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Wolfgang Pfeifer (Fußballspieler)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wolfgang Pfeifer
Personalia
Geburtstag 3. Juli 1935
Sterbedatum 30. Januar 2026
Position Abwehrspieler / Mittelfeldspieler
Junioren
Jahre Station
1946–1954 SG Mickten / BSG Sachsenverlag /
BSG Rotation
/ SC Einheit Dresden
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1954–1963 BSG Rotation / SC Einheit Dresden 213 (12)
1963–1970 SG Dynamo Dresden 146 0(0)
1970–1971 SG Dynamo Dresden II 6 0(0)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
1954 DDR U-18 1 (0)
1957–1958 DDR U-23 5 (0)
1958–1965 DDR B 7 (0)
1958–1959 DDR 2 (0)
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.

Wolfgang Pfeifer (* 3. Juli 1935; † 30. Januar 2026)<ref>Traueranzeige Wolfgang Pfeifer. In: trauer-anzeigen.de. 14. Februar 2026, abgerufen am 17. Februar 2026.</ref> war ein deutscher Fußballspieler. In der höchsten Spielklasse des DDR-Fußballs, der Oberliga, spielte er für den SC Einheit Dresden und die SG Dynamo Dresden. Pfeifer war zweifacher DDR-A-Nationalspieler.

Sportliche Laufbahn

Gemeinschafts- und Clubstationen

Als Wolfgang Pfeifer, der bei SG Mickten und dem Rotation-Vorgänger BSG Sachsenverlag sein fußballerisches Talent entwickelt hate, im Spätsommer und Herbst 1954 seine ersten Oberligaspiele bei der BSG Rotation Dresden absolvierte, bahnten sich im Dresdner Fußball gravierende Veränderungen an. Seit 1950 hatten mit Dynamo und Rotation, dessen 1. Mannschaft die Basis für den im November 1954 aus der Taufe gehobenen Sportclub Einheit Dresden bildete, zwei Dresdner Teams das Niveau des ostdeutschen Oberhauses wesentlich geprägt. Durch den Beschluss der Sportvereinigung Dynamo, ihre Dresdner Mannschaft nach Berlin zu verlegen, vertrat der SC Einheit ab Spätherbst 1954 als einzige Vertretung die traditionelle Fußballhochburg Dresden in der höchsten Spielklasse des DDR-Fußballs.

Der 19-jährige Pfeifer trat die Nachfolge der ausgeschiedenen Stammspieler Werner Clemens und Rolf Dietz an, die bisher die Spielgestalter der Mannschaft gewesen waren. Pfeifer gehörte schnell zur Stammelf. Bereits in seiner ersten Saison absolvierte er 24 der 26 ausgetragenen Punktspiele. 1958 errang er mit dem Gewinn des FDGB-Pokals seinen einzigen Titelgewinn. Im Endspiel am 14. Dezember 1958 leitete er mit seinem 1:1-Ausgleichstor den 2:1-Sieg des SC Einheit Dresden über den SC Lokomotive Leipzig in der Verlängerung ein.

Ein Jahr nach dem Pokalgewinn setzte beim SC Einheit Dresden ein Abwärtstrend ein. Nach zwei zwölften Plätzen 1959 und 1960 landete die Mannschaft am Ende der Saison 1961/62 auf Rang 13, und das bedeutete den Abstieg in die DDR-Liga. Dort spielte Pfeifer noch eine Saison und wechselte dann nach 187 Oberligaspielen (inklusive Übergangsrunde) für den SC Einheit zu Beginn der Spielzeit 1963/64 zum Lokalrivalen Dynamo Dresden. Dieser spielte nach einem kurzen Oberligagastspiel 1962/63 ebenfalls in der DDR-Liga. Mit Pfeifers Hilfe gelang jedoch der sofortige Wiederaufstieg. Damit hatten die Dynamos auf Dauer den SC Einheit, dessen Fußballmannschaft 1966 zur FSV Lokomotive Dresden zurückgestuft wurde, als führende Kraft im Dresdener Fußball abgelöst. Pfeifer gelang es jedoch nicht, sich noch einmal aus der Mittelmäßigkeit hervorzuheben, hatte aber bei Dynamo einen Stammplatz sicher. Als er mit dem Ende der Saison 1969/70 im Alter von 35 Jahren seine Oberligakarriere beendete, hatte er für Dynamo Dresden 100 Oberligaspiele absolviert.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Wolfgang Pfeifer - Matches and Goals in Oberliga.] RSSSF.org, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 23. Februar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Mit insgesamt 287 Oberligapartien liegt Wolfgang Pfeifer nach Einsätzen auf Platz 53 aller in der höchsten Spielklasse der DDR eingesetzten Fußballer.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig East Germany - All-Time Most Matches Played in Oberliga.] RSSSF.org, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 23. Februar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Auswahleinsätze

Durch seine Leistungen in der Dresdner Männeroberligaelf machte sich der Teenager in der Hinrunde seines ersten Seniorenspieljahres, jedoch noch immer für die U-18 spielberechtigt, für die DDR-Juniorennationalelf interessant. Seinen ersten und schlussendlich einzigen offiziellen Länderspieleinsatz in dieser Auswahl verzeichnete der Dresdner Akteur am 23. Oktober 1954 unter Trainer Fritz Gödicke gegen die bulgarischen Altersgenossen. An der Seite von Hilmar Ahnert spielte Pfeifer in der Läuferreihe beim 1:1-Remis in Sofia.

