Aha (Gunzenhausen)
Aha Stadt Gunzenhausen
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(420)&title=Aha 49° 6′ N, 10° 45′ O
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| Höhe: | 416 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 420 (31. Dez. 2016)<ref>Nahverkehrspläne – Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen – Endbericht 2019 – Tabellen. (PDF; 1,62 MB) In: vgn.de. Verkehrsverbund Großraum Nürnberg, S. 10, abgerufen am 7. Oktober 2024.</ref> | |||||
| Eingemeindung: | 1. Mai 1978 | |||||
| Postleitzahl: | 91710 | |||||
| Vorwahl: | 09831 | |||||
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Aha (fränkisch: Oh<ref>R. Schuh: Gunzenhausen, S. 8. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „ō“.</ref>) ist ein Gemeindeteil der Stadt Gunzenhausen im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Die Gemarkung Aha hat eine Fläche von 6,676 km². Sie ist in 935 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Flurstücksfläche von 7139,59 m² haben.<ref>Gemarkung Aha (093610). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 17. Oktober 2024.</ref> In ihr liegt neben dem namensgebenden Ort der Gemeindeteil Edersfeld.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen – Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 17. Oktober 2024.</ref>
Lage
Das Pfarrdorf Aha liegt rund einen Kilometer Luftlinie südsüdwestlich von Gunzenhausen. Nachbarorte sind Edersfeld, Gunzenhausen, Pflaumfeld, Unterasbach, Lohmühle und Unterwurmbach. Östlich von Aha fließt die Altmühl vorbei. Nahe dem Ort mündet der Pflaumfelder Graben. Die Hauptstraße des Ortes bildet die Kreisstraße WUG 27, von der südlich von Aha die Kreisstraße WUG 28 abzweigt. Nördlich des Ortes befindet sich die Bundesstraße 13. Südlich liegt die Bahnstrecke Treuchtlingen–Würzburg.<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 17. Oktober 2024 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Im Jahre 1208 wurde ein „Ch. de Ahe“ urkundlich erwähnt. Dies ist zugleich die Ersterwähnung des Ortes. Im Zusammenhang mit dem Patronatsrecht der Kirche in „Ahe“ erfolgte im Codex Moedl (1222/23) eine direkte Erwähnung des Ortes. Der Ortsname leitet sich von aha (ahd. für fließendes Wasser) ab.<ref>R. Schuh: Gunzenhausen, S. 8ff.</ref> 1528 wurde in dem Ort die Reformation eingeführt. Der Dreißigjährige Krieg und eine darauffolgende Pestwelle trafen das Dorf schwer. Am 1. Mai 1978 wurde Aha mit seinem Gemeindeteil Edersfeld nach Gunzenhausen eingemeindet.<ref name="Gemeindeverzeichnis1970bis1982"> </ref>
Wappen und Flagge
| Datei:DEU Aha (Gunzenhausen) COA.svg | Datei:DEU Aha (Gunzenhausen) Banner.svg |
| Blasonierung: „Gespalten, vorn geteilt von Schwarz und Gold, oben eine goldene Lilie, unten eine rote Rose mit goldenem Butzen und silbernen Kelchblättern, hinten geviert von Silber und Schwarz.“<ref name="Wappen">Aha (mit Edersfeld). Stadt Gunzenhausen, abgerufen am 11. Februar 2026.</ref> | |
| Wappenbegründung: Die goldene Lilie und die rote Rose verweisen auf die Familie von Zocha, die im 17. Jahrhundert die Grundherren von Aha waren. Ludwig von Zocha (1578–1653) war markgräflicher Oberamtmann in Gunzenhausen und erhielt 1624 das Rittergut Wald und elf Anwesen in Aha als Lehen. Das silber-schwarz gevierte Feld zeigt die Zugehörigkeit zu den Markgrafen von Brandenburg-Ansbach (Hohenzollern-Stammwappen), zu deren Territorium Aha seit dem 14. Jahrhundert gehörte.
Die Bannerflagge ist in der oberen Hälfte horizontal rot-weiß gezackt geteilt und trägt mittig das Gemeindewappen. Dieses wurde am 28. Januar 1958 genehmigt (IME, 28. 1. 1958 Nr. I B 1 –3000 – 29 A/14). |
Einwohnerentwicklung
- Ortschaft Aha
- 1637: 9
- Gemeinde Aha
- 1885: 641<ref>Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref>
- 1925: 722
- 1933: 802
- 1939: 765
- 1961: 402<ref name="Gemeindeverzeichnis1970bis1982" />, davon Edersfeld 53 Einwohner<ref>Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, 1964, mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961, Spalte 783</ref>
- 1970: 467<ref name="Gemeindeverzeichnis1970bis1982" />
- Ortsteil Aha
- 1987: 388<ref>Aha im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum</ref>
Boden- und Baudenkmäler
Als Bodendenkmal gelten mehrere Grabhügel aus der Vorgeschichte östlich von Aha, der aus Baufälligkeit abgerissene Vorgängerbau der Dorfkirche und ein Turmhügel aus dem Mittelalter.
