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Woiwodschaft Stanisławów

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Województwo Stanisławowskie
Woiwodschaft Stanisławów
Datei:Woiwodschaft Stanisławów 1931.svg
Woiwodschaftsgrenzen von 1931
Symbole
Datei:POL województwo stanisławowskie II RP COA.svg
Wappen
Wappen
Basisdaten
Staat Polen
Hauptstadt Stanisławów (Iwano-Frankiwsk, Stanislau)
Fläche 1931: 16.894 km²
Einwohner 1.348.580 (1921)<ref name="census 1921"></ref>
1.480.285 (1931)
Datei:Woiwodschaft Stanisławów Powiats 1931.svg
Powiats im Jahr 1931
Powiats im Jahr 1931

Die Woiwodschaft Stanisławów (auch Woiwodschaft Stanislau<ref>Der Grosse Brockhaus: Handbuch des Wissens, Band 14, 1933</ref> polnisch Województwo Stanisławowskie) war in den Jahren 1921 bis 1939 eine Woiwodschaft der Zweiten Polnischen Republik. Der Sitz der Verwaltung und die Hauptstadt war Stanisławów (Stanislau, heute Iwano-Frankiwsk).

Lage und Größe

Die Woiwodschaft mit den Städten Stanisławów, Kołomyja, Stryj, Knihinin (bis 1925), Śniatyn, Turka und Horodenka erstreckte sich über den östlichen Teil von Südpolen.

Sie grenzte im Nordwesten an die Woiwodschaft Lwów, im Nordosten an die Woiwodschaft Tarnopol, im Osten an Rumänien und im Südwesten an die Tschechoslowakei.

Im nördlichen Teil ist die Landschaft hügelig und im Süden gebirgig (Karpaten), quer durch das Gebiet fließt der Dnister.

1921 umfasste die Woiwodschaft eine Fläche von 18.368 km². Die 29 Städte und 904 Landgemeinden waren in 15 Powiats gegliedert.<ref>https://web.archive.org/web/20170930231022/http://www.szukamypolski.com/strona/wojewodztwo/11</ref> Nach der Ausgliederung des Powiats Turka in die Woiwodschaft Lwów im Jahr 1931 betrug die Fläche der Woiwodschaft 1939 16.894 km².

Geschichte

Die Woiwodschaft entstand nach dem Frieden von Riga zum Abschluss des Polnisch-Sowjetischen Krieges am 1. September 1921 auf den südöstlichen Teilen des ehemaligen österreichischen Kronlandes Galizien, als Hauptstadt wurde Stanisławów festgelegt.

Am 1. April 1929 wurde der Powiat Peczeniżyn aufgelöst und das Gebiet dem Powiat Kołomyja angeschlossen. Am 17. April 1931 wurde der Powiat Turka an die Woiwodschaft Lwów abgetreten, am 1. April 1932 wurde der Powiat Bohorodczany aufgelöst und dessen Gebiet auf die Powiats Nadwórna und Stanisławów aufgeteilt, am gleichen Tag wurde der Powiat Skole aufgelöst und das Gebiet dem Powiat Stryj zugeteilt.

Im Verlauf des Zweiten Weltkriegs wurde die Woiwodschaft im September 1939 durch die Sowjetische Besetzung Ostpolens sowjetisch und nach dem Überfall auf die Sowjetunion im Juni 1941 durch den NS-Staat besetzt. Nach Kriegsende wurde das Gebiet der Woiwodschaft ein Teil der Sowjetunion (Ukrainische SSR).

Bevölkerung

Volkszählung 1921

Die Volkszählung vom 30. September 1921 ermittelte folgende „Nationalitäten“ (Volkszugehörigkeiten):<ref name="census 1921" /> Vorlage:Kreisdiagramm

Nationalität Zahl Prozent
Ruthenen<ref group="A" name="A1">Die Kategorie „Ukrainer“ gab bei der Volkszählung 1921 nicht.</ref> 941.355 69,80 %
Polen 299.088 22,18 %
Juden 91.880 6,81 %
Deutsche 15.595 1,16 %
Übrige 662 0,05 %
Gesamt 1.348.580 100,00 %

<references group="A" />

Administrative Unterteilung (1934)

Datei:Stanisławów Voivodeship Administrative Map 1938.png
Verwaltungskarte, 1938

Powiat Dolina bestehend aus den Städten Bolechów, Dolina und Rożniatów sowie den Gminas:

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Powiat Horodenka bestehend aus der Stadt Horodenka sowie den Gminas:

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Powiat Kałusz bestehend aus der Stadt Kałusz sowie den Gminas:

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Powiat Kołomyja bestehend aus den Städten Kołomyja und Peczeniżyn sowie den Gminas:

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Powiat Kosów bestehend aus den Städten Kosów und Kuty sowie den Gminas:

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Powiat Nadwórna bestehend aus den Städten Delatyn und Nadwórna sowie den Gminas:

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Powiat Rohatyn bestehend aus den Städten Bołszowce, Bursztyn und Rohatyn sowie den Gminas:

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Powiat Stanisławów bestehend aus den Städten Stanisławów, Bohorodczany und Halicz sowie den Gminas:

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Powiat Stryj bestehend aus den Städten Skole und Stryj sowie den Gminas:

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Powiat Śniatyń bestehend aus den Städten Śniatyn und Zabłotów sowie den Gminas:

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Powiat Tłumacz bestehend aus den Städten Otynia, Tłumacz und Tyśmienica sowie den Gminas:

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Powiat Żydaczów bestehend aus den Städten Mikołajów n/Dn., Rozdół, Żurawno und Żydaczów sowie den Gminas:

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September 1939 und seine Nachwirkungen

Im September 1939 überfielen deutsche und sowjetische Truppen Polen, wobei das Land und die Woiwodschaft Stanisławów der Ukrainischen Sowjetrepublik einverleibt wurden. Nach 1945 verblieb das Gebiet bei der Sowjetunion, heute gehört die ehemalige Woiwodschaft Stanisławów in großen Teilen der ukrainischen Oblast Iwano-Frankiwsk sowie kleinere Teile der Oblast Lwiw an.

Fußnoten

<references />

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Hauptstadt Warschau (woiwodschaftsfrei)

Białystok • Kielce • Krakau • Lwów • Łódź • Lublin • Nowogródek • Polesien • Pommerellen • Posen • Schlesien • Stanislau • Tarnopol • Warschau • Wilna • Wolhynien

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