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Walter Arnold (Künstler)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
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Walter Arnold (1953)

Walter Arnold (* 27. August 1909 in Leipzig; † 11. Juli 1979 in Dresden) war ein deutscher Bildhauer und Vorsitzender des Verbandes Bildender Künstler der DDR.

Leben

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Grab Walter Arnolds auf dem Loschwitzer Friedhof (2009)

Walter Arnold war der Sohn eines Steinmetzen aus Leipzig.<ref name="ND-Artikel">Peter H. Feist: Anmut und Appell; Beitrag zum 100. Geburtstag von Walter Arnold in der Tageszeitung Neues Deutschland vom 27. August 2009.</ref> Er absolvierte 1924 bis 1928 eine Ausbildung als Holz- und Steinbildhauer. Bis 1932 studierte Arnold unter Alfred Thiele an der Leipziger Kunstgewerbeschule die Ausformung von Plastiken und Keramiken.<ref name="ND-Artikel" /> Bis 1933 war er Assistent bei Thiele, danach freischaffender Bildhauer. Das Adressbuch verzeichnet ihn 1943 als Bildhauer in der Hainstraße 20–24.

In der Zeit des Nationalsozialismus war Arnold Mitglied der Reichskammer der bildenden Künste. Für diese Zeit ist seine Teilnahme an 11 großen Ausstellungen sicher belegt,<ref>Martin Papenbrock, Gabriele Saure (Hrsg.): Kunst des frühen 20. Jahrhunderts in deutschen Ausstellungen. Teil 1. Ausstellungen deutsche Gegenwartskunst in der NS-Zeit. VDG, Weimar, 2000; S. 383 passim</ref> darunter 1938 die Große Deutsche Kunstausstellung, wo er die Zementguss-Büste Mädchen mit Kopftuch<ref>Mädchen mit Kopftuch. In: gdk-research.de – Die Großen Deutsche Kunstausstellungen 1937 – 1944/45. Abgerufen am 11. Juli 2024.</ref> zeigte.

In dieser Zeit sicherte er sein Einkommen vor allem durch Auftrags-Arbeiten für Grabmalfirmen oder bei Fassadensanierungen.

Arnold nahm ab etwa 1940 als Soldat der Wehrmacht am Zweiten Weltkrieg teil und kam in Kriegsgefangenschaft in ein Lager nach Bad Kreuznach.<ref name="ND-Artikel" />

Er ging nach der Entlassung nach Leipzig, nahm 1946 eine Tätigkeit als Lehrer an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig auf und trat der SED bei. 1949 folgte er dem Ruf an die Hochschule für Bildende Künste Dresden (HfBK), an der er bis 1970 als Professor tätig war. Danach war er erneut Professor an der Hochschule für Grafik und Buchkunst, und nach seiner Emeritierung 1974 betreute er an der HfBK noch eine Meisterklasse.

Er hatte in der Sowjetischen Besatzungszone und der DDR eine bedeutende Anzahl von Einzelausstellungen und war auf nahezu allen großen Ausstellungen vertreten, u. a. von 1949 bis 1983 auf allen Deutschen Kunstausstellungen bzw. Kunstausstellungen der DDR in Dresden.

Arnold war seit 1952 Mitglied der Deutschen Akademie der Künste. Von 1954 bis 1958 war er Kandidat und von 1958 bis 1961 Mitglied des Zentralkomitees der SED. Von 1958 bis 1964 war er Präsident des Verbandes Bildender Künstler.

Die Grabstätte Arnolds befindet sich auf dem Loschwitzer Friedhof. Die Grabplastik Es gibt kein fremdes Leid schuf Arnold selbst.

Ehrungen (Auswahl)

Darstellung Arnolds in der bildenden Kunst (unvollständig)

Museen und öffentliche Sammlungen mit Werken Arnolds (unvollständig)

Werke (Auswahl)

Bronzeplastiken

Holzplastiken

  • Das Grauen 1934<ref name="ND-Artikel" />
  • Das Leid 1946: aus einer gespaltenen Bohle gearbeitet, erinnert an seine Kriegsgefangenschaft
  • Vietnam klagt an, 1966
  • Vorwärts und nicht vergessen – die Solidarität, 1967
  • Venceremos, 1974
  • Anette
  • Es gibt kein fremdes Leid

Porträtbüsten und -statuetten

Akte

  • Inge, 1949
  • Badende, 1961
  • Aphrodite, 1971

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang Otto Nagel (1950–1952) | Fritz Dähn (1952–1954) | Otto Nagel (1955–1956) | Willi Wolfgramm (1956–1959) | Walter Arnold (1959–1964) | Lea Grundig (1964–1970) | Gerhard Bondzin (1970–1974) | Willi Sitte (1974–1988) | Karl Clauss Dietel (1988–1990) Vorlage:Klappleiste/Ende

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