Wasserversorgung Münchens
Die Wasserversorgung Münchens wird seit 1883 hauptsächlich durch Quellwasser aus dem Mangfalltal gewährleistet. Weitere Fördergebiete sind die Münchner Schotterebene und das Loisachtal bei Oberau. Über Leitungen wird das Wasser drei großen Speicherbehältern zugeführt, bevor es in das Leitungsnetz Münchens eingespeist wird. Das Münchner Leitungswasser hat eine hervorragende Qualität.
Die Wasserversorgung wird von den Stadtwerken München betrieben. Um die Abwasserwirtschaft kümmert sich die Münchner Stadtentwässerung mit der Münchner Kanalisation.
Geschichte
In der Münchner Schotterebene liegt unter dem eiszeitlichen Schotter eine Flinzschicht, die als weitgehende Wassersperre dient. Als die Qualität des Oberflächenwassers durch Abfälle und Einleitungen nicht mehr genügte, wurde das Trinkwasser über Zieh- und Pumpbrunnen aus dem durch die Flinzschicht aufgestauten Grundwasser gewonnen. Im 15. Jahrhundert begann man, Quellen am Isarhang zu fassen und das Wasser über Rohrleitungen aus durchbohrten Holzstangen (Deichel) in die Altstadt zu leiten, wo es Laufbrunnen speiste. Ab dem 16. Jahrhundert wurden in München Brunnhäuser errichtet, bei denen Trinkwasser aus dem Grundwasser in Wassertürme hochgepumpt wurde, wo es zunächst in kupfernen Behältern gesammelt wurde, um dann über Röhren verteilt zu werden. Die Energie zum Antrieb der Wasserpumpen wurde über Wasserräder gewonnen, die in die Münchner Stadtbäche eingehängt waren. Durch die Aufbewahrung oben in dem Turm bekam das Wasser den für die Verteilung notwendigen Druck.
Zwei Verteilungssysteme lieferten Wasser in die Stadt: das städtische Leitungsnetz versorgte vorwiegend den Süden der Stadt, das herzogliche den Norden. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts gab es fünf städtische und sieben herzogliche Brunnhäuser, die insgesamt etwa 55 Liter Wasser pro Sekunde förderten. Die Fördermengen wurden im Lauf des Jahrhunderts immer weiter gesteigert und das Leitungsnetz auf etwa 120 Kilometer im Jahr 1870 ausgebaut.<ref>Stadtwerke München (Hrsg.): Die Stadtwerke München im Jahr 1958. Süddeutscher Verlag, München 1958, S. 11–17.</ref> Trotzdem waren 1885 noch weniger als die Hälfte der Einwohner Münchens an das Leitungsnetz angeschlossen, die anderen bezogen ihr Wasser weiter aus Brunnen.
Nach zwei Cholera-Epidemien 1836 und 1854 wurde Max von Pettenkofer beauftragt, die Ursachen und Ausbreitungswege der Cholera zu erforschen. Dieser nahm als Ursache einen durch Abwasser und Abfälle verseuchten Boden an und empfahl dessen Reinigung und das Entsorgen von Abwasser und Abfällen mittels Schwemmkanalisation, was beides eine Zufuhr großer Mengen sauberen Wassers erforderte. Erst nach weiteren Epidemien (1872 Typhus, 1873/74 Cholera) ging der Münchner Magistrat die Sanierung der Wasserversorgung und der Abwasserentsorgung ernsthaft an. Für die Wasserversorgung wurden mehrere Gewinnungsgebiete vorgeschlagen, darunter Großhesselohe, Buchenhain und Baierbrunn, Pupplinger Au, Gleißental, Würmsee, Mangfalltal, Kesselberg und Walchensee. 1880 beschlossen der Magistrat und das Gemeindekollegium, Hangquellen im Mangfalltal zur Wasserversorgung zu nutzen.<ref>Rainer List, Jörg Schuchardt: Die Wasserversorgung in München - eine historische Betrachtung. In: Quellen für München. Carl Hanser Verlag, München 2008, S. 47–55.</ref>
Dazu wurden zunächst von 1881 bis 1883 vier Hangquellfassungen bei Mühlthal, einem Ortsteil von Valley angelegt. Durch die Lage des Quellgebiets etwa 100 Meter oberhalb von München war es möglich, die Zuleitung in die Stadt überwiegend durch Freispiegelleitungen zu verwirklichen. Dazu wurden unterirdischen Kanäle mit einem ähnlichen Querprofil gebaut, wie es bereits für die Abwasserkanäle in München verwendet wurde. Das Wasser folgte darien wie ein unterirdischer Bach mit freiem Wasserspiegel durch die Gravitation dem Gefälle der Leitung. Durch zu überquerende Talmulden wurden gusseiserne Druckleitungsrohre verlegt. Gleichzeitig wurden der Hochbehälter Deisenhofen zur Zwischenspeicherung errichtet und das städtische Leitungsnetz auf 154 Kilometer verlängert. Am 1. Mai 1883 wurde die Wasserversorgung in Betrieb genommen.<ref>Rainer List, Georg Maier, Jörg Schuchardt: Wassergewinnung, Transport und Speicherung - eine Zeitreise. In: Quellen für München. Carl Hanser Verlag, München 2008, S. 68–100, hier 73–74.</ref> An der ehemaligen Quelle des Kasperlbachs, der ersten zur Münchner Trinkwasserversorgung gefassten Quelle, wurde als Denkmal ein Obelisk mit einer Gedenkplakette errichtet. Zur Würdigung der Umstellung der Trinkwasserversorgung Münchens auf Quellwasser aus dem Mangfalltal ließ die Stadt München den Wittelsbacherbrunnen am Lenbachplatz errichten, der 1895 eingeweiht wurde.
