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Zinkdithionit

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Vorlage:Infobox Chemikalie

Zinkdithionit (chem. Formel ZnS2O4) entsteht aus Schwefeldioxid oder Hydrogensulfiten durch Reduktion mit Zink.

Gewinnung und Darstellung

Hergestellt wird es durch Einleiten von Schwefeldioxid in eine Wasser-Zinkstaub-Mischung.

<math>\mathrm{Zn + 2 \ SO_2 \rightarrow ZnS_2O_4}</math>

oder

<math>\mathrm{Zn + 2 \ H_2SO_3 \rightarrow ZnS_2O_4 + 2 \ H_2O}</math>

Verwendung

Zinkdithionit wird als Bleichmittel in der Textil- und Papierindustrie eingesetzt. Dabei muss ein Kontakt mit Sauerstoff vermieden werden, da es von Sauerstoff oxidiert und unwirksam wird.<ref>Martin B. B. Hocking: Handbook of Chemical Technology and Pollution Control, 3rd Edition. Academic Press, 2006, ISBN 978-0-080-47827-2, S. 485 (Vorlage:Google Buch).</ref>

<math>\mathrm{2 \ ZnS_2O_4 + 2 \ O_2 + 2 \ H_2O \rightarrow Zn(HSO_4)_2 + Zn(HSO_3)_2}</math>

Aus ökologischen Gründen (keine Belastung des Abwassers mit Zinksalzen) wird es vermehrt u. a. durch Natriumdithionit ersetzt.<ref>G. Brauer (Hrsg.), Handbook of Preparative Inorganic Chemistry. 2nd ed., vol. 1, Academic Press 1963, S. 394–395.</ref><ref>Bleiche (peroxygen-chemicals).</ref>

Einzelnachweise

<references/>

Weblinks