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Ranjit Hoskoté

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Datei:Ranjit Hoskote at the 2025 Jaipur Literature Festival.jpg
Ranjit Hoskoté 2025

Ranjit Hoskoté (* 29. März 1969 in Bombay (Mumbai)) ist ein englisch schreibender indischer Schriftsteller, Kunst-Kurator und Kulturjournalist.

Leben

Er studierte Politikwissenschaft, Ästhetik und englischsprachige Literatur.

Als Rezensent schrieb Hoskoté Kritiken über Kino, Architektur, Kunst und Kulturpolitik in diversen internationalen Zeitungen und Magazinen, darunter Poetry Review (London), Wasafiri (Canterbury), Rattapallax (New York), Fulcrum (Cambridge, Massachusetts), West Coast Line (Burnaby), Art and Thought (Goethe-Institut Bonn), New Straits Times (Kuala Lumpur), Indian Literature (New Delhi).

Ranjit Hoskoté war Kurator mehrerer Ausstellungen indischer Künstler und Vorsitzender des Poetry Circle Bombay. Er ist Sekretär des indischen PEN-Clubs.<ref>offizielle biografische Angaben des Hanser Verlags (2006)</ref> Ranjit Hoskoté ist Redakteur der englischsprachigen Tageszeitung „The Hindu“ in Bombay.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Autoren-Vorstellung Hausacher Lese Lenz (2007) (Memento des Vorlage:IconExternal vom 1. August 2007 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.leselenz.de</ref>

Als Mitglied der Findungskommission für die künstlerische Leitung der 16. documenta geriet Hoskoté in die Kritik, weil er 2019 eine Petition der Kampagne BDS (Boykott, Desinvestitionen und Sanktionen) unterzeichnet hatte. Die Unterzeichner hatten gegen eine Einladung des israelischen Generalkonsulats in Indien protestiert, auf der Theodor Herzl gemeinsam mit dem Hindunationalisten Vinayak Damodar Savarkar abgebildet war, der zur Gewalt gegen andere Religionen aufrief und mutmaßlich an Mahatma Gandhis Ermordung beteiligt war. Die BDS-Kampagne ruft zum Boykott des Staates Israel und israelischer Produkte wegen des Vorgehens gegen Palästinenser auf. Hoskoté erklärte am 12. November 2023 seinen Rücktritt aus der Findungskommission und kritisierte in diesem Zusammenhang eine „pauschale und unhaltbare Definition von Antisemitismus“ und die „Gleichsetzung von Antizionismus mit Antisemitismus“, durch welche er sich „einem Scheingericht unterworfen“ sah.<ref>Kunst - Kassel - Zwei Mitglieder verlassen Findungskommission der documenta. In: sueddeutsche.de. 13. November 2023, abgerufen am 30. Januar 2024.</ref><ref>Ranjit Hoskoté tritt aus Documenta-Findungskommission zurück. In: Der Spiegel. 13. November 2023, abgerufen am 17. November 2023.</ref>

Werke (Auswahl)

  • Central Time. (Penguin Books India/Viking, New Delhi 2014) ISBN 9780670086818
  • 2007 Kampfabsage (mit Ilija Trojanow) Blessing, München
  • 2006 Die Ankunft der Vögel. Gedichte Aus dem Englischen von Jürgen Brôcan übersetzt und herausgegeben. Edition Lyrik Kabinett bei Hanser
  • 2006 Vanishing Acts: New and Selected Poems, 1985–2006. Penguin Books India
  • 2004 The Complicit Observer: Reflections on the Art of Sudhir Patwardhan. Eminence Designs/Sakshi Gallery, Mumbai
  • 2001 The Sleepwalker’s Archive. Single File, Mumbai
  • 2000 The Cartographer’s Apprentice (mit Zeichnungen von Laxman Shreshtha). The Pundole Art Gallery, Mumbai
  • 1998 Pilgrim, Exile, Sorcerer: The Painterly Evolution of Jehangir Sabavala. Eminence Designs, Mumbai
  • 1991 Zones of Assault. Rupa & Co., New Delhi
Herausgeberschaft (Auswahl):
  • 2002 Reasons for Belonging: Fourteen Contemporary Indian Poets. Viking / Penguin Books

Ausstellungen (Auswahl)

Auszeichnungen (Auswahl)

Weblinks

Commons: Ranjit Hoskote – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellangaben

<references/>

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