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Überackern

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Überackern
Wappen Österreichkarte
[[Datei:{{#property:p94}}|100px|Wappen von Überackern]]
Basisdaten
Staat: OsterreichDatei:Flag of Austria.svg Österreich
Land: Vorlage:AT-OÖ
Politischer Bezirk: Braunau
Kfz-Kennzeichen: BR
Fläche: 27,10 km²
Koordinaten: 48° 12′ N, 12° 53′ OKoordinaten: 48° 11′ 35″ N, 12° 52′ 36″ O
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Höhe: 356 m ü. A.
Einwohner: 689 (1. Jän. 2025)
Bevölkerungsdichte: 25 Einw. pro km²
Postleitzahl: 5123
Vorwahl: 07727
Gemeindekennziffer: 4 04 45
Adresse der Gemeinde-
verwaltung:
Dorfstraße 3
5123 Überackern
Website: ueberackern.at
Politik
Bürgermeister: Michael Huber (ÖVP)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2021)
(13 Mitglieder)
9
4
Insgesamt 13 Sitze
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Vorlage:Check Geschlecht gegen Wikidata

Überackern ist eine ländliche Gemeinde in Oberösterreich im Bezirk Braunau im Innviertel mit 689 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025).

Geografie

Überackern liegt auf 356 Meter Höhe im Innviertel an der Salzach in der Nähe ihrer Mündung in den Inn, umgeben von den ausgedehnten Wäldern des Weilhartsforstes. Die Ausdehnung des Gemeindegebiets beträgt von Nord nach Süd 8,6 km, von West nach Ost 6 km. Die Gesamtfläche beträgt über 27 Quadratkilometer, davon sind fast achtzig Prozent bewaldet, vierzehn Prozent werden landwirtschaftlich genutzt.<ref>Ein Blick auf die Gemeinde Überackern, Fläche und Flächennutzung. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 9. Februar 2021.</ref>

Gemeindegliederung

Das Gemeindegebiet umfasst sechs Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand <ref name="Metadaten Einwohnerzahl AT Ortschaft QUELLE">Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl AT Ortschaft</ref>):

Die Gemeinde besteht aus der einzigen Katastralgemeinde Ueberackern.

Der zuständige Gerichtsbezirk ist der Gerichtsbezirk Braunau am Inn.

Nachbargemeinden

Haiming (Bayern, D) Kirchdorf am Inn (BayernD) Braunau am Inn
Burghausen (Bayern, D) Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Schwand im Innkreis
Hochburg-Ach Gilgenberg am Weilhart

Geschichte

Die Funde einer größeren Gruppe von Urnengräbern aus der Hallstattzeit zeigen, dass das Gebiet von Überackern schon lange vor unserer Zeitrechnung besiedelt war. Aus der Zeit um 500 vor Christus wurden Kupfermünzen, Glieder einer Bronzekette und Tonscherben gefunden. Aus der Zeit der Römischen Besatzung stammen die Reste einer Villa.<ref>Paul Karnitsch: Ein Reihengräberfeld und römische Funde in Überackern. Wien 1933.</ref> Um 500 nach Christus besiedelten die Bajuwaren das Land. Sie bauten Höfe an den Stellen, wo auch heute noch Höfe stehen, sie hatten ihren Friedhof neben dem heutigen Friedhof.

Überackern wird erstmals 748 in einer Schenkungsurkunde an das Stift Passau als Uparach erwähnt. Dieses „Über der Ache (Salzach)“ weist auf eine Besiedlung ausgehend von Bayern hin. In einer Urkunde von 788 wird neben der heute noch bestehenden Kirche eine zweite, der hl. Magdalena geweihte, genannt.

Ab dem Jahr 1000 waren für 400 Jahre die Herren von Überacker hier ansässig. Sie dienten als Ministeriale den Grafen von Burghausen und später den Herzögen von Bayern. Ab der Gründung des Klosters Ranshofen im Jahr 1125 erhielt dieses viele Schenkungen, sodass schließlich zwei Drittel des Grundes in Klostereigentum waren.<ref name=":0" />

Im 12. Jahrhundert wurde auf einem Felssporn über dem Inn eine Burg gebaut. 1277 stiftete Heinrich von Rohr diese „Ratzelburg“ genannte Burg dem Stift Ranshofen. Da die Burg danach nicht mehr bewohnt wurde, verfiel sie rasch. Heute sind die Grundmauern eines achteckigen Turmes zu sehen, bei dessen Ausgrabung beinerne Spielwürfel und ein vergoldetes Schmuckstück in Form eines Drachen gefunden wurden.<ref>Wehrbauten in Oberösterreich. Abgerufen am 9. Februar 2021.</ref><ref>Ratzlburg. Abgerufen am 9. Februar 2021.</ref><ref>Christian K. Steingruber: Neue Erkenntnisse zu Norbert Grabherrs Historisch-topographischem Handbuch der Wehranlagen und Herrensitze Oberösterreichs. In: Oberösterreichische Heimatblätter. 65. Jahrgang, Heft 1/2, Linz 2011, S. 5–7 (Abschnitt „Ratzlburg (Rothenbuch, Ratishof)“; Vorlage:OöHeimatblätter).</ref>

In der Zeit von 1230 bis 1240 wird erstmals das Mühltal erwähnt. Diese mit der Salzach verbundene Bucht wird von unterirdischen Quellen gespeist und ist wegen der jahreszeitlich unabhängigen Wasserführung gut als Mühlen-Standort geeignet. Für das Jahr 1303 werden drei Mühlen verzeichnet.

In der Zeit von 1480 bis 1486 wird die dem hl. Petrus geweihte Kirche um die Apsis erweitert und erhält ein gotisches Rippengewölbe.

