Wieting (Gemeinde Klein St. Paul)
| Wieting (Dorf) Ortschaft | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Basisdaten | ||||||
| Pol. Bezirk, Bundesland | St. Veit an der Glan (SV), Kärnten | |||||
| Gerichtsbezirk | Sankt Veit an der Glan | |||||
| Pol. Gemeinde | Klein St. Paul (KG Wieting) | |||||
| Koordinaten | 46° 52′ 12″ N, 14° 32′ 25″ O
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| Höhe | 664 m ü. A. | |||||
| Einwohner der Ortschaft | (1. Jänner 2011) | |||||
| Gebäudestand | 85 (1. Januar 2011) | |||||
| Statistische Kennzeichnung | ||||||
| Ortschaftskennziffer | 01799 | |||||
| Zählsprengel/ -bezirk | Wieting (20513 002) | |||||
| Bild | ||||||
| Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; KAGIS | ||||||
Vorlage:Check Geschlecht gegen Wikidata
Wieting ist eine Ortschaft in der Gemeinde Klein St. Paul im Bezirk St. Veit an der Glan in Kärnten (Österreich). Die Ortschaft hat Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl AT Ortschaft Einwohner (Stand <ref name="Metadaten Einwohnerzahl AT Ortschaft 01799">Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl AT Ortschaft</ref>).
Lage
Das Haufendorf um die Propstei liegt im mittleren Görtschitztal an der Görtschitztal Straße (B92), auf dem Gebiet der Katastralgemeinde Wieting.
Geschichte
Im Bereich der heutigen Ortschaft bestand zumindest schon in der Römerzeit eine Siedlung, wie Funde römischer Inschriftsteine, Plastiken und Spolien belegen. Schon früh wurde hier Eisenbergbau betrieben. Die Gegend wurde im 9. Jahrhundert Salzburger Besitz. 1147 wird der Ortsname urkundlich erwähnt. Der Ort wurde jahrhundertelang von der Propstei beherrscht. 1480 bis 1490 war Wieting als Salzburger Besitz von den Ungarn besetzt, die das Dorf niederbrannten und den Einwohnern hohe Steuern auferlegten.
Im Zuge der Verwaltungsreformen wurde Wieting Hauptort der 1850 errichteten politischen Gemeinde Wieting. Seit der Gemeindestrukturreform von 1973 gehört der Ort zur Gemeinde Klein St. Paul.
Bevölkerungsentwicklung
Für die Ortschaft ermittelte man folgende Einwohnerzahlen:
- 1869: 30 Häuser, 203 Einwohner<ref name=OR1869>K. K. Statistische Central-Commission: Orts-Repertorium des Herzogthumes Kärnten. Auf Grundlage der Volkszählung vom 31. Dezember 1869. Carl Gerold’s Sohn, Wien 1872. S. 63.</ref>
- 1880: 28 Häuser, 197 Einwohner<ref name=OVZ1880>K. K. Statistische Central-Commission (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss der im Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder nach den Ergebnissen der Volkszählung vom 31. December 1880. Alfred Hölder, Wien 1882. S. 50.</ref>
- 1890: 28 Häuser, 218 Einwohner<ref name=OR1890>K. K. Statistische Central-Commission (Hrsg.): Orts-Repertorien der im Österreichischen Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder. Neubearbeitung auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. December 1890. V. Kärnten. Alfred Hölder, Wien 1894. S. 51.</ref>
- 1900: 27 Häuser, 219 Einwohner<ref name=GL1900>K. K. Statistische Zentralkommission (Hrsg.): Gemeindelexikon der im Reichsrate vertretenen Königreiche und Länder. Neubearbeitung auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. December 1900. V. Kärnten. K. K. Hof- und Staatsdruckerei, Wien 1905. S. 68.</ref>
