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Werner Vogt (Mediziner)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Werner Vogt (geboren am 3. Februar 1938 in Zams,<ref>Werner Vogt: Mein Arztroman. Ein Lebensbericht, Edition Steinbauer, Wien 2013, S. 316.</ref> Bezirk Landeck, Tirol; gestorben am 11. November<ref name="Sterbedaten">Armin Thurnherr: Unvergessen. Werner Vogt (Seinesgleichen geschieht.). In: Falter vom 15. November 2023, S. 5</ref> 2023 in Stockerau<ref name="Sterbedaten" />) war ein österreichischer Unfallchirurg, Autor, Sozial- und Gesundheitsreformer.

Leben

Vogt, anfangs Lehrer, studierte dann Medizin, und arbeitete von 1969 bis 2000 als Unfallchirurg am Lorenz-Böhler-Unfallkrankenhaus in Wien. Weiters war er bei Hilfeleistungen als Arzt in Nicaragua, Temesvár und im Kosovo tätig. Sein medizinkritisches Engagement zeigte sich in der Gründung der Arbeitsgemeinschaft Kritische Medizin in Wien und als Mitinitiator des Volksbegehrens Sozialstaat Österreich.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Onlineauftritt Volksbegehren Sozialstaat Österreich (Memento vom 25. Mai 2007 im Internet Archive) Werner Vogts Ecke</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Onlineauftritt Volksbegehren Sozialstaat Österreich (Memento vom 26. März 2007 im Internet Archive) Werner Vogt: Wesen und Unwesen der österreichischen Gesundheitspolitik. Realität und Visionen, PDF 31KB.</ref> Österreichweit bekannt wurde Vogt durch seine Auseinandersetzungen zu Heinrich Gross, welche zu Gerichtsverfahren führten. Das bewirkte eine Rehabilitation von Opfern wie Friedrich Zawrel, einem Überlebenden der NS-Euthanasie und Kinder-Euthanasie Am Spiegelgrund in Wien.

Vogt wurde 2003 von der Stadträtin Elisabeth Pittermann zum Pflegeombudsmann bestellt. Im Zuge von Auseinandersetzungen, dass der Pflegeombudsmann ein Experte der Pflegewissenschaft sein soll, wurde 2006 seine Funktion von der Stadträtin Renate Brauner aufgelöst und die Agenda auf die bereits bestehende Patientenanwaltschaft reduziert.<ref>Christian Mayr: Ein Unbequemer muss weg - Natürlich gehe ich im Zorn. Wiener Zeitung, 27. Dezember 2006, abgerufen am 15. März 2015.</ref><ref>Onlineauftritt Pflegeombudsmann.AT Die Wiener Patientenanwaltschaft und die Wiener Pflegeombudsmannstelle wird organisatorisch zusammengefasst.</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Stadt Wien (Memento vom 14. Juli 2010 im Internet Archive) Wiener Pflege-, Patientinnen- und Patientenanwaltschaft</ref> Vogt setzte für weitere zwei Jahre sein Engagement als Pflegeombudsmann im Sozialministerium fort.<ref>Werner Vogt, Mein Arztroman (siehe Publikationen), S. 310 f.</ref>

Werner Vogt, der in Oberolberndorf (Niederösterreich) lebte, verstarb am 11. November 2023 im Landesklinikum Stockerau.<ref name="Sterbedaten" /> Er wurde am 9. Dezember 2023 auf dem Neustifter Friedhof (Gruppe K, Reihe 4, Nummer 7) in Wien begraben.

Publikationen

  • mit Ernst Berger: Systemanalyse des Gesundheitswesens in Österreich. Eine Studie über Entstehung und Bewältigung von Krankheit im entwickelten Kapitalismus, durchgeführt im Auftrag des Bundeskanzleramtes am Institut für Höhere Studien und Wissenschaftliche Forschung. Zwei Bände. 2. Auflage. Wien: Montan-Verlag. 1978. 3-900089-71-X.
  • Euthanasie- und Gerichtsgutachter, zwei Möglichkeiten der Ausübung von Gewalt gegen Menschen, Artikel.<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/oe1.orf.atORF Ö1 (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Mai 2019. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot Radiodoktor: Lobby für Pflegepatienten – Pflege-Ombudsstelle seit Herbst 2003 im Amt - Kurzbiographie zu Werner Vogt</ref>
  • mit Michael Lewin (Hrsg.): Arm. Krank. Tot. Argumente für ein gewaltloses Krankenhaus, Europaverlag Wien 1989, ISBN 3-203-51089-8.
  • Einatmen – Ausatmen: Der Mißstand als Norm, Europaverlag Wien 1991, ISBN 3-203-51122-3.
  • Ärztliche Kritikfeindlichkeit – eine mühsam erworbene Eigenschaft, Artikel, Zwischen den Welten, Wien 1996.
  • Reise in die Welt der Altenpflege: Ein kritisches Tagebuch, Edition Steinbauer, Wien 2005, ISBN 3-902494-02-6.
  • Mein Arztroman. Ein Lebensbericht, Edition Steinbauer, Wien 2013, ISBN 978-3-902494-53-5.

Auszeichnungen

Künstlerische Auseinandersetzung

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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