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United Nations Mission of Observers in Prevlaka

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
UNMOP
Einsatzgebiet Prevlaka
Deutsche Bezeichnung Beobachtermission der Vereinten Nationen in Prevlaka
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Französische Bezeichnung {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)
Art der Mission Friedensmission
Beginn 15. Januar 1996
Ende 15. Dezember 2002
Kartenübersicht
Prevlaka (Kroatien)
Prevlaka (Kroatien)
Die Halbinsel Prevlaka auf der Karte von Kroatien

Die Beobachtermission der Vereinten Nationen in Prevlaka ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), kurz UNMOP) war eine Friedenssicherungsmission der Vereinten Nationen vom 15. Januar 1996 bis zum 15. Dezember 2002, die das Ziel hatte, die Entwaffnung der Halbinsel Prevlaka an der Adriatischen Küste des Westbalkan nach dem Zerfall Jugoslawiens zu überwachen.

Geschichte

Die Prevlaka mit ihrer strategischen Lage an der Bucht von Kotor, einem der besten Häfen an der Adria, ist seit Jahrhunderten ein Grenzgebiet, im Dreiländereck zwischen Bosnien, Kroatien und Montenegro, historisch Zeta, den Stadtstaaten Ragusa und Cattaro, und den Großmächten Venedig, Ungarn und Österreich, und dem Osmanischen Reich.

Vor dem Zerfall Jugoslawiens 1991 war sie Militärstützpunkt der Jugoslawischen Volksarmee. Aus diesem Grund war die Halbinsel zwischen dem neu entstandenen Staat Kroatien und „Restjugoslawien“ (Serbien und Montenegro), dem Rechtsnachfolger des sozialistischen Jugoslawiens, stark umstritten. Der kroatischen und der jugoslawischen Präsident, Franjo Tudjman und Dobrica Ćosić, kamen am 30. September 1992 in Genf zu einer Übereinkunft, die Gegend zu entmilitarisieren. Mit der UN-Resolution 779 wurde die Überwachung der UNPROFOR übertragen, die Friedensmission scheiterte aber, im Zuge des Bosnienkriegs 1992–95 war die Gegend bis hinauf auf die Bjelotina umkämpft.<ref name="dinarskogorje"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Sniježnica Konavoska ili dubrovačka Sniježnica. (Memento des Vorlage:IconExternal vom 13. März 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.dinarskogorje.com Abschnitt Bjelotina 1.125m. dinarskogorje.com, abgerufen am 11. März 2016.</ref> März 1995 wurden die operativen Aufgaben der Operation des Vertrauens in Kroatien (UNCRO) übertragen.<ref name="un background" />

Aus diesem Grunde wurde 1996 eine eigene UN-Mission geschaffen, die United Nations Mission of Observers in Prevlaka (UNMOP) eingerichtet.<ref name="un background">Background, auf un.org.</ref> Damit wurden Militärbeobachter und zivile Polizei-Überwacher auf der Halbinsel stationiert. Per 1. Februar 1996, nachdem das Mandat das erste Mal verlängert worden war (Resolution 1038), wurde die UNMOP aus der UNPROFOR eigenständig ausgegliedert, de facto aber Teil der UN-Mission in Bosnien-Herzegowina (UNMIBH).<ref name="un background" /> Erst nach der Übereinkunft zur Normalisierung der Beziehungen vom 23. August 1996<ref name="un background" /> gingen Kroatien und Serbien, die mehr in ihren Hauptgrenzgebiet Slawonien engagiert waren, sowie das Juni 2006 unabhängig gewordene Montenegro auch die Prevlak-Frage an,<ref name="un background" /> aber erst mit der 1998 eingerichteten UN-Übergangsverwaltung UNTAES für die Hauptkonfliktgebiete begannen direkte Verhandlungen.<ref name="un background" /> Diese wurden durch die NATO-Missionen gegen Serbien im Zusammenhang mit dem Kosovokrieg im März 1999 wieder unterbrochen.<ref name="un background" /> Auch das Oktober 1999 von damaligen UN-Generalsekretär Kofi Annan mit der Resolution 1252 (1999) erarbeitete Paket vertrauensbildender Maßnahmen an die Akteure blieb ohne Erfolg.<ref name="un background" />

Erst 2000, mit den neuen Regierungen in Kroatien und in Serbien und den neuen Präsidenten Ivo Josipović und Boris Tadić, kam der Prozess wieder in Gang. Dezember 2001 wurde eine gemeinsame diplomatische Kommission geschaffen, und nach mehreren Verhandlungsrunden wurde April 2002 eine baldige Lösung in Aussicht gestellt.<ref name="un background" /> Am 10. Dezember 2002 konnte dann eine kroatisch-serbische Übergangsverwaltung für die Halbinsel eingerichtet werden.<ref name="un background" /> Ein paar Tage später wurde die Mission für beendet erklärt.

Organisation

Es nahmen Argentinien, Bangladesch, Belgien, Brasilien, Tschechien, Dänemark, Ägypten, Finnland, Ghana, Indonesien, Irland, Jordanien, Kenia, Nepal, Neuseeland, Nigeria, Norwegen, Pakistan, Polen, die Russische Föderation, die Schweiz und die Ukraine an dieser Mission teil.<ref name="un facts">Facts & Figures, auf un.org.</ref>

Sitz der Mission war die nahe kroatische Stadt Cavtat.<ref name="un facts" /> Weitere Stützpunkt waren die Oštra-Halbinsel selbst, Herceg Novi in Montenegro und Gruda in Kroatien.<ref name="un background" />

Kommandeure (Chief Military Observer) waren:<ref name="un facts" />

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

<templatestyles src="Erweiterte Navigationsleiste/styles legacy.css" />Vorlage:Klappleiste/Anfang

Laufende Missionen:

UNFICYP (1964, Zypern) | UNMIK (1999, Kosovo)

Beendete Missionen:

UNPROFOR (1992–1995, Ehemaliges Jugoslawien) | UNPREDEP (1995–1999, Mazedonien) | UNCRO (1995–1996, Kroatien) | UNMIBH (1995–2002, Bosnien-Herzegowina) | UNTAES (1996–1998, Kroatien) | UNMOP (1996–2002, Kroatien) | UNPSG (1998, Kroatien)

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