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Michaele Schreyer

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Michaele Schreyer (2020)

Michaele Schreyer (* 9. August 1951 in Köln) ist eine deutsche Politikerin (Bündnis 90/Die Grünen) und war bis 2018 Vizepräsidentin der Europäischen Bewegung Deutschland. Sie war von 1989 bis 1990 Senatorin für Stadtentwicklung und Umwelt im Land Berlin und von 1999 bis 2004 die für den Haushalt zuständige EU-Kommissarin.

Beruf

Michaele Schreyer studierte von 1970 bis 1976 Wirtschaftswissenschaften und Soziologie an der Universität zu Köln. An der Freien Universität Berlin promovierte sie 1982 zum Doktor der Wirtschaftswissenschaft. Seit 1977 hatte sie verschiedene wissenschaftliche Stellen an der FU Berlin, bei der Fraktion der Grünen im Bundestag und beim ifo Institut in München inne. 2011 wurde sie von der Freien Universität Berlin zur Honorprofessorin im Fach Politikwissenschaft bestellt.

Michaele Schreyers politische Laufbahn begann 1989 mit ihrer Berufung zur Senatorin für Stadtentwicklung und Umweltschutz des Landes Berlin. Nach Beendigung der rot-grünen Senatskoalition (Senat Momper) schied sie jedoch schon 1990 wieder aus diesem Amt. 1991 bis 1999 gehörte sie dem Abgeordnetenhaus von Berlin an. Dort war sie von 1991 bis 1995 Mitglied des Präsidiums und von 1998 bis 1999 Fraktionsvorsitzende der Fraktion der Grünen im Abgeordnetenhaus.

EU-Kommissarin

Im September 1999 wurde Schreyer EU-Kommissarin und übernahm die Zuständigkeit für die Generaldirektion Haushalt und für das Europäische Amt für Betrugsbekämpfung (Kommission Prodi). Schreyer war das erste und bisher einzige grüne Mitglied der EU-Kommission.

Ihre Berufung stieß auf Protest der Opposition im Bund (CDU/CSU und FDP), da mit ihr und Günter Verheugen (SPD) zwei Mitglieder der Regierungsparteien EU-Kommissare wurden. Zuvor war es üblich, dass einer der beiden Kommissare der Opposition angehörte.

Schreyer schied im Jahr 2004 mit dem Amtsantritt der Kommission Barroso I aus der EU-Kommission aus. Deutschland stellt seit Herbst 2004 wie alle EU-Staaten nur noch einen EU-Kommissar, mit Günter Verheugen verblieb der der SPD angehörende deutsche Vertreter in der Kommission.

Aktuell

Datei:Flickr - boellstiftung - Michaele Schreyer.jpg
Michaele Schreyer (2010)

Schreyer war von 2005 bis 2018 Vize-Präsidentin des Netzwerks Europäische Bewegung Deutschland.<ref>Vorstand | Netzwerk EBD. In: www.netzwerk-ebd.de. Abgerufen am 25. September 2016.</ref>

Sie ist auch engagiert im Kuratorium des Europäischen Jugendparlaments in Deutschland e. V.<ref>Kuratorium. In: eyp.de. Abgerufen am 26. Februar 2026.</ref> und ist Mitglied im Vorstand der Schwarzkopf-Stiftung Junges Europa.<ref>Schreyer verstärkt Schwarzkopf-Stiftung. In: politik-kommunikation.de. Abgerufen am 26. Februar 2026.</ref> Daneben nimmt sie Lehraufträge am politikwissenschaftlichen Otto-Suhr-Institut der FU Berlin, im interdisziplinären Masterstudiengang Europawissenschaften Berlin und an der Hertie School of Governance wahr.

Literatur

  • Werner Breunig, Andreas Herbst (Hrsg.): Biografisches Handbuch der Berliner Abgeordneten 1963–1995 und Stadtverordneten 1990/1991 (= Schriftenreihe des Landesarchivs Berlin. Band 19). Landesarchiv Berlin, Berlin 2016, ISBN 978-3-9803303-5-0, S. 336.
  • Albrecht Rothacher: Michaele Schreyer. In: Die Kommissare. Vom Aufstieg und Fall der Brüsseler Karrieren. Nomos, Baden-Baden 2012, ISBN 978-3-8329-7097-0, S. 147–152.

Weblinks

Commons: Michaele Schreyer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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Michel Barnier (bis April 2004) | Frits Bolkestein | Philippe Busquin | David Byrne | Anna Diamantopoulou (bis März 2004) | Franz Fischler | Neil Kinnock | Pascal Lamy | Erkki Liikanen (bis Juli 2004) | Mario Monti | Poul Nielson | Loyola de Palacio | Chris Patten | Romano Prodi | Viviane Reding | Michaele Schreyer | Pedro Solbes (bis April 2004) | Günter Verheugen | António Vitorino | Margot Wallström

Ergänzungen:
Joaquín Almunia (ab April 2004) | Péter Balázs (ab Mai 2004) | Jacques Barrot (ab April 2004) | Joseph Borġ (ab Mai 2004) | Stavros Dimas (ab März 2004) | Ján Figeľ (ab Mai 2004) | Dalia Grybauskaitė (ab Mai 2004) | Danuta Hübner (ab Mai 2004) | Siim Kallas (ab Mai 2004) | Sandra Kalniete (ab Mai 2004) | Márkos Kyprianoú (ab Mai 2004) | Janez Potočnik (ab Mai 2004) | Olli Rehn (ab Juli 2004) | Pavel Telička (ab Mai 2004)

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