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Wilhelm IX. (Aquitanien)

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Datei:BnF ms. 12473 fol. 128 - Guillaume IX d'Aquitaine (1).jpg
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Wilhelm IX. (* 22. Oktober 1071; † 10. Februar 1126),<ref>Robert A. Taylor: An assessment on what we know and we don’t know about the first troubadour. Google Books, S. 876.</ref> bekannt als {{#if:der erste Trobador | der erste Trobador | Vorlage:Kapitälchen – Text fehlt}} (BdT 183)<ref name="BdT">BdT dieses Kürzel verweist auf das Standardwerk: Alfred Pillet, Henry Carstens: Bibliographie der Troubadours (Kürzel: BdT), Max Niemeyer Halle 1933. Ristampa anastatica dell’edizione Halle (Saale), Max Niemeyer Verlag, 1933, a cura di Paolo Borso e Roberto Tagliani. Ledizioni Milano 2013, ISBN 978-88-95994-64-2. 460 Trobadore sind hier namentlich aufgelistet und in alphabetischer Reihenfolge durchnummeriert von 1. Ademar bis 460. Vescoms de Torena. « Lo coms de Peiteus »(sic), also Wilhelm IX., trägt die Nummer 183.</ref>, war Herzog von Aquitanien und der Gascogne sowie Graf von Poitou.

„Lo coms de Peiteus“ ist der erste namentlich bekannte Troubadour, Gründervater der Trobadorlyrik. In der Literaturgeschichte wird er als „trovatore bifronte“, als doppelgesichtiger Trobador, bezeichnet,<ref>Pio Rajna: Guglielmo conte di Poitiers Trovatore Bifronte. In: Mélanges de linguistique et de littérature offerts à M. Alfred Jeanroy, Éditions E. Droz Paris 1928.</ref> weil er einerseits derb-vulgäre, „unhöfische“ Lieder und andererseits feinsinnige, „höfische“ Kanzonen gedichtet hat, in denen zum ersten Male das Ideal der höfischen Liebe, des „amour courtois“, die Liebesideologie der „fin’amors“<ref>Man findet in der Literatur sowohl die Schreibweise «fin’amor» als auch «fin’amors». Der Nominativ des femininen Substantivs «amor» lautet im Alktokzitanischen «amors». Somit wäre «la fin’ amors» die richtige Graphie. Die altokzitanischen Mundarten besitzen ein Zweikasussystem: casus rectus und casus obliquus. Der Casus rectus, der Nominativ, «amors», endet auf s. Im Casus obliquus (Genitiv, Dativ, Akkusativ) heißt es dagegen «amor» ohne ‚s‘.</ref><ref>Marilyn Yalom: Wie die Franzosen die Liebe erfanden. 900 Jahre Leidenschaft. Graf Verlag, 2013, ISBN 978-3-86220-038-2, S. 29–30 (Google Books).</ref><ref>Moshé Lazar: Amour courtois et « fin’amors »: dans la littérature du XIIe siècle. Librairie C. Klincksieck, 1964.</ref> vorgestellt wurde.

Wilhelm IX., Herzog von Aquitanien, ist der Stammvater einer bedeutenden dynastischen Linie, Großvater Eleonores von Aquitanien, der berühmten Mäzenin, „Königin der Troubadoure“,<ref>Régine Pernoud: Königin der Troubadoure. Eleonore von Aquitanien. dtv 1461, 15. Auflage. München 1979, ISBN 3-423-30042-6, S. 145–160.</ref> Herzogin von Aquitanien, Königin von Frankreich, dann von England. „Lo coms Guilhem VII de Peitieus“ ist somit auch Urgroßvater zweier englischer Könige, des Troubadour-Königs Richard Löwenherz und des Königs Johann Ohneland, beide Söhne seiner Enkelin Eleonore.<ref>Henriette Walter: Aventures et mésaventures des langues de France. Honoré Champion, Paris 2012, ISBN 978-2-7453-2339-2, S. 140/141.</ref>

Seine Urenkelin Marie de Champagne, Tochter Eleonores aus ihrer Ehe mit dem französischen König Ludwig VII., war wie ihre Mutter eine Literaturmäzenin. An ihrem gräflichen Hofe in Troyes förderte sie den Trouvère Chrétien de Troyes, den Begründer des „höfischen Romans“, der durch seine fünf Versromane über die „Ritter der Tafelrunde“ weltberühmt wurde und dessen Werk die gesamte abendländische Epik seit dem Hochmittelalter bis in die Neuzeit beeinflusst.

In der Okzitanistik (Provenzalistik)<ref>Okzitanistik oder Provenzalistik ist das Teilgebiet der Romanistik, das die Dialekte und die Literatur der „langue d’oc“ untersucht. Mit „Provenzalisch“ wurde in der älteren Romanistik die Gesamtheit der okzitanischen Dialekte bezeichnet. Seit den 1990er Jahren haben sich allgemein die Bezeichnungen „okzitanisch“, „Okzitanistik“ und „Okzitanist“ durchgesetzt.</ref><ref>Joseph Salvat: Provençal ou occitan? In: Annales du Midi. 1954, S. 229–241.</ref> gilt Herzog Wilhelm IX. von Aquitanien, der 7. Graf von Poitiers, als Autor der elf Lieder eines in den „Chansonniers“, den illuminierten altprovenzalischen Liederhandschriften, nicht näher bestimmten „Coms de Peit(i)eu(s)“.<ref>George T. Beech: L’attribution des poèmes du comte de Poitiers à Guillaume IX d’Aquitaine. In: Cahiers de civilisation médiévale, Band 31 (1988), S. 3–16 (Volltext online).</ref>

Leben als Herrscher

Wilhelm war ein Sohn Wilhelms VIII. von Aquitanien aus dessen dritter Ehe mit Hildegard (Audéarde) von Burgund, der Tochter Roberts I., Herzog von Burgund. Nach dem Tod seines Vaters übernahm er 1086 die Herrschaft – in Aquitanien und der Gascogne als Herzog Wilhelm IX und in Poitou als Graf Wilhelm VII. Damit besaß er „mehr Land als der französische König Philipp I., dem er sich spät erst als Kronvasall beugte“.<ref>Werner Dürrson: Wilhelm von Aquitanien. Gesammelte Lieder. Verlag Die Arche, Zürich 1969, S. 61.</ref>

Im Jahre 1089 heiratete er Irmgard von Anjou, die Tochter Fulkos IV., Graf von Anjou, genannt „der Zänker“ (frz. « le Rechin »). Die kurze Ehe blieb kinderlos und wurde 1091 annulliert. 1094 ging er seine zweite Ehe ein, mit Philippa, der Tochter Wilhelms IV., des Grafen von Toulouse. Diese zweite, kinderreiche Ehe führte ihn in langanhaltende Konflikte mit der Familie der Gattin.

1098 besetzte Wilhelm erstmals Toulouse. 1099 trat er seine Rechte gegen eine finanzielle Kompensation an einen Neffen der Gattin, Graf Bertrand von Saint-Gilles, ab. Das Geld floss vor allem in den Kreuzzug von 1101, an dem sich Wilhelm an der Seite von Welf IV. beteiligte. In Herakleia wurde sein Heer in einem Hinterhalt von seldschukischen Streitkräften vollkommen aufgerieben. Der Chronist Ordericus Vitalis berichtet – sicherlich übertrieben – von 300.000 Toten.<ref>Bernard Félix: Guillaume le Troubadour: Duc d’Aquitaine fastueux et scandaleux. Aubéron 2002, ISBN 978-2-84498-024-3, S. 126.</ref> Wilhelm konnte sich im Folgejahr mit Begleitern über Antiochia nach Jerusalem durchschlagen und gelangte im Herbst nach Frankreich zurück.

Im Jahr 1103 unterstützte Wilhelm Fulko IV. in dessen Auseinandersetzungen mit seinem Sohn Gottfried Martell – eine Unternehmung, die zu seinen Ungunsten ausging, als die Kontrahenten sich einigten. Wilhelm musste mehrere Burgen in der Saintonge aufgeben, konnte jedoch 1107 deren Rückgabe durch die Gefangennahme Fulkos V. von Anjou erzwingen.

Als Bertrand von Saint-Gilles 1112 im Heiligen Land starb, erneuerte Wilhelm seine Ansprüche auf Toulouse und nahm 1113 die Stadt zum zweiten Mal ein. Im darauf folgenden Jahr wurde über Wilhelm von Bischof Peter I. von Poitiers der Kirchenbann verhängt, weil er steuerliche Kirchenprivilegien zugunsten der Staatskasse angetastet hatte.

1115 verstieß Wilhelm seine Ehefrau Philippa, die sich in das Kloster Fontevrault zurückzog. Wilhelm hatte sich in die « Dange(i)rosa de L’Isle Bouchard » (Dangeirosa bedeutet wörtlich: die Gefährliche) verliebt, später genannt « La Maubergeonne », die Ehefrau seines Vasallen Aimery I., des benachbarten Vizegrafen von Châtellerault. Wilhelms Sohn, der spätere Wilhelm X., heiratete 1121 die Tochter Aimerys und der Dangeirosa, Aénor von Châtellerault. Aénors und Wilhelms X. Tochter war Eleonore von Aquitanien, Königin von Frankreich, dann von England, die offensichtlich die Liebe zur Poesie und das ungestüme Temperament ihrer Großeltern geerbt hatte. Eleonore<ref>Régine Pernoud: Königin der Troubadoure. Eleonore von Aquitanien. dtv 1461, 15. Auflage. München 1979, ISBN 3-423-30042-6, S. 145–160.</ref> förderte als Mäzenin am französischsprachigen (anglonormannisch) englischen Hof und am Hofe zu Poitiers Trobadordichtung und Minnesang (siehe Marie de France). Eine ihrer Töchter, Marie de Champagne, setzte das Literaturmäzenatentum ihrer Mutter fort und unterstützte unter anderem den großen Epiker und Trouvère Chrétien de Troyes.<ref>Henriette Walter: Aventures et mésaventures des langues de France. Honoré Champion, Paris 2012, ISBN 978-2-7453-2339-2, S. 140/141.</ref>

Wilhelms Gattin Philippa klagte 1119 auf dem Konzil zu Reims ihn des Ehebruchs an – ein Ereignis, mit dem Wilhelms spanischer Kriegszug in Verbindung gebracht wird (als mutmaßliche Sühneleistung). Gemeinsam mit Alfons I., dem Krieger, dem König von Aragón, eroberte Wilhelm in Spanien Calatayud. Im Rahmen dieses Kriegszugs gelang Wilhelm 1120 ein bedeutender Sieg über die Mauren in der Schlacht von Cutanda (Provinz Teruel) im Rahmen der Reconquista. Das Bündnis mit Alfons I. hatte allerdings keinen Bestand. Wilhelm wechselte in den Auseinandersetzungen um Toulouse zwei Jahre später die Fronten, angewiesen auf die Unterstützung Raimund Berengars III., Graf von Barcelona, gegen Alphonse Jourdain von Toulouse.

Gegen Ende seines Lebens verlor Wilhelm Toulouse endgültig.

Wilhelm IX. starb am 10. Februar 1126 in der Nähe von Blaye.

Im Gegensatz zu seiner glücklosen Politik stehen seine prunkvolle Hofhaltung, sein großzügiges Mäzenatentum und seine schöpferischen Leistungen als Poet, als Begründer der Trobadorlyrik, als Erfinder des Ideals der „höfischen Liebe“, des « amour courtois ».

Der französische Romanist und Mediävist Jean-Charles Payen findet, dass der herzogliche Trobador Guilhem IX mehr Beachtung verdiene:

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Nachfahren

Aus der Ehe mit Philippa gehen vier Kinder hervor:

  1. Wilhelm X., sein Nachfolger als Herzog von Aquitanien. 1121 heiratet er Aénor de Châtellerault. Aus dieser Ehe wird 1122 Eleonore von Aquitanien geboren.
  2. Raimund von Poitiers (1099–1149),<ref>Raimund von Poitiers wird bei Schwennicke (Europäische Stammtafeln II (1984) Tafel 76 als unehelicher Sohn Wilhelms IX. (VII.) aus seiner Beziehung mit der Ehefrau des Amaury I., Vizegraf von Châtellerault, angegeben. Üblich ist jedoch, ihn als jüngeren Sohn Wilhelms aus seiner zweiten Ehe mit Philippa von Toulouse zu sehen, wo der Name Raimund der Leitname war, wobei jedoch festzuhalten ist, dass es gerade ihr Onkel Raimund IV. war, der ihr – mit Willen ihres Vaters Wilhelm IV. – die Grafschaft Toulouse, ihr angebliches Erbe mangels männlicher Nachkommen, vorenthielt. Die in der „Materialsammlung“ angeführten Quellen äußern sich nicht dazu, wer die Mutter Raimunds war, und auch Steven Runciman schweigt sich in seiner „Geschichte der Kreuzzüge“, (7. Buch, 2. Kapitel) dazu aus. Im Artikel „Wilhelm IX.“ des Lexikons des Mittelalters (Band IX, Spalte 140) wird diese Verbindung jedoch hergestellt: „konnte er [Wilhelm IX.] sich bis 1123 (…) in Toulouse halten, wo Philippa auch ihren Sohn Raimund (* 1114/17), dessen Namen ihn als Erben der Grafschaft auswies, zur Welt brachte“.</ref> Fürst von Antiochia
  3. Heinrich, Prior zu Cluny, Abt von Peterborough Abbey
  4. Agnes von Aquitaine<ref>Vgl. französischsprachige Wikipedia: Agnès de Poitiers (reine d’Aragon)</ref> (auch genannt: Inés von Poitou), heiratete Ramiro II. von Aragón.

Wirken als Dichter

[[Datei:BnF ms. 12473 fol. 128.jpg|mini|„[[Vida (Trobadordichtung)|{{#if:Vida | Vida | Vorlage:Kapitälchen – Text fehlt}}]]“ in roter Farbe, links unten: « Lo coms de perteus si fo uns dels maiors cortes del mon e dels maiors trichadors de domnas … » — „Chansonnier provençal K“; BnF, ms. fr. 12473, folio 128r; aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts Gallica]]

Anonyme Vida

In einer wenige Zeilen umfassenden anonymen Vida, einer Lebensbeschreibung aus dem 13. Jahrhundert, heißt es über den Grafen von Poitiers:

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        | }} }}{{#if: Lo coms de Peitieus si fo uns dels majors cortes del mon e dels majors {{#if:trichadors de dompnas | trichadors de dompnas | Vorlage:Kapitälchen – Text fehlt}}, e bons cavalliers d’armas e larcs de dompnejar; {{#if:e saup ben trobar e cantar | e saup ben trobar e cantar | Vorlage:Kapitälchen – Text fehlt}}. Et anet lonc temps per lo mon per enganar las domnas.
Et ac un fill, que ac per moiller la duquessa de Nomandia, don ac una filla que fo moiller del rei Enric d’Engleterra, maire del rei Jove et d’En Richart et del comte Jaufre de Bretaigna. | {{ #if: | {{#if: Lo coms de Peitieus si fo uns dels majors cortes del mon e dels majors {{#if:trichadors de dompnas | trichadors de dompnas | Vorlage:Kapitälchen – Text fehlt}}, e bons cavalliers d’armas e larcs de dompnejar; {{#if:e saup ben trobar e cantar | e saup ben trobar e cantar | Vorlage:Kapitälchen – Text fehlt}}. Et anet lonc temps per lo mon per enganar las domnas.
Et ac un fill, que ac per moiller la duquessa de Nomandia, don ac una filla que fo moiller del rei Enric d’Engleterra, maire del rei Jove et d’En Richart et del comte Jaufre de Bretaigna. | Vorlage:Zitat: Doppelangabe 1=Text=}}

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}}{{#if: | {{#if: Camille Chabaneau: Les biographies des troubadours en langue provençale. Edouard Privat, Toulouse 1885, S. 6 (I.— Guillaume VII, Comte de Poitiers — auf Gallica). |

   Vorlage:Zitat: Doppelangabe 3=Quelle=}}

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}}{{#if: Der Graf von Poitiers war einer der größten Edelleute auf dieser Welt und einer der größten {{#if:Frauenbetrüger | Frauenbetrüger | Vorlage:Kapitälchen – Text fehlt}}. Er war ein sehr wehrhafter Ritter. {{#if:Er verstand es, gut zu dichten und zu singen | Er verstand es, gut zu dichten und zu singen | Vorlage:Kapitälchen – Text fehlt}}; und zog lange durch die Welt, um Frauen zu verführen.
Und er hatte einen Sohn, dessen Frau Herzogin der Normandie war<ref>Irrtum des Autors der Vida: nicht die Ehefrau Wilhelms X., Aénor de Châtellerault, war Herzogin der Normandie, sondern ihre gemeinsame Tochter Eleonore von Aquitanien wurde durch ihre Heirat mit dem späteren König von England, Heinrich II., Herzogin der Normandie.</ref>, mit der dieser er eine Tochter hatte, welche die Frau des Königs Heinrich von England war. Sie war Mutter des ‚jungen Königs‘, Richards und Jaufrés, des Grafen der Bretagne. | {{#if: |

   Vorlage:Zitat: Doppelangabe Übersetzung=de=}}

}}

Erster Trobador

Literaturgeschichtlichen Ruhm errang Wilhelm IX. von Aquitanien, als Okzitanisten ihn als den „ersten“ Trobador identifizierten, von dem die Forschung bis heute weiß. Demnach ist er auch der erste bisher namentlich bekannte weltliche Lyriker des christlichen Europas, der in einer Volkssprache dichtete:

