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Wilhelm Meyer (Geologe)

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Wilhelm Meyer (* 19. Dezember 1932 in Berlin) ist ein deutscher Geologe. Er war Professor für Geologie an der Universität Bonn.

Leben

Meyer studierte von 1951 bis 1957 an der FU Berlin und schloss das Studium 1956 als Diplom-Geologe ab. Er wurde dort 1957 mit der Dissertation Geologie der Siegener Schichten zwischen Ahr und Nette (Osteifel)<ref>Wilhelm Meyer: Geologie der Siegener Schichten zwischen Ahr und Nette (Osteifel). In: Zeitschrift der Deutschen Geologischen Gesellschaft Band 109, 1958, S. 452–462; zugleich Naturwissenschaftliche Dissertation, FU Berlin 1957.</ref> zum Dr. rer. nat. promoviert. Danach war er von 1957 bis 1959 als praktischer Geologe im Eisenspatbergbau im Siegerland (Erzbergbau Siegerland AG) tätig. 1959 ging er an die Bergakademie Clausthal (TU Clausthal) und habilitierte sich dort 1966 mit einer Arbeit über Tektonik und Granitplutonismus eines Kristallin-Gebiets in Nordgriechenland. Er war seit 1969 Professor für Geologie und Wissenschaftlicher Rat an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.

Meyer befasst sich vor allem mit der Geologie der Eifel, worüber er ein Standardwerk verfasste. Weiter befasste er sich vor allem mit Strukturgeologie (Zusammenhang von Tektonik und Vulkanismus). Er setzt die Neubearbeitung des Geologischen Wörterbuchs von Hans Murawski fort.

Wilhelm Meyer ist evangelisch, heiratete 1964 Diedela Booß, lebt in Meckenheim (Rheinland) und hat drei Kinder.

Ehrungen

  • Hermann-Credner-Preis der Deutschen Geologischen Gesellschaft (1967)
  • Bundesverdienstkreuz am Bande (17. März 1983),<ref>Bundespräsidialamt</ref> vor allem für seinen Einsatz im Naturschutz (Erhaltung von Geotopen im Rheinland)

Schriften

  • Geologie der Eifel. Schweizerbart, Stuttgart 1986; 3. Auflage ebenda 1994.
  • mit Johannes Stets: Das Rheintal zwischen Bingen und Bonn (= Sammlung Geologischer Führer. Band 89). Gebrüder Borntraeger Verlag, 1996.
  • mit Hans Murawski: Geologisches Wörterbuch. 12. Auflage. Spektrum Akademischer Verlag, 2010.
  • Geologischer Wanderführer Eifel. Kosmos Verlag, 1983.
  • Die Entstehung der Maare in der Eifel. In: Zeitschrift der Deutschen Geologischen Gesellschaft. Band 132, 1985, S. 141–155.
  • als Herausgeber mit Wighart von Koenigswald: Erdgeschichte im Rheinland: Fossilien und Gesteine aus 400 Millionen Jahren. F. Pfeil, München 1994.
  • Geologisches Zeichnen und Konstruieren (= Clausthaler geotektonische Hefte. Band 17). 3. Auflage. 1989.
  • Gönnersdorf im Neuwieder Becken. In: Werner K. Weidert (Hrsg.): Klassische Fundstellen der Paläontologie. Band 1. Goldschneck Verlag, 1988 (mit Kurzbiografie).
  • mit W. Schumacher: Geschützte Pflanzen im Rheinland. Rheinland Verlag, Köln 1978.

Literatur

  • Meyer, Wilhelm. (2) In: Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 839.

Einzelnachweise

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