäftigt waren. Später zog die Familie ins oberschlesische Kietrz in die Woiwodschaft Oppeln. Dort besuchte sie das städtische Liceum, das sie 1980 mit dem Abitur abschloss. Anschließend studierte sie Psychologie an der Universität Warschau. Neben dem Studium arbeitete sie als Volontärin in einem Heim für verhaltensauffällige Jugendliche. Sie schloss 1985 das Studium als Magistra ab, heiratete und zog zunächst nach Breslau um. 1986 bis 1989 arbeitete sie in der Krakauer Klinik für psychische Gesundheit. 1986 hat sie einen Sohn geboren. Die Familie zog nach Wałbrzych, wo sie bis 1996 im Methodischen Zentrum für Lehrkräfte als Psychotherapeutin angestellt war. Seit 1998 lebt sie in dem kleinen Dorf Krajanów bei Nowa Ruda in der Woiwodschaft Niederschlesien. Von hier aus führte sie von 1998 bis 2003 gemeinsam mit ihrem damaligen Ehemann, Roman Fingas, den Kleinverlag „Ruta“, bevor sie sich ganz dem Schreiben widmete.<ref name="Biogram">Alicja Szałagan: Olga Tokarczuk – Biogram. Abgerufen am 2. Oktober 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Wydawnictwo Ruta. Culture.pl, Juli 2008, abgerufen am 9. Dezember 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Sie sieht sich selbst in der geistigen Tradition von Carl Gustav Jung, dessen Theorien sie auch als eine Inspiration für ihre literarischen Arbeiten anführt. 1994 trat sie dem Verein der Polnischen Schriftsteller bei und wurde 1999 Mitglied im polnischen PEN-Club.<ref name="Biogram" /> Nach 2004 war sie eine Zeit lang Mitglied der grünen Partei Partia Zieloni.<ref>Partia Zieloni. Partia Zieloni, 22. Mai 2018, abgerufen am 29. Dezember 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Im Oktober 2019 gründete sie in Breslau zusammen mit ihrem zweiten Ehemann und Manager, dem Germanisten Grzegorz Zygadło, die „Olga-Tokarczuk-Stiftung“.<ref>Olga Tokarczuk gründet eine Stiftung. Börsenblatt, 24. Oktober 2019, abgerufen am 31. Oktober 2019.</ref> Als Kulturmanagerin der Stiftung wirkt Iryna Wikyrtschak.<ref>Piotr Jagielski: Kim jest Iryna Vikyrchak, ukraińska poetka i asystentka Olgi Tokarczuk? Onet.pl, 31. Oktober 2019, abgerufen am 9. Dezember 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Im September 2020 wurde bekannt, dass Tokarczuk die ihr angetragene Ehrenbürgerschaft ihrer polnischen Heimatregion Niederschlesien abgelehnt hat, da dies „die Spaltung in Polen wegen Rechten für Schwule, Lesben, Bisexuelle und Transsexuelle hervorheben“ würde, da sie zur gleichen Zeit wie der emeritierte katholische Bischof Ignacy Dec ausgezeichnet werden sollte, der „die LGBT-Bewegung als Gefahr für die katholische Kirche und Polen beschrieben“ hat.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Olga Tokarczuk lehnt Ehrenbürgerschaft ab (Memento des Vorlage:IconExternal vom 20. Januar 2021 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.deutschlandfunkkultur.de, deutschlandfunkkultur.de, erschienen und abgerufen am 25. September 2020.</ref><ref>LGBTI-freundliche Nobelpreisträgerin lehnt Ehrenbürgerschaft ihrer Heimatprovinz ab, queer.de, erschienen und abgerufen am 28. September 2020.</ref>

Im Februar 2021 übernahm Tokarczuk den Jury-Vorsitz des Usedomer Literaturpreises von Denis Scheck.<ref>Olga Tokarczuk löst Denis Scheck ab. In: boersenblatt.net, 4. Februar 2021.</ref>