{{#ifeq: {{{vor}}}@@-@@{{{nach}}} | -@@-@@- | {{#if:trim|C’est un juriste et historien toulousain, Antoine {{#if:Dadin de Hauteserre | Dadin de Hauteserre | Vorlage:Kapitälchen – Text fehlt}} qui, le premier, dans un livre publié en 1657, a suggéré que Guillaume IX était l’auteur des poèmes. …
Il n’est probablement pas excessif de conclure que ‹ la simple phrase › de Dadin de Hauteserre en 1657 a eu un impact exceptionnel sur l’histoire littéraire de la France.}} | {{#ifeq: {{#if:|{{{vor}}}|@#@}}{{#if:|{{{nach}}}|@#@}} | @#@@#@ | {{#ifeq: fr | de | „{{#if:trim|C’est un juriste et historien toulousain, Antoine {{#if:Dadin de Hauteserre | Dadin de Hauteserre | Vorlage:Kapitälchen – Text fehlt}} qui, le premier, dans un livre publié en 1657, a suggéré que Guillaume IX était l’auteur des poèmes. …
Il n’est probablement pas excessif de conclure que ‹ la simple phrase › de Dadin de Hauteserre en 1657 a eu un impact exceptionnel sur l’histoire littéraire de la France.}}“ | {{#invoke:Text|quoteUnquoted| C’est un juriste et historien toulousain, Antoine {{#if:Dadin de Hauteserre | Dadin de Hauteserre | Vorlage:Kapitälchen – Text fehlt}} qui, le premier, dans un livre publié en 1657, a suggéré que Guillaume IX était l’auteur des poèmes. …
Il n’est probablement pas excessif de conclure que ‹ la simple phrase › de Dadin de Hauteserre en 1657 a eu un impact exceptionnel sur l’histoire littéraire de la France. | fr }} }} | {{#ifeq: {{#if:|{{{vor}}}|-}} | - | | {{{vor}}} }}{{#if:trim|C’est un juriste et historien toulousain, Antoine {{#if:Dadin de Hauteserre | Dadin de Hauteserre | Vorlage:Kapitälchen – Text fehlt}} qui, le premier, dans un livre publié en 1657, a suggéré que Guillaume IX était l’auteur des poèmes. …
Il n’est probablement pas excessif de conclure que ‹ la simple phrase › de Dadin de Hauteserre en 1657 a eu un impact exceptionnel sur l’histoire littéraire de la France.}}{{ #ifeq: {{#if:|{{{nach}}}|-}} | - | | {{{nach}}} }} }} }}{{ #if: Es war ein Jurist und Historiker aus Toulouse, Antoine {{#if:Dadin de Hauteserre | Dadin de Hauteserre | Vorlage:Kapitälchen – Text fehlt}}, welcher als erster in einem 1657 erschienenen Buch die Hypothese äußerte, dass Wilhelm IX. der Verfasser der Gedichte sei. …
Es ist wohl nicht übertrieben, daraus zu schließen, dass ‚der einfache Satz‘ Dadins de Hauteserre von 1657 eine einschlagende Wirkung auf die französische Literaturgeschichtsschreibung gehabt hat.Georges Beech: L’attribution des poèmes du comte de Poitiers à Guillaume IX d’Aquitaine. In: Cahiers de Civilisation Médiévale, Année 1988, 31-121, S. 3–16 (Volltext, S. 3 und 16). || }}

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Es ist wohl nicht übertrieben, daraus zu schließen, dass ‚der einfache Satz‘ Dadins de Hauteserre von 1657 eine einschlagende Wirkung auf die französische Literaturgeschichtsschreibung gehabt hat.Georges Beech: L’attribution des poèmes du comte de Poitiers à Guillaume IX d’Aquitaine. In: Cahiers de Civilisation Médiévale, Année 1988, 31-121, S. 3–16 (Volltext, S. 3 und 16). || }}

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„Es war ein Jurist und Historiker aus Toulouse, Antoine {{#if:Dadin de Hauteserre | Dadin de Hauteserre | Vorlage:Kapitälchen – Text fehlt}}, welcher als erster in einem 1657 erschienenen Buch die Hypothese äußerte, dass Wilhelm IX. der Verfasser der Gedichte sei. …
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Nur iberoromanische, mozarabischen Chardschas aus al-Andalus zeigen noch ältere Zeugnisse von Lyrik in romanischer Volkssprache:

{{#ifeq: {{{vor}}}@@-@@{{{nach}}} | -@@-@@- | {{#if:trim|Die älteste erhaltene romanische Chardscha steht in einer von dem jüdischen Dichter Yosef al-Katib verfassten Muwaššaḥa, die {{#if:vor dem Jahre 1042 | vor dem Jahre 1042 | Vorlage:Kapitälchen – Text fehlt}} entstanden ist.<ref>Das Incipit dieser ältesten altspanischen Chardscha lautet: « Tan te amaré, tan te amaré, habib, tan te amaré » (Ich werde dich so sehr lieben, mein Freund.) – Es handelt sich dabei um die {{#if:in hebräischen Zeichen | in hebräischen Zeichen | Vorlage:Kapitälchen – Text fehlt}} geschriebene Chardscha <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />{{#if:20160124114654 | {{#ifeq: 20160124114654 | * | Vorlage:Webarchiv/Wartung/Stern{{#if: n° 18 | {{#invoke:WLink|getEscapedTitle|n° 18}} | {{#invoke:Webarchiv|getdomain|http://www.jarchas.net/jarcha-18.html}} }} (Archivversionen) | {{#iferror: {{#time: j. 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Routledge 2013, ISBN 978-0-415-70712-1, S. 48 (hebräischer Originaltext mit Transliteration, Rekonstruktion und Übersetzung).</ref> Damit kommen wir ein halbes Jahrhundert hinter die ältesten Trobadorlieder, die von Wilhelm von Aquitanien etwa um 1100 verfasst wurden.}} | {{#ifeq: {{#if:|{{{vor}}}|@#@}}{{#if:|{{{nach}}}|@#@}} | @#@@#@ | {{#ifeq: de | de | „{{#if:trim|Die älteste erhaltene romanische Chardscha steht in einer von dem jüdischen Dichter Yosef al-Katib verfassten Muwaššaḥa, die {{#if:vor dem Jahre 1042 | vor dem Jahre 1042 | Vorlage:Kapitälchen – Text fehlt}} entstanden ist.<ref>Das Incipit dieser ältesten altspanischen Chardscha lautet: « Tan te amaré, tan te amaré, habib, tan te amaré » (Ich werde dich so sehr lieben, mein Freund.) – Es handelt sich dabei um die {{#if:in hebräischen Zeichen | in hebräischen Zeichen | Vorlage:Kapitälchen – Text fehlt}} geschriebene Chardscha <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />{{#if:20160124114654 | {{#ifeq: 20160124114654 | * | Vorlage:Webarchiv/Wartung/Stern{{#if: n° 18 | {{#invoke:WLink|getEscapedTitle|n° 18}} | {{#invoke:Webarchiv|getdomain|http://www.jarchas.net/jarcha-18.html}} }} (Archivversionen) | {{#iferror: {{#time: j. 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Narr, Tübingen 1980, ISBN 3-87808-509-5, S. 308 ({{#if: IP8ulOwWnEQC | {{#if: {{#if: ||1}} {{#if: IP8ulOwWnEQC ||1}} | <0|&pg={{#if:|RA{{{Band}}}-}}PA317|&pg=317}}{{#if:Hargas Jarchas|&q=Hargas+Jarchas}}#v=onepage|{{#if:|&pg=|}}{{#if:Hargas Jarchas|&q=Hargas+Jarchas}}}}{{#if:|q=%7B%7B%7BSuchbegriff%7D%7D%7D}}|{{#if:|q=%7B%7B%7BSuchbegriff%7D%7D%7D}}}} {{#if:|{{#invoke:WLink|getEscapedTitle|{{{Linktext}}}}}|eingeschränkte Vorschau}}{{#if:|| in der Google-Buchsuche}}{{#ifeq:|US|-USA}}{{#if: IP8ulOwWnEQC |{{#invoke: Vorlage:GoogleBook|fine |id=IP8ulOwWnEQC |errN=Parameter „BuchID“ hat falsche Länge |errC=Parameter „BuchID“ enthält ungültige Zeichen |errH=# in der „BuchID“ |errP=Parameterzuweisungen in der „BuchID“ |class=editoronly |cat={{#ifeq: 0 | 0 | Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Google Buch}} |template= Vorlage:Google Buch}} }} | Es darf nur genau einer der beiden Parameter „Suchbegriff“ oder „BuchID“ ausgefüllt werden. 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„{{{Latn}}}“{{#if: Reinhold KontziZwei romanische Lieder aus dem islamischen Spanien (zwei mozarabische Ḫarǧas). || <ref>Reinhold Kontzi: Zwei romanische Lieder aus dem islamischen Spanien (zwei mozarabische Ḫarǧas). In: Romania cantat. Gerhard Rohlfs zum 85. Geburtstag gewidmet. Band II, Interpretationen. Narr, Tübingen 1980, ISBN 3-87808-509-5, S. 308 ({{#if: IP8ulOwWnEQC | {{#if: {{#if: ||1}} {{#if: IP8ulOwWnEQC ||1}} | <0|&pg={{#if:|RA{{{Band}}}-}}PA317|&pg=317}}{{#if:Hargas Jarchas|&q=Hargas+Jarchas}}#v=onepage|{{#if:|&pg=|}}{{#if:Hargas Jarchas|&q=Hargas+Jarchas}}}}{{#if:|q=%7B%7B%7BSuchbegriff%7D%7D%7D}}|{{#if:|q=%7B%7B%7BSuchbegriff%7D%7D%7D}}}} {{#if:|{{#invoke:WLink|getEscapedTitle|{{{Linktext}}}}}|eingeschränkte Vorschau}}{{#if:|| in der Google-Buchsuche}}{{#ifeq:|US|-USA}}{{#if: IP8ulOwWnEQC |{{#invoke: Vorlage:GoogleBook|fine |id=IP8ulOwWnEQC |errN=Parameter „BuchID“ hat falsche Länge |errC=Parameter „BuchID“ enthält ungültige Zeichen |errH=# in der „BuchID“ |errP=Parameterzuweisungen in der „BuchID“ |class=editoronly |cat={{#ifeq: 0 | 0 | Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Google Buch}} |template= Vorlage:Google Buch}} }} | Es darf nur genau einer der beiden Parameter „Suchbegriff“ oder „BuchID“ ausgefüllt werden. Bitte beachte die in der Vorlage:Google Buch befindliche Dokumentation und prüfe die verwendeten Parameter.{{#ifeq: 0 | 0 | }}}} | Es muss mindestens einer der beiden Parameter „Suchbegriff“ oder „BuchID“ ausgefüllt werden. Bitte beachte die in der Vorlage:Google Buch befindliche Dokumentation und prüfe die verwendeten Parameter.{{#ifeq: 0 | 0 | }}}}{{#invoke:TemplatePar|check |all= |opt= Suchbegriff= BuchID= Seite= Band= SeitenID= Hervorhebung= Linktext= Land= KeinText= |cat= {{#ifeq: 0 | 0 | Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Google Buch}} |template= Vorlage:Google Buch |format= }}{{#if:|{{#if:{{#invoke:WLink|isBracketedLink|{{{Linktext}}}}}|}}}}).</ref> }}

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Zwei romanische Lieder aus dem islamischen Spanien (zwei mozarabische Ḫarǧas).<ref>Reinhold Kontzi: Zwei romanische Lieder aus dem islamischen Spanien (zwei mozarabische Ḫarǧas). In: Romania cantat. Gerhard Rohlfs zum 85. Geburtstag gewidmet. Band II, Interpretationen. Narr, Tübingen 1980, ISBN 3-87808-509-5, S. 308 ({{#if: IP8ulOwWnEQC

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            }} 
       }}
  }} gemäß der Nummerierung von Samuel Miklos Stern</ref><ref>Christopher J. Pountain: A History of the Spanish language through Texts. Routledge 2013, ISBN 978-0-415-70712-1, S. 48 (hebräischer Originaltext mit Transliteration, Rekonstruktion und Übersetzung).</ref> Damit kommen wir ein halbes Jahrhundert hinter die ältesten Trobadorlieder, die von Wilhelm von Aquitanien etwa um 1100 verfasst wurden. | {{
   #if:  | {{#if: Die älteste erhaltene romanische Chardscha steht in einer von dem jüdischen Dichter Yosef al-Katib verfassten Muwaššaḥa, die {{#if:vor dem Jahre 1042 | vor dem Jahre 1042 | Vorlage:Kapitälchen – Text fehlt}} entstanden ist.<ref>Das Incipit dieser ältesten altspanischen Chardscha lautet: « Tan te amaré, tan te amaré, habib, tan te amaré » (Ich werde dich so sehr lieben, mein Freund.) – Es handelt sich dabei um die {{#if:in hebräischen Zeichen | in hebräischen Zeichen | Vorlage:Kapitälchen – Text fehlt}} geschriebene Chardscha <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />{{#if:20160124114654
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            }} 
       }}
  }} gemäß der Nummerierung von Samuel Miklos Stern</ref><ref>Christopher J. Pountain: A History of the Spanish language through Texts. Routledge 2013, ISBN 978-0-415-70712-1, S. 48 (hebräischer Originaltext mit Transliteration, Rekonstruktion und Übersetzung).</ref> Damit kommen wir ein halbes Jahrhundert hinter die ältesten Trobadorlieder, die von Wilhelm von Aquitanien etwa um 1100 verfasst wurden. |
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}} Elf Lieder (cansos) in stilisierter altokzitanischer Sprache werden Guilhem, dem VII. Grafen von Poitiers zugeschrieben.<ref>Die Quellen, mittelalterlichen Handschriften, die Chansonniers, ordnen die Gedichte einem nicht näher bestimmten Coms de Peitieus zu.</ref> Diese im limousinischen Dialekt hochstilisierte Literatursprache wurde seitdem zu einer altprovenzalischen Koine, Verkehrssprache.

{{#ifeq: {{{vor}}}@@-@@{{{nach}}} | -@@-@@- | {{#if:trim|Cansos oder vers sind lyrische Gedichte, deren Strophen jeweils von gleicher Struktur sind, mit einer dazu erfundenen Melodie. Silbenzahl, Anzahl de Verszeilen, sowie die Disposotion der Reime sind im Strophenmodell weitgehend freigestellt. Beschlossen wird das Lied meist von einer repetierenden Strophe, der «tornada», die den Envoi enthält, der nennt, an wen es sich wendet.}} | {{#ifeq: {{#if:|{{{vor}}}|@#@}}{{#if:|{{{nach}}}|@#@}} | @#@@#@ | {{#ifeq: de | de | „{{#if:trim|Cansos oder vers sind lyrische Gedichte, deren Strophen jeweils von gleicher Struktur sind, mit einer dazu erfundenen Melodie. Silbenzahl, Anzahl de Verszeilen, sowie die Disposotion der Reime sind im Strophenmodell weitgehend freigestellt. Beschlossen wird das Lied meist von einer repetierenden Strophe, der «tornada», die den Envoi enthält, der nennt, an wen es sich wendet.}}“ | {{#invoke:Text|quoteUnquoted| Cansos oder vers sind lyrische Gedichte, deren Strophen jeweils von gleicher Struktur sind, mit einer dazu erfundenen Melodie. Silbenzahl, Anzahl de Verszeilen, sowie die Disposotion der Reime sind im Strophenmodell weitgehend freigestellt. Beschlossen wird das Lied meist von einer repetierenden Strophe, der «tornada», die den Envoi enthält, der nennt, an wen es sich wendet. | {{{lang}}} }} }} | {{#ifeq: {{#if:|{{{vor}}}|-}} | - | | {{{vor}}} }}{{#if:trim|Cansos oder vers sind lyrische Gedichte, deren Strophen jeweils von gleicher Struktur sind, mit einer dazu erfundenen Melodie. Silbenzahl, Anzahl de Verszeilen, sowie die Disposotion der Reime sind im Strophenmodell weitgehend freigestellt. Beschlossen wird das Lied meist von einer repetierenden Strophe, der «tornada», die den Envoi enthält, der nennt, an wen es sich wendet.}}{{ #ifeq: {{#if:|{{{nach}}}|-}} | - | | {{{nach}}} }} }} }}{{ #if: Werner Dürrson: Wilhelm von Aquitanien. Gesammelte Lieder. Verlag Die Arche, Zürich 1969, S. 63. || }}

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Elf „cansos“

Die erhaltenen Handschriften, welche Vidas und das Textkorpus der elf Lieder enthalten, welche von den Literaturgeschichtlern Wilhelm IX. zugeschrieben werden, sprechen jeweils nur von einem «Coms de Peitieus», ohne genau anzugeben, um welchen Grafen von Poitiers es sich handelt.<ref>Georges Beech: L’attribution des poèmes du comte de Poitiers à Guillaume IX d’Aquitaine. In: Cahiers de Civilisation Médiévale, Année 1988, 31-121, S. 3–16 (Volltext auf Persée).</ref>

In diesem Artikel folgen die Nummerierung der Gedichte und die altprovenzalische Textwiedergabe der kritischen Edition von Alfred Jeanroy.<ref>Alfred Jeanroy: Les chansons de Guillaume IX, duc d’Aquitaine (1071–1127). Honoré Champion, Paris 1927 (deuxième édition revue 1964, in der Reihe Les classiques français du Moyen Âge).</ref> <poem style="margin-left:2em; float:left;"> I.      Companho faray un vers … covinen II      Compaigno, non puosc mudar qu’eo no m’effrei III     Companho, tant ai agutz d’avols conres IV     Farai un vers de dreyt nien V      Farai un vers pos mi sonelh VI     Ben vuelh que sapchon li pluzor VII    Pus vezem de novelh florir VIII   Farai chansoneta nueva IX     Mout jauzens me prenc en amar X      Ab la dolchor del temps novel XI     Pos de chantar m’es pres talentz </poem> <poem style="margin-left:2em; float:left;"> Gefährten, ich werde ein schicklich’ Lied dichten Gefährten, ich kann nicht verhindern, dass ich mich erschrecke Gefährten, ich habe so viele Enttäuschungen gehabt Ich werde ein Lied über gar nichts dichten Ich werde ein Lied dichten, da ich schläfrig bin Ich möchte, dass alle wissen Da sehen wir es von neuem blühen Ich werde ein neues Lied dichten Große Freude ergreift mich, wenn ich liebe Mit der Milde der neuen Jahreszeit Da mir die Lust gekommen ist, zu singen </poem>

„Trovatore bifronte“, der Doppelgesichtige

In Wilhelms «Cansos» spiegeln sich die verschiedenen Gesichter des Grafen von Poitiers wider. Deshalb nannte ihn der italienische Romanist Pio Rajna im Titel seines vielzitierten Aufsatzes Guglielmo conte di Poitiers {{#if:trovatore bifronte | trovatore bifronte | Vorlage:Kapitälchen – Text fehlt}},<ref>Pio Rajna: Guglielmo conte di Poitiers Trovatore Bifronte. In: Mélanges de linguistique et de littérature offerts à M. Alfred Jeanroy, Éditions E. Droz Paris 1928.</ref> den {{#if:doppelgesichtigen Trobador | doppelgesichtigen Trobador | Vorlage:Kapitälchen – Text fehlt}}. Denn neben höfisch gezügelten, Liedern, welche in feingeistigen Tönen die fin’amors<ref>Man findet sowohl die Schreibweise « fin’amor » als auch « fin amors », denn die altokzitanischen Mundarten besitzen ein Zweikasussystem: casus rectus und casus obliquus. Der Casus rectus, der Nominativ dieses femininen Substantivs « amors », lautet « amors». In allen anderen Fällen (Genitiv, Dativ, Akkusativ), also im Casus obliquus, heißt es «amor». In der frankophonen Literatur findet man oft die französische Übersetzung « la fine amour ».</ref> (altokzitanische Bezeichnung für die höfische Liebe) rühmen, stehen ausgesprochen sinnenfreudige bis derb obszöne Companho-Lieder, in denen der Dichter mit seiner Potenz prahlt.

Zum Beispiel vergleicht er in der dritten Strophe der Canso n° I, dem „Stutengedicht“, Companho, faray un vers covinen („Gefährten, ich werde ein schicklich' Lied dichten“), seine beiden Geliebten Agnes und Arsène mit Stuten:<ref>Der altokzitanische Text sowie die Nummerierung der Gedichte folgt der kritischen Edition von Alfred Jeanroy.</ref><ref name="Übersetzungen">Die Übersetzungen aus dem Altokzitanischen ins Deutsche stammen vom Verfasser dieses Artikels.</ref> <poem style="margin-left:2em; float:left;"> V7 Dos cavalhs ai a ma selha ben e gen; V8 Bon son e adreg per armas e valen; V9 Mas no ls puesc amdos tener que l’us l’autre non cossen. </poem> <poem style="margin-left:2em; float:left;"> Unter meinen Sattel habe ich zwei Pferde und das ist gut so; Beide sind zum Kampf dressiert und tapfer; Doch kann ich beide nicht zusammen halten, denn das eine erträgt das andere nicht. </poem>

Les Chansons de Guillaume IX Duc d’Aquitaine, éditées par Alfred Jeanroy, Éditions Honoré Champion Paris 1964, 2e édition revue, S. 1.

Unter seinem anderen, dem romantischen Gesicht, schuf der Herzog die erste höfische Lyrik (Cansos n° VII, VIII, IX, X):

{{#ifeq: {{{vor}}}@@-@@{{{nach}}} | -@@-@@- | {{#if:trim|In einer dramatischen Umkehr der tradierten Gepflogenheiten und Geschlechterrollen gewährte Wilhelm der Frau Macht über den Mann. … Die Geliebte wurde als Herrin angesehen, er man gehorchen musste.}} | {{#ifeq: {{#if:|{{{vor}}}|@#@}}{{#if:|{{{nach}}}|@#@}} | @#@@#@ | {{#ifeq: de | de | „{{#if:trim|In einer dramatischen Umkehr der tradierten Gepflogenheiten und Geschlechterrollen gewährte Wilhelm der Frau Macht über den Mann. … Die Geliebte wurde als Herrin angesehen, er man gehorchen musste.}}“ | {{#invoke:Text|quoteUnquoted| In einer dramatischen Umkehr der tradierten Gepflogenheiten und Geschlechterrollen gewährte Wilhelm der Frau Macht über den Mann. … Die Geliebte wurde als Herrin angesehen, er man gehorchen musste. | {{{lang}}} }} }} | {{#ifeq: {{#if:|{{{vor}}}|-}} | - | | {{{vor}}} }}{{#if:trim|In einer dramatischen Umkehr der tradierten Gepflogenheiten und Geschlechterrollen gewährte Wilhelm der Frau Macht über den Mann. … Die Geliebte wurde als Herrin angesehen, er man gehorchen musste.}}{{ #ifeq: {{#if:|{{{nach}}}|-}} | - | | {{{nach}}} }} }} }}{{ #if: Marilyn Yalom: Wie die Franzosen die Liebe erfanden. 900 Jahre Leidenschaft, Graf Verlag 2013, ISBN 978-3-86220-038-2, S. 29, Google Books. || }}

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Neuere Arbeiten erkennen sogar drei verschiedene Gesichter in Wilhelms Liedern und sprechen deshalb von einem {{#if:trovatore trifronte | trovatore trifronte | Vorlage:Kapitälchen – Text fehlt}}:

{{#ifeq: {{{vor}}}@@-@@{{{nach}}} | -@@-@@- | {{#if:trim|Diese Auffassung [von Pio Rajna] hat mehrere Schattierungen erhalten. Neuere Arbeiten sprechen eher von einem Experimentieren Wilhelms mit unterschiedlichen Stillagen und Inhalten auf der Suche nach einem verbindlichen Thema für die Liebesdichtung. Wilhelms Dichtung offenbart drei Zugriffsweisen auf die Liebesdichtung, die dazu veranlassen, von einem {{#if:trovatore trifonte | trovatore trifonte | Vorlage:Kapitälchen – Text fehlt}} zu sprechen.}} | {{#ifeq: {{#if:|{{{vor}}}|@#@}}{{#if:|{{{nach}}}|@#@}} | @#@@#@ | {{#ifeq: de | de | „{{#if:trim|Diese Auffassung [von Pio Rajna] hat mehrere Schattierungen erhalten. Neuere Arbeiten sprechen eher von einem Experimentieren Wilhelms mit unterschiedlichen Stillagen und Inhalten auf der Suche nach einem verbindlichen Thema für die Liebesdichtung. Wilhelms Dichtung offenbart drei Zugriffsweisen auf die Liebesdichtung, die dazu veranlassen, von einem {{#if:trovatore trifonte | trovatore trifonte | Vorlage:Kapitälchen – Text fehlt}} zu sprechen.}}“ | {{#invoke:Text|quoteUnquoted| Diese Auffassung [von Pio Rajna] hat mehrere Schattierungen erhalten. Neuere Arbeiten sprechen eher von einem Experimentieren Wilhelms mit unterschiedlichen Stillagen und Inhalten auf der Suche nach einem verbindlichen Thema für die Liebesdichtung. Wilhelms Dichtung offenbart drei Zugriffsweisen auf die Liebesdichtung, die dazu veranlassen, von einem {{#if:trovatore trifonte | trovatore trifonte | Vorlage:Kapitälchen – Text fehlt}} zu sprechen. | {{{lang}}} }} }} | {{#ifeq: {{#if:|{{{vor}}}|-}} | - | | {{{vor}}} }}{{#if:trim|Diese Auffassung [von Pio Rajna] hat mehrere Schattierungen erhalten. Neuere Arbeiten sprechen eher von einem Experimentieren Wilhelms mit unterschiedlichen Stillagen und Inhalten auf der Suche nach einem verbindlichen Thema für die Liebesdichtung. Wilhelms Dichtung offenbart drei Zugriffsweisen auf die Liebesdichtung, die dazu veranlassen, von einem {{#if:trovatore trifonte | trovatore trifonte | Vorlage:Kapitälchen – Text fehlt}} zu sprechen.}}{{ #ifeq: {{#if:|{{{nach}}}|-}} | - | | {{{nach}}} }} }} }}{{ #if: Michael Bernsen: Die Problematisierung lyrischen Sprechens im Mittelalter. S. 66, Google Books. || }}

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So sind Wilhelms berühmteste Verse, das „dunkle“ Rätselgedicht (altokzitanisch: devinalh), die Canso n° IV, Farai un vers de dreyt nien („Ich werde ein Lied über rein gar nichts machen“) weder dem erotisch-sinnlichen, unhöfischen noch dem spirituelle, höfischen Gedicht des Trobadsors zuzuordnen. In der Provenzalistik spricht man hier von einer Kategorie des Trobar clus, der verschlossenen, hermetischen, dunklen Poesie:

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Dietmar Rieger: „Der vers de dreyt nien.“ Wilhelms IX. von Aquitanien: rätselhaftes Gedicht oder Rätselgedicht? Untersuchung zu einem „Schlüsselgedicht“ der Trobadorlyrik. Reihe: Sitzungsberichte der Heidelberger Akademie der Wissenschaften, Philosophisch-historische Klasse, Jg. 1975, Abh. 3. Carl Winter Heidelberg 1975, ISBN 3-533-02392-3, S. 7.
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In diesem Lied thematisiert Wilhelm selbstreferentiell, paradox, den poetischen Schaffensprozess und parodiert ihn zugleich: <poem style="margin-left:2em; float:left;"> V1 Farai un vers de dreyt nien : V2 Non er de mi ni d’autra gen, V3 Non er d’amor ni de joven, V4 Ni de ren au, V5 Qu’enans fo trobatzen durmen V6 Sobre chevau. </poem> <poem style="margin-left:2em; float:left;"> Ich werde ein Lied über rein gar nichts machen: Weder über mich noch über andere, Weder über die Liebe noch über die Jugend, Noch über anderes, Ich habe es im Schlaf gedichtet Auf einem Pferd. </poem>

Canso V, ein „unhöfisches“ Lied

(Canso n° V. — FARAI UN VERS POS MI SONELH) (BdT 183,12)<ref name="BdT" />

Das unhöfische Companho-Lied, die Canso n° V, ist in zwei Versionen überliefert: Handschriften V, N und N2 versus Handschrift « C ». Alfred Jeanroy legt seiner Edition die Handschrift « V » zugrunde (Venise, Bibl. Marc. app. cod. XI.).<ref>Les chansons de Guillaume IX, duc d’Aquitaine (1071–1127), Honoré Champion Paris (1913, 1927) 1964, deuxième édition revue, S. 33.</ref> Im Folgenden werden sowohl Jeanroys Text (Verse 01-86) als auch die wichtigsten Varianten der Handschrift « C » (C07-C12, C67-C72) wiedergegeben.

A. Jeanroy wagte es damals nicht aus Scham, die obszönen Stellen dieses pikanten Fabliaus, dieses Schwankgedichts, dieser prahlerischen „Gasconnade“ (okzitanisch: « un gap ») zu übersetzen.<ref name="Übersetzungen" />

<poem style="margin-left:2em; float:left;"> I. v01 Farai un vers, pos mi sonelh v02 E-m vauc e m’estauc al solelh. v03 Domnas i a de mal conselh, v04 Et sai dir cals: v05 Cellas c’amor de cavalier v06 Tornon a mals.

II. v07 Domna fai gran pechat mortal v08 Qe no ama cavalier leal; v09 Mas s’ama monge o clergal, v10 Non a raizo: v11 Per dreg la deuri’hom cremar v12 Ab un tezo.