Die evangelisch-lutherische Markgrafenkirche zum Heiligen Kreuz wurde 1721 durch Carl Friedrich von Zocha nach Plänen von Gabriel de Gabrieli im sogenannten Markgrafenstil erbaut. Von dem Vorgängerbau blieb nur der Turmuntergeschoss. In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts gab es wahrscheinlich einen Umbau. Die Turmziegel sind bunt glasiert. Die Lisenen sind rustiziert. An der Westfassade wurde in einem flachen Mittelrisalit mit aufgesetztem Giebel das Wappen der Markgrafen von Ansbach angebracht. Der vierachsige Saalbau mit eingezogenem Chor und doppelgeschossiger Empore enthält Blindfenster. Der Altar erhielt 1866 das Motiv von Jesus Christus als Altarbild.<ref>Beschreibung der Kirche auf pointoo.de</ref> Der dreigeschossige Kirchturm von Johann David Steingruber befindet sich beim Kirchenchor und wird von einem Kuppelhelm mit Spitze gekrönt. Die Kirchengemeinde von Aha, die ein Teil des Dekanats Gunzenhausen ist, ist auch für die St.-Jodokus-Kirche in Unterwurmbach und für die St.-Laurentius-Kirche in Pflaumfeld zuständig.
Westlich von Aha befindet sich das neunbogige Altmühlviadukt der ehemaligen Ludwig-Süd-Nord-Bahn und der heutigen Bahnstrecke Würzburg-Treuchtlingen, das um 1845 erbaut und mit vier Bögen modern ergänzt wurde. Der anschließende Bahndamm ist 2,5 km lang. Das Pfarrhaus von Aha ist ein zweigeschossiger Krüppelwalmdachbau mit Erker aus dem Jahr 1910. Zu den Dreiseithöfen in Aha zählen das zweigeschossige Bauernhaus Aha 163 mit Satteldach aus dem Jahre 1900 und das eingeschossige, giebelständige Bauernhaus Aha 12 mit Satteldach und Ecklisenen aus dem Jahre 1891.
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Kindergarten
In Aha befindet sich ein Kindergarten mit 25 Kindern und 4 Erzieherinnen (2011). Der Träger ist die Kirchengemeinde. Das Kindergartengebäude wurde 1992 neu errichtet.<ref>Kindergarten von Aha</ref>
Persönlichkeiten
- Hans-Georg von der Marwitz (* 1961), Politiker, verbrachte seine Kindheit in Aha
- Adolf von Stählin (1823–1897), Oberkonsistorialpräsident der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, war ab 1849 Vikar in Aha
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Aha. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 1: A–Ei. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1799, DNB 790364298, OCLC 833753073, Sp. 23 (Digitalisat).
- Vorlage:Gröber Bezirksamt Gunzenhausen
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/376969922X ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.
- Gottfried Stieber: Aha. In: Historische und topographische Nachricht von dem Fürstenthum Brandenburg-Onolzbach. Johann Jacob Enderes, Schwabach 1761, OCLC 231049377, S. 182 (Digitalisat).
Weblinks
- Aha (mit Edersfeld). In: gunzenhausen.de. Abgerufen am 17. Oktober 2024.
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Aha in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Aha im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
<references responsive />
Aha | Büchelberg | Cronheim | Edersfeld | Filchenhard | Frickenfelden | Gunzenhausen | Höhberg | Laubenzedel | Lindenhof | Lohmühle | Maicha | Mooskorb | Nordstetten | Obenbrunn | Oberasbach | Oberhambach | Oberwurmbach | Pflaumfeld | Reutberg | Scheupeleinsmühle | Schlungenhof | Schnackenmühle | Schweina | Sinderlach | Steinabühl | Steinacker | Stetten | Streudorf | Unterasbach | Unterhambach | Unterwurmbach | Wald | Weinberg
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- Ortsteil von Gunzenhausen
- Ort im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen
- Ehemalige Gemeinde (Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen)
- Ersterwähnung 1222
- Gemeindeauflösung 1978
- Ort an der Altmühl
- Kirchdorf (Siedlungstyp)
- Gemarkung im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen