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Ehlheim

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Ehlheim
Gemeinde Dittenheim
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(63)&title=Ehlheim 49° 3′ N, 10° 50′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(63) 49° 2′ 38″ N, 10° 49′ 41″ O
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Höhe: 410 m ü. NHN
Einwohner: 63[Ohne Beleg]Vorlage:Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland/Wartung/NoEinwQuelle
Postleitzahl: 91723
Vorwahl: 09834
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Ehlheim ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Dittenheim im mittelfränkischen Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen (Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Ehlheim liegt in der Gemarkung Dittenheim.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen – Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 19. Oktober 2024.</ref>

Das Haufendorf hat rund 60 Einwohner und liegt auf einer Höhe von etwa 410 m ü. NHN.<ref>Nach Höhenlinienbild im BayernAtlas (Topografische Karten, Bayerische Vermessungsverwaltung) interpoliert.</ref>

1346 als „Aulin“ erstmals urkundlich erwähnt, befand sich der Ort lange Zeit im Einflussgebiet der Ansbacher Markgrafen. Seit Anfang des 19. Jahrhunderts ist Ehlheim ein Gemeindeteil von Dittenheim.

Im Naturpark Altmühltal und an der Altmühl gelegen, deren geschützter Uferbereich das bedeutendste Brutgebiet für Brachvögel und Uferschnepfen in Bayern ist, wird der Ort durch den Altmühltal-Panoramaweg touristisch erschlossen.

Geographie

Datei:Ehlheim Dittenheim vSO.jpg
Südöstlicher Ortseingang (2016)
Datei:Hochwasser Altmühl bei Gundelsheim Luftaufnahme (2013).jpg
Luftbild des Hochwassers der Altmühl auf Höhe des Nachbarortes Gundelsheim in Richtung Ehlheim (aufgenommen 2013)

Lage, Naturraum und Geologie

Ehlheim liegt inmitten des Altmühltals und östlich des Hahnenkamms auf offener Flur umgeben von Wiesen und Feldern in Westmittelfranken, rund 2,5 Kilometer Luftlinie sowie 3,4 Kilometer Fahrstrecke südöstlich von Dittenheim innerhalb der Gemarkung Dittenheim in der Verwaltungsgemeinschaft Altmühltal. Nachbarorte sind (im Uhrzeigersinn, beginnend mit Norden) Gundelsheim an der Altmühl, Wachenhofen, Alesheim, Trommetsheim, Meinheim und Dittenheim. Ehlheim liegt unweit westlich bzw. rechts der Altmühl, die mit Abstand zum Ort eine breite Aue durchfließt. Verschiedene Auengräben und Seitenarme der Altmühl bilden mehrere kleine Inseln. Der Ort wird von einem kleinen, unbenannten Bach durchflossen, der in die Altmühl mündet. Damit liegt der Ort im Abflussgebiet der Donau. Zwischen der Altmühl und Ehlheim verläuft die Bahnstrecke Treuchtlingen–Würzburg. Unweit südlich liegt die Gemeindegrenze zu Meinheim, nicht weit östlich verläuft jenseits der Altmühl die Gemeindegrenze zu Alesheim. Ehlheim ist umgeben von den Fluren Schindheck, Lehmgrubenfeld und Härtle. Mit einer Höhe von ca. 410 m ü. NHN ist das Ufer der Altmühl bei Ehlheim der niedrigste Punkt der Gemeinde Dittenheim.<ref name="BY">Topographische Karte 1:25.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 19. Oktober 2024 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>

Gemäß Handbuch der naturräumlichen Gliederung Deutschlands gehört Ehlheim zur naturräumlichen Haupteinheitengruppe des Fränkischen Keuper-Lias-Landes. Der Ort liegt im Vorland der Südlichen Frankenalb innerhalb des sogenannten Altmühltrichters der Weißenburger Bucht.<ref name="Blatt 163">Franz Tichy: Geographische Landesaufnahme: Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 163 Nürnberg. Bundesanstalt für Landeskunde, Bad Godesberg 1973. → Online-Karte (PDF; 4 MB).</ref> Das Gelände ist eben und steigt in westliche Richtung (also von der Altmühl weg) leicht an.

