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Untermainbrücke

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Untermainbrücke
Untermainbrücke
Untermainbrücke
Blick flussaufwärts 2014
Nutzung Straßenverkehr, Fußgänger und Radfahrer
Querung von Main
Ort Innenstadt
Sachsenhausen
(Mainkilometer 34,84)
Konstruktion Stahl-Beton-Verbund-
Balkenbrücke
Gesamtlänge 252 m
Breite 19,70 m
Durchfahrtshöhe 6,60 m<ref name="wsv1">Streckenatlas Main I. (PDF; 11 MB) Wasser- und Schiffahrtsverwaltung des Bundes, 7. August 2019, S. 45, abgerufen am 4. Mai 2021.</ref>
Bauzeit 1872–1874
1948/49
Lage
Koordinaten 50° 6′ 23″ N, 8° 40′ 37″ OKoordinaten: 50° 6′ 23″ N, 8° 40′ 37″ O
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Die Untermainbrücke, Richtung Sachsenhausen
Datei:Untermainbruecke-2012-Ffm-865.jpg
Gedenktafeln zur Brückenhistorie

Die Untermainbrücke ist eine Straßenbrücke über den Main in Frankfurt am Main. Sie verbindet bei Mainkilometer 34,840<ref name="wsv1" /> die Neue Mainzer Straße in der Innenstadt mit der Schweizer Straße in Sachsenhausen. Sie wurde von 1872 bis 1874 durch Peter Schmick erbaut und am 26. März 1945 gesprengt. 1948/49 erfolgte der Wiederaufbau. 1989 und 1990 wurde die Brücke im Rahmen einer Totalsanierung bis auf die Brückenpfeiler abgetragen und neugebaut.

Geschichte

Die Untermainbrücke entstand 1872 bis 1874 als vierte Mainbrücke Frankfurts, war jedoch nach der aus dem Mittelalter stammenden Alten Brücke erst die zweite Straßenbrücke. Die Vorlandbrücken – zwei Bögen am nördlichen und drei am südlichen Ufer – sowie die vier Strompfeiler waren in Rotem Mainsandstein errichtet. Über den Fluss spannten sich fünf schmiedeeiserne Fachwerkbögen von je 32 Metern lichter Weite. Die gesamte Brücke war 252 Meter lang und 19,65 Meter breit. Die Baukosten betrugen 1,1 Millionen Mark.

Seit 1896 befuhr eine Pferdebahn die Untermainbrücke, die als eine der ersten Straßenbahnlinien Frankfurts 1899 elektrifiziert wurde.

1933 wurde die Brücke in Adolf-Hitler-Brücke umbenannt. Am 26. März 1945 wurden drei der Strombögen zusammen mit den anderen Mainbrücken durch ein Sprengkommando der Wehrmacht gesprengt.

Ende 1945 wurde auf die weitgehend unbeschädigten Pfeiler eine provisorische Holz-Stahl-Konstruktion gesetzt, um die – nun zurückbenannte – Brücke wenigstens wieder für den Fußgängerverkehr nutzbar zu machen. Im Juni 1948 begann der Wiederaufbau. Auf den vorhandenen Pfeilern entstand anstelle der alten Bögen eine Balkenbrücke, die bereits am 23. Juli 1949 eröffnet wurde. Die Sandsteinbögen am nördlichen und südlichen Ufer blieben dabei erhalten. Die Kosten für den Wiederaufbau betrugen 2.640.000 DM.

1984 wurde der Straßenbahnbetrieb über die Brücke eingestellt. 1989/90 musste die Brücke aufgrund der inzwischen aufgetretenen Bauschäden vollständig erneuert werden. Der gesamte Brückenträger wurde abgetragen und neu erbaut. Dabei wurden die Bögen und das Sandsteingeländer der Vorlandbrücken historisch getreu rekonstruiert. Dazwischen spannt sich eine moderne Balkenbrücke in Stahl-Beton-Verbundbauweise.

Siehe auch

Literatur

  • Walter Gerteis, Das Unbekannte Frankfurt. Dritte Folge. Frankfurt am Main 1963. Verlag Frankfurter Bücher.
  • Wolfram Gorr, Frankfurter Brücken, Societäts-Verlag, Frankfurt am Main 1982, ISBN 3-7973-0393-9

Weblinks

Commons: Untermainbrücke – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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