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Fränkisches Keuper-Lias-Land

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Fränkisches Keuper-Lias-Land
Fläche 9 004,2 km² <ref name="HNGD" />
Systematik nach Handbuch der naturräumlichen Gliederung Deutschlands
Großregion 1. Ordnung 07–23 →
Schichtstufenland beiderseits des Oberrheingrabens
Großregion 2. Ordnung 08–16 →
Südwestdeutsches Stufenland
Großregion 3. Ordnung 10–11 →
Schwäbisch-Fränkisches Keuper-Lias-Land
Haupteinheitengruppe 11 →
Fränkisches Keuper-Lias-Land
Naturraumcharakteristik
Landschaftstyp Schichtstufenlandschaft, Keuper- und Liasstufe.
Höchster Gipfel Hesselberg, Zeugenberg der Fränkischen Alb (689,4 m)
Geographische Lage
Koordinaten 49° 27′ 0″ N, 10° 48′ 0″ OKoordinaten: 49° 27′ 0″ N, 10° 48′ 0″ O
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Fränkisches Keuper-Lias-Land (Südwestdeutsches Stufenland)
Fränkisches Keuper-Lias-Land (Südwestdeutsches Stufenland)
Lage Fränkisches Keuper-Lias-Land
Bundesland Bayern, Thüringen

Das Fränkische Keuper-Lias-Land ist eine naturräumliche Haupteinheitengruppe des Südwestdeutschen Schichtstufenlandes in Oberfranken, Mittelfranken und, zu geringeren Teilen, im Landkreis Hildburghausen in Südthüringen im Norden. Er bildet innerhalb der Großregion 2. Ordnung des Südwestdeutschen Stufenlandes zusammen mit dem sich südwestlich anschließenden Schwäbischen Keuper-Lias-Land eine Großregion 3. Ordnung.

Wie der Name bereits verrät, fasst der Begriff Landschaften des Keuper (darunter die bekannten Teile des Keuperberglands Haßberge, Steigerwald und Frankenhöhe) und des Lias (Schwarzer Jura) in Franken zusammen. Darüber hinaus gehört das Vorland der Fränkischen Alb, an dem zum Teil Dogger (Brauner Jura) ansteht, zur Haupteinheitengruppe. Auch gehören Teile des ehemaligen Vulkangebiets Heldburger Gangschar zur Landschaft.

Die mit 689 m höchste Erhebung der Haupteinheitengruppe ist der singuläre Hesselberg unmittelbar nördlich des Schwaben- und Frankenalb trennenden Kraters des Nördlinger Rieses.

Lage und Grenzen

Das Fränkische Keuper-Lias-Land wird im Norden und Westen durch die von Muschelkalk geprägten Gäulandschaften der Mainfränkischen Platten begrenzt, an die sich im Südwesten die Neckar- und Tauber-Gäuplatten anschließen. Im Südwesten folgt das landschaftlich und geologisch ähnliche Schwäbische Keuper-Lias-Land.

In östliche Richtungen geht die Landschaft in die Malm-Hochfläche der Fränkischen Alb über, im Nordosten folgt das Oberpfälzisch-Obermainische Hügelland (vor allem aber das Obermainische Hügelland) als Pufferzone zwischen Frankenalb und Oberpfälzisch-Bayerischerem Wald.

Im Fränkischen Keuper-Lias-Land liegen, vergleichsweise zentral, unter anderem der Verdichtungsraum Nürnberg mit Fürth und Erlangen sowie, nördlich davon, die Städte Bamberg und im nordnordöstlichen Grenzgebiet Coburg.