Ehlheim liegt innerhalb des Naturparks Altmühltal. Östlich des Ortes, entlang der Altmühl und begrenzt durch die Bahnstrecke, befinden sich das Fauna-Flora-Habitat Obere Altmühl mit Brunst-Schwaigau und Wiesmet, der Biotop Altmühl mit Seitenarmen und Begleitvegetation zwischen Aha und Ehlheim, das Vogelschutzgebiet Altmühltal mit Brunst-Schwaigau und Altmühlsee sowie das Landschaftsschutzgebiet Schutzzone im Naturpark Altmühltal, die jeweils beinahe flächengleich sind.<ref>Ortskarte 1:10.000. Natur. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 19. Oktober 2024.</ref> Der geschützte Uferbereich der Altmühl mit seinen mageren Flachland-Mähwiesen ist das bedeutendste Brutgebiet für Brachvögel und Uferschnepfen in Bayern.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />„Altmühltal mit Brunst-Schwaigau und Altmühlsee“ (Memento vom 8. März 2016 im Internet Archive), Regierung von Mittelfranken (pdf). Abgerufen am 7. April 2024.</ref><ref name="schott">Franke Schott et al.: Managementplan für das FFH-Gebiet 6830-371 Obere Altmühl mit Brunst-Schwaigau und Wiesmet- Offenland - Maßnahmen. Gutachten im Auftrag der Regierung von Mittelfranken. Institut für Vegetationskunde und Landschaftsökologie 2014.</ref> Außerdem hat Ehlheim ein Weißstorchnest.<ref>Die große bayerische Weißstorchkarte, in:lbv.de, abgerufen am 25. Oktober 2022.</ref>

Geologisch liegt Ehlheim im Gebiet des pleistozänen Lößlehms, wodurch die Erde besonders fruchtbar ist.<ref name="chronik"/><ref name="gunnet2">Ehlheim, in: gunnet.de, abgerufen am 10. Oktober 2022.</ref> Darüber findet sich Parabraunerde,<ref>Hermann Schmidt-Kaler: Blatt Nr. 6930 Heidenheim, in: Erläuterungen zur Geologischen Karte von Bayern 1: 25000, Bayerisches Geologisches Landesamt, München 1970, S. 92.</ref> darunter Jurakalkstein.<ref>Hermann Schmidt-Kaler: Blatt Nr. 6930 Heidenheim, in: Erläuterungen zur Geologischen Karte von Bayern 1: 25000, Bayerisches Geologisches Landesamt, München 1970, S. 42ff.</ref> Der Erdboden im südlichen Teil des Ortes sowie das gesamte Gebiet östlich der Altmühl umfasst fluviatile Talfüllung, also vom Fluss angeschwämmte und zerkleinerte Sedimente.<ref>Webkarte. Geologie/Boden. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 19. Oktober 2024.</ref>

Klima

Durch seine Lage in Mitteleuropa hat Ehlheim ein humides beziehungsweise feuchtes, kühlgemäßigtes Übergangsklima, das weder sehr kontinental noch sehr maritim ist. Die Temperatur liegt im Jahresmittel bei 9,2 °C, es fallen 862 Millimeter Niederschlag pro Jahr. Die Niederschlagsmenge wird vom Regenschatten der Fränkischen Alb beeinflusst.<ref name="schott"/> Trockenster Monat ist der Februar mit 53 Millimetern Niederschlagsmenge, niederschlagsreichster Monat ist der Juli mit 92 Millimetern. Kältester Monat ist der Januar mit durchschnittlich −0,2 °C, wärmster Monat ist der Juli mit durchschnittlich 18,7 °C.<ref>Klima: Ehlheim, climate-data.org, abgerufen am 8. Oktober 2022.</ref> Bei starkem, lang anhaltendem Niederschlag besteht aufgrund der Lage an der Altmühl die Gefahr von Überschwemmungen bei Hochwasser, wobei sich die Situation seit der Schaffung des Altmühlsees verbessert hat. Bei extremem Hochwasser können dennoch die Häuser am östlichen, ufernahen Ortsrand bedroht sein.<ref>Webkarte. Hochwasser. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 19. Oktober 2024.</ref> Entlang der Altmühl kommt es zu häufiger Nebelbildung.<ref name="schott"/>