- 1910: 27 Häuser, 220 Einwohner<ref name=OR1910>Statistische Zentralkommission (Hrsg.): Spezialortsrepertorium der Österreichischen Länder. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. Dezember 1910. V. Kärnten. Verlag der Staatsdruckerei, Wien 1918. S. 33.</ref>
- 1923: 28 Häuser, 200 Einwohner<ref name=OV1923>Bundesamt für Statistik (Hrsg.): Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 7. März 1923. Österreichische Staatsdruckerei, Wien 1930. Abschnitt Kärnten, S. 12.</ref>
- 1934: 208 Einwohner<ref name=OV1934>handschriftlicher Nachtrag im Ortsverzeichnis 1923 (Bundesamt für Statistik (Hrsg.): Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 7. März 1923. Österreichische Staatsdruckerei, Wien 1930.) mit der Signatur II 28238 der Universitätsbibliothek Klagenfurt. Abschnitt Kärnten, S. 12.</ref>
- 1961: 33 Häuser, 222 Einwohner<ref name=OV1961>Österreichisches Statistisches Zentralamt: Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 21. März 1961. Österreichische Staatsdruckerei, 1965. S. 254.</ref>
- 2001: 86 Gebäude (davon 72 mit Hauptwohnsitz) mit 144 Wohnungen; 278 Einwohner und 27 Nebenwohnsitzfälle; 131 Haushalte; 11 Arbeitsstätten, 11 land- und forstwirtschaftliche Betriebe<ref name=OVZ2001>Statistik Austria (Hrsg.): Ortsverzeichnis 2001 Kärnten. Wien 2004. S. 111.</ref>
- 2011: 85 Gebäude, 255 Einwohner, 124 Haushalte, 8 Arbeitsstätten<ref name=OVZ2011>Amt der Kärntner Landesregierung, Landesstelle für Statistik: Kärntner Ortsverzeichnis. Gebietsstand 1. 1. 2014. Klagenfurt, 2014.</ref>
- 2021: 116 Gebäude, 219 Einwohner, 103 Haushalte, 18 Arbeitsstätten<ref name=OVZ2024>Amt der Kärntner Landesregierung, Landesstelle für Statistik: Ortsverzeichnis Kärnten. Daten Volkszählung 2021. Klagenfurt, 2024. S. 39.</ref> Die Siedlung auf der Weißbergeralm, die sonst zur Ortschaft Unterwietingberg gehörte, wurde zu diesem Zeitpunkt vorübergehend zur Ortschaft Wieting gezählt.<ref>Telefonische Auskunft der Gemeinde Klein St. Paul.</ref>
Kultur, Sehenswürdigkeiten
Kirche und Propstei
Die erstmals 1180/1193 sowie 1200/1206 erwähnte, der heiligen Margareta von Antiochia geweihte katholische Pfarrkirche bildet zusammen mit der benachbarten Propstei das historische Ortszentrum Wietings. Der große Kirchenbau besitzt einen Vierungsturm sowie einen Kapellenanbau südlich des Chores und ist mit der westlich davon gelegenen Propstei durch einen gedeckten Gang verbunden. Auf dem Kirchplatz befindet sich eine römerzeitliche, kopflose Sitzstatue der Landesgöttin Isis Noreia.
Erntedankfest
Das Wietinger Erntedankfest lockt alle zehn Jahre Hunderte Besucher aus ganz Österreich an und macht Wieting für diesen Tag zu einer Hochburg der ländlichen Kultur. Der Höhepunkt ist die Parade mit über 70 Wagen, die von den Vereinen, Betrieben und einzelnen Familien prachtvoll geschmückt werden. Zuletzt fand das Fest im September 2022 statt.<ref>Alle zehn Jahre feiert Wieting Kärntens größtes Erntedankfest, auf www.ktn.gv.at</ref>
Literatur
- Josef Höck: Geschichte der Propstei Wieting im Görtschitztal, Kärnten (1147-1848). Eigenverlag der Erzabtei St. Peter, Salzburg 1979.
- Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Kärnten. Verlag Anton Schroll, Wien 2001, ISBN 3-7031-0712-X, S. 1069–1071.
Weblinks
Einzelnachweise
<references />
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