Zum Inhalt springen

Viorica Ursuleac

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Viorica Ursuleac (1894–1985) 1934 © Franz Xaver Setzer (1886–1939).jpg
Vor ihrem Auftritt als Ägyptische Helena, Salzburger Festspiele 1934. Aufnahme: Franz Xaver Setzer

Viorica Ursuleac (* 26. März 1894 in Czernowitz, Österreich-Ungarn; † 22. Oktober 1985 in Ehrwald, Tirol) war eine österreichische Opernsängerin (dramatischer Sopran).

Leben

Viorica Ursuleac war Tochter eines griechisch-orthodoxen Priesters. Sie studierte von 1917 bis 1922 an der Wiener Musikakademie bei Filip Forstén. 1918 debütierte sie in Zagreb in der Rolle der Charlotte im Werther von Jules Massenet, wechselte 1921 an die Oper von Czernowitz, 1922 verpflichtete Felix von Weingartner sie für drei Jahre an die Volksoper Wien, 1926 erhielt sie einen Sechsjahresvertrag an der Frankfurter Oper, der sie bis 1931 angehörte. In dieser Zeit stand ihr die Sängerin Beatrice Sutter-Kottlar als Ratgeberin zur Seite, später nahm sie in Berlin Privatunterricht bei Lilli Lehmann.<ref>{{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}{{#ifeq: 0 | 0

   | {{#if: 672
       |
       | Vorlage:NDB – bitte Seitenzahl(en) angeben
     }}{{#if: 118803581
         | {{#if: {{#invoke:URIutil|isDNBvalid|118803581}}
             | {{#if: 
                 | Vorlage:NDB – Wenn GND dann kein SFZ angeben
               }}
             | Vorlage:NDB – GND unzulässig
           }}
         | {{#if: 
             | {{#if: 
                 | {{#ifeq: 735266 | 4526413
                     |
                     | Vorlage:NDB7= ist obsolet, jetzt SFZ=
                   }}
               }}
             | {{#ifeq:  | 1
                 | 
                 | 
               }}
           }}
     }}{{#if: 
         | {{#ifeq: 735266 | 11376103
             |
             | Vorlage:NDBWerktitel= war ein Irrtum, jetzt Werkliste=
           }}
       }}

}}{{#if:

   | {{#if: 
       |
       | 
     }}

}}</ref>

Neben Frankfurt war sie seit 1930 ständiges Mitglied der Wiener Staatsoper mit 25 Abendverpflichtungen pro Jahr.<ref>Aufführungen mit Viorica Ursuleac an der Wiener Staatsoper</ref> 1931 wurde sie außerdem von Fritz Busch für drei Jahre als Mitglied der Staatsoper Dresden engagiert, dort sang sie u. a. die Madame Butterfly in Puccinis gleichnamiger Oper. 1935 erhielt sie einen Zehnjahresvertrag an der Staatsoper Berlin unter Wilhelm Furtwängler, parallel dazu band sie ein Gastvertrag von 1937–1944 mit 30 Abenden pro Jahr an das Nationaltheater München.

Gastspiele, teilweise mit ihrem Mann Clemens Krauss, den sie 1945 in zweiter Ehe heiratete, führten sie nach Amsterdam, Brüssel, Budapest, Krakau, London, Mailand, Paris, Rom, Buenos Aires und zu den Salzburger Festspielen.<ref>Auftritte von Viorica Ursuleac bei den Salzburger Festspielen (1930–1934, 1942–1944, 1952)</ref> Krauss leitete als Dirigent zahlreiche ihrer Auftritte, darunter auch die Uraufführungen von vier Richard-Strauss-Opern: Arabella (Dresden 1933), Friedenstag (München 1938) und Capriccio (München 1942) und Die Liebe der Danae (Salzburg 1944). Insbesondere als Strauss-Interpretin erlangte sie internationale Berühmtheit, etwa als Ariadne oder Arabella. Insgesamt hat sie 482 Strauss-Abende auf der Bühne gegeben, am häufigsten trat sie als Marschallin in Der Rosenkavalier und als Arabella auf. Sie und ihr Mann, Clemens Krauss, waren mit Richard Strauss freundschaftlich eng verbunden. Der Komponist widmete ihr die Orchesterfassungen seiner Lieder Das Bächlein (op. 88, Nr. 1), Zueignung (op. 10, Nr. 1) sowie das Lied Blick vom oberen Belvedere (op. 88, Nr. 2).

Im Laufe ihrer langen Bühnenkarriere hat sie nach eigenen Angaben insgesamt 84 Opernrollen dargestellt, dazu zählten u. a. Fiordiligi (Così fan tutte), Leonore (Fidelio) sowie Senta (Der fliegende Holländer), Elsa (Lohengrin), Eva (Die Meistersinger von Nürnberg), Brangäne (Tristan und Isolde) oder Desdemona (Otello).

In den 1930er Jahren, nach Hitlers Machtergreifung, initiierte sie – gemeinsam mit Clemens Krauss – ein Netzwerk zur Rettung jüdischer Künstler und deren Familien. Die Cook-Schwestern, die die beiden Künstler anlässlich der Londoner Erstaufführung der Arabella im Jahre 1934 kennengelernt hatten, schmuggelten Schmuck, Pelze und andere Wertsachen nach London, organisierten Visa, Wohnplätze und Arbeit. Insgesamt wurden 29 Familien in Sicherheit gebracht.<ref>Ida Cook: We Followed Our Stars, William Morrow, New York 1950, S. 107.</ref><ref>Daniel Snowman: The Gilded Stage. A Social History of Opera, Atlantic Books, London 2010, ISBN 978-1-84354-467-8, S. 337 und Fußnote S. 454.</ref>

1934 wurde Viorica Ursuleac zur österreichischen, 1935 zur preußischen Kammersängerin ernannt. Sie stand 1944 wie ihr Mann in der Gottbegnadeten-Liste des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda.<ref>Ursuleac, Viorica. In: Theodor Kellenter: Die Gottbegnadeten: Hitlers Liste unersetzbarer Künstler. Arndt, Kiel 2020, ISBN 978-3-88741-290-6, S. 265.</ref>

1954, nach dem Tod ihres Mannes, beendete sie ihre Karriere. Ab 1959 wirkte sie als Lehrkraft am Salzburger Mozarteum.

Ihre letzten dreißig Lebensjahre verbrachte sie in ihrem Haus in Ehrwald in Tirol. Dort entstand 1983 ein großes Filmporträt der Sängerin, das Wolf-Eberhard von Lewinski für den Saarländischen Rundfunk produzierte.

Nach ihrem Tod wurde sie an der Seite ihres Mannes am Friedhof in Ehrwald beigesetzt.

Am 30. August 2006 wurde in Czernowitz am Geburtshaus von Viorica Ursuleac, in dem sie auch ihre Jugend verbracht hatte, eine Gedenktafel eingeweiht; das Haus befindet sich in der ehemaligen Neue-Welt-Gasse (heute Вулиця Шевченка [Vulycja Ševčenka]) № 75.

Diskografie

Literatur

  • Roswitha Schlötterer: Clemens Krauss, ihr gemeinsames Wirken für Richard Strauss. Beigefügtes Werk in: Viorica Ursuleac: Singen für Richard Strauss. Erinnerungen und Dokumente. Doblinger, Wien / München 1986, ISBN 3-900035-95-4, getrennte Zählung.
  • Viorica Ursuleac: Singen für Richard Strauss. Erinnerungen und Dokumente. Doblinger, Wien / München 1986, ISBN 3-900035-95-4.
  • Viorica Ursuleac: Singen für Richard Strauss. Erinnerungen und Dokumente. 2., verbesserte Auflage. Hrsg. und durch einen Beitrag Viorica Ursuleac – Clemens Krauss. Ihr gemeinsames Wirken für Richard Strauss ergänzt von Roswitha Schlötterer. Doblinger, Wien / München 1991, ISBN 3-900035-95-4.
  • {{#invoke:Vorlage:Literatur|f}}{{#ifeq: 0 | 0
   | {{#if: 672
       |
       | Vorlage:NDB – bitte Seitenzahl(en) angeben
     }}{{#if: 118803581
         | {{#if: {{#invoke:URIutil|isDNBvalid|118803581}}
             | {{#if: 
                 | Vorlage:NDB – Wenn GND dann kein SFZ angeben
               }}
             | Vorlage:NDB – GND unzulässig
           }}
         | {{#if: 
             | {{#if: 
                 | {{#ifeq: 735266 | 4526413
                     |
                     | Vorlage:NDB7= ist obsolet, jetzt SFZ=
                   }}
               }}
             | {{#ifeq:  | 1
                 | 
                 | 
               }}
           }}
     }}{{#if: 
         | {{#ifeq: 735266 | 11376103
             |
             | Vorlage:NDBWerktitel= war ein Irrtum, jetzt Werkliste=
           }}
       }}

}}{{#if:

   | {{#if: 
       |
       | 
     }}

}}

  • Ulrich Dahmen: Viorica Ursuleac. In: Stimmen, die um die Welt gingen. H. 22, 1988, {{#if: {{#if: | {{#invoke:TemplUtl|faculty|{{{suffix}}}}} }}
 | {{#if:trim|1352054-4}}. In: Zeitschriftendatenbank (ZDB).
 | {{#if: {{#if:  | {{#invoke:TemplUtl|faculty|{{{kurz}}}}} }}
     |
     | ZDB-ID 
   }}1352054-4

}}{{#if: {{#invoke:TemplUtl|faculty|}} | | {{#if: {{#invoke:URIutil|isDNBvalid|1352054-4|ZDB}} | | ZDB-ID ungültig{{#ifeq: 0 | 0 | }}}}}}.

    |[https://archive.org/{{#switch:
    |DL=download
    |DS=stream
    |#default=details}}/{{#if:trim|handbuch-ns-musiker-prieberg }}{{#if:  | /{{{Fragment}}} | {{#if:  | /page//mode/{{#if:{{#if:|{{#invoke:TemplUtl|faculty|{{{doppelseitig}}}}}}}|2|1}}up{{#if:|/search/%7B%7B%7BHervorhebung%7D%7D%7D}} | {{#ifeq: {{#if:  | {{{Ausgabe}}} | ST}}@{{#if:  | {{{Typ}}} | T}} | ST@T | /mode/1up }} }} }} {{#if:|{{#if:trim|{{{2}}}}}|{{#if:| {{#if:|{{{Fundstelle}}}|Textarchiv – Internet Archive}} | archive.org}}}}]{{#if:| ({{#if: 
           | {{#switch: {{{FORMAT}}}
               |PDF=PDF
               |DJVU=DjVu
               |MP3=MP3
               |MP4=MP4
               |OGG=Ogg
               |#default={{{Format}}}}};  }}{{{KBytes}}} kB)}}{{#if: | im {{#switch:-
    |A=Audioarchiv – Internet Archive
    |B
    |I=Bildarchiv – Internet Archive
    |F
    |M=Videoarchiv – Internet Archive
    |S=Softwarearchiv – Internet Archive
    |T=Textarchiv – Internet Archive
    |-=
    |#default=Unbekannter Parameterwert Typ={{{Typ}}}  }} |{{#if:| – Internet Archive| }} }} }}{{#invoke:TemplatePar|match
    |1=1=/[^#%s]+/
    |2=2=*
    |3=Typ=/[TABIFMS%-]?/
    |4=Fragment=/[^#%s]*/
    |5=Blatt=/[^#%s]*/
    |6=Hervorhebung=*
    |7=Ausgabe=/[DSds]?[TSLto]?%l*/
    |8=Fundstelle=/%d*/
    |9=doppelseitig=/%a*/
    |10=Format=/%u*/
    |11=KBytes=/%d*/
    |format=
    |template=Vorlage:archive.org
    |cat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:archive.org
    |errNS=0
  }}.

Weblinks

[{{canonicalurl:Commons:Category:{{#if:|{{{1}}}|Viorica Ursuleac}}|uselang=de}} Commons: {{#if:|{{{2}}}|{{#if:|{{{1}}}|{{#invoke:WLink|getArticleBase}}}}}}]{{#switch:1

|X|x= |0|-= |S|s= – Sammlung von Bildern |1|= – Sammlung von Bildern{{#if:

    | {{#switch: {{#invoke:TemplUtl|faculty|1}}/{{#invoke:TemplUtl|faculty|1}}
        |1/=  und Videos
        |1/1=, Videos und Audiodateien
        |/1=  und Audiodateien}}
    | , Videos und Audiodateien
  }}

|#default= – }}{{#if:

   | {{#ifeq: {{#invoke:Str|left||9}} 
       | category: 
| FEHLER: Ohne Category: angeben!}}}}

Vorlage:Wikidata-Registrierung

| {{#if: 
    | Vorlage:DNB-Portal – veraltete Parametrisierung 3=
  }}

}}

Einzelnachweise

<references />

{{#ifeq: p | p | | {{#if: 118803581n8410554542026948 | |

}} }}{{#ifeq:||{{#if: | [[Kategorie:Wikipedia:GND fehlt {{#invoke:Str|left|{{{GNDCheck}}}|7}}]] }}{{#if: | {{#if: | | }} }} }}{{#if: | {{#ifeq: 0 | 2 | | }} }}{{#if: | {{#ifeq: 0 | 2 | | }} }}{{#ifeq: p | p | {{#if: 118803581 | | {{#if: {{#statements:P227}} | | }} }} }}{{#ifeq: p | p | {{#if: 118803581 | {{#if: {{#invoke:Wikidata|pageId}} | {{#if: {{#statements:P227}} | | }} }} }} }}{{#ifeq: p | p | {{#if: n84105545 | | {{#if: {{#statements:P244}} | | }} }} }}{{#ifeq: p | p | {{#if: n84105545 | {{#if: {{#invoke:Wikidata|pageId}} | {{#if: {{#statements:P244}} | | }} }} }} }}{{#ifeq: p | p | {{#if: 42026948 | | {{#if: {{#statements:P214}} | | }} }} }}{{#ifeq: p | p | {{#if: 42026948 | {{#if: {{#invoke:Wikidata|pageId}} | {{#if: {{#statements:P214}} | | }} }} }} }}Vorlage:Wikidata-Registrierung

{{#if: Ursuleac, Viorica | {{#if: | {{#if: österreichische Opernsängerin (dramatischer Sopran) | {{#if: 26. März 1894 | {{#if: Czernowitz, Bukowina | {{#if: 22. Oktober 1985 | {{#if: Ehrwald, Tirol |

Vorlage:Wikidata-Registrierung