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Unter-Mossau

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Unter-Mossau
Gemeinde Mossautal
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(678)&title=Unter-Mossau 49° 39′ N, 8° 56′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(678) 49° 38′ 44″ N, 8° 55′ 52″ O
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Höhe: 303 m ü. NHN
Fläche: 10,01 km²<ref name="lagis" />
Einwohner: 678 (Mai 2011)<ref name="Z2011E" />
Bevölkerungsdichte: 68 Einwohner/km²
Eingemeindung: 31. Dezember 1971
Postleitzahl: 64756
Vorwahl: 06062

Unter-Mossau ist ein Ortsteil der Gemeinde Mossautal im südhessischen Odenwaldkreis.

Geographie

Das offenes Waldhufendorf mit regellosem Grundriss Unter-Mossau liegt im Buntsandstein-Odenwald bei einseitiger Tallage, ca. 5 km westlich von Erbach und ist Sitz der Gemeindeverwaltung von Mossautal. Das Gebiet des Ortsteils besteht aus der Gemarkung Unter-Mossau mit einer Fläche von 1001 Hektar<ref name="Gindex">Gemarkung Unter-Mossau. In: GEOindex. Abgerufen im Februar 2025.</ref>, davon sind 467 Hektar Wald.<ref name="lagis" /> Die Ortslage befindet sich auf 290 bis 370 m ü. NHN und der höchste Punkt der Gemarkung ist der 501 m hohe Berg Lärmfeuer, an der westlichen Gemarkungsgrenze. In der Gemarkung liegt die Wüstung Mombrunn<ref>Mombrunn, Odenwaldkreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 25. September 2014). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).</ref>. Unter-Mossau liegt im Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald am Mossaubach, der in Hüttenthal in den Marbach mündet. Dieser speist kurz darauf den Marbach-Stausee, dessen Abfluss dann in die Mümling mündet. Durch den Ort verläuft die Landesstraße 3260, die zwischen Ober-Kainsbach und Rehbach von der Bundesstraße 47 abzweigt und weiter auf die B 460 bei Hüttenthal führt. An den Ortsteil Unter-Mossau grenzen, von Norden beginnend, im Uhrzeigersinn, Ober-Mossau, im Osten die Erbacher Stadtteile Roßbach und Elsbach. Im Süden und Westen Mossautal-Hüttenthal und Mossautal-Hintersklingen.

Geschichte

Ortsgeschichte

Die älteste erhaltene Erwähnung des Dorfes als Nyddern Mossauwe stammt von 1426.<ref name="lagis" /> Weitere Erwähnungen erfolgten unter den Ortsnamen (in Klammern das Jahr der Erwähnung):<ref name="lagis" /> Mossauwe (1426), Unter Mosaue (16. Jahrhundert).

Zum 31. Dezember 1971 fusionierten im Zuge der Gebietsreform in Hessen die Gemeinden Hiltersklingen, Ober-Mossau und Unter-Mossau zur neuen Großgemeinde Mossautal.<ref name="DEZ-1071">Gemeindegebietsreform Hessen; Zusammenschlüsse und Eingliederung von Gemeinden vom 29. Dezember 1971. In: Der Hessische Minister des Inneren (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1972 Nr. 3, S. 84 ff., Punkt 94, Abs. 77 (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 6,0 MB]).</ref><ref></ref> Für Unter-Mossau, wie für alle im Zuge der Gebietsreform nach Mossautal eingegliederten Gemeinden, wurde ein Ortsbezirk mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher gebildet.<ref name="HS">Hauptsatzung. (PDF; 120 kB) § 6. In: Webauftritt. Gemeinde Mossautal, abgerufen im Februar 2025.</ref>

Gerichte

Nach Auflösung des Amtes Fürstenau 1822 nahm die erstinstanzliche Rechtsprechung für Unter-Mossau das Landgericht Beerfelden wahr, ab 1853 das Landgericht Michelstadt und ab 1879 das Amtsgericht Michelstadt.