III. v13 En Alvernhe, part Lemozi, v14 M’en aniey totz sols a tapi : v15 Trobei la moller d’dn Guari v16 E d’en Bernart; v17 Saluderon mi simplamentz v18 Per san Launart.

IV. v19 La una-m diz en son latin : v20 « E, Dieus vos salf, don pelerin; v21 Mout mi semblatz de bel aizin, v22 Mon escient; v23 Mas trop vezem anar pel mon v24 De folla gent. »

V. v25 Ar auzires qu’ai respondut; v26 Anc no li diz ni ba ni but, v27 Ni fer ni fust no ai mentagut, v28 Mas sol aitan : v29 {{#if:« Babariol, babariol | « Babariol, babariol | Vorlage:Kapitälchen – Text fehlt}}, v30 {{#if:Babarian » | Babarian » | Vorlage:Kapitälchen – Text fehlt}}.

[Hier die Variante der obigen V. Strophe in Handschrift « C », dort II. Strophe]:

C07 Aujatz ieu que lur respozi; C08 Anc fer ni fust no-y mentaugui, C09 Mais que lur dis aital lati; C10 {{#if:« Tarrababart | « Tarrababart | Vorlage:Kapitälchen – Text fehlt}}, C11 {{#if:Marrababelio riben | Marrababelio riben | Vorlage:Kapitälchen – Text fehlt}}, C12 {{#if:Saramahart » | Saramahart » | Vorlage:Kapitälchen – Text fehlt}}.

VI. v31 So diz n’Agnes a n’Ermessen : v32 « Trobat avem que anam queren. v33 Sor, per amor Deu, l’alberguem, v34 Qe ben es mutz, v35 E ja per lui nostre conselh v36 non er saubutz. »

VII. v37 La una-m pres sotz son mantel, v38 Menet m’en sa cambra, al fornel. v39 Sapchatz qu’a mi fo bon e bel, v40 E-l focs fo bos, v41 Et eu calfei me volentiers v42 Als gros carbos.

VIII. v43 A manjar mi deron capos, v44 E sapchatz ac i mais de dos, v45 Et no-i ac cog ni cogastros, v46 Mas sol nos tres, v47 E-l pans fo blancs e-l vins fo bos v48 E-l pebr’espes.

IX. v49 « Sor, aquest hom es enginhos, v50 E laissa lo parlar per nos : v51 Nos aportem nostre {{#if:gat ros | gat ros | Vorlage:Kapitälchen – Text fehlt}} v52 De mantement, v53 Qe-l fara parlar az estros, v54 Si de re-nz ment.»

X. v55 N’Agnes anet per l’enujos, v56 E fo granz et ab loncz guinhos : v57 E eu, can lo vi entre nos v58 Aig n’espavent, v59 Qu’a pauc non perdei la valor v60 E l’ardiment

XI. v61 Quant aguem begut e manjat, v62 Eu mi despoillei a lor grat; v63 Detras m’aporteron {{#if:lo gat | lo gat | Vorlage:Kapitälchen – Text fehlt}} v64 {{#if:Mal e felon | Mal e felon | Vorlage:Kapitälchen – Text fehlt}}; v65 La una-l tira del costat v66 Tro al tallon.

XII. v67 Per la coa de mantenen v68 Tira-l gat, et el escoissen: v69 Plajas mi feron mais de cen v70 Aquella ves ; v71 Mas eu no-m mogra ges enguers, v72 Qui m’ausizez.

XIII. v73 Sor diz n’Agnes a n’Ermessen, v74 Mutz es, que ben es conoissen; v75 Sor, del banh nos apareillem v76 E del sojorn. » v77 Ueit jorns ez encar mais estei «» v78 En aquel forn.

XIV. v79 {{#if:Tant las fotei com auzirets | Tant las fotei com auzirets | Vorlage:Kapitälchen – Text fehlt}}: v80 {{#if:Cen e quatre vint et ueit vetz | Cen e quatre vint et ueit vetz | Vorlage:Kapitälchen – Text fehlt}}, v81 Q’a pauc no-i rompei mos corretz v82 E mos arnes; v83 E no-us pues dir lo malaveg, v84 Tan gran m’en pres.

XV. v85 Ges no-us sai dir lo malaveg, v86 Tan gran m’en pres.

[Die Variante der XV. Strophe in Handschrift « C », dort XII. Strophe, enthält als Schluss folgende Geleit-Strophe, einen Envoi, die „Tornada“]:

C67 Monet, tu m’iras al mati, C68 Mo vers portaras el borssi, C69 Dreg al la molher d’en Guari C70 E d’en Bernat, C71 {{#if:E diguas lor que per m’amor | E diguas lor que per m’amor | Vorlage:Kapitälchen – Text fehlt}} C72 {{#if:Aucizo-l cat | Aucizo-l cat | Vorlage:Kapitälchen – Text fehlt}}. </poem> <poem style="margin-left:2em; float:left;"> I. Ich werde ein Lied dichten, da ich schläfrig bin, Und im Sonnenschein gehe und stehe; Es gibt Damen, die schlecht beraten sind, Und ich kann sagen, welche es sind: Es sind die, welche die Liebe eines Ritters schlechtmachen.

II. Eine schwere Todsünde begeht die Dame, Die keinen redlichen Ritter liebt; Aber wenn sie gar einen Mönch oder Kleriker liebt, Hat sie Unrecht: Zu Recht sollte man sie brandmarken Mit einem Schürhaken.<ref>Rita Lejeune übersetzt ebenfalls: « on devrait la marquer au fer rouge » (man sollte sie mit einem heißen Eisen brandmarken). In: L’extraordinaire insolence du troubadour Guillaume IX d’Aquitaine. In: Mélanges de langue et de littérature médiévales : offerts à Pierre Le Gentil par ses collègues, ses élèves et ses amis, Paris: S.E.D.E.S., 1973, S. 493.</ref>

III. In die Auvergne, jenseits des Limousin, Zog ich ganz allein und unkenntlich: Da traf ich die Ehefrau von Herrn Garin Und [die Ehefrau] von Herrn Bernart; Sie grüßten mich schlicht Beim Heiligen Leonhard.<ref>Rita Lejeune erläutert in ihrem Aufsatz, op.cit S. 496–499, diese Anspielung an den Heiligen Leonhard von Noblat. Saint-Léonard-de-Noblat ist eine im MA berühmte Station auf der Via Lemovicensis, einem Abschnitt des Pilgerwegs nach Santiago de Compostela.</ref>

IV. Die eine sagte mir in ihrem Latein [in ihrer Sprache]: Gott sei mit Ihnen, Herr Pilger; Sie scheinen in der Tat von schöner Natur zu sein, Meiner Meinung nach; Aber man sieht durch die Welt ziehen verrückte Leute.

V. Also, höret, was ich antwortete; Ich sagte weder Buh noch Bäh<ref>Bei « bat » und « but» handelt es sich um onomatopoetische Bildungen.</ref> Und erwähnte weder Eisen<ref>Wohl eine Anspielung an den Heiligen Leonhard und die „Eisen“kette, mit der er dargestellt wird. Er gilt als Befreier der Gefangenen.</ref> noch [Pilger-]Stab Sondern [sagte] nur soviel: {{#if:„Babariol, babariol | „Babariol, babariol | Vorlage:Kapitälchen – Text fehlt}}, {{#if:Babarian.“ | Babarian.“ | Vorlage:Kapitälchen – Text fehlt}}

Hört, was ich Ihnen antwortete; Ich erwähnte weder Eisen noch [Pilger-]Stab, Aber ich sagte Ihnen [aital lati]: {{#if:„Tarrababart | „Tarrababart | Vorlage:Kapitälchen – Text fehlt}}, {{#if:Marrababelio riben | Marrababelio riben | Vorlage:Kapitälchen – Text fehlt}}, {{#if:Saramahart.“ | Saramahart.“ | Vorlage:Kapitälchen – Text fehlt}}<ref>Einige renommierter Arabisten haben in Aufsätzen die Meinung vertreten, es handele sich in den Zeilen 29, 30 und C10, C11, C12 um „arabische Verse“ in einer jeweils „zweisprachigen Strophe“. Eine gute Zusammenfassung dieser These bieten: Gerold Hilty, Frederico Corriente Córdoba: La fameuse cobla bilingue de la Chanson V de Guillaume IX. Une nouvelle interprétation. In: Vox Romanica. Band 65, 2006, S. 66–71 (PDF; 90,05 kB).</ref>

VI. Schwester, sagte die Dame Agnes zur Dame Ermessen, Wir haben gefunden, was wir suchen Lasst ihn uns um Gottes Lohn beherbergen, Denn er ist wohl stumm; Und durch ihn wird unser Plan Niemals offenkundig werden.

VII. Die eine nahm mich unter ihren Umhang Und führte mich in ihre Kammer, zum Ofen; Wisset, dass es mir sehr gut tat, Und das Feuer war gut, Und ich wärmte mich gerne An den dicken Kohlen.

VIII. Zu essen gaben sie mir Masthähne, Und wisset es gab mehr als zwei, Und es gab da weder einen Koch noch Gehilfen, Nur uns drei, Und die Brote waren weiß und die Weine gut Und der Pfeffer dick.

IX. Schwester, dieser Mann ist ein Betrüger, Wegen uns lässt er das Sprechen sein: Holen wir unseren {{#if:roten Kater | roten Kater | Vorlage:Kapitälchen – Text fehlt}} Jetzt sofort, Er wird ihn augenblicklich zum Sprechen bringen, Falls er irgendwie lügt.