Seit 1984 ist auch das Loisachtal als Quellgebiet erschlossen. Im Juni 2008 wurde eine neue unterirdische Druckwasserleitung in Betrieb genommen.
Gewinnung
Das Münchner Trinkwasser stammt hauptsächlich aus zwei Gewinnungsgebieten, dem Mangfalltal und dem Loisachtal. Nur bei Spitzenlasten wird zusätzlich Grundwasser aus der Münchner Schotterebene verwendet. Die Entnahmemenge beträgt in allen Gebieten nur einen Bruchteil der Neubildungsrate.<ref name="sz-prosit" /> Die Herkunft des Wassers unterscheidet sich je nach Standort in München.<ref name="swm trink" />
Mangfalltal
Der Großteil des Münchner Leitungswassers, mit 2.800 Liter pro Sekunde etwa 75 Prozent des durchschnittlichen Bedarfs,<ref name="swm trink" /> stammt aus dem rund 40 Kilometer entfernten Mangfalltal im Gebiet der Gemeinden Valley und Weyarn. Die geologische Situation dort ist ähnlich wie in der Münchner Schotterebene. Auf der aus dem späten Tertiär stammenden wasserundurchlässigen Flinzschicht liegen Schotterschichten aus dem Quartär. Diese sind von Auenböden mit hoher Wasserdurchlässigkeit bedeckt. Niederschläge dringen durch die Deckschicht und die Schotter und werden an der Flinzschicht aufgestaut. Westlich der Mangfall ist diese Schicht zur Mangfall hin geneigt. Der Grundwasserstrom folgt dieser Neigung und wird durch den Taubenberg, der auch als Regensammler wirkt, in zwei Arme geteilt. Schließlich tritt das durch den Schotter mechanisch gefilterte Grundwasser an den westlichen Talflanken des Mangfalltals aus zahlreichen Quellen aus.<ref>Rainer List, Georg Maier, Jörg Schuchardt: Wassergewinnung, Transport und Speicherung - eine Zeitreise. In: Christian Ude (Hrsg.): Quellen für München. Carl Hanser Verlag, München 2008, S. 68–100, hier 70–72.</ref>
Die Mühlthaler Hangquellfassungen (Lage
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}}, Höhe 630 m ü. NHN) zwischen Mühlthal und Maxlmühle in der Gemeinde Valley zapfen den Grundwasserstrom nördlich des Taubenbergs an, die Gotzinger Hangquellfassungen (Lage
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}}, Höhe 640 m ü. NHN) unterhalb des Weyarner Ortsteils Gotzing den Grundwasserstrom südlich des Taubenbergs. Dabei ist jeweils ein Ableitstollen in den Talhang getrieben, bis er die Flinzschicht erreicht. Dort sammelt ein Querstollen die Flinzschicht entlang fließendes Grundwasser, leitet es über den Ableitstollen ab und führt es einer Wasserleitung zu.
Die Reisacher Grundwasserfassung (Lage
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}}, Höhe 635 m ü. NHN) fasst Grundwasser zwischen Mangfall und Schlierach.
