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Zschornegosda

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Zschornegosda ({{#invoke:Vorlage:lang|full|CODE=dsb|SCRIPTING=Latn|SERVICE=niedersorbisch}} <ref>Carny Gózd – Niedersorbische Orts- und Flurnamen, 1911–1928, Arnošt Muka</ref>, auch Zschornegozda) war eine selbstständige Gemeinde, die heute als Schwarzheide-West ein Wohnplatz der südbrandenburgischen Stadt Schwarzheide im Landkreis Oberspreewald-Lausitz ist.

Geografie

Zschornegosda liegt in der Niederlausitz. Im Südosten grenzt der Stadtteil Schwarzheide-Ost, das ehemalige Dorf Naundorf bei Ruhland. Weiter im Südosten liegt die Gemeinde Schwarzbach. Im Osten grenzt die Stadt Senftenberg mit ihrem Ortsteil Brieske. Südlich grenzt der Ort an die Stadt Ruhland. Im Westen liegt die Stadt Lauchhammer. Nördlich des Ortes befindet sich die Gemeinde Schipkau.

Geschichte

Datei:Fotothek df rp-d 0950068 Ruhland-Naundorf. Pößnitzmühle, Ausschnitt aus- Reichskarte, 1-100.000, Einheits.jpg
Lage Zschornegosdas auf einer Karte von 1922

Das Dorf Zschornegosda wurde als Rundling vermutlich von der sorbischen Bevölkerung angelegt. Im Jahr 1449 wurde es als Cschörnegast erstmals urkundlich in einem Lehnbrief erwähnt. Der Ortsname leitet sich von der in den hiesigen sorbischen Grenzdialekten verwendeten Form „Čorny Gózda“ für „schwarzer Wald“ ab. Der Ort gehört zum kursächsischen Amt Senftenberg. Im Ergebnis des Wiener Kongress kamen das Amt und damit auch Zschornegosda 1815 an das Königreich Preußen, es gehörte zum Landkreis Calau der Provinz Brandenburg.

Nachdem schon 1789 auf der westlich von Zschornegosda gelegenen Bockwitzer Flur Braunkohle gefunden wurde, schloss man 1892 südwestlich von Zschornegosda die Grube Luise auf, die dann als Grube Ferdinand betrieben wurde. Die Braunkohle wurde in der 1897 in Betrieb genommenen Brikettfabrik Ferdinand in Zschornegosda verarbeitet.

Am 1. Oktober 1936 wurde Zschornegosda mit dem benachbarten Naundorf zur Industriegemeinde Schwarzheide vereinigt. Der Kunstname ist – wie unter nationalsozialistischer Herrschaft üblich – eine deutsche Übersetzung des sorbischen Namens Zschornegosda, schwarz für čorny und Heide für gozd. Die freien Flächen zwischen den beiden Ortsteilen wurden mit Werkssiedlungen für das östlich gelegene BRABAG-Werk bebaut.

Einwohnerentwicklung

Einwohnerentwicklung in Zschornegosda 1875 bis 1933<ref>Statistik Brandenburg (PDF)</ref>
Jahr Einwohner Jahr Einwohner Jahr Einwohner Jahr Einwohner Jahr Einwohner
1875 640 1890 788 1910 1682 1925 2270 1933 2523

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Datei:Evangelische Lutherkirche.JPG
Lutherkirche
Datei:Ferdinandsteich.jpg
Ferdinandsteich

Die Kirche in Zschornegosda wurde von 1754 bis 1755 errichtet. Im Jahr 1933 erhielt sie den Namen Lutherkirche. Sie gehört zu den Denkmalen der Stadt Schwarzheide.

Aus den aufgefüllten ehemaligen Tagebaurestlöchern 28 und 29 sind der Ferdinandsteich und der Südteich entstanden.

Wirtschaft und Infrastruktur

Östlich von Zschornegosda liegt das ehemalige Synthesewerk Schwarzheide, das heute als BASF Schwarzheide zur BASF gehört.

Südlich von Zschornegosda verläuft die Bundesstraße 169 von Senftenberg nach Lauchhammer. Durch das Gebiet des Ortes führt die A 13. In Zschornegosda befindet sich ein Standort der Schwarzheider Freiwilligen Feuerwehr.<ref>Homepage der Freiwilligen Feuerwehr Schwarzheide, abgerufen am 20. Juli 2009.</ref>

Einzelnachweise

<references />

Literatur

  • Schriftenreihe für Heimatforschung Kreis Senftenberg, Heft Nr. 1
  • Schriftenreihe für Heimatforschung Kreis Senftenberg, Heft Nr. 6

Weblinks

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