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Zoologisches Museum Hamburg

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Datei:2022 MDN ZOOLOGIE SOMMER LUNCH 0467.jpg
Die Zoologie des Museums der Natur Hamburg

Die Zoologie des Museums der Natur Hamburg, ehemals Zoologisches Museum, ist Teil des Leibniz-Institut zur Analyse des Biodiversitätswandels (LIB) und beheimatet die viertgrößte Sammlung an Tierpräparaten in Deutschland.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Selbstdarstellung (Memento vom 20. August 2010 im Internet Archive) bei uni-hamburg.de (abgerufen am 1. August 2010).</ref>

Das Museum der Natur Hamburg ist aus dem 1843 gegründeten Naturhistorischen Museum hervorgegangen, dessen Gebäude im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde. Zu den ausgestellten Exponaten gehört auch das Walross Antje, das ehemalige Maskottchen des NDR.

Datei:Präparierte Walrossdame "Antje" im Zoologischen Museum Hamburg.jpg
Präparierte Walrossdame „Antje“ im Zoologischen Museum Hamburg

Sammlungen

Datei:Narwalschaedel.jpg
Einzigartiges Exponat eines weiblichen Narwalschädels mit 2 Zähnen von 1684

In den wissenschaftlichen Sammlungen des Museums sind mehr als 10 Millionen Exemplare archiviert:

Geschichte und Zukunft

Der Naturwissenschaftlichen Verein in Hamburg hatte 1843 das erste Naturhistorische Museum in Hamburg aufgebaut. Es wurde von Bürgern der Hansestadt bestückt. Dadurch unterscheidet sich die Hamburger Kollektion von der vieler anderer naturhistorischer Museen, die in der Regel von Aristokraten begründet wurden.<ref>Angela Grosse: Zoologisches Museum: Ein Museum für die Zukunft. In: zeit.de. 9. Dezember 2012, abgerufen am 9. Dezember 2014.</ref> Ein sehr altes Exponat ist der Schädel eines Narwals mit zwei Stoßzähnen. Er wurde 1684 von Kapitän und Walfänger Dirk Petersen erlegt.


Nachdem das 1891 erbaute Naturhistorische Museum zu Hamburg im Zweiten Weltkrieg zerstört worden war, wurden die zoologischen Teile der Sammlung, die in nahen U-Bahn-Schächten vor der Zerstörung gerettet werden konnten, zunächst von der Stadt Hamburg als Zoologisches Staatsinstitut in Form eines staatlichen Forschungsinstituts verwaltet.<ref name="Glaubrecht_Historie"></ref> Die wachsende zoologische Sammlung und die Mitarbeiter des Instituts wurden 1969 als Zoologisches Institut in die Universität Hamburg eingegliedert.<ref name="Glaubrecht_Historie" /> Nachdem in den 1970ern im Hamburger Stadtteil Rotherbaum ein neues Gebäude für das Institut gefunden wurde, konnte ab 1983 ein Teil der Sammlung auf 2.000 m² als Zoologisches Museum Hamburg erstmals wieder der Öffentlichkeit präsentiert werden.<ref name="Glaubrecht_Historie" /><ref>CeNak: Historie, abgerufen am 6. Juli 2023.</ref>

Als Schritt zur Schaffung eines einheitlichen Museums für Naturkunde wurde 2014 das „Centrum für Naturkunde“ (CeNak) als organisatorische Zusammenfassung des Zoologischen Museums, des Geologisch-Paläontologischen Museums und des Mineralogischen Museums gegründet.<ref>Informationsdienst Wissenschaft e. V.: Neues Naturkundemuseum in Hamburg. In: Nachrichten. Koordinierungsstelle für wissenschaftliche Universitätssammlungen in Deutschland, 22. Oktober 2014, abgerufen am 7. Mai 2021.</ref> Ziel des CeNaks war bereits zu Beginn die Errichtung eines einheitlichen Naturkundemuseums in Hamburg, das diese drei Forschungsbereiche an einem Standort wieder vereint. Um die Umsetzung eines solchen Großbauprojekts voranzubringen, wurde 2017 die Stiftung Naturkunde Hamburg gegründet.<ref>Was ist die Stiftung Naturkunde Hamburg? Stiftung Naturkunde Hamburg, abgerufen am 22. Juni 2023.</ref><ref>Nele Deutschmann: „Stiftung Naturkunde Hamburg“ gegründet. In: eimsbuetteler-nachrichten.de. 1. Dezember 2017, abgerufen am 6. Juli 2023.</ref> Nachdem das CeNak 2021 mit dem Museum Koenig in Bonn zu einem gemeinsamen Forschungsmuseum fusioniert wurde, wurde es in Museum der Natur Hamburg umbenannt.<ref name="abendblatt_06_20">Marc Hasse: Durchbruch: Leibniz-Förderung für neues Naturkundemuseum. In: abendblatt.de. 26. Juni 2020, abgerufen am 6. Juli 2023.</ref> Das Zoologische Museum trägt seitdem die heutige Bezeichnung.

Der Nachfolgerbau des Naturhistorischen Museums Hamburg mit dem vorläufigen Namen „Evolutioneum“ soll nach aktuellen Plänen von 2022 in Hamburgs HafenCity entstehen.<ref name="abendblatt_06_20" />

Weblinks

Commons: Zoologisches Museum Hamburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Koordinaten: 53° 34′ 4,4″ N, 9° 58′ 44,3″ O

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