Von Juli 1957 bis September 1958 wurde die Defensivkraft in der Nachwuchsauswahl des DFV aufgeboten. Oft an der Seite des Beinahenamensvetters Claus Pfeufer bestritt Pfeifer in diesem Zeitraum für die ostdeutschen U-23 fünf Ländermatches und bot sich damit auch für die A-Nationalmannschaft an.

Am 2. November 1958 bestritt der SC-Einheit-Kicker sein erstes A-Länderspiel in der Begegnung der DDR-Auswahl gegen Norwegen (4:1).<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Wolfgang Pfeifer - International Appearances.] RSSSF.org, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 23. Februar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Auch im nächsten Länderspiel der DDR wurde Pfeifer wieder eingesetzt, bei der Auswärtsbegegnung am 11. Februar 1959 gegen Indonesien (2:2) spielte er auf der linken Mittelfeldposition, während er bei seinem ersten Einsatz als Stopper (zentrale Verteidigung) aufgeboten wurde. Zu weiteren A-Länderspielen wurde Pfeifer nicht mehr eingesetzt, da seine Positionen unter anderem bei Werner Heine und Waldemar Mühlbächer in festen Händen waren.

In der DDR-B-Nationalmannschaft, in der er im Oktober 1958 vor seinem A-Elf-Debüt in einem Spiel, wieder war es – wie schon bei seiner U-18-Premiere vier Jahre zuvor – ein 1:1 gegen Bulgarien in Sofia, zum Zuge kam, gehörte der Dresdner Verteidiger länger zum Kaderkreis. Bis Oktober 1965 wurde er in insgesamt sieben Länderspielen eingesetzt.

Punktspielstatistik

Einsätze und Ligenzugehörigkeit
1954–1962 Oberliga Rotation / Einheit Dresden 187 Spiele
1962/63 1. DDR-Liga Einheit Dresden 26 Spiele
1963/64 DDR-Liga Dynamo Dresden 26 Spiele
1964–1968 Oberliga Dynamo Dresden 98 Spiele
1968/69 DDR-Liga Dynamo Dresden 20 Spiele
1969/70 Oberliga Dynamo Dresden 2 Spiele
1970/71 DDR-Liga Dynamo Dresden II 6 Spiele

Weiterer Werdegang

Im Anschluss an seine Spielerkarriere wirkte Pfeifer unter anderem Mannschaftsleiter bei seinen Dresdner Dynamos. Beruflich war der frühere Erstligakicker zuvor als Kfz-Ingenieur tätig. In seinem 91. Lebensjahr verstarb der Ex-DDR-Nationalspieler Anfang 2026.<ref>SGD trauert um Wolfgang Pfeifer. Dynamo Dresden, 17. Februar 2026, abgerufen am 23. Februar 2026.</ref>

Literatur

  • Deutsches Sportecho: Jahrgänge 1954–1970. ISSN 0323-8628
  • Andreas Baingo, Michael Hohlfeld: Fußball-Auswahlspieler der DDR. Das Lexikon. Sportverlag Berlin, Berlin 2000, ISBN 3-328-00875-6, Seite 131.
  • Michael Horn, Gottfried Weise: Das große Lexikon des DDR-Fußballs. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2004, ISBN 3-89602-536-8, Seite 269.
  • Andreas Baingo, Michael Horn: Geschichte der DDR-Oberliga. Verlag Die Werkstatt, Göttingen 2004, ISBN 3-89533-428-6, Seite 306–307.
  • Lorenz Knierim, Hardy Grüne: Enzyklopädie des deutschen Ligafußballs. Spielerlexikon 1890-1963. AGON Sportverlag, Kassel 2006, ISBN 3-89784-148-7, Seite 291.
  • Hanns Leske: Enzyklopädie des DDR-Fußballs. Verlag Die Werkstatt, Göttingen 2007, ISBN 978-3-89533-556-3, Seite 357.
  • Hanns Leske: Die DDR-Oberligaspieler. Ein Lexikon. AGON Sportverlag, Kassel 2014, ISBN 978-3-89784-392-9, Seite 375.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />