Zum Inhalt springen

Wjatscheslaw Hlaskow

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wjatscheslaw Hlaskow Vorlage:SportPicto
Datei:Vyacheslav Glazkov.JPG
Wjatscheslaw Hlaskow (2014)
Daten
Geburtsname Wjatscheslaw Walerjewitsch Hlaskow
Geburtstag 15. Oktober 1984
Geburtsort Luhansk
Nationalität UkraineDatei:Flag of Ukraine.svg Ukraine
Kampfname(n) The Czar
Gewichtsklasse Schwergewicht
Stil Linksausleger
Größe 1,88 m
Reichweite 1,92 m
Kampfstatistik als Profiboxer
Kämpfe 23
Siege 21
K.-o.-Siege 13
Niederlagen 1
Unentschieden 1
Profil in der BoxRec-Datenbank
Medaillenspiegel
Olympische Spiele 0 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 1 × Bronzemedaille
Weltmeisterschaften 0 × Goldmedaille 1 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
 Olympische Spiele
Bronze 2008 Peking Superschwergewicht
 IBA-Weltmeisterschaften
Silber 2007 Chicago Superschwergewicht
Kyrillisch (Ukrainisch)
В'ячеслав Глазков
Transl.: Vjačeslav Hlazkov
Transkr.: Wjatscheslaw Hlaskow
Kyrillisch (Russisch)
Вячеслав Глазков
Transl.: Vjačeslav Glazkov
Transkr.: Wjatscheslaw Glaskow

Wjatscheslaw Walerjewitsch Hlaskow (englische Schreibweise Vyacheslav Glazkov, * 15. Oktober 1984 in Luhansk, Ukrainische SSR) ist ein ehemaliger ukrainischer Boxer, dessen Profikarriere von 2009 bis 2016 andauerte, wobei er in seinem letzten Kampf um die IBF-Weltmeisterschaft im Schwergewicht boxte und dabei gegen Charles Martin verlor.

Als Amateur wurde er im Superschwergewicht 2007 Vizeweltmeister und gewann 2008 eine olympische Bronzemedaille.

Amateurkarriere

Hlaskow gewann im Schwergewicht startend eine Bronzemedaille bei der Junioren-Europameisterschaft 2003 in Warschau<ref>European Junior Championships 2003</ref> und die Goldmedaille bei den World University Championships der FISU 2004 in Antalya.<ref>World University Championships 2004</ref>

2005 wurde er mit einem Finalsieg gegen Roman Kapitonenko erstmals Ukrainischer Meister im Superschwergewicht<ref>Ukrainian National Championships 2005</ref> und nahm an der Weltmeisterschaft 2005 in Mianyang teil, wo er im Achtelfinale gegen Odlanier Solís ausschied.<ref>World Championships 2005</ref> Bei der Europameisterschaft 2006 in Plowdiw unterlag er ebenfalls im Achtelfinale gegen Kubrat Pulew.<ref>European Championships 2006</ref>

Bei der Weltmeisterschaft 2007 in Chicago erreichte er dann mit Siegen gegen Răzvan Cojanu, Óscar Rivas, Jaroslavas Jakšto und Zhang Zhilei das Finale, welches er gegen Roberto Cammarelle verlor und Vizeweltmeister wurde.<ref>World Championships 2007</ref> Als solcher war er für die Olympischen Sommerspiele 2008 in Peking qualifiziert und konnte dort gegen Robert Alfonso und Newfel Ouatah in das Halbfinale einziehen, wo er aufgrund einer Ellbogenverletzung nicht gegen Zhang Zhilei antreten konnte und daher kampflos durch Walkover mit einer Bronzemedaille ausschied.<ref>Olympic Games 2008</ref><ref>Vyacheslav Glazkov robbed of Olympic dream</ref>

Darüber hinaus gewann er unter anderem die internationalen Turniere Amber Gloves 2005 in Russland<ref>Amber Gloves 2005</ref> und Ahmet Cömert 2007 in der Türkei.<ref>Ahmet Comert Tournament 2007</ref>

Profikarriere

Er gewann sein Profidebüt im Juli 2009 gegen Özcan Çetinkaya und blieb auch in 21 weiteren Kämpfen ungeschlagen, wobei er Siege gegen Gbenga Oluokun, Konstantin Airich, Tor Hamer, Tomasz Adamek und Steve Cunningham erzielte.<ref>Glazkov outpoints Cunningham</ref> Sein einziges Unentschieden boxte er im Februar 2013 gegen Malik Scott.<ref>Scott settles for disputed draw against Glazkov</ref>

Durch diese Erfolge stieg Hlaskow zum Pflichtherausforderer des IBF-Weltmeisters Tyson Fury auf, welcher jedoch den Titel niederlegte, um sich stattdessen auf einen Rückkampf mit Wladimir Klitschko vorzubereiten. Daraufhin wurden Hlaskow als IBF-Pflichtherausforderer und Charles Martin als Nummer 3 der IBF-Herausforderer für einen Kampf um den nun vakanten IBF-Weltmeistertitel im Schwergewicht nominiert. Der Kampf fand am 16. Januar 2016 im Barclays Center statt, wobei es sich um den ersten Schwergewichts-Titelkampf in Brooklyn seit 115 Jahren handelte. Im Kampf selbst kam Hlaskow in der dritten Runde ohne Schlagwirkung zu Sturz und verletzte sich dabei im rechten Knie. Nach der Kampffreigabe stürzte Hlaskow erneut ohne Schlagwirkung und taumelte augenscheinlich verletzt in eine Ringecke. Nachdem er gegenüber dem Ringrichter keine Bereitschaft zum Weiterkämpfen signalisierte, beendete dieser den Kampf nach 1 Minute und 10 Sekunden in Runde 3. Der Ringarzt diagnostizierte kurz darauf einen Riss des rechten Kreuzbandes bei Hlaskow, der im Anschluss zwei Operationen über sich ergehen lassen musste und seine Karriere beendete.<ref>Charles Martin stops Vyacheslav Glazkov, wins vacant heavyweight title</ref><ref>Glazkov Recovering From Second Operation, Return Eyed in 2017</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

<references />