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Zöbing (Gemeinde Langenlois)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zöbing (Dorf)
Ortschaft
Katastralgemeinde Zöbing
Zöbing (Gemeinde Langenlois) (Österreich)
Zöbing (Gemeinde Langenlois) (Österreich)
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Krems (KR), Niederösterreich
Pol. Gemeinde Langenlois
Koordinaten 48° 29′ 25″ N, 15° 41′ 30″ OKoordinaten: 48° 29′ 25″ N, 15° 41′ 30″ O
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Höhe 211 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 690 (2001)
Fläche d. KG Vorlage:FLNdep1 (Vorlage:Metadaten Fläche AT KG)
Postleitzahl 3561f1
Vorwahl +43/02734f1
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 04384
Katastralgemeindenummer 12233
Zählsprengel/ -bezirk Zöbing (31322 008)
Bild
Zöbing vom Heiligenstein aus
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS

Vorlage:Check Geschlecht gegen Wikidata

Zöbing ist ein Ort und eine Katastralgemeinde der Stadtgemeinde Langenlois im Bezirk Krems in Niederösterreich.

Geografie

Der Ort liegt im Kamptal zwischen Schönberg am Kamp und Langenlois. Die Seehöhe in der Ortsmitte beträgt 211 Meter. Die Fläche der Katastralgemeinde umfasst 5,39 km². Die Einwohnerzahl beläuft sich auf Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl AT Ortschaft Einwohner (Stand: <ref name="Metadaten Einwohnerzahl AT Ortschaft 04384">Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl AT Ortschaft</ref>).

Postleitzahl

In der Stadtgemeinde Langenlois finden mehrere Postleitzahlen Verwendung. Zöbing hat die Postleitzahl 3561.

Bevölkerungsentwicklung

Anzahl Einwohner
(Quelle: Historisches Ortslexikon Niederösterreich<ref>Kurt Klein (Bearb.): Historisches Ortslexikon. Statistische Dokumentation zur Bevölkerungs- und Siedlungsgeschichte. Hrsg.: Vienna Institute of Demography [VID] d. Österreichische Akademie der Wissenschaften. Niederösterreich Teil 2, Zöbing, S. 97 (Onlinedokument, Erläuterungen. Suppl.; beide PDF – o.D. [aktual.]).</ref>)
Jahr 1830189019231951196119811991200120112018
Einwohner 868755337829753671651690716776

Geschichte

Datei:Zöbing Hochwassermarke August 8 2002 bei Pfarrplatz 1-7101.jpg
Hochwassermarke 2002

Das heutige Ortsgebiet von Zöbing war bereits in der Jungsteinzeit besiedelt.<ref>Werner Vasicek: Das Jungpaläozoikum von Zöbing. In: Exkursionen im Jungpaläozoikum und Mesozoikum Österreichs. Wien 1991.</ref> Der Ort Zöbing trat erstmals 1074 urkundlich in Erscheinung, als ein Albero von Zebingen (Zöbing (Adelsgeschlecht)) urkundlich genannt wurde. Für den Anfang des 12. Jahrhunderts ist im Ort ein weiterer Zöbinger mit Hainricus de Cebingen nachweisbar. In der Mitte des 16. Jahrhunderts wurde der Ort protestantisch und kehrte 1627 zum katholischen Glauben zurück.<ref name="Eppel240f">Franz Eppel: Das Waldviertel. Seine Kunstwerke, historischen Lebens- und Siedlungsformen. 8. Aufl., Salzburg 1984, ISBN 3-900173-01-X, S. 240–241.</ref>
Mit der Inbetriebnahme der Kamptalbahn entwickelte sich Zöbing zu einer Sommerfrische mit Sommerfrische-Villen. Nach 1945 konnte der Ort nicht mehr an die Tradition der Sommerfrische anschließen. Veränderte Reisegewohnheiten, aber auch der Bau der Kamptal-Stauseen, der zu einem starken Temperaturrückgang des von zahlreichen Badeanstalten gesäumten Kamps führte, entzogen dem Tourismus im Kamptal seine wichtigsten Grundlagen.<ref>Susanne Hawlik: Sommerfrische im Kamptal. Der Zauber einer Flusslandschaft. Wien/Köln/Weimar 1995, ISBN 978-3-205-98315-6.</ref>
Durch den Zusammenschluss der Marktgemeinde Zöbing mit der Marktgemeinde Schönberg am Kamp entstand zum 1. Jänner 1971 die Großgemeinde Zöbing-Schönberg. Bereits ein Jahr später, zum 1. Jänner 1972, verließ der Ortsteil Zöbing diese Großgemeinde und schloss sich als Ortsteil der Stadtgemeinde Langenlois an.<ref>Herman Rafetseder: Gebiets- und Namensänderungen der Stadtgemeinden Österreichs seit der Mitte des 19. Jahrhunderts (= Forschungen zur Geschichte der Städte und Märkte Österreichs. Band 2). Linz 1989, ISBN 3-900387-22-2, S. 180.</ref> Vom Hochwasser im Kamptal im Jahr 2002 wurde der Ort schwer getroffen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Datei:Zöbing - Kamptalwarte.JPG
Kamptalwarte auf dem Heiligenstein
Kamptalwarte
Der 1897 auf dem Heiligenstein errichtete Aussichtsturm befindet sich auf Zöbinger Ortsgebiet.
Pfarrkirche St. Martin
Die Pfarrkirche wurde im 14. und 15. Jahrhundert errichtet. Ein spätgotischer Kapellenanbau erfolgte um 1400. Darin befinden sich an einem neogotischen Flügelaltar einige originale gotische Bildtafeln aus der Zeit um 1480. Im Hauptraum der Kirche befindet sich ein Ölgemälde mit der Kreuzigung Christi des Kremser Schmidt um 1765.<ref name="Eppel240f" />
Pranger
mit Kette und Eisenkugel aus der Zeit um 1700 mit einer Inschrift, die an die Verleihung des Marktrechts 1583 erinnert.<ref name="Eppel240f" />

Wirtschaft und Infrastruktur

Weinbau

Datei:Langenlois Zöbing Güterweg am Heiligenstein-1892.jpg
Am Heiligenstein

Zöbing zählt zu den wichtigsten Weinbauorten des Kamptals. Der Heiligenstein ist eine der bedeutenden Rieslinglagen Europas, der Kogelberg, als Ausläufer des Waldviertler Hochplateaus, bildet ebenfalls optimale Grundlagen für Riesling und Grünen Veltliner.

Bildung

In Zöbing befindet sich ein Kindergarten.<ref>Kindergärten in NÖ. NÖ Landesregierung, abgerufen am 9. Juni 2021.</ref>

Brandschutz

  • Freiwillige Feuerwehr Zöbing

Verkehr

Datei:Langenlois Zöbing Bahnhof-7110.jpg
Bahnhof Zöbing

Zöbing liegt an der Kamptalstraße (B34) und an der Kamptalbahn. Die ÖBB betreiben die Haltestelle Zöbing/Kamp. Das Linienbusunternehmen PostBus fährt in Zöbing die Haltestelle Zöbing/Kamp Abzw. Fahnberg der Linie 1407 (Schiltern-Langenlois) an. Der 115,6 Kilometer lange Kamptalweg mit seinem Ausgangspunkt in Altenwörth und seinem Zielpunkt in Zwettl führt durch Zöbing.

Literatur

Weblinks

Commons: Zöbing – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Navigationsleiste Gemeindegliederung von Langenlois Vorlage:Hinweisbaustein