Werk

Datei:MJK32706 Olga Tokarczuk (Pokot, Berlinale 2017).jpg
Tokarczuk auf der Berlinale 2017

Tokarczuk debütierte 1979 in dem Jugendmagazin Na Przełaj, in dem sie unter dem Pseudonym „Natasza Borodin“ erste Erzählungen veröffentlichte.<ref name="Biogram" /> 1989 ist das Jahr der Veröffentlichung ihres ersten Buches, einer mit „Miasta w lustrach“ (Städte in Spiegeln) betitelten Gedichtsammlung. Ihr Debütroman, Podróż ludzi księgi (Reise der Buchmenschen), eine Parabel über die Suche zweier Liebender nach dem „Geheimnis des Buches“ (eine Metapher für die Bedeutung des Lebens), ist im Frankreich des 17. Jahrhunderts angesiedelt und erschien 1993. Mit diesem Buch erreichte die Autorin große Popularität bei Lesern wie bei Kritikern. Der Nachfolgeroman E. E. (1995) trägt im Titel die Initialen seiner Heldin, einer jungen Frau namens Erna Eltzner, die in einer bürgerlichen deutsch-polnischen Familie im Breslau der Vorkriegsjahre aufwächst und übermenschliche Fähigkeiten entwickelt.

Großen Erfolg erreichte Tokarczuks dritter Roman Prawiek i inne czasy (Ur und andere Zeiten), der 1996 veröffentlicht wurde. Er spielt in dem fiktiven Städtchen Ur in Ostpolen, das von exzentrischen Urgesteinen bevölkert wird. Das Städtchen steht unter dem Schutz der Vier Erzengel Raphael, Uriel, Gabriel und Michael. Der Roman erzählt das Leben einiger Bewohner über einen Zeitraum von acht Jahrzehnten von 1914 an. Parallel zur abwechslungsreichen polnischen Geschichte in jener Zeit, doch gleichzeitig seltsam entrückt von ihr, beschreibt der Roman die stetige Wiederkehr aller menschlichen Freuden und Schmerzen, die in Ur wie durch ein Brennglas sichtbar werden. Der Roman wurde in viele Sprachen übersetzt, darunter Deutsch, und begründete Tokarczuks internationale Reputation als eine der wichtigsten Protagonistinnen der polnischen Literatur in der Gegenwart.

Nach Prawiek i inne czasy begann Tokarczuks Arbeit sich weg von der Romanform und hin zu kürzeren Prosatexten und Essays zu entwickeln. Das 1997 erschienene Buch Szafa (Schrank) war eine Sammlung dreier Texte im Stil von Kurzgeschichten. Dom dzienny, dom nocny (Taghaus, Nachthaus) erschien 1998. Obwohl formell ein Roman, gleicht es eher einer Sammlung lose miteinander verbundener Texte, Skizzen und Essays über Gegenwart und Vergangenheit in der Wahlheimat der Autorin, einem Dorf im Waldenburger Bergland nahe der polnisch-tschechischen Grenze. Wenn auch Tokarczuks schwierigstes Buch, zumindest für jene, die mit der Geschichte Mitteleuropas nicht vertraut sind, war es das erste, das ins Englische übersetzt worden ist.

Danach hat Tokarczuk eine Reihe von Sammlungen kurzer Geschichten veröffentlicht: Im Jahr 2000 erschien Ostatnie historie (Letzte Geschichten) sowie der Essay Lalka i perła (Die Puppe und die Perle) über Bolesław Prus’ Roman „Lalka“ sowie die Hymne Das Perlenlied aus den apokryphen Thomasakten, übersetzt von Czesław Miłosz. Mit ihren gleichermaßen populären Kollegen Jerzy Pilch und Andrzej Stasiuk veröffentlichte sie den Band „Opowieści wigilijne“ mit drei modernen Weihnachtsgeschichten. 2001 folgte „Gra na wielu bębenkach“ (Spiel auf vielen Trommeln).