X. Dame Agnes ging das eklige Vieh holen, Und es war groß und hatte lange Schnurrhaare: Und ich, als ich es zwischen uns sah, Bekam ich solche Angst, Dass ich beinahe Schwung Und Kühnheit verlor.

XI. Nachdem wir getrunken und gegessen hatten, Entkleidete ich mich auf ihren Wunsch. Hinter mir brachten sie {{#if:den Kater | den Kater | Vorlage:Kapitälchen – Text fehlt}} herbei, {{#if:Böse und verräterisch | Böse und verräterisch | Vorlage:Kapitälchen – Text fehlt}}: Die eine zog ihn von meiner Seite Bis zur Ferse.

XII. Jetzt, am Schwanz Zieht sie den Kater, er kratzt; Wunden brachten sie mir bei, mehr als hundert Dieses Mal. Aber ich machte nicht die geringste Geste, Selbst wenn sie mich getötet hätten.

XIII „Schwester“, sagt Dame Agnes zu Dame Ermessen, „Stumm ist er, denn das ist gut zu erkennen.“ „Schwester, lasst uns ein Bad bereiten Und stellen wir uns auf eine gute Zeit ein.“ Acht Tage und mehr blieb ich In diesem Ofen.

XIV. So oft habe ich sie gefickt, wie Ihr hören werdet : {{#if:Einhundertachtundachtzigmal | Einhundertachtundachtzigmal | Vorlage:Kapitälchen – Text fehlt}}, So dass ich fast meine Gurte Und mein Zaumzeug brach. Und ich kann Euch nicht sagen, welche Erschöpfung Eine wirklich große, mich davon befiel.

XV. Sicher kann ich Euch nicht sagen, welche Erschöpfung, Eine wirklich große, mich davon befiel.

Monet, bei Tagesanbruch, wirst Du aufbrechen, {{#if:Mein Lied wirst Du in der Tasche tragen | Mein Lied wirst Du in der Tasche tragen | Vorlage:Kapitälchen – Text fehlt}}, Direkt zur Ehefrau des Herrn Guari Und des Herrn Bernat, Und Du wirst Ihnen sagen um meiner Liebe willen: {{#if:Tötet den Kater! | Tötet den Kater! | Vorlage:Kapitälchen – Text fehlt}}

</poem>

Canso VII, ein „höfisches“ Lied

(Canso n° VII. — PUS VEZEM DE NOVELH FLORIR) (BdT 183, 11)

<poem style="margin-left:2em; float:left;"> I. v01 Pus vezem de novelh florir, v02 Pratz e vergiers reverdezir, v03 Rius e fontanas esclarzir, v04 Auras e vens, v05 Ben deu quascus lo joy jauzir v06 Don es jauzens.

II. v07 D’Amor non dey dire mas be. v08 Quar no n‘ai ni petit ni re ? v09 Quar ben leu plus no m’en cove; v10 Pero leumens v11 Dona gran joy qui be-n mante v12 Los aizimens.

III. v13 A totz jorns m’es pres enaissi v14 Qu’anc d’aquo qu’amiey non jauzi v15 Ni o faray ni anc no fi. v16 Qu’az esciens v17 Fas maintas res que-l cor me di : v18 « {{#if:Tot es niens | Tot es niens | Vorlage:Kapitälchen – Text fehlt}}. »

IV. v19 Per tal n’ai meyns de bon saber v20 Quar vuelh so que no puesc aver, v21 E si-l reproviers me ditz ver, v22 Certanamens: v23 « A bon coratge bon poder, v24 Qui’s ben suffrens. »

V. v25 Ja no sera nuils hom ben fis v26 Contr’Amor, si non l’es aclis, v27 Et als estranhs et als vezis v28 Non es consens, v29 Et a totz sels d’aicels aizis v30 Obediens

VI. v31 Obediensa deu portar v32 A motas gens qui vol amar, v33 E coven li que sapcha far v34 Faigz avinens, v35 E que-s gart en cort de parlar v36 Vilanamens.

VII. v37 Del vers vos dig que mais en vau v38 Qui ben l’enten ni plus l’esgau, v39 Que-l mot son fag tug per egau v40 Cominalmens, v41 E-l sonetz, qu’ieu mezeis m-en lau, v42 Bos e valens.

VIII. v43 A Narbona, mas ieu no-i vau, v44 Sia-l prezens v45 Mos vers, e vuelh que d’aquest lau v46 M Sia guirens.

IX. v47 Mon Esteve, mas ieu no-i vau, v48 Sia-l prezens v49 Mos vers e vuelh que d’aquest lau v50 Sia guirens. </poem><poem style="margin-left:2em; float:left;"> I. Da wir es von neuem erblühen sehen, Wiesen und Obstgärten ergrünen wieder, Flüsse und Brunnen erglänzen, Lüfte und Winde, Ein jeder möge ich sich der Lust erfreuen Die er genießen will. </poem>

Literatur

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Biographien

  • Pierre Bec: Le comte de Poitiers. Premier troubadour à l’aube d’un verbe et d’une érotique. PULM – Presses universitaires de la Méditerranée 2004, ISBN 978-2-84269-643-6.
  • Philipp August Becker: Drei Daten aus dem Leben und Dichten des ältesten Troubadours. In: Romanische Forschungen, 60. Bd., 3. H. (1948), S. 447–458: Volltext bei JSTOR
  • Jean Boutière und Alexander Herman Schutz: Biographies des Troubadors. Textes provençaux des XIIIe et XIVe siècles, Toulouse 1950, Neuauflage 1972, ISBN 0-8337-4000-8.
  • Camille Chabaneau: Les biographies des troubadours en langue provençale, Edouard Privat Toulouse, 1885, Reprint Laffitte Marseille, 1975: Volltext auf Gallica
  • Michel Dillange: Les comtes de Poitou: Ducs d’Aquitaine (778-1204). Geste UPCP 1995, ISBN 978-2-910919-09-2.
Guillaume IX d’Aquitaine : Le Duc troubadour. Geste éditions 2002, ISBN 978-2-84561-059-0.
  • Bernard Félix: Guillaume le Troubadour : Duc d’Aquitaine fastueux et scandaleux. Aubéron 2002, ISBN 978-2-84498-024-3.
  • Léon Palustre: Histoire de Guillaume IX dit le troubadour, duc d’Aquitaine, Honoré Champion 1882: Volltext – auf Internet Archive.
  • Jean-Charles Payen: Le Prince d’Aquitaine. Essai sur Guillaume IX, son oeuvre et son érotique. Honoré Champion 2000, ISBN 978-2-85203-080-0.
  • Alfred Richard: Histoire des comtes de Poitou 778-1204. 2 Bde., Picard Paris 1903auf Gallica

Chronisten

Bibliographien, Handschriften, Autorschaft

Bibliographien

  • Alfred Jeanroy: Bibliographie sommaire des chansonniers provençaux (manuscrits et éditions), Honoré Champion, Paris 1916 Volltext auf Internet Archive
  • Alfred Pillet, Henry Carstens: Bibliographie der Troubadours (Kürzel: BdT), Max Niemeyer Halle 1933. Ristampa anastatica dell’edizione Halle (Saale), Max Niemeyer Verlag, 1933, a cura di Paolo Borso e Roberto Tagliani. Ledizioni Milano 2013, ISBN 978-88-95994-64-2. 460 Trobadore sind hier namentlich aufgelistet und in alphabetischer Reihenfolge durchnummeriert von 1 Ademar bis 460 Vescoms de Torena. Der „Graf von Poitiers“, « lo coms de Peiteus »(sic), also Wilhelm IX., trägt die Nummer 183.
  • Robert A. Taylor: A Bibliographical Guide to the Study of Troubadours and Old Occitan Literature. Research in Medieval Culture, Western Michigan University, 1937, Neue Auflage 2015, ISBN 978-1-58044-215-2, Google Books

Handschriften

Quellen des Textcorpus der Wilhelm IX. zugeschriebenen Cansos bilden die Handschriften (C, D, E, I, K, N, N2, R, V, a1, a2 und α).<ref>Jean-Charles Payen: Le Prince d’Aquitaine. Essai sur Guillaume IX, son oeuvre et son érotique. Honoré Champion 2000, ISBN 978-2-85203-080-0, S. 152.</ref> Es handelt sich bei diesen Handschriften um Chansonniers, um Anthologien provenzalischer Lieder, die erst circa 200 Jahre nach dem Tode des Herzogs entstanden sind.

Autorschaft, Editionskritisches

  • George T. Beech: L’attribution des poèmes du comte de Poitiers à Guillaume IX d’Aquitaine. In: Cahiers de civilisation médiévale Band 31 (1988) S. 3–16: Volltext online.

Editionen

  • Alfred Jeanroy: Les chansons de Guillaume IX, duc d’Aquitaine (1071–1127), Honoré Champion Paris (1913, 1927) 1964, deuxième édition revue. (Anmerkung: A. Jeanroy traute sich nicht, die obszönen Stellen des schlüpfrigen Gedichts n° V zu übersetzen.)
  • Gerald A. Bond: The Poetry of William VII, Count of Poitiers, IX Duke of Aquitaine. Edited and translated by Gerald A. Bond. Garland Publishing Co., New York 1982, ISBN 978-0-8240-9441-6.
  • Werner Dürrson: Wilhelm von Aquitanien. Gesammelte Lieder, Verlag Die Arche, Zürich 1969 (zweisprachig, Nachdichtung der Cansos ins Deutsche).
  • Nicolò Pasero: Guglielmo IX. Poesie. Edizione critica a cura di Nicolò Pasero. S.T.E.M.-Mucchi, Modena 1973.

