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Wilhelm Hofmeister (Fahrzeugdesigner)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Wilhelm Hofmeister (* 19. Mai 1912 in Stadthagen; † 11. Januar 1978) war ein deutscher Konstrukteur<ref name="bmw-archiv">Wilhelm Hofmeister. In: bmw-grouparchiv.de. Abgerufen am 28. Dezember 2023.</ref> und von 1955 bis 1970 Chefdesigner von BMW.<ref>75 Jahre BMW - Design. Abgerufen am 23. Dezember 2023.</ref>

Nach ihm ist der für BMW seit der „Neuen Klasse“ charakteristische Gegenknick an der C-Säule benannt, der sogenannte Hofmeister-Knick, der neben der Kühler-Niere zum Markenzeichen der BMW Automobile gehört.<ref name="BMW_119788"/> Sein Nachfolger bei BMW wurde Paul Bracq, der Hofmeisters Designlinie nahezu nahtlos fortsetzte.<ref name="bmwism"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivierte Kopie (Memento vom 22. November 2012 auf WebCite)</ref> Dessen Nachfolger Claus Luthe entwickelte die C-Säulen-Form am Fünfer-BMW E34 sehr elegant weiter.<ref>Colin Ryan: BMW Hofmeister Kink Design - Behind the Lines. In: motortrend.com. 20. Januar 2015, abgerufen am 9. Januar 2024.</ref>

Berufsweg

Nach dem Besuch der städtischen gewerblichen Berufsschule in Stadthagen war er seit 1929 im Karosserie-Einzelbau beschäftigt. Ende 1938 begann er ein Studium des Karosseriebaus an der Technischen Lehranstalt für Karosseriebau, Anhänger und Kraftfahrzeugbau der staatlichen Wagenbauschule in Hamburg. Er begann im Juli 1939 als Techniker im BMW-Automobilwerk Eisenach, wurde im Oktober 1940 Konstrukteur im Karosserie-, Serien- und Vorrichtungsbau und 1943 Werkstättenleiter für den Serien- und Vorrichtungsbau. Von 1945 bis 1948 war er in der Serien-Herstellung von Wohnhäusern in Leichtbauweise in Stadthagen beschäftigt, bis er 1949 bei BMW in München als Karosseriekonstrukteur in der Abteilung „Entwicklung Karosseriebau“ eintrat.<ref name="bmw-archiv"/> Er arbeitete zunächst unter dem langjährigen Designchef Peter Szymanowski.<ref name="Designing-mot">Markus Caspers: Designing motion, Automobildesigner von 1890 bis 1990, Seite 26. Abgerufen am 28. Dezember 2023.</ref> Im August 1952 wurde er Leiter des Karosserie-Konstruktionsbüros. Ende 1955 wurde er zum Leiter der Abteilung Karosserieentwicklung ernannt, im Januar 1962 zum „Oberingenieur“ Im Dezember 1968 wurde er zum Abteilungsdirektor mit Prokura für die BMW AG ernannt. Am 31. Mai 1977 trat er in den Ruhestand.<ref name="bmw-archiv"/>

Eines seiner ersten Projekte war die Neue Klasse, ein Mittelklasse-Modell, das den damals in wirtschaftlichen Schwierigkeiten befindlichen Hersteller retten sollte. Hofmeister schuf bereits mit diesem Modell eine Basis der bis heute üblichen Gestaltung und den Hofmeister-Knick als markantes Merkmal in der C-Säule für fast alle bislang gebauten BMW-Modelle.<ref name="BMW_119788"/>

Entwickelte Fahrzeuge

Datei:BMW 3.0 CSL (4894598547).jpg
Ende der C-Säule, E9-Coupé-Baureihe

Einige BMW-Modelle jener Zeit wurden nicht von Hofmeister selbst, sondern von externen Designern entworfen. So stammen das Coupé BMW 503 und der offene BMW 507 von Albrecht Graf von Goertz.<ref name="bmwism"/>

Weblinks

Commons: Hofmeister-Knick – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Der Hofmeister-Knick. In: BMW Design. BMW AG, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 17. Oktober 2014; abgerufen am 28. November 2014: „Der Hofmeister-Knick bezeichnet den Gegenschwung der Fenstergrafik am Fuß der hinteren Dachsäule.“
  • Wilhelm Hofmeister. In: BMW Geschichte. BMW AG, abgerufen am 24. November 2016 (Dossier zu Wilhelm Hofmeister im BMW Group Archiv).

Einzelnachweise

<references>

<ref name="BMW_48435_700">Designzeichnung, Vorstudie BMW 700, Limousine, Exterieur, Designer Hofmeister/Bertram, 1958. In: BMW Geschichte. BMW AG, 12. September 1958, abgerufen am 24. November 2016 (Zeichnung im BMW Group Archiv): „Beschriftet 'Entwurf Hofmeister'“</ref>

<ref name="BMW_119788">BMWs "Große 7er" voll akzeptiert; BMW debütiert mit Bootsmotoren; Wilhelm Hofmeister gestorben; BMW Sonderservice während der Ski-Weltmeisterschaft. In: BMW Geschichte. BMW AG, 19. Januar 1978, abgerufen am 24. November 2016 (Pressemitteilung): „Hofmeister gehörte der BMW AG 34 Jahre lang an und prägte in den Nachkriegsjahren Form und Styling der Münchner Automobile, die den entscheidenden Impuls zum steilen Aufschwung des Unternehmens gaben.“</ref>

</references>