2007 legte Tokarczuk mit Unrast (Bieguni) einen, wie sie es selbst nennt „Konstellationsroman“ vor, der in mehreren Handlungssträngen, fragmentarischen Notizen und essayistischen Reflexionen die Themen Reisen und Konservierung von Leichen umkreist.<ref>Leszek Żyliński: Tokarczuk, Olga – Bieguni. Kindlers Literatur Lexikon, 3., völlig neu bearbeitete Auflage 2009. Stand: 28. November 2020, abgerufen von Bücherhallen Hamburg am 9. August 2024</ref> Sie erzählt etwa von einer dreiköpfigen Familie, die zerbricht, nachdem Mutter und Sohn im Urlaub auf der kroatischen Insel Vis für zwei Tage verschwanden; von der Mutter eines behinderten Kindes, die für mehrere Tage in der Moskauer Metro das Leben der Obdachlosen teilt; von einem ehemaligen Walfänger, der nun frustriert als Fährmann in einem nordischen Land arbeitet und eines Tages seine Fähre aufs offene Meer steuert; und von einem Altertumswissenschaftler, der Vorträge auf einem Kreuzfahrtschiff hält, und seiner deutlich jüngeren Ehefrau. Unterbrochen werden diese Erzählungen von kürzeren Texten, etwa Vorträgen über „Reisepsychologie“, die Fachwissenschaftler angeblich in den Wartebereichen von Flughäfen halten, einem Loblied auf die Wikipedia oder von Briefen, in denen die Tochter des Kammermohren Angelo Soliman Kaiser Franz III. darum bittet, ihr die ausgestopfte Leiche ihres Vaters zur Beerdigung zu überlassen.

2009 folgte mit Prowadź swój pług przez kości umarłych (Der Gesang der Fledermäuse) ein Kriminalroman, der in den Bergen um Kłodzko an der polnisch-tschechischen Grenze spielt. Die etwas schrullige Ich-Erzählerin, die sich mit Astrologie und einer Übersetzung der Werke William Blakes beschäftigt, behauptet, einige mysteriöse Morde an den Bewohnern eines Dorfes seien durch Tiere verursacht werden, die sich an ihren Peinigern rächen wollten. Hans-Peter Kunisch lobt das Buch in der Süddeutschen Zeitung für seinen „sirenenhaften Sog, dem man sich nicht entziehen“ könne.<ref>Hans-Peter Kunisch: Olga Tokarczuk lauscht dem „Gesang der Fledermäuse“. sueddeutsche.de, 17. Dezember 2019.</ref>

Im Jahr 2014 wurden Księgi Jakubowe (Die Jakobsbücher) in Polen veröffentlicht; das Werk erschien 2019 auf Deutsch. In Polen wurde sie für dieses Buch angefeindet und sogar mit dem Tode bedroht.<ref>NDR: Olga Tokarczuks kontroverses Werk "Die Jakobsbücher". Abgerufen am 3. Januar 2020.</ref> Es setzt sich kritisch mit der häufig verklärten polnisch-litauischen Adelsrepublik des 18. Jhdts. auseinander und zeigt diese als politisch schwachen Feudalstaat, zu dem Machtmissbrauch durch Hochadel und Klerus, Unterdrückung der ethnischen Minderheiten, Judenpogrome oder sklavenähnliche Ausbeutung der leibeigenen Bauern gehörten.<ref>Marta Kijowska: Olga Tokarczuks „Jakobsbücher“: Der falsche Messias. ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 3. Januar 2020]).</ref> Vor dem Hintergrund eines breiten Panoramas Südostpolens im 18. Jahrhundert erzählt Tokarczuk die Geschichte des als Messias verehrten Jakob Joseph Frank. Im Jahr 2022 wurde die englischsprachige Übersetzung The Books of Jacob von Jennifer Croft für den International Booker Prize nominiert.<ref>The 2022 International Booker Prize. In: thebookerprizes.com (abgerufen am 11. März 2022).</ref>