Musikologie

Philologische Sekundärliteratur

  • Michael Bernsen: Die Problematisierung lyrischen Sprechens im Mittelalter. Eine Untersuchung zum Diskurswandel der Liebesdichtung von den Provenzalen bis zu Petrarca. In: Beihefte zur Zeitschrift für romanische Philologie Band 313, 2001, ISBN 3-484-52313-1, S. 66/67, Google Books.
  • Erich Köhler: Trobadurlyrik und höfischer Roman. Aufsätze zur französischen und provenzalischen Literatur des Mittelalters. Neue Beiträge zur Literaturwissenschaft, Band 15, Gebundene Ausgabe. Rütten & Loening Berlin 1962.
  • Leo Pollmann: Dichtung und Liebe bei Wilhelm von Aquitanien. In: Zeitschrift für romanische Philologie Band 78 (1962) S. 326–357.
  • Pio Rajna: Guglielmo, conte di Poitiers, trovatore bifronte. In: Festschrift A. Jeanroy, Paris 1928, S. 349–360.
  • Dietmar Rieger: „Der vers de dreyt nien.“ Wilhelms IX. von Aquitanien: rätselhaftes Gedicht oder Rätselgedicht? Untersuchung zu einem „Schlüsselgedicht“ der Trobadorlyrik. Reihe: Sitzungsberichte der Heidelberger Akademie der Wissenschaften, Philosophisch-historische Klasse, Jg. 1975, Abh. 3. Carl Winter Heidelberg 1975, ISBN 3-533-02392-3.
  • Dietmar Rieger (Hrsg. und Übers.): Mittelalterliche Lyrik Frankreichs I. Lieder der Trobadors. Provenzalisch / Deutsch. Reclam Universal-Bibliothek 7620, Stuttgart 1980 (Wilhelm: 5 Lieder, S. 16–39; dazu Kommentare S. 234–243), ISBN 3-15-007620-X.
  • Maria Stasyk: Sprache und Werke von vier Trobadors im Licht der Forschung unter besonderer Berücksichtigung fremdsprachlicher und dialektaler Einflüsse. Dissertation Universität Siegen, Dezember 2006: Volltext Server der Universität Siegen.

Zum Gedicht n° V: Vom „stummen“ Pilger und dem roten Kater“

  • Dietmar Rieger (Hrsg. und Übers.): Mittelalterliche Lyrik Frankreichs I. Lieder der Trobadors. Provenzalisch / Deutsch. Reclam Universal-Bibliothek 7620, Stuttgart 1980, ISBN 3-15-007620-X, S. 29–35 und S. 239–241.
  • Erich Köhler: Wilhelm IX., der Pilger und die rote Katze. In: Mélanges de langue et de littérature médiévales : offerts à Pierre Le Gentil par ses collègues, ses élèves et ses amis, Paris: S.E.D.E.S., 1973, S. 421–434 Volltext – auf freidok.uni-freiburg.de.
  • Rita Lejeune: L’extraordinaire insolence du troubadour Guillaume IX d’Aquitaine. In: Mélanges de langue et de littérature médiévales : offerts à Pierre Le Gentil par ses collègues, ses élèves et ses amis, Paris: S.E.D.E.S., 1973, S. 485–503.
  • René Nelli: L’Érotique des Troubadours, Privat Toulouse 1997, ISBN 978-2-7089-8607-7.
  • Charles Oulmont: Les débats du clerc et du chevalier dans la littérature poétique du moyen âge. Étude historique et littéraire suivie de l’édition critique des textes et ornée d’un fac-similé. Champion Paris 1911. Volltext auf Internet Archive.
  • Alan R. Press: Quelques observations sur la chanson V de Guillaume IX: Farai un vers pos mi sonelh. In: Etudes de civilisation médiévale: (9.-12. siècles): Mélanges offerts à Edmond-René Labande. Poitiers: CESCM 1974, S. 603–609.
  • Michel Stanesco: L’étrange aventure d’un faux muet : blessures symboliques et performances sexuelles dans un poème de Guillaume IX d’Aquitaine. In: Cahiers de civilisation médiévale, 32e année (n°126), Avril-juin 1989, S. 115–124 Volltext auf Persée.
  • Patrice Uhl: Un chat peut en cacher un autre: autour d’une interprétation 'sans difficulté' de Henri Rey-Flaud et de Jean-Charles Huchet. Neophilologus 75., 1991, S. 178–184.
  • François Zuffery: Les exploits du Comte de Poitiers sous les rayons ultraviolets. In: Cultura Neolatina (CN), 53 (1993), S. 135–149.
Zum Problem der „arabischen“ Verse in der Canso n° V
  • Gerold Hilty, Frederico Corriente Córdoba: La fameuse cobla bilingue de la Chanson V de Guillaume IX. Une nouvelle interprétation. In: Vox Romanica. Band 65, 2006, S. 66–71 (PDF; 90,05 kB).
  • István Frank: « Babariol-Babarian » dans Guillaume IX. (Notes de philologie pour l’étude des origines lyriques, I). In: Romania, tome 73 n°290, 1952, S. 227–234: Volltext auf Persée. [Anmerkung: István Frank ist der Skeptiker].
  • Évariste Lévi-Provençal: Arabica occidentalia, II: Les vers arabes de la chanson Vde Guillaume IX d’Aquitaine. In: Arabica, 1(1954), p.208-211 Volltext auf JSTOR
  • Patrice Uhl: Farai un vers, pos mi sonelh : la version du chansonnier C (B.N.,Fr. 856), la cobla bilingue et le problème du « lati » ou « Tarrababart saramahart » dans Guillaume IX d’Aquitaine. In: Cahiers de civilisation médiévale, 33e année (n°129), Janvier-mars 1990, S. 19–42: Volltext – auf Persée
  • Patrice Uhl: Guillaume IX d’Aquitaine et la sorcellerie de Babel: A propos des vers arabes de la chanson V (MS. C). In: Arabica, 38 (1991), S. 19–39.
  • Paul Zumthor: Un problème d’esthetique médiéval: l’utilisation poétique du bilinguisme. In: Le Moyen Âge, LXVI (1960), S. 301–336. und S. 561–594. auf Gallica.

Zum Gedicht n° VII: „Frühlingserwachen“

  • Heinz Bergner (Hrsg.): Lyrik des Mittelalters I.Probleme und Interpretation. Darin: Dietmar Rieger: Pos vezem de novel florir. Reclam 7896, Stuttgart 1983, ISBN 978-3-15-007896-9, S. 252–264.
  • Dietmar Rieger: Guillaume IX d’Aquitaine et l’idéologie troubadouresque. Remarques sur l’emploi des noms propres chez le «premier » troubadour. In: Romania, tome 101 n°404, 1980, S. 433–449, insbesondere ab S. 435. doi:10.3406/roma.1980.2036 — Volltext auf Persée.
  • Sergio Vatteroni: « Tot es nienz ». Per l’interpretazione di « Pos vezem de novelh florir » di Guglielmo IX d’Aquitania. In: Romanistische Zeitschrift für Literaturgeschichte, 17 (1993), S. 26–39.

Zur Ursprungsfrage der Trobadordichtung

  • George T. Beech: Troubadour Contacts with Muslim Spain and Knowledge of Arabic : New Evidence Concerning William IX of Aquitaine. In: Romania Band 113, n° 449-450, 1992, S. 14–42: Volltext.
  • Pierre Le Gentil: La strophe zadjalesque, les khardjas et le problème des origines du lyrisme roman (premier article). In: Romania, tome 84 n°333, 1963, S. 1–27; Erster Teil — auf Persée.
  • Pierre Le Gentil: La strophe zadjalesque, les khardjas et le problème des origines du lyrisme roman (deuxième article). In: Romania, tome 84 n°334, 1963, S. 209–250; Zweiter Teil — auf Persée.
  • E. Perkuhn: Die arabische Theorie und die Ursprungsfrage der Troubadourkunst. In: Studia Musicologica Academiae Scientiarum Hungaricae, T. 15, Fasc. 1/4 (1973), S. 129–139: Volltext auf JSTOR.
  • Samuel Miklos Stern: Les vers finaux en espagnol dans les muwassahs hispano-hébraïques. Une contribution à l’histoire du muwassah et à l’étude du vieux dialecte espagnol 'mozarabe' . In: Al-Andalus Revista de las escuelas de estudios árabes de Madrid y Granada, XII (1948), S. 299–346.

Kulturgeschichtliches

  • Ilija Trojanow und Ranjit Hoskoté: Für ein Lied und einen Tanz. In: Kampfabsage. Kulturen bekämpfen sich nicht, sie fließen zusammen. 2. Auflage. Fischer Taschenbuch 2016, ISBN 978-3-596-29610-1: Google Books – (Über Wilhelms Begegnung mit der maurischen Kultur in al-Andalus. – Als ideologischer Gegenentwurf zu Samuel P. Huntingtons These vom Kampf der Kulturen konzipiert.)
  • Marilyn Yalom: How the French Invented Love. Nine Hundred Years of Passion and Romance Harper Perennial 2012, ISBN 978-0-06-204831-8.
Wie die Franzosen die Liebe erfanden. 900 Jahre Leidenschaft, Graf Verlag 2013, ISBN 978-3-86220-038-2. Darin: 1. Kapitel 1 Die Minne — Wie die Franzosen die höfische Liebe erfanden. ({{#if: 6DkbAwAAQBAJ

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Weblinks

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Das Projekt „Corpus des Troubadours“

Musikalischer Vortrag in altokzitanischer Sprache

Fußnoten

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