Klimatabelle Ehlheim
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Mittl. Temperatur (°C) Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format 9,1
Mittl. Tagesmax. (°C) Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format 13,2
Mittl. Tagesmin. (°C) Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format 5,5
Niederschlag (mm) Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Σ Vorlage:Klimatabelle/Format
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Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Vorlage:Klimatabelle/Diagramm Niederschlag
Quelle: Klima: Ehlheim, climate-data.org, abgerufen am 8. Oktober 2022

Geschichte

In der Region gibt es Spuren menschlicher Besiedlung entlang der Mittelgebirge etwa seit der Sesshaftwerdung in der Mittel- und Jungsteinzeit.<ref name="HAB20">Hanns Hubert Hofmann: Gunzenhausen-Weißenburg. In: Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. Reihe I, Heft 8. Komm. für Bayerische Landesgeschichte, München 1960, DNB 452071089, S. 20 (Digitalisat).</ref> Südlich von Ehlheim gibt es eine Freilandstation des Jungpaläolithikums und Funde von Siedlungen des Neolithikums und der Urnenfelderzeit sowie ein Grabhügelfeld der Bronze- und der Hallstattzeit (siehe auch Grabhügelfeld Dittenheim).<ref>Werner Somplatzki: Jäger, Sammler und erste Bauern: frühe Geschichte des Altmühltals zwischen Ehlheim und Lengenfeld. WE Keller 1990.</ref> Zur Römerzeit lag Ehlheim einige Kilometer südlich des Obergermanisch-Raetischen Limes und damit in der römischen Provinz Raetia. Im nahen Theilenhofen gab es ein römisches Militärlager, das Kastell Theilenhofen.

Das Umland war schon im Frühmittelalter zu Zeiten der fränkischen Kolonisation besiedelt. Die Endung „-heim“, die auf eine fränkische Siedlung hinweist, täuscht jedoch: Die erste urkundliche Erwähnung von „Aulin“ (ohne -heim) datiert aus dem Jahr 1346 und bedeutet so viel wie feuchte oder kleine Aue in Anlehnung an die nahegelegenen Altmühlauen.<ref name="chronik">Ehlheim - Die Chronik, in: gunnet.de. Abgerufen am 9. Oktober 2022.</ref> Im Jahr 1419 hieß der Ort Ewlin, 1489 Elen, im 16. Jahrhundert Ehelein und nach dem Dreißigjährigen Krieg erstmals Ehlheim.<ref>Robert Schuh: Historisches Ortsnamenbuch von Bayern. Band 5: Gunzenhausen. München 1979, S. 70f.</ref><ref name="chronik"/> Im 19. Jahrhundert wurde der Ort auch als „Ehlau“ bezeichnet.<ref name="H116">Hanns Hubert Hofmann: Gunzenhausen-Weißenburg. In: Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. Reihe I, Heft 8. Komm. für Bayerische Landesgeschichte, München 1960, DNB 452071089, S. 116 (Digitalisat).</ref><ref>Johann Kaspar Bundschuh: Ehlau. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 1: A–Ei. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1799, DNB 790364298, OCLC 833753073, Sp. 707 (Digitalisat).</ref><ref>Karl Köstler: Handbuch zur Gebiets- und Ortskunde des Königreiches Bayern. München 1895, S. 41.</ref> Ehlheim als Wohnstättenname ist europaweit einmalig.<ref>Verzeichnis aller Wohnstättennamen im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen, in: wugwiki.de, abgerufen am 9. Oktober 2022.</ref>

Spätestens 1559 wurde die Reformation eingeführt. Nach dem Dreißigjährigen Krieg, der große Zerstörungen mit sich brachte, zogen Exulanten aus Österreich nach Ehlheim, wodurch die Anzahl der Höfe von vermutlich vier auf ca. 14 anstieg.<ref name="chronik"/> Im 18. Jahrhundert gehörten die Höfe in Ehlheim dem Kloster Heidenheim, dem Kastenamt Hohentrüdingen, dem Kloster Auhausen, dem Richteramt Wettelsheim, dem Deutschen Orden, dem Fürstentum Ansbach, den Grafen von Oettingen und den Marschällen von Pappenheim.<ref name="H116"/><ref name="chronik"/> Bis ins 19. Jahrhundert hinein besaß Ehlheim eine Winkelschule.<ref name="chronik"/><ref name="OVB1864"/>

