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Wörsbach (Emsbach)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wörsbach
Datei:Dauborn Woersbach.jpg
Wörsbach im Dauborner Ortskern

Wörsbach im Dauborner Ortskern

Daten
Gewässerkennzahl DE: 258748
Lage Taunus

Gießen-Koblenzer Lahntal


Deutschland


Rhein-Main-Gebiet

Flusssystem Rhein
Abfluss über Emsbach → Lahn → Rhein → Nordsee
Quelle südlich von Idstein im Taunus, am Südrand der Idsteiner Senke, nahe der Bundesautobahn 3
50° 11′ 23″ N, 8° 16′ 11″ O
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Quellhöhe 340 m ü. NHN
Mündung in Niederbrechen in den EmsbachKoordinaten: 50° 21′ 44″ N, 8° 9′ 9″ O
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Mündungshöhe 140 m ü. NHN
Höhenunterschied 200 m
Sohlgefälle 8,2 ‰
Länge 24,5 km<ref name="HMULV" />
Einzugsgebiet 118,66 km²<ref name="HMULV">Gewässerkartendienst des Hessischen Ministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (Hinweise)</ref><ref>Nach dem Retentionskataster 117,86 km²</ref>
Abfluss<ref name="HMULV" />
AEo: 118,66 km²
an der Mündung
MQ
Mq
590,4 l/s
5 l/(s km²)
Datei:ICE-Brücke Wörsbachtal.jpg
Die Wörsbachtalbrücke der Schnellfahrstrecke Köln–Rhein/Main überspannt das Wörsbachtal im Gebiet der Gemeinde Brechen. Rechts im Hintergrund die A3.

Die Wörsbachtalbrücke der Schnellfahrstrecke Köln–Rhein/Main überspannt das Wörsbachtal im Gebiet der Gemeinde Brechen. Rechts im Hintergrund die A3.

Der Wörsbach im Taunus ist ein 24,5 km langer, linksseitiger und südsüdöstlicher Zufluss des Emsbachs; er durchläuft die hessischen Landkreise Rheingau-Taunus und dann Limburg-Weilburg. Der Wörsbach ist ein silikatischer Mittelgebirgsbach<ref>Typ 5: Grobmaterialreiche, silikatische Mittelgebirgsbäche. (PDF; 136 kB) In: Umweltbundesamt. Abgerufen am 13. September 2025. </ref>, im Unterlauf ein Gewässer II. Ordnung und im Oberlauf eines III. Ordnung. Neben seinem Vorfluter Emsbach ist der Wörsbach der Hauptfluss der Idsteiner Senke.

Name

Der Bach wurde im Jahr 791 als Werisaha zum ersten Mal schriftlich erwähnt. Möglicherweise leitet sich der Name vom germanischen Wort *war- mit der Bedeutung „feucht sein“ ab.<ref>Vorlage:Greule-DGNB</ref>

Geographie

Verlauf

Der Wörsbach entspringt nahe der Stadt Idstein auf einer Höhe von 340 m ü. NHN. Das Quellengebiet steht als Erlensumpf im Gerloh bei Idstein unter Naturschutz.

Der Wörsbach durchfließt die Stadt Idstein, den Idsteiner Stadtteil Wörsdorf, Hünstetten-Wallrabenstein, Kloster Gnadenthal, Hünfelden-Dauborn und Brechen-Werschau.

Er mündet schließlich bei Brechen-Niederbrechen (Landkreis Limburg-Weilburg) auf einer Höhe von 140 m ü. NHN von links in den Emsbach.

Der etwa 24,5 km lange Lauf des Wörsbachs endet ungefähr 200 Höhenmeter unterhalb seiner Quelle, er hat somit ein mittleres Sohlgefälle von circa 8,2 ‰.

Einzugsgebiet

Das 118,8 km² große Einzugsgebiet des Wörsbachs liegt im Taunus und im Limburger Becken. Es wird durch ihn über den Emsbach, die Lahn und den Rhein zur Nordsee entwässert.

Es grenzt

  • im Osten an das Einzugsgebiet des Lahn-Zuflusses Emsbachs
  • im Südosten und Süden an das des Schwarzbachs, der in den Main mündet;
  • im Westen an das der Aar, die ebenfalls in die Lahn mündet.

Zuflüsse

Wasserbauwerke

Brücken

In seinem Lauf wird der Wörsbach von einer Vielzahl von Brücken überquert. Im Gebiet von Dauborn stehen zwei Brücken unter Denkmalschutz. Am Ortsrand ist die Brücke der Alten Selterser Straße. Die Rundbogenbrücke an der früheren Landstraße nach Niederselters ist zur Mitte hin leicht steigend, aus kleinen Bruchsteinquadern aufgemauert und mit einer Plattenkrone versehen und stammt aus dem mittleren 19. Jahrhundert.<ref>Landesamt für Denkmalpflege Hessen (Hrsg.): Brücke an der Alten Selterser Straße. In: DenkXweb, Online-Ausgabe von Kulturdenkmäler in Hessen.</ref> Außerhalb des Ortes steht die Brücke an der Bruchmühle. Es ist eine der letzten Feldwegbrücken aus Back- und Bruchsteinen. An der Brücke zeigt eine kleine, eingelassene Tafel die Jahreszahl und einen Dauborner „Schnapstrinker“ als volkstümlich-humorvolle Ritzzeichnung.<ref>Landesamt für Denkmalpflege Hessen (Hrsg.): Brücke an der Bruchmühle. In: DenkXweb, Online-Ausgabe von Kulturdenkmäler in Hessen.</ref>

Die Wörsbachtalbrücke der Schnellfahrstrecke Köln–Rhein/Main überspannt das Wörsbachtal im Gebiet der Gemeinde Brechen.

Mühlen

Das Wasser des Wörsbaches trieb früher viele Wassermühlen. Die Engelsmühle zwischen Wallrabenstein und Beuerbach ist ein einzeln gelegenes Mühlengebäude. Der eingeschossige Fachwerkbau des 19. Jahrhunderts wurde, vor einigen Jahren niedergelegt und in gleicher Form wieder neu aufgerichtet. Im hohen, massiven Sockelgeschoss war zuvor das Mahlwerk komplett erhalten. Der Komplex besteht aus einem schlichten Haus mit Satteldach und mittigem Zwerchhaus und rechtwinklig angrenzend ein kleines Fachwerk-Nebengebäude.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Engelsmühle (Memento vom 1. Oktober 2016 im Internet Archive) auf den Seiten des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen via Internet Archive</ref>

Die Bruchmühle, ein vierseitig umbauter Mühlenhof aus dem Jahr 1843 bei Dauborn, ist als letzte Kleinanlage des Kreises noch in Betrieb.<ref>Landesamt für Denkmalpflege Hessen (Hrsg.): Bruchmühle. In: DenkXweb, Online-Ausgabe von Kulturdenkmäler in Hessen.</ref>

Einzelnachweise

<references />

Weblinks