Bei Spitzenbedarf wird Grundwasser aus den Förderwerken Thalham Süd (Lage
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}}, Höhe 630 m ü. NHN) und Thalham Nord (Lage
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}}, Höhe 730 m ü. NHN) beigemischt.<ref name="swm trink" />
Loisachtal
Ein weiteres Gewinnungsgebiet ist das Loisachtal nördlich von Garmisch-Partenkirchen. Von dort werden bis zu 2.500 Liter Wasser pro Sekunde gefördert.<ref name="sz-prosit" /> Vier Vertikal- und ein Horizontalfilterbrunnen zwischen Farchant und Oberau gewinnen Grundwasser aus einem Aquifer, der aufgrund der Gesteinsschichtung im Loisachtal artesisch gespannt ist.<ref name="swm trink" /> Das Wasser steigt wegen der Spannung in zwei, bei günstigen Verhältnissen in drei Brunnen ohne Energieeinsatz nahe der Oberfläche, die anderen Brunnen setzen Pumpen ein. Die Brunnenhäuser sind wie ortsübliche Heustadl gestaltet, um sich in das Landschaftsbild einzufügen. Das gewonnene Trinkwasser wird in einer Kaverne im Auerberg gesammelt und durch eine Druckleitung zum Hochbehälter im Forstenrieder Park geleitet.<ref>Rainer List, Georg Maier, Jörg Schuchardt: Wassergewinnung, Transport und Speicherung – Eine Zeitreise. In: Quellen für München. Hanser 2008, S. 68–100, 85.</ref> Die Trassenführung der Druckleitung war umstritten, da sie im Bereich Wolfratshausen die Isar quert und in offener Bauweise durch das Naturschutzgebiet Pupplinger Au verlegt wurde. Die Baumaßnahme wurde genutzt, um mit der Verpflanzung von Soden von verschiedenen Standorten entlang der Trasse zu experimentieren.<ref>Alfred Ringler: Biotop aus dritter Hand. In: Garten + Landschaft, Ausgabe 6/83, Seiten 465–470</ref>
Schotterebene
Bei hohem Bedarf und während Wartungsarbeiten wird zusätzlich Grundwasser aus Brunnen in der Münchner Schotterebene gefördert. Die Leistungsgrenze liegt bei 5.600 Liter Wasser pro Sekunde.<ref name="sz-prosit" />
Transport
Das geförderte Wasser wird durch unterirdische Druckleitungen nach München transportiert. Der Höhenunterschied erzeugt genug Druck, um auch höhere Stockwerke mit Wasser zu versorgen. Auf dem ganzen Weg ist kein zusätzlicher Energieaufwand durch Pumpen notwendig.<ref name="swm trink" />
Speicherung
Zur Zwischenspeicherung wird das Wasser in drei unterirdische Hochbehälter geleitet, die zusammen 300 Millionen Liter Wasser fassten.<ref name="merkl" /><ref name="sz-prosit" /> Die Bezeichnung „Hochbehälter“ bezieht sich dabei auf die Höhe über dem Münchner Stadtgebiet.
Im Einzelnen sind dies
- Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Anker“ ist nicht vorhanden. der 1881–1883 erbaute Hochbehälter Deisenhofen (Lage
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}}, Höhe 585 m ü. NHN) im Ortsteil Deisenhofen der Gemeinde Oberhaching,
- Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Anker“ ist nicht vorhanden. der 1933–1936 erbaute Hochbehälter Kreuzpullach (Lage
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|name=Hochbehälter Kreuzpullach
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}}, Höhe 611 m ü. NHN) nördlich des Oberhachinger Ortsteils Kreuzpullach und
- Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Anker“ ist nicht vorhanden. der 1964–1965 erbaute Hochbehälter Forstenrieder Park (Lage
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|name=Hochbehälter Forstenrieder Park
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}}, Höhe 615 m ü. NHN) am Ostrand des Forstenrieder Parks bei Baierbrunn.