1796 wurde Ehlheim als Teil des Amtes Sammenheim an Preußen abgetreten und dadurch ein Teil des Wassertrüdinger Kreises. Anschließend fiel im Vertrag von Paris (Februar 1806) Ehlheim wie auch der Rest des ehemaligen Fürstentums Ansbach durch Tausch an das Königreich Bayern. Im Jahre 1846 waren in Ehlheim 13 Häuser, 18 Familien und 82 Seelen, darunter ein Branntweinbrenner, verzeichnet.<ref name="1846ew">Eduard Vetter (Hrsg.): Statistisches Hand- und Adreßbuch von Mittelfranken im Königreich Bayern. Selbstverlag, Ansbach 1846, OCLC 635011891, S. 137 (Digitalisat).</ref> 1871 lebten die 96 Einwohner Ehlheims in 33 Gebäuden; sie besaßen insgesamt 20 Pferde und 125 Stück Rindvieh.<ref name="bel2" /> In den amtlichen Ortsverzeichnissen Bayerns wurde Ehlheim in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts als „Dorf“ aufgeführt, bis dahin lediglich als „Weiler“. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern wurde Ehlheim zunächst 1808 dem Steuerdistrikt Dittenheim zugeteilt und anschließend gemäß dem Gemeindeedikt von 1818 ein Gemeindeteil der Ruralgemeinde Dittenheim. Der Ort gehörte von 1808 bis 1862 zum Landgericht Heidenheim, der in dem Bezirk und späteren Landkreis Gunzenhausen aufging. Dieser wiederum bildet seit der Kreisreform 1972 zusammen mit dem Landkreis Weißenburg in Bayern und der kreisfreien Stadt Weißenburg in Bayern den Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen. Ehlheim war damit nie eine selbstständige Gemeinde, sondern stets ein Gemeindeteil von Dittenheim.

1869 bekam Ehlheim einen Haltepunkt an der Bahnstrecke Treuchtlingen–Würzburg.

Im Ersten Weltkrieg gab es zwei Gefallene und einen Vermissten; im Zweiten Weltkrieg einen Gefallenen und drei Vermisste.<ref name="chronik"/> Das Denkmal für die Gefallenen steht in Dittenheim.<ref>Dittenheim, Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen, Mittelfranken, Bayern, in: denkmalprojekt.org. Abgerufen am 9. Oktober 2022.</ref> Am 1. März 1945 wurde bei Ehlheim ein Zug bombardiert, wobei drei Menschen starben und drei weitere verletzt wurden.<ref name="chronik"/> Kriegsende war am 23. April 1945 mit dem Einmarsch der Amerikaner. Kurz vorher sprengte die Wehrmacht noch alle über die Altmühl führenden Brücken.<ref name="chronik"/> Von 1960 bis 1961 wurde die Gemeindeverbindungsstraße nach Dittenheim gebaut, die heutige Kreisstraße WUG 1.<ref name="gunnet2"/> Im Jahr 1965 wurde Ehlheim an die Wasserversorgung angeschlossen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Geschichte von Dittenheim (Memento des Vorlage:IconExternal vom 9. Oktober 2022 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.vgem-altmuehltal.de, in: vgem-altmuehltal.de, abgerufen am 9. Oktober 2022.</ref> In den späten 1990er und frühen 2000er Jahren fand eine Dorferneuerung statt.<ref name="gunnet" >Chronik der Feuerwehr Ehlheim, in: gunnet.de, abgerufen am 9. Oktober 2022.</ref>

Einwohnerentwicklung

Die Einwohnerzahl Ehlheims stieg im 19. Jahrhundert an und erreichte 1950 durch den Zuzug von Heimatvertriebenen einen Höchststand von 142 Einwohnern und sank anschließend infolge von Landflucht kontinuierlich. Ehlheim ist mit seinen gegenwärtig rund 60 Einwohnern nach Buckmühle der zweitkleinste Gemeindeteil der Gemeinde Dittenheim.