Seit Gründung des Herzogtums Bayern war Überackern unter bayerischer Landeshoheit, ehe es 1779 nach dem Frieden von Teschen zusammen mit den östlich des Inn gelegenen Gebieten des kurfürstlichen Rentamtes Burghausen, die bis dahin „Innbaiern“ geheißen hatten, als „Innviertel“ zu Österreich kam. Salzach und Unterer Inn, die bis dahin in erster Linie Handelswege innerhalb Bayerns gewesen waren, wurden damit zu Grenzflüssen zwischen Bayern und Österreich ob der Enns. In dieser Zeit war Überackern eine Filiale der Pfarre Haiming, 1785 wurde sie eine eigenständige Pfarre. Die Nebenkirche wurde im Zuge der Josfinischen Reform 1794 abgerissen. Der Ort war während der Napoleonischen Kriege wieder kurz bayrisch, gehört seit 1816 (Vertrag von München) endgültig zu Oberösterreich.

Im Jahr 1949 wird die Gemeinde an das öffentliche Stromnetz angeschlossen, 1972 stellt die letzte Mühle ihren Betrieb ein.<ref name=":0">Karin Huber: Mühlen in Überackern. 2010, S. 7–13, 17, abgerufen am 9. Februar 2021.</ref>

Einwohnerentwicklung

Vorlage:Einwohner B Diagramm 1991 hatte die Gemeinde laut Volkszählung 550 Einwohner, 2001 dann 590 Einwohner und der Bevölkerungshöchststand wurde 2021 mit 695 Menschen erreicht.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Datei:Pfarrkirche Überackern.png
Pfarrkirche Überackern
Datei:Ratzlburg-Wohnturm.jpg
Ausgrabungen des Wohnturms der Ratzlburg

Wirtschaft und Infrastruktur

Politik

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Motiv: Gemeindeamt/Rathaus der Gemeinde

Falls du dabei helfen möchtest, erklärt die Anleitung, wie das geht.
BW

Der Gemeinderat hat 13 Mitglieder. Nach den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Oberösterreich hatte/hat der Gemeinderat folgende Verteilungen:

Partei 2015Vorlage:Gemeinderatswahl OÖ Ref 2009Vorlage:Gemeinderatswahl OÖ Ref 2003Vorlage:Gemeinderatswahl OÖ Ref 1997Vorlage:Gemeinderatswahl OÖ Ref
Prozent Mandate % Mandate % Mandate % Mandate
ÖVP 44,35 6 43,85 6 44,05 6 50,14 7
SPÖ 33,48 4 38,26 5 38,11 5 28,53 4
FPÖ 22,17 3 17,90 2 17,84 2 21,33 2

Bürgermeister

Bürgermeister seit 1850 sind:<ref>Bürgermeister der Gemeinde Überackern. Abgerufen am 9. Februar 2021.</ref>

<templatestyles src="column-multiple/styles.css" />

  • 1850–1858 Peter Wolfsgruber
  • 1858–1861 Josef Stöger
  • 1861–1864 Peter Wolfsgruber
  • 1864–1867 Anton Mair
  • 1867–1870 Michael Schwanninger
  • 1870–1874 Johann Pfaffelmoser
  • 1874–1876 Peter Wolfgruber
  • 1876–1979 Josef Stöckl
  • 1879–1885 Johann Asen
  • 1885–1894 Mathias Russinger
  • 1894–1900 Sebastian Kainzbauer
  • 1900–1903 Josef Stöckl
  • 1903–1906 Johann Asen
  • 1906–1913 Stephan Schwanninger
  • 1913–1919 Josef Stöckl
  • 1919–1924 Johann Schmitzberger
  • 1924–1929 Peter Sengthaler
  • 1929–1935 Engelbert Schiefer
  • 1935–1938 Andreas Hengstl
  • 1938–1945 Franz Kreisberger
  • 1945–1949 Andreas Hengstl
  • 1949–1964 Johann Pfaffelmoser
  • 1964–1985 Josef Winterer
  • 1985–2002 Johann Pfaffelmoser
  • 2002–2003 Inge Haider
  • 2003–2015 Horst Patsch (SPÖ)
  • seit 2015 Michael Huber (ÖVP)<ref>Überackern, Bürgermeister. Abgerufen am 9. Februar 2021.</ref>

Wappen

Datei:Wappen Überackern.svg

Offizielle Beschreibung des Gemeindewappens:

In Grün eine silberne Wellenleiste; oben ein goldenes Ort, unten ein goldener, querrechtshin gestellter Schlüssel.

Die Gemeindefarben sind Grün-Gelb.

Die Wellenleiste im 1990 verliehenen Gemeindewappen steht für die Salzach, an deren rechten Ufer Überackern liegt. Das goldene Ort entstammt dem Wappen der Überackerer, die hier ihren Stammsitz hatten. Der Schlüssel als Attribut des hl. Petrus verweist auf den Pfarrpatron. Die grüne Schildfarbe betont den hohen Waldanteil der Gemeinde, der mit 78 % der Gemeindefläche den höchsten im Bezirk darstellt.<ref>Herbert Erich Baumert: Die Wappen der Städte, Märkte und Gemeinden Oberösterreichs, 8. Nachtrag (1988–1991). In: Oberösterreichische Heimatblätter. Heft 3, 1992, S. 300 f ([[[:Vorlage:OoeGeschichte/URL]] ooegeschichte.at] [PDF]).</ref>

Literatur

  • Naturraumkartierung Oberösterreich. Landschaftserhebung Gemeinde Überackern. Endbericht. Gutachten Naturschutzabteilung Oberösterreich. 2007, S. 1–45 (Vorlage:ZOBODAT).

Weblinks

Commons: Überackern – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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Vorlage:Hinweisbaustein