Literaturnobelpreis

Tokarczuk erhielt zahlreiche polnische wie auch internationale Literaturpreise. Am 10. Oktober 2019 gab die Schwedische Akademie in Stockholm die Verleihung des Nobelpreises für Literatur für das Jahr 2018 an sie bekannt, „für ihre narrative Vorstellungskraft, die, in Verbindung mit enzyklopädischer Leidenschaft, für das Überschreiten von Grenzen als eine neue Form von Leben steht“ (“for a narrative imagination that with encyclopedic passion represents the crossing of boundaries as a form of life”).<ref>The Nobel Prizes in Literature for 2018 and 2019. In: nobelprize.org. 10. Oktober 2019, abgerufen am 11. Oktober 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die Auszeichnung ist mit neun Millionen schwedischer Kronen dotiert, zu diesem Zeitpunkt umgerechnet rund 831.000 Euro. Die Auszeichnung erfolgte nachträglich im Jahr 2019, weil sich die Akademie im Jahr 2018 nach Skandalen und Austritten gegen eine damalige Preisvergabe entschieden hatte.<ref>Literaturnobelpreis 2019 an Peter Handke vergeben. In: APA – Austria Presse Agentur. 10. Oktober 2019, abgerufen am 10. Oktober 2019.</ref> Ihre Nobelpreismedaille spendete Tokarczuk nach ihrer Rückkehr nach Polen dem Großen Orchester der Weihnachtshilfe.<ref>40 tys. złotych za replikę nagrody Nobla Olgi Tokarczuk. Co gwiazdy przekazały na WOŚP? In: Onet. 21. Dezember 2019, abgerufen am 6. Januar 2020.</ref>

Deutsche Übersetzungen

In einem Interview mit dem Deutschlandfunk 2019 erklärte Tokarczuks frühere deutsche Übersetzerin Esther Kinsky ihre Entscheidung, nach Unrast 2009 keine weiteren Bücher von ihr zu übersetzen. Die Sprache der Autorin habe sie nicht genug herausgefordert. In dem Interview äußerte Kinsky die Vermutung, Tokarczuks Texte seien im Original mangelhaft lektoriert, während die Übersetzungen andere Anforderungen hätten. Stilistische Fehler würden dann von der Literaturkritik den Übersetzungen vorgeworfen.<ref>Literaturnobelpreis für Olga Tokarczuk - Preiswürdig oder uninteressant? Abgerufen am 13. Dezember 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Kinsky bat später Lisa Palmes, mit der Übersetzung von Tokarczuks Romanen zu beginnen.<ref>Übersetzen ist wie Haareschneiden. Abgerufen am 23. August 2021.</ref> Ein weiterer Tokarczuk-Übersetzer ist Lothar Quinkenstein.

