Willendorf (Merkendorf)
Willendorf Stadt Merkendorf
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(96)&title=Willendorf 49° 13′ N, 10° 41′ O
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| Höhe: | 443 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 96 (30. Okt. 2020)<ref name="Merkendorf.de"/> | |||||
| Postleitzahl: | 91732 | |||||
| Vorwahl: | 09826 | |||||
Willendorf ist ein Gemeindeteil der Stadt Merkendorf im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Willendorf liegt in der Gemarkung Großbreitenbronn.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 5. Oktober 2024.</ref>
Geografie
Durch das Dorf fließt der Braungartenbach, der sich nach Merkendorf in verschiedene Bäche aufspaltet und mit anderen Bächen zusammenfließt, die alle linke Zuflüsse der Altmühl sind. Es münden bei Willendorf der Waldgraben, der Weihergraben und der Waldeckgraben als rechte Zuflüsse des Braungartenbachs. Im Nordosten liegt die Flur Kreuth, im Südwesten grenzt das Wannenholz an.
Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Kleinbreitenbronn (1 km nördlich) bzw. zur Bundesstraße 13 bei Triesdorf Bahnhof (0,3 km südöstlich). Eine weitere Gemeindeverbindungsstraße führt an der Weißbachmühle vorbei nach Merkendorf zur Staatsstraße 2220 (2 km östlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 16. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Graf Konrad von Oettingen und Hermann Rindsmaul verkauften 1274 und 1305 Güter an das Kloster Heilsbronn. 1331 erhielt das Kloster dort Güter von dem Magister Peregrinus zum Geschenk. Insgesamt erwarb das Kloster vier Güter.<ref name="M481">G. Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit, Bd. 2, S. 481.</ref>
Im 16-Punkte-Bericht des heilsbronnischen Vogtamts Merkendorf aus dem Jahr 1616 wurden für Willendorf 3 Höfe angegeben, die dem Verwalteramt Merkendorf unterstanden. Die Anwesen anderer Grundherren wurden nicht aufgelistet.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, 16-Punkte-Berichte 25, 33. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 743.</ref> Das Verwalteramt Merkendorf übte abwechselnd mit dem Stadtvogteiamt Eschenbach des Deutschen Ordens das Gemeinderecht und den Hirtenstab aus.<ref>M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 743.</ref> Die Fraisch hatte das brandenburg-ansbachische Kasten- und Stadtvogteiamt Windsbach.<ref>M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 740.</ref> Während des Dreißigjährigen Krieges verödeten diese Güter allesamt.<ref name="M481"/>
Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach. Es gab zu dieser Zeit 11 Untertansfamilien, von denen 4 ansbachisch waren.<ref>Johann Bernhard Fischer: Wüllendorf. In: Statistische und topographische Beschreibung des Burggraftums Nürnberg, unterhalb des Gebürgs, oder des Fürstentums Brandenburg-Anspach. Zweyter Theil. Enthaltend den ökonomischen, statistischen und sittlichen Zustand dieser Lande nach den funfzehen Oberämtern. Benedict Friedrich Haueisen, Ansbach 1790, OCLC 159872968, S. 28 (Digitalisat).</ref><ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 6, Sp. 298.</ref>
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Willendorf dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Großbreitenbronn zugeordnet. Es gehörte auch der wenig später gegründeten Ruralgemeinde Großbreitenbronn an. Am 1. Mai 1978 wurde Willendorf im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Merkendorf eingemeindet.<ref>Merkendorf > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 13. März 2025.</ref>
Am Ortsrand nach Merkendorf steht eine private Biogasanlage, die seit 2007 öffentliche Gebäude der Stadt Merkendorf (z. B. Schulhaus, Feuerwehrhaus und Ärztehaus) sowie seit 2016 weitere private und öffentliche Gebäude in der Altstadt Merkendorf mit Nahwärme versorgt.<ref name="habewind">Daniel Ammon: Einweihungsfeier des Nahwärmenetzes in Merkendorf – Kleine Lösung wurde realisiert. In: habewind.de. 26. September 2016, abgerufen am 9. März 2023.</ref>
In den Jahren von 2009 bis 2011 wurden im Rahmen der Dorferneuerung ein Dorfplatz angelegt und die Kanalisation erneuert.
Baudenkmäler
- Haus-Nr. 4: Wohnstallhaus<ref>Denkmalliste für Merkendorf (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>
- Haus-Nr. 10: Wohnstallhaus. Relief mit eisernem Kreuz. Messer, Pflugschar, Monogramm „MH“ und Jahreszahl „1789“<ref>H. K. Ramisch: Landkreis Feuchtwangen, S. 143. Denkmalschutz mittlerweile aufgehoben, Objekt ggf. abgerissen.</ref>
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Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach Unserer Lieben Frau (Merkendorf) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach Liebfrauenmünster (Wolframs-Eschenbach) gepfarrt.<ref name="OV 1961"/><ref>Pfarrverband Wolframs-Eschenbach. In: bistum-eichstaett.de. Abgerufen am 16. März 2023.</ref>
Literatur
- Arbeitsgemeinschaft Ortschronik Großbreitenbronn: Mein Breitenbronn – Chronik von Großbreitenbronn. Großbreitenbronn 2007.
- Johann Kaspar Bundschuh: Wüllendorf. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 6: V–Z. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1804, DNB 790364328, OCLC 833753116, Sp. 298 (Digitalisat).
- Johann Kaspar Bundschuh: Willendorf. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 6: V–Z. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1804, DNB 790364328, OCLC 833753116, Sp. 964 (Digitalisat).
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8.
- Wilhelm Koch, Heinrich Helmreich: Die ehemalige Gemeinde Großbreitenbronn. In: Merkendorf – Historische Kleinstadt im Fränkischen Seenland. Merkendorf 1988, S. 322–329.
- Georg Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit. Band 2. Verl. für Kunstreprod. Schmidt, Neustadt an der Aisch 1993, ISBN 3-923006-90-X, S. 481 (Volltext [Wikisource] – Erstausgabe: Beck, Nördlingen 1879).
- Hans Karlmann Ramisch: Landkreis Feuchtwangen (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 21). Deutscher Kunstverlag, München 1964, DNB 453909426, S. 143.
Weblinks
- Stadtteile > Willendorf. In: merkendorf.de. Abgerufen am 17. Juni 2023.
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Willendorf in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Willendorf im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
<references responsive />
Bammersdorf | Dürrnhof | Gerbersdorf | Großbreitenbronn | Heglau | Hirschlach | Kleinbreitenbronn | Merkendorf | Neuses | Triesdorf Bahnhof | Weißbachmühle | Willendorf
Sonstiger Wohnplatz: Waldeck