<templatestyles src="column-multiple/styles.css" />

</ref>

Religion

Im Ort gibt es gegenwärtig keine Sakralbauten. Die Evangelischen gehören seit der Reformation<ref name="chronik"/> zur evangelischen Kirchengemeinde St. Peter und Paul in Dittenheim im Evangelisch-Lutherischen Dekanat Gunzenhausen. Die Katholiken werden von der katholischen Kirchengemeinde St. Marien in Gunzenhausen im Dekanat Weißenburg-Wemding im Bistum Eichstätt betreut. Der nächste Friedhof liegt in Dittenheim.

Im Mittelalter besaß Ehlheim eine Kapelle mit einem Turm, die zur Pfarrei Dittenheim gehörte. Nach der Reformation und dem Einsturz des Kapellendaches 1579 wurde die Kapelle einige Jahrzehnte später profaniert und zur Schule umgebaut. Seit 1958 steht an ihrer Stelle das Gemeinde- bzw. Feuerwehrhaus. Die alte Kirchenglocke in Ehlheim wurde 1917 für Kriegszwecke abgenommen und sollte eingeschmolzen werden. Sie lagerte anschließend drei Jahrzehnte auf einem Hamburger Glockenfriedhof und kehrte 1947 nach Ehlheim zurück, wo inzwischen eine neue Glocke angeschafft worden war. Sie wurde dann der Kirchengemeinde Enslwang in der Oberpfalz gespendet und befindet sich heute in Parsberg. Die neue Glocke hängt im Schlauchtrockenturm des Gemeindehauses und wird von der Freiwilligen Feuerwehr genutzt.<ref>M. Winter: Gemeinde Dittenheim. In: Landkreis Gunzenhausen. Assling, München 1966, S. 200.</ref><ref name="chronik"/>

Verwaltung und Infrastruktur

Ehlheim war nie eine selbstständige politische Gemeinde, sondern ist seit dem 19. Jahrhundert stets ein Gemeindeteil von Dittenheim, das seinerseits seit 1978 Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Altmühltal mit Sitz in Meinheim ist. Dementsprechend sind die kommunalen Behörden in Dittenheim und in Meinheim für Ehlheim zuständig.

Aufgrund der geringen Größe gibt es keine öffentlichen Einrichtungen, Arztpraxen oder Einkaufsmöglichkeiten; der Ort hat lediglich kleinere landwirtschaftliche Betriebe. Die meisten Einwohner pendeln in die umliegenden Dörfer und Städte. Die nächstgelegenen Mittelzentren sind Treuchtlingen, Gunzenhausen und Weißenburg in Bayern. Das nächstgelegene Grundzentrum ist Markt Berolzheim. Die für Ehlheim zuständige Grundschule ist in Dittenheim, die nächste Polizeistation in Gunzenhausen. Das Vereins- und Kulturleben ist auf Dittenheim ausgerichtet. Ehlheim selbst hat eine eigene Freiwillige Feuerwehr, die 1905 gegründet wurde.<ref name="gunnet" /> Neben dem Feuerwehrverein gibt es jedoch keine weiteren Vereine im Ort.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vereine (Memento des Vorlage:IconExternal vom 9. Oktober 2022 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.vgem-altmuehltal.de, in: vgem-altmuehltal.de, abgerufen am 9. Oktober 2022.</ref>