Verteilung
Das gesamte Versorgungsnetz der Stadtwerke München ist etwa 3.200 Kilometer lang.<ref name="schrot" />
Verbrauch
2003 wurden in München durchschnittlich 315 Millionen Liter Wasser pro Tag verbraucht. Das waren rechnerisch etwa 230 Liter pro Kopf. Davon wurden 128 Liter tatsächlich im Haushalt verbraucht, der Rest durch Gewerbe und Industrie.<ref name="sz-prosit" />
Wasserqualität
Der Schadstoffgehalt bewegt sich „weit unterhalb der zulässigen Grenzwerte“.<ref name="sz-prosit" /> Die Wasserqualität ist so hoch, dass die Stadtwerke mit der Marke M-Wasser dafür werben, Leitungswasser statt Mineralwasser zu trinken.<ref name="schrot" />
Bei der Verbesserung der Wasserqualität verfolgen die Stadtwerke München das Motto: „Vorausschauender Wasserschutz ist sinnvoller als aufwändige Reinigung und Aufbereitung.“ Normalerweise kann das Münchner Trinkwasser unbehandelt genutzt werden. Nur an wenigen Tagen im Jahr wurde das Wasser mit Chlor versetzt.<ref name="sz-prosit" /> Seit 2019 werden stattdessen UV-Strahler eingesetzt, wenn extremer Starkregen oder Hochwasser die Trinkwasserqualität bedroht.<ref>Thomas Anlauf: Münchner Trinkwasser - SWM setzt auf UV statt Chlor. In: sueddeutsche.de. Süddeutsche.de, 2019, abgerufen am 9. Januar 2026.</ref>
Täglich werden Wasserproben im Labor untersucht. Um eine mögliche Trinkwasservergiftung früh zu erkennen, werden zudem Aquarien mit dem Wasser aus den Quellgebieten versorgt. Die darin lebenden Fische werden regelmäßig überprüft. Außerdem sind alle Zugänge zu Brunnen und Wasserbehältern elektronisch gesichert. Mit diesen beiden Maßnahmen reagierten die Stadtwerke 1972 auf Attentatsdrohungen anlässlich der Olympischen Spiele in München.<ref name="schrot" />
Die Wasserhärte ist mit 16,6 °dH<ref name="analyse" /> als „hart“ klassifiziert, aber weit von Extremwerten entfernt.<ref name="extrahart"/>
Qualitätssicherung
Um die Trinkwasserqualität zu erhalten, kaufen die Stadtwerke München Grundstücke im Quellgebiet. Mehr als 1.800 Hektar Wald in den Trinkwassergewinnungsgebieten Mangfalltal und Münchner Schotterebene gehören den SWM und werden ökologisch und naturnah von der Forstverwaltung München gepflegt.<ref name="swm schutz" /> Um auch die benachbarten Landwirte vom ökologischen Landbau zu überzeugen, gründeten die Stadtwerke München 1992 gemeinsam mit den Vereinen Bioland und Naturland die Initiative Öko-Bauern. Landwirtschaftsbetriebe im Einzugsgebiet der Wassergewinnung können sich zur Schonung von Boden und Gewässer sowie artgerechter Tierhaltung verpflichten und erhalten dann im Gegenzug finanzielle Förderung durch die Stadtwerke München. Dadurch ist nach eigener Aussage „eines der größten ökologisch bewirtschafteten Gebiete in ganz Deutschland“ entstanden.<ref name="swm schutz" />
Entwicklung und Konflikte
In den Einzugsgebieten bestehen umfangreiche Wasserschutzgebiete nach dem Wasserhaushaltsgesetz. Durch diese fühlen sich die Gemeinden in ihrer Entwicklung beschränkt, insbesondere als die Stadt München gegen die Erweiterung des Gewerbegebietes Miesbach-Nord Einspruch erhob, weil sie die Qualität des Trinkwassers gefährdet sah.<ref>Dieter Dorby: Neue Halle mit alter Baugenehmigung: Startschuss im Gewerbegebiet Miesbach-Nord? In:Münchner Merkur, 22. Oktober 2022</ref> Vor dem Verwaltungsgericht München ist ein Verfahren anhängig, in dem die Stadt Miesbach, die Gemeinden Valley und Warngau sowie private Kläger sich gegen die Ausweitung der Schutzzone um Gotzing und Thalham wehren. Dabei geht es um das Bestehen oder Nicht-Bestehen von „Altrechten“ der Stadt München und einen Beschluss des Königlichen Verwaltungsgerichtshofs aus dem Jahr 1910 vor Inkrafttreten des Bayerischen Wasserhaushaltsgesetzes und eventuelle Folgen von Bau- und Erweiterungsmaßnahmen seither.<ref>Bayerischer Rundfunk: Streit ums Münchner Trinkwasser: Veraltete Rechtsgrundlage?, 14. Mai 2024</ref><ref>Dieter Dorby: Munition aus Buch vom Ex-OB: Neue Belege für das Erlöschen der Altrechte entdeckt. In: Münchner Merkur, 22. November 2025</ref> Der Petitionsausschuss und der Umweltausschuss des Bayerischene Landtags haben zwischen 2022 und 2024 die Beschwerden der Kläger, weiterer Gemeinden und zweier Vereine von Anwohnern anerkannt.<ref>Dieter Dorby: Dritte Petition – dritter Erfolg: Schlappe für Stadtwerke München ist „großer Tag für Miesbach“. In: Münchner Merkur, 15. November 2024</ref> In einem weiteren Verfahren klagt die Stadt München gegen den Landkreis Miesbach, weil dieser von den Stadtwerken verlangt, die Gestattung von Wasserrechten zu beantragen. Die Stadt geht davon aus, dass sie aufgrund ihrer „Altrechte“ davon ausgenommen ist, nach dem aktuellen Wasserrecht die Gestattung der Wasserentnahme alle 20 bis 25 Jahre beantragen zu müssen.<ref> Dieter Dorby: Stadtwerke sollen Gestattung zur Wassergewinnung beantragen: Klage gegen Landratsamt Miesbach. In: Münchner Merkur, 29. September 2022</ref>
Sonstiges
- In München gibt es 90 öffentliche Brunnen, an denen Trinkwasser zur Verfügung gestellt wird.<ref>Die Münchner Brunnen. In: muenchen.de. Landeshauptstadt München Stadtverwaltung, abgerufen am 27. Juni 2023.</ref>
- Der M-Wasserweg ist ein Radwanderweg, der über 20 Stationen mit Informationen zur Wasserversorgung von München bis Gmund am Tegernsee führt.<ref name="weg" />
Literatur
- Die Wasserversorgung der Stadt München - zugleich ein Führer in ihr Quellengebiet im Mangfalltal und auf den Taubenberg. Carl Aug. Seyfried & Comp, (Carl Schnell), 1907.
