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Livermorium

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Ununhexium)
Eigenschaften
Allgemein
Name, Symbol, Ordnungszahl Livermorium, Lv, 116
Elementkategorie
Gruppe, Periode, Block 16, 7, p
CAS-Nummer

Vorlage:CASRN

Atomar
Atommasse (Schätzung) 293 u
Elektronenkonfiguration [Rn] 5f14 6d10 7s2 7p4
1. Ionisierungsenergie Vorlage:ZahlExp
Isotope
Isotop NH t1/2 ZA ZE (MeV) ZP
290Lv {syn.} 15 ms α 11,3 286Fl
291Lv {syn.} 6,3 ms α 11,0 287Fl
292Lv {syn.} 18 ms α 10,71 288Fl
293Lv {syn.} 53 ms α 289Fl
Weitere Isotope siehe Vorlage:Infobox Chemisches Element/Isotope
Gefahren- und Sicherheitshinweise
Radioaktiv
Radioaktiv
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung
keine Einstufung verfügbar<ref name="NV">Die von der Radioaktivität ausgehenden Gefahren gehören nicht zu den einzustufenden Eigenschaften nach der GHS-Kennzeichnung. In Bezug auf weitere Gefahren wurde dieses Element entweder noch nicht eingestuft oder eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden. </ref>
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Livermorium ist ein chemisches Element, es zählt zu den Transactinoiden, hat die Ordnungszahl 116 und das Elementsymbol Lv. Es steht im Periodensystem der Elemente in der 16. IUPAC-Gruppe und gehört damit zur Gruppe der Chalkogene. Der Name leitet sich von der Stadt Livermore ab, in der eines der an der Entdeckung beteiligten Institute beheimatet ist.

Geschichte

Angebliche Erzeugung in Berkeley

Ein Bericht über die Erzeugung der Elemente 116 und 118 im Lawrence Berkeley National Laboratory wurde 1999 in der Fachzeitschrift Physical Review Letters veröffentlicht.<ref></ref> Im folgenden Jahr wurde der Bericht zurückgezogen, da die beschriebenen Ergebnisse von anderen Wissenschaftlern nicht zu reproduzieren waren.<ref>Results of Element 118 Experiment Retracted. Pressemitteilung des Berkeley Lab. In: www2.lbl.gov. 27. Juli 2001, abgerufen am 5. August 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref></ref> Im Juni 2002 gab der Direktor der Berkeley Labs bekannt, dass die ursprüngliche Veröffentlichung auf höchstwahrscheinlich gefälschten Daten beruht habe. Der Mitarbeiter Victor Ninov wurde verdächtigt, Zerfalls-Messwerte manipuliert zu haben. Ninov erklärte dagegen die Messapparatur für fehlerhaft und bestand auf seiner Unschuld.

Erzeugung in Dubna

Livermorium wurde erstmals im Juli 2000 im Vereinigten Institut für Kernforschung in Dubna (Russland) von Wissenschaftlern des Instituts und des Lawrence Livermore National Laboratory durch Fusion eines Curium- und eines Calcium-Atomkerns hergestellt:<ref name="00Og01">Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref>

<math>\mathrm{{}^{248}_{\,96} Cm + {}^{48}_{20} Ca \ \rightarrow\ {}^{292}_{116} Lv + 4\ ^{1}_{0}n}</math>

Namensgebung

Nach der Entdeckung bekam das Element zunächst den systematischen Namen Ununhexium (chemisches Symbol Uuh), eine Bildung aus {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) für ‚eins‘ und {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) für ‚sechs‘, entsprechend der Ordnungszahl 116. Es wurde auch als Eka-Polonium bezeichnet, zusammengesetzt aus {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) für ‚eins‘ und Polonium, mit Bezug auf seine Einordnung im Periodensystem ‚eine Stelle unterhalb des Poloniums‘. Die Entdeckung wurde im Juni 2011 von der IUPAC bestätigt, womit dieses Element offiziell Eingang in das Periodensystem der Elemente fand.<ref></ref> Der Name Livermorium wurde am 1. Dezember 2011 vorgeschlagen und am 23. Mai 2012 von der IUPAC angenommen.<ref></ref>

Eigenschaften

Weil die Atomkerne innerhalb winziger Sekundenbruchteile zerfallen, bevor sich eine stabile Elektronenkonfiguration ausbildet, sind chemische Eigenschaften nicht vorhanden. Das Element wurde bisher nur indirekt anhand seiner typischen Zerfallsprodukte nachgewiesen.

Sicherheitshinweise

Es gibt keine Einstufung nach der CLP-Verordnung oder anderen Regelungen, weil von diesem Element nur wenige Atome gleichzeitig herstellbar sind und damit viel zu wenige für eine chemische oder physikalische Gefährlichkeit.

Weblinks

Commons: Livermorium – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Livermorium – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

<references/>

Vorlage:Klappleiste/Anfang

H He
Li Be B C N O F Ne
Na Mg Al Si P S Cl Ar
K Ca Sc Ti V Cr Mn Fe Co Ni Cu Zn Ga Ge As Se Br Kr
Rb Sr Y Zr Nb Mo Tc Ru Rh Pd Ag Cd In Sn Sb Te I Xe
Cs Ba La Ce Pr Nd Pm Sm Eu Gd Tb Dy Ho Er Tm Yb Lu Hf Ta W Re Os Ir Pt Au Hg Tl Pb Bi Po At Rn
Fr Ra Ac Th Pa U Np Pu Am Cm Bk Cf Es Fm Md No Lr Rf Db Sg Bh Hs Mt Ds Rg Cn Nh Fl Mc Lv Ts Og
Alkalimetalle Erdalkalimetalle Lanthanoide Actinoide Übergangsmetalle Metalle Halbmetalle Nichtmetalle Halogene Edelgase Chemie unbekannt

Vorlage:Klappleiste/Ende