Auszeichnungen

Werke

  • Miasto w lustrach (Stadt in Spiegeln, Gedichte). Beilage zur Zeitschrift Okolice. Nr. 10/1989.
  • Podróż ludzi Księgi (Die Reise der Buchmenschen). 1993.
  • E.E. Roman. Wydawnictwo Literackie, 1995.
    • E.E. Roman. Aus dem Polnischen von Lothar Quinkenstein. Kampa, Zürich 2024, ISBN 978-3-31-110139-0.
  • Prawiek i inne czasy. 1996.
    • Ur und andere Zeiten. Aus dem Polnischen von Esther Kinsky. Berlin Verlag, Berlin 2000, ISBN 3-8270-0340-7 und Kampa Verlag, Zürich 2019, ISBN 978-3-311-10018-8.
  • Szafa. Erzählungen. 1997.
    • Der Schrank. Aus dem Polnischen von Esther Kinsky. DVA, München 2000, ISBN 978-3-421-05381-7 und Kampa Verlag, Zürich 2020, ISBN 978-3-311-21014-6.
  • Dom dzienny, dom nocny. Ruta, Wałbrzych 1999.
    • Taghaus, Nachthaus. Aus dem Polnischen von Esther Kinsky. DVA, München 2001, ISBN 3-421-05413-4 und Kampa Verlag, Zürich 2019, ISBN 978-3-311-10020-1.
  • Lalka i Perła (Die Puppe und die Perle). Essay. 2000.
    • Die Puppe und die Perle. Aus dem Polnischen von Lothar Quinkenstein, in: Bolesław Prus, Die Puppe, ISBN 978-3-311-10048-5 Kampa Verlag, Zürich 2025
  • Gra na wielu bębenkach. 19 opowiadań. Anthologie. Wydawnictwo Ruta, 2001.
    • Spiel auf vielen Trommeln. 19 Erzählungen. Aus dem Polnischen von Esther Kinsky. Matthes & Seitz, Berlin 2006, ISBN 3-88221-107-5.
  • Opowiadania zimowe. 2003 (Wintererzählungen; Hörbuch mit 3 Texten aus Spiel auf vielen Trommeln).
  • Ostatnie historie. 2004.
    • Letzte Geschichten. Aus dem Polnischen von Esther Kinsky. DVA, München 2007, ISBN 978-3-421-05902-4.
  • Anna In w grobowcach świata. 2006.
    • AnnaIn in den Katakomben. Der Mythos der Mondgöttin Inanna. Aus dem Polnischen von Esther Kinsky. Berlin Verlag, Berlin 2007, ISBN 978-3-8270-0727-8.
    • Anna In. Eine Reise zu den Katakomben der Welt. Aus dem Polnischen von Lisa Palmes. Kampa Verlag, Zürich 2022, ISBN 978-3-311-10074-4.
  • Bieguni. 2007.
    • Unrast. Aus dem Polnischen von Esther Kinsky. Schöffling & Co., Frankfurt/M. 2009, ISBN 978-3-89561-465-1 und Kampa Verlag, Zürich 2019, ISBN 978-3-311-10020-1.
  • Prowadź swój pług przez kości umarłych. Kriminalroman. 2009. (2017 wurde der Roman von Agnieszka Holland unter dem Titel Die Spur (Pokot) verfilmt).
    • Der Gesang der Fledermäuse. Aus dem Polnischen von Doreen Daume. Schöffling & Co., Frankfurt/M. 2011, ISBN 978-3-89561-466-8 und Kampa Verlag, Zürich 2019, ISBN 978-3-311-10022-5.
    • Der Gesang der Fledermäuse, Der Audio Verlag 2019, ungekürzte Lesung 8:41 h gelesen von Angelika Thomas, ISBN 3-7424-1553-0
  • Moment niedźwiedzia. 2012 (Der Moment des Bären, Essays).
  • Księgi Jakubowe. 2014 (historischer Roman über Jakob Joseph Frank und den Frankismus).
  • mit Joanna Concejo (Illustratorin): Zgubiona dusza. Bilderbuch. Wydawnictwo Format, Wrocław 2017, ISBN 978-83-61488-743.
    • Die verlorene Seele. Aus dem Polnischen von Lothar Quinkenstein. Kampa Verlag, Zürich 2020, ISBN 978-3-311-40001-1.
  • Opowiadania bizarne. Zehn Erzählungen. Wydawnictwo Literackie, Krakau 2018, ISBN 978-83-08-06498-6.
    • Die grünen Kinder. Bizarre Geschichten. Aus dem Polnischen von Lothar Quinkenstein. Kampa Verlag, Zürich 2020, ISBN 978-3-311-10029-4.
  • Profesor Andrews w Warszawie. Wyspa (Professor Andrews in Warschau. Die Insel). Wydawnictwo Literackie, Krakau 2018, ISBN 978-83-08-06550-1.
  • Der liebevolle Erzähler. Aus dem Polnischen von Lisa Palmes. Kampa Verlag, Zürich 2020, ISBN 978-3-311-10019-5.
  • Übungen im Fremdsein. Aus dem Polnischen von Bernhard Hartmann, Lisa Palmes und Lothar Quinkenstein. Kampa Verlag, Zürich 2021, ISBN 978-3-311-10075-1<ref>Martina Wagner-Egelhaaf: Autorin Olga Tokarczuk: Blicke über den Rand der Welt. In: FAZ.NET. ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 18. November 2021]).</ref>
  • Empuzjon. Wydawnictwo Literackie, Krakau 2022, ISBN 978-83-08-07577-7.
    • Empusion. Eine natur(un)heilkundliche Schauergeschichte. Roman. Aus dem Polnischen von Lisa Palmes und Lothar Quinkenstein. Kampa, Zürich 2023, ISBN 978-3-311-10044-7.