- Ernst Henle: Die Wasserversorgung der Königl. Haupt- u. Residenzstadt München, ihre Entwicklung und ihr gegenwärtiger Stand. München 1912 (Texte, über 100 Tafeln, Karten, Pläne, technische Zeichnungen, Trinkwasser-Brunnenliste, Brunnhäuser).
- Die Wasserwerke. In: Stadtwerke München (Hrsg.): Die Stadtwerke München im Jahr 1958. Ein Rechenschafts- und Geschäftsbericht für die Zeit nach 1948. Süddeutscher Verlag, München 1958, S. 10–33.
- Stadtwerke München (Hrsg.): Hundert Jahre Münchner Wasserversorgung. 1883–1983. Selbstverlag, München 1983.
- Christian Ude (Hrsg.): Quellen für München. Carl Hanser Verlag, München 2008, ISBN 3-446-41457-6.
- Stadtwerke München (Hrsg.): M/Wasser – Erstklassiges Naturprodukt direkt von der Quelle. Selbstverlag, München 2016.
- Johannes Bähr, Paul Erker: NetzWerke. Die Geschichte der Stadtwerke München. Piper Verlag, München 2017, ISBN 978-3-492-97731-9.
- Alexander Rotter: Wasser und Strom für München. Konrad Verlag, Weißenhorn 2018.
- Ernst Grahn: Die städtische Wasserversorgung im Deutschen Reiche, sowie in einigen Nachbarländern. Band 2: Die Deutschen Staaten ausser Preussen. Oldenbourg Wissenschaftsverlag, Berlin 1902, ISBN 978-3-486-73416-4, S. 1–29 ([1] – Detaillierte Geschichte zum Bau der Münchner Wasserversorgung.).
Weblinks
- Trinkwassergewinnung für München. In: swm.de. Stadtwerke München GmbH
Einzelnachweise
<references><ref name="analyse">Münchner Trinkwasser-Analysewerte. (PDF) Stand: Januar 2017. Stadtwerke München, Januar 2024, abgerufen am 10. Mai 2024.</ref> <ref name="extrahart">Vergleiche etwa 41 °dH in Würzburg, https://www.wasserhaerte.net/deutschland/bayern/97070-wuerzburg.html.</ref> <ref name="merkl">Gerhard Merkl: Trinkwasserbehälter. Planung, Bau, Betrieb, Schutz und Instandsetzung. Oldenbourg Industrieverlag, München 2005, ISBN 3-486-63064-4, S. 34.</ref> <ref name="schrot">Leo Frühschütz: Kontrolle ist alles. In: Schrot & Korn Naturkostmagazin. bio verlag, abgerufen am 3. Februar 2013.</ref> <ref name="swm schutz">Trinkwasserschutz durch die SWM. In: swm.de. Stadtwerke München, abgerufen am 29. April 2026.</ref> <ref name="swm trink">Trinkwassergewinnung für München. In: swm.de. Stadtwerke München, abgerufen am 5. Juli 2023.</ref> <ref name="sz-prosit">Martin Thurau, Philipp Wolff: Ein Prosit auf Mangfall und Loisach. In: Süddeutsche.de. Süddeutscher Verlag, 11. Mai 2010, abgerufen am 3. Februar 2013.</ref> <ref name="weg">M-Wasserweg. In: swm.de. Stadtwerke München, abgerufen am 13. Februar 2018.</ref> </references>