Verwaltungsgeschichte im Überblick

Die folgende Liste zeigt die Staaten und Verwaltungseinheiten,<ref group="Anm.">Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter und frühen Gerichte sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan.</ref> denen Unter-Mossau angehört(e):<ref name="lagis" /><ref>Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref>

Bevölkerung

Einwohnerentwicklung

• 16. Jahrhundert: 21 wehrfähige Männer<ref name="lagis" />
• 1650: ausgestorben<ref name="lagis" />
• 1961: 423 evangelische (= 87,76 %), 46 katholische (= 9,54 %) Einwohner<ref name="lagis" />
Unter-Mossau: Einwohnerzahlen von 1829 bis 2011
Jahr  Einwohner
1829
  
415
1834
  
448
1840
  
503
1846
  
535
1852
  
543
1858
  
521
1864
  
556
1871
  
590
1875
  
566
1885
  
564
1895
  
588
1905
  
531
1910
  
499
1925
  
514
1939
  
457
1946
  
674
1950
  
582
1956
  
514
1961
  
482
1967
  
519
1970
  
530
1980
  
?
1990
  
?
2002
  
700
2011
  
678
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: <ref name="lagis" /><ref name="FNP" />; Zensus 2011<ref name="Z2011E" />

Einwohnerstruktur 2011

Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag, dem 9. Mai 2011, in Unter-Mossau 678 Einwohner. Darunter waren 30 (4,4 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 102 Einwohner unter 18 Jahren, 288 zwischen 18 und 49, 165 zwischen 50 und 64 und 120 Einwohner waren älter.<ref name="Z2011E" /> Die Einwohner lebten in 270 Haushalten. Davon waren 53 Singlehaushalte, 81 Paare ohne Kinder und 108 Paare mit Kindern, sowie 15 Alleinerziehende und 6 Wohngemeinschaften. In 54 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 180 Haushaltungen lebten keine Senioren.<ref name="Z2011E" />

Politik

Ortsbeirat

Für Unter-Mossau besteht ein Ortsbezirk (Gebiete der ehemaligen Gemeinde Unter-Mossau) mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher, nach Maßgabe der §§ 81 und 82 HGO und des Kommunalwahlgesetzes in der jeweils gültigen Fassung gebildet. Der Ortsbeirat besteht aus drei Mitgliedern.<ref name="HS" /> Bei den Kommunalwahlen in Hessen 2021 betrug die Wahlbeteiligung zum Ortsbeirat Unter-Mossau 61,7 %. Dabei wurden gewählt: ein Mitglied der CDU und zwei Mitglieder der Überparteilichen Wählergemeinschaft Mossautal (ÜWG).<ref>Ortsbeiratswahl Ortsbezirk Unter-Mossau. In: Votemanager. Gemeinde Mossautal, abgerufen im Februar 2025.</ref> Der Ortsbeirat wählte Volker Rein zum Ortsvorsteher.<ref>Ortsbeirat Unter-Mossau. In: Webauftritt. Gemeinde Mossautal, abgerufen im Februar 2025.</ref>

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Im Ort befindet sich das 1987 erbaute Rathaus der Gemeinde Mossautal.

Persönlichkeiten

Literatur

Weblinks

Commons: Unter-Mossau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Anmerkungen und Einzelnachweise

Anmerkungen <references group="Anm." />

Einzelnachweise <references> <ref name="lagis">Unter-Mossau, Odenwaldkreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 16. Oktober 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). </ref> <ref name="FNP"> Flächennutzungsplan Mossautal. (PDF; 1,9 MB) S. 26, abgerufen im Oktober 2020. </ref> <ref name="Z2011E">Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1,8 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 38 und 92, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 11. Juli 2021;. </ref> <ref name="RB1937"> Gesetz über die Aufhebung der Provinzen Starkenburg, Oberhessen und Rheinhessen vom 1. April 1937. In: Der Reichsstatthalter in Hessen Sprengler (Hrsg.): Hessisches Regierungsblatt. 1937 Nr. 8, S. 121 ff. (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 11,2 MB]). </ref> </references>

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