Die Müllabfuhr übernimmt die Städtereinigung Rudolf Ernst aus Aha.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Müllabfuhr (Memento des Vorlage:IconExternal vom 25. Oktober 2022 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.vgem-altmuehltal.de, in: vgem-altmuehltal.de, abgerufen am 25. Oktober 2022.</ref> Der nächstgelegene Wertstoffhof mit angegliederter Erdaushub- und Bauschuttdeponie befindet sich in Dittenheim.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Deponien (Memento des Vorlage:IconExternal vom 25. Oktober 2022 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.vgem-altmuehltal.de, in: vgem-altmuehltal.de, abgerufen am 25. Oktober 2022.</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Wertstoffhof Dittenheim (Memento des Vorlage:IconExternal vom 25. Oktober 2022 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.landkreis-wug.de, in: vgem-altmuehltal.de, abgerufen am 25. Oktober 2022.</ref> Die Reinigung der Abwässer erfolgt zentral in der Kläranlage Dittenheim, an welches Ehlheim seit 1996 angeschlossen ist.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Abwasserbeseitigung (Memento des Vorlage:IconExternal vom 25. Oktober 2022 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.vgem-altmuehltal.de, in: vgem-altmuehltal.de, abgerufen am 25. Oktober 2022.</ref> Für die Wasserversorgung zuständig ist der Zweckverband der Pfofelder Gruppe mit Sitz in Gunzenhausen mit zentraler Wasserversorgungsanlage bei Theilenhofen, an das Ehlheim seit 2011 angeschlossen ist.<ref>Geschichte und Gründung, in: pfofeldergruppe.de, abgerufen am 25. Oktober 2022.</ref> Davor wurde Ehlheim über den Dittenheimer Tiefenbrunnen mitversorgt.<ref>Hermann Schmidt-Kaler: Blatt Nr. 6930 Heidenheim, in: Erläuterungen zur Geologischen Karte von Bayern 1: 25000, Bayerisches Geologisches Landesamt, München 1970, S. 68.</ref>

Bauwerke

Datei:Ehlheim Dittenheim SW.jpg
Häuser in Ehlheim (2016)

In Ehlheim gibt es keine Bauwerke, die gemäß Bayerischer Denkmalliste vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege als Baudenkmal geschützt sind. Innerhalb des Ortes gibt es keine Bodendenkmäler.<ref>Denkmalliste für Dittenheim (PDF; 331 kB) Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege.</ref>

Im Jahr 1958 wurde das Gemeindehaus mit Feuerwehrsitz, Schlauchtrockenturm, Leichenwagengarage, einer mittlerweile abgebauten Brückenwaage und einer Gemeinschaftsgefrieranlage mit 8 oder 10 Einzeltruhen und einem Kühlraum neu errichtet und im Jahr 2000 saniert.<ref name="gunnet"/><ref name="gunnet2"/>

Verkehr

Datei:Ehlheim Bf.jpg
Ehemaliger Haltepunkt Ehlheim

Einige Landstraßen und Feldwege verbinden Ehlheim mit den benachbarten Orten. Die Hauptstraße des Ortes ist die Kreisstraße WUG 28, die von Dittenheim nach Wachenhofen führt, wo sie in die Kreisstraße WUG 1 einmündet. Eine weitere Straße führt nach Meinheim. Sowohl in Dittenheim als auch in Meinheim heißen die nach Ehlheim führenden, jeweiligen Innerortsstraßen Ehlheimer Straße. Die Innerortsstraßen in Ehlheim haben keine Straßennamen, alle Häuser sind von 1 bis 18 durchnummeriert. Zwischen der Bahnstrecke und der Altmühl verläuft der Altmühltalradweg.

Der Haltepunkt Ehlheim der unmittelbar nordöstlich verlaufenden Bahnstrecke Treuchtlingen–Würzburg wurde 1869 mit zwei durchgehenden Hauptgleisen eröffnet. Mit der Verlagerung des Nahverkehrs auf den Bus 1978 wurde der Haltepunkt aufgelassen und weitgehend rückgebaut. Zur Länderbahnzeit (19. Jahrhundert) wurde ein kleines Bahnhofsgebäude (es entstand ursprünglich aus Anbauten an ein bestehendes Bahnwärterhaus am Gleis Richtung Gunzenhausen) mit offenem Kurbelstellwerk errichtet.<ref>Foto des Bahnhofs Ehlheim, in: eisenbahnstiftung.de. Abgerufen am 9. Oktober 2022.</ref> Die nächsten Bahnhöfe befinden sich in Treuchtlingen und Gunzenhausen an der Bahnstrecke Treuchtlingen–Würzburg, der nächste Verkehrsflughafen in Nürnberg. Für den ÖPNV ist der Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN) zuständig; im Ortskern gibt es eine Bushaltestelle, an der die Busse im Schülerverkehr halten (Linie 801.1), die Ehlheim an die Schulstandorte in Dittenheim, Markt Berolzheim, Gunzenhausen und Treuchtlingen anschließt.<ref>Liniennetz Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen, in: vgn.de. Abgerufen am 23. Oktober 2022.</ref>

Literatur

Weblinks

Commons: Ehlheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten

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