Libretto

  • 2018: Libretto für die Oper in drei Akten Ahat Ilī – Sister of Gods von Aleksander Nowak nach Anna In w grobowcach świata / Anna In in den Katakomben<ref>World Premiere of Ahat Ilī – Sister of Gods. Polish Music Center in Califonia, 9. September 2018, abgerufen am 22. Oktober 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Gespräche

  • Bernhard Hartmann, Olga Tokarczuk: »Ich gehöre zu den modernen Nomaden.« Ein Gespräch über Literatur als Welterfahrung. In: Sinn und Form 4/2017, S. 447–454

Verfilmungen (Auswahl)

  • 1996: Podróże Olgi T., Werdegang von Olga Tokarczuk bis 1995<ref>Podróże Olgi T. filmpolski.pl, 1996, abgerufen am 24. Oktober 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
  • 2000: Skarb, Adaption der Erzählung Krysia aus: Dom dzienny, dom nocny
  • 2003: Żurek, Adaption der Erzählung Żurek aus: Opowiadania zimowe
  • 2004: Miłości, Adaption von Gra na wielu bębenkach
  • 2007: Aria Diva, Adaption der Erzählung Ariadna na Naksos aus: Gra na wielu bębenkach
  • 2011: Zniknięcie, Adaption der Erzählungen Kunicki Woda und Kunicki Ziemia aus: Bieguni
  • 2019: Noc v Mariandu (tschechisch), Adaption der Erzählung Krysia aus: Dom dzienny, dom nocny

Als Drehbuchautorin

  • 1998: E. E., Adaption des Romans E. E.
  • 2017: Die Spur, nach dem Roman Prowadź swój pług przez kości umarłych. Regie Agnieszka Holland

Literatur

  • Marta Janachowska-Budych: Gedächtnismedium Literatur. Zur Wirkung der Literatur in der Erinnerungskultur am Beispiel der Werke von Elfriede Jelinek und Olga Tokarczuk. UAM Wydawnictwo Naukowe, Poznań 2014, ISBN 978-83-232-2818-9.
  • Dörte Lütvogt: Raum und Zeit in Olga Tokarczuks Roman „Prawiek i inne czasy (Ur- und andere Zeiten)“ (= Studien zur deutschen und europäischen Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts. Band 53). Lang, Frankfurt a. M. u. a. 2004, ISBN 3-631-51891-9 (Zugl.: Mainz, Univ., Diss., 2003).
  • Lena von Geyso: Über das Er-Finden von Identität. Olga Tokarczuks Roman „Taghaus – Nachthaus“ (= Fokus Osteuropa. Studentische Beiträge zur Kulturwissenschaft. Band 1). Hrsg. von Agnieszka Brockmann und Christa Ebert. Europa-Universität Viadrina, Frankfurt (Oder) 2010, DNB 1062701917, urn:nbn:de:kobv:521-opus-321.
  • Georg Mrugalla: Olga Tokarczuk – Essay. In: Kritisches Lexikon zur fremdsprachigen Gegenwartsliteratur. 1. März 2012 (munzinger.de Munzinger-Archiv).

Weblinks

Commons: Olga Tokarczuk – Sammlung von Bildern und Audiodateien

Einzelnachweise

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