Utzenmühle (Wolframs-Eschenbach)
Utzenmühle Stadt Wolframs-Eschenbach
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(3)&title=Utzenm%C3%BChle 49° 14′ N, 10° 45′ O
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| Höhe: | 417 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 3 (25. Mai 1987)<ref name="OV 1987"/> | |||||
| Postleitzahl: | 91639 | |||||
| Vorwahl: | 09875 | |||||
Utzenmühle (fränkisch: Udsamühl<ref>R. Schuh: Gunzenhausen, S. 318. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „udsɒmǖl“.</ref>) ist ein Gemeindeteil der Stadt Wolframs-Eschenbach im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Utzenmühle liegt in der Gemarkung Reutern.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 5. Oktober 2024.</ref>
Geographie
Die Einöde liegt am hier als Gänsbach bezeichneten Abschnitt des rechten Oberlaufs des Erlbachs. Das Hartbächlein mündet dort als rechter Zufluss in den Gänsbach. 0,75 km südwestlich erhebt sich der Flügelsberg (438 m ü. NHN). Utzenmühle liegt an der Staatsstraße 2220, die nach Wolframs-Eschenbach führt (1,8 km westlich) bzw. am Sallmannshof und der Bölleinsmühle vorbei nach Ismannsdorf (1,8 km östlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 16. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Der Ort wurde im Salbuch der Deutschordenskommende Nürnberg von 1343 in der Beschreibung des Amtes Eschenbach als „Bonmul“ erstmals urkundlich erwähnt.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Rep. 59 no 134 fol. 59. Zitiert nach R. Schuh: Gunzenhausen, S. 318.</ref> Das Bestimmungswort kann der Familienname Bon sein, der für diese Gegend zu dieser Zeit bezeugt ist. Denkbar ist auch, dass das Bestimmungswort das mittelhochdeutsche Wort „bōne“ (= Bohne) ist. Saubohnen wurden zu dieser Zeit auf großen Feldern als Tierfutter angebaut. 1503/05 wurde der Ort als „Schules mül“ erwähnt, 1601 als „Schuelenßmmuhln“. Hier ist das Bestimmungswort wohl der Familienname Schühlein.<ref name="S319">R. Schuh: Gunzenhausen, S. 319f.</ref>
Im 16-Punkte-Bericht des Oberamts Windsbach aus dem Jahr 1608 wurde für die „Schillingßmühl“ eine Mannschaft verzeichnet, die dem Stadtvogteiamt Eschenbach unterstand. Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Kasten- und Stadtvogteiamt Windsbach aus.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, 16-Punkte-Berichte 43/1, 14. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 732.</ref>
1643 wurde sie als „Vtz oder Schüelenß Mühl“ bezeichnet, 1686 als „Uetznmühl“. Namensgeber dürfte wohl Johann Vetz sein, der 1622 als Müller dieses Anwesens genannt wurde.<ref name="S319"/>
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts war die Utzenmühle das Haus Nr. 4 des Ortes Sallmannshof. Das Gut hatte wie der ganze Ort das Stadtvogteiamt Eschenbach als Grundherrn.<ref name="J907">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 907.</ref> Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Windsbach.<ref name="J1007">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 1007.</ref>
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Utzenmühle dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Sauernheim und der 1810 gegründeten Ruralgemeinde Sauernheim zugeordnet.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Heilsbronn 1810. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 963.</ref> Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurde Utzenmühle in die neu gebildete Ruralgemeinde Reutern umgemeindet. Diese wurde am 1. Januar 1972 im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Wolframs-Eschenbach eingemeindet.<ref name="J1007"/><ref>Wolframs-Eschenbach > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 13. März 2025.</ref>
Baudenkmal
- Haus Nr. 4: Ehemalige Wassermühle<ref>Denkmalliste für Wolframs-Eschenbach (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>
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Einwohnerentwicklung
Die Gemeindeteile Utzenmühle, Bölleinsmühle und Sallmannshof haben insgesamt 9 Einwohner (Stand: 1. April 2020).<ref>Zahlen und Fakten. In: wolframs-eschenbach.de. Abgerufen am 20. September 2024.</ref>
Religion
Der Ort ist römisch-katholisch geprägt und bis heute nach Liebfrauenmünster (Wolframs-Eschenbach) gepfarrt.<ref name="J907"/><ref>Pfarrverband Wolframs-Eschenbach. In: bistum-eichstaett.de. Abgerufen am 15. März 2023.</ref> Die Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession sind nach St. Margareta (Windsbach) gepfarrt.<ref name="OV 1961"/>
Literatur
- Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8.
- Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/376969922X ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.
Weblinks
- Sallmannshof, Utzenmühle und Bölleinsmühle. In: wolframs-eschenbach.de. Abgerufen am 17. Juni 2023.
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Utzenmühle in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Utzenmühle im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
<references responsive />
Adelmannsdorf | Biederbach | Bölleinsmühle | Reutern | Sallmannshof | Selgenstadt | Utzenmühle | Waizendorf | Wolframs-Eschenbach | Wöltendorf
Sonstiger Wohnplatz: Beierleinsmühle