Naturräumliche Gliederung

Das Fränkische Keuper-Lias-Land wird als Teil der Großlandschaft Südwestdeutsches Schichtstufenland naturräumlich wie folgt in Haupteinheiten (dreistellig) aufgeteilt:<ref name="HNGD" /><ref name="BfN-Karten">BfN: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Kartendienste (Memento vom 19. Dezember 2012 im Internet Archive)</ref><ref name="BfL-141" /><ref name="BfL-152" /><ref name="BfL-153" /><ref name="BfL-162" /><ref name="BfL-163" /><ref name="BfL-164" /><ref name="BfL-171" /><ref name="BfL-172" />
(in Klammern je die anstehenden Gesteine Keuper (K), Lias (L), und Dogger (D))

  • 11 (=D59) Fränkisches Keuper-Lias-Land (9004,20 km²)<ref name="HNGD" />
    • 110 Vorland der Südlichen Frankenalb (682,50 km²;<ref name="HNGD" /> L, D) bis 689 m (Hesselberg), am Schloßberg 606,7 m, am Flüglinger Berg 641,3 m
      • 110.0 Nördliches Riesvorland
        • 110.00 Öttinger Riesvorhöhen
        • 110.01 Fremdinger Ausraumbecken
        • 110.02 Öttinger Forst
        • 110.03 Wassertrüdinger Wörnitzbogen
      • 110.1 Hesselberggebiet
        • 110.10 Hesselberg-Liasplatten
        • 110.11 Hesselberg-Umland
        • 110.12 Hesselberg
      • 110.2 Hahnenkamm-Vorland
        • 110.20 Hahnenkamm-Liasgürtel
        • 110.21 Hahnenkamm-Vorberge
      • 110.3 Weißenburger Bucht
        • 110.30 Altmühltrichter
        • 110.31 Weimersheimer Platte
        • 110.32 Vorland der Weißenburger Alb
      • 110.4 Vorland der Anlauter Alb<ref>Das außerhalb der reihe erschienene Blatt Bamberg führt unter 110.4 Staufer Vorberge.</ref>
        • 110.40 Thalach-Quellgebiet
        • 110.41 Staufer-Eisensandsteinberge
    • 111 Vorland der Mittleren Frankenalb (516,1 km²;<ref name="HNGD" /> L, D) bis 595 m (Dillberg), am Buchberg 591 m
      • 111.0 Freystädter Albvorland
        • 111.00 Freystädter Albvorland westlich der Schwarzach
        • 111.01 Schwarzachtal
        • 111.02 Freystädter Albvorland östlich der Schwarzach (bis Unterrieden)<ref>Der Klammerzusatz ist, ohne Klammern, Teil der Bezeichnung auf Blatt Nürnberg.</ref>
      • 111.1 Neumarkter Becken
        • 111.10 Nördliches Neumarkter Becken
        • 111.11 Neumarkter Kiefernforst
        • 111.12 Südliches und westliches Neumarkter Becken
        • 111.13–17 Zeugenberge
      • 111.2 Altdorfer Albvorland
    • 112 Vorland der Nördlichen Frankenalb (687,00 km²;<ref name="HNGD" /> L, D)<ref>Naturraumnamen bis zu einer Stelle hinter dem Komma von Blatt 153 Bamberg</ref>
      • 112.0 Bamberger Albvorland; zerfällt auf Blatt Coburg unter anderer Nummerierung in:
        • 112.3* Bamberger Albvorland
          • 112.31* Scheßlitzer Albvorland
          • 112.32* Breitengüßbacher Albvorland
        • 112.4* Staffelsteiner Albvorland
          • 112.40* Zapfendorfer Albvorland
          • 112.41* Wolfsdorfer Albvorland mit Stublanger Lauterbach-Trichter
      • 112.1 Forchheimer Albvorland
      • 112.2 Erlanger Albvorland
      • 112.3 (=112.0* auf Blatt Nürnberg) Laufer Albvorland
      • 112.5 Erlangen-Forchheim-Strullendorfer Regnitztal
      • 112.6 Bamberg-Hallstadt-Baunacher Tälerknoten
      • 112.7 Staffelstein-Lichtenfelser Maintal<ref>Einheit laut Blatt Bamberg (2004); auf Blatt Coburg (1987) wird dieses noch unter 117.02/03 zum Itz-Baunach-Hügelland gerechnet!</ref>
      • 112.8 Linksseitige Regnitz-Randhöhen
    • 113 Mittelfränkisches Becken<ref>Soweit nicht anders angegeben, entstammen die Nummern Blatt Nürnberg.</ref> (3996,10 km²;<ref name="HNGD" /> K)
      • 113.0 Dinkelsbühler und Feuchtwanger Hügelland<ref>Bezeichnung auf Blatt Nürnberg; auf Blatt Rothenburg steht unter dieser Ziffer Dinkelsbühler Hügelland</ref>
        • 113.00 Dinkelsbühler Hügelland
        • 113.01 Königshofener Heide
      • 113.1 Feuchtwanger Becken
      • 113.2 (alt) Feuchtwanger Hügelland<ref>In das schon 1962 erschienene Blatt Rothenburg ragen, durch das Feuchtwanger Becken abgetrennt, zwei Segmente des Hügellandes, die mit zwei verschiedenen Nachkommastellen versehen wurden. Das 1973 erschienene Blatt Nürnberg, auf dem zwar nicht die beiden namensgebenden Städte, jedoch der Großteil der Landschaft liegt, übernimmt diese Aufteilung jedoch nicht und ordnet alle Unterlandschaften 113.0 unter, wobei die ins Blatt Rothenburg ragenden Teile zu 113.00 gehören.</ref>
      • 113.2 Ansbacher Hügelland (= 113.1 auf Blatt Bamberg)
        • 113.20 Südliches Ansbacher Hügelland
        • 113.21 Ansbacher Talkessel
        • 113.22 Nördliches Ansbacher Hügelland
      • 113.3 Südliche Mittelfränkische Platten
      • 113.4 Spalter Hügelland
        • 113.40 Südliches Spalter Hügelland
        • 113.41 Nördliches Spalter Hügelland
        • 113.42 Spalter Talkessel
      • Zeugenberge
      • 113.5 (= 113.6 auf Blatt Bamberg) Nürnberger Becken mit Sandplatten
        • 113.50 Rother Sandplatten
        • 113.51 Reichelsdorfer Schotterterrasse
        • 113.52 Lorenzer Wald
        • 113.53 Stadtgebiet Nürnberg–Fürth
        • 113.54 Altdorfer Dünengebiet
        • 113.55 Knoblauchsland
        • 113.56 RöthenbacherSandplatte und Pegnitzaue
        • 113.57 Sebalder Stadtwald
      • 113.60 Aurach-Zenn-Platten<ref>Auf Blatt Bamberg ist diese Landschaft Teil der Einheit 113.5 Aurach-Zenn-Bibert-Platten, die jedoch nach Süden (auf dem Gebiet von Blatt Nürnberg) deutlich weiter reicht; auf Blatt Nürnberg wiederum ist die Landschaft einzige dortige Teillandschaft der Einheit 113.6 Nördliche Mainfränkische Platten</ref>
      • 113.7 Aischtal und Aischgrund
      • 113.8 Ebrach-Aisch-Platten
      • 113.9 Bamberger Rhät-Lias-Hügelland
    • 114 Frankenhöhe (653,30 km²;<ref name="HNGD" /> K) bis 554 m
      • 114.0 Südliche Frankenhöhe
        • 114.00 Crailsheimer Hardt
        • 114.01 Zwergwörnitzbecken
        • 114.02 Wörnitzbecken
        • 114.03 Sulzachrandhöhen
      • 114.1 Mittlere Frankenhöhe
        • 114.10 Rothenburger Hardt
        • 114.11 Erlbacher Becken
        • 114.12 Gerstenfelder Becken
        • 114.13 Colmberger Becken
        • 114.14 Bucher Höhe
      • 114.2 Nördliche Frankenhöhe
        • 114.20 Hohenecker Höhen
        • 114.21 Petersberg-Virnsberg-Höhen
        • 114.22 Colmberghöhen
        • 114.23 Oberes Zenntal
        • 114.24 Oberes Rezattal
        • 114.25 Lehrberger Tallandschaft
    • 115 Steigerwald (1115,20 km²;<ref name="HNGD" /> K) bis 499 m
      • 115.0 Südlicher (Vorderer) Steigerwald
      • 115.1 Mittlerer Steigerwald
      • 115.0 Nördlicher Steigerwald
        • 115,00 Schwanberg
        • 115.01 Frankenberg
    • 116 Haßberge (194,80 km²;<ref name="HNGD" /> K) bis 512 m
      • 116.0 Südliche Haßberge
        • 116.00 Südliche Haßbergstufe und Dachfläche (= 116.0 auf Blatt Bamberg)
        • 116.01 Breitbrunner Hügelland (= 116.1 auf Blatt Bamberg)
        • 116.02 Priegendorfer Baunach-Randhöhen (= 116.2 auf Blatt Bamberg)
      • 116.1 Mittlere Haßberge (Bettenburger Quersenke)
      • 116.2 Nördliche Haßberge
        • 116.21 Nördliche Haßbergstufe mit Haßbergrücken
        • 116.22 Bundorfer Forst
      • 116.3 Eltmanner Maintal (nur Blatt Bamberg)
    • 117 Itz-Baunach-Hügelland (1177,20 km²;<ref name="HNGD" /> K, L) bis 467 m

Anmerkungen und Einzelnachweise

<references>

   <ref name="HNGD"><ref name="DE_HNGD">Emil Meynen, Josef Schmithüsen (Hrsg.): Handbuch der naturräumlichen Gliederung Deutschlands. Bundesanstalt für Landeskunde, Remagen/Bad Godesberg 1953–1962 (9 Lieferungen in 8 Büchern, aktualisierte Karte 1:1.000.000 mit Haupteinheiten 1960). Darin:
Erich Otremba: 11 Fränkisches Keuper-Lias-Land. 2. Lieferung 1955, S. 181–189</ref></ref> <ref name="BfL-141"><ref name="DE_BfL-141">Heinz Späth: Geographische Landesaufnahme: Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 141 Coburg. Bundesanstalt für Landeskunde, Bad Godesberg 1987. → Online-Karte (PDF; 5,0 MB)</ref></ref> <ref name="BfL-152"><ref name="DE_BfL-152">Horst Mensching, Günter Wagner: Geographische Landesaufnahme: Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 152 Würzburg. Bundesanstalt für Landeskunde, Bad Godesberg 1963. → Online-Karte (PDF; 5,3 MB)</ref> – nur Randanteile</ref> <ref name="BfL-153"><ref name="DE_BfL-153">Karl Albert Habbe: Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 153 Bamberg – Ein Problembündel und ein Gliederungsvorschlag. In: Mitteilungen der Fränkischen Geographischen Gesellschaft 2003/2004, S. 55–102 (PDF-Download)</ref></ref> <ref name="BfL-162"><ref name="DE_BfL-162">Wolf-Dieter Sick: Geographische Landesaufnahme: Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 162 Rothenburg o. d. Tauber. Bundesanstalt für Landeskunde, Bad Godesberg 1962. → Online-Karte (PDF; 4,7 MB)</ref></ref> <ref name="BfL-163"><ref name="DE_BfL-163">Franz Tichy: Geographische Landesaufnahme: Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 163 Nürnberg. Bundesanstalt für Landeskunde, Bad Godesberg 1973. → Online-Karte (PDF; 4,0 MB)</ref></ref> <ref name="BfL-164"><ref name="DE_BfL-164">Dietrich-Jürgen Manske: Geographische Landesaufnahme: Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 164 Regensburg. Bundesanstalt für Landeskunde, Bad Godesberg 1981. → Online-Karte (PDF; 4,8 MB)</ref> – nur Randanteile</ref> <ref name="BfL-171"><ref name="DE_BfL-171">Hansjörg Dongus: Geographische Landesaufnahme: Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 171 Göppingen. Bundesanstalt für Landeskunde, Bad Godesberg 1961. → Online-Karte (PDF; 4,3 MB)</ref> – nur Randanteile</ref> <ref name="BfL-172"><ref name="DE_BfL-172">Ralph Jätzold: Geographische Landesaufnahme: Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 172 Nördlingen. Bundesanstalt für Landeskunde, Bad Godesberg 1962. → Online-Karte (PDF; 3,9 MB)</ref> – nur Randanteile</ref>

</references>

Weblinks

  • Landschaftssteckbriefe des BfN (auf "11" beginnende, fünfstellige Kennziffern bezeichnen Teile des Fränkischen Keuper-Lias-Landes)