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U 10 (U-Boot, 1915)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
style="background:#B0C4DE; color:#Vorlage:Standardfarbe; border-color:#B9BEC4;; font-weight:bold;" | U 10
Datei:SMU-10.jpg
U 10 mit 3,7-cm Deckkannone, ehemaliges UB 1 der deutschen kaiserlichen Marine
U 10 mit 3,7-cm Deckkannone, ehemaliges UB 1 der deutschen kaiserlichen Marine
colspan="2" style="background:#B0C4DE; color:#Vorlage:Standardfarbe; border-color:#B9BEC4;" | Schiffsdaten
Flagge Deutsches Reich[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]:  Deutsches Reich
Osterreich-UngarnDatei:Austria-Hungary-flag-1869-1914-naval-1786-1869-merchant.svg Österreich-Ungarn
Schiffstyp U-Boot
Klasse UB I
Heimathafen Pola
Bauwerft Germaniawerft, Kiel
Baunummer 239
Bestellung 1. April 1914
Kiellegung 7. Oktober 1914
Stapellauf 22. Januar 1915
Indienststellung 29. Januar 1915
colspan="2" style="background:#B0C4DE; color:#Vorlage:Standardfarbe; border-color:#B9BEC4;" summary="Schiffsmaße und Besatzungszahl" | Schiffsmaße und Besatzung
Länge 27,9 m (Lüa)
Breite 3,15 m
Tiefgang (max.) 2,7 m
Verdrängung aufgetaucht: 127 t
getaucht: 142 t
 
Besatzung 15 Mann
colspan="2" style="background:#B0C4DE; color:#Vorlage:Standardfarbe; border-color:#B9BEC4;" |Maschinenanlage
Maschine 1 × Dieselmotor
1 × Elektromotor
Maschinen­leistungVorlage:Infobox Schiff/Wartung/Leistungsformat Diesel: 60 PS
Elektro: 120 PS
Propeller 2
colspan="2" style="background:#B0C4DE; color:#Vorlage:Standardfarbe; border-color:#B9BEC4;" summary="für U-Boote spezifische Daten" |Einsatzdaten U-Boot
Tauchzeit 22 s
Höchst-
geschwindigkeit
getaucht
9 kn (17 km/h)
Höchst-
geschwindigkeit
aufgetaucht
6 kn (11 km/h)
colspan="2" style="background:#B0C4DE; color:#Vorlage:Standardfarbe; border-color:#B9BEC4;" style="border-color: #FFFFFF;" summary="militärisch relevante Daten" |
colspan="2" style="background:#B0C4DE; color:#Vorlage:Standardfarbe; border-color:#B9BEC4;;" | Bewaffnung

U 10 war ein U-Boot der k.u.k. Kriegsmarine während des Ersten Weltkriegs. Es war das Typboot der UB I-Klasse. Die Indienststellung von U 10 erfolgte ursprünglich als UB 1 bei der Kaiserlichen Marine.

Bau und Indienststellung

U 10 war ein kleines Einhüllenboot mit der Baunummer 239<ref name="Roessler3" /> für den küstennahen Einsatz und wurde am 1. April 1914 bestellt.

Die Kiellegung von U 10 erfolgte am 1. November 1914 bei der Germaniawerft in Kiel als UB 1.<ref name="Con-343" /> Sein Stapellauf fand am 22. Januar 1915 statt.<ref name="Con-343" /> Oberleutnant zur See Franz Wäger stellte UB 1 am 29. Januar 1915 in Dienst der kaiserlichen Marine,<ref name="Bendert" /> jedoch wurde es bereits am 12. Juli 1915 wieder außer Dienst gestellt.<ref name="UB-1" />

Danach wurde das U-Boot in Sektionen zerlegt und per Bahn zum österreichisch-ungarischen Flottenstützpunkt Pola verfrachtet. Hier wurde es wieder zusammengesetzt und danach als U 10 in Dienst gestellt.<ref name="Con-343" /> Die Montagezeit für U 10 ist nicht bekannt. Die Zeit für den Zusammenbau dürfte, wie für das Mitte April 1915 aus Deutschland überführte Schwester-U-Boot UB 3, etwa zwei Wochen betragen haben.<ref name="Messimer" />

Bau und Technik

Das Boot hatte eine Verdrängung von 127 t über und 142 t unter Wasser. Es war ausgerüstet mit einer Antriebswelle, einem Vier-Zylinder-Viertakt 45-kW-Daimler-Dieselmotor und einem 89-kW-Elektromotor für die Unterwasserfahrt.<ref name="Con-343" /><ref name="Bendert" /> U 10 bot Platz für einen Offizier und 13 Mannschaften, war über Wasser bis zu 6,5 kn (12 km/h) und unter Wasser bei einer maximalen Tauchtiefe von 50 Meter bis zu 5,5 kn (10,2 km/h) schnell. Es war in 22 Sekunden komplett getaucht.<ref name="Roessler" />

U 10 war mit zwei Bugtorpedorohren und zwei 45-cm-Torpedos bewaffnet.<ref name="Con-343" /> Aus der Literatur geht nicht hervor, ob U 10 mit dem für UB-I-Boote typischen 7,92-mm-MG 08 ausgestattet war und ob das MG, wenn vorhanden, im österreichisch-ungarischen Dienst beibehalten wurde.<ref name="Con-UBI" /> Eine 3,7-cm-L/23-Schnellladekanone ergänzte die Bewaffnung im Oktober 1916. Im November 1917 wurde sie durch eine 4,7-cm-L/23-Schnellladekanone ersetzt.

Der Treibstoffvorrat belief sich auf 3,5 t Treiböl.<ref name="Roessler3" />

Einsatz und Verbleib

Schon während der Probefahrten in der Adria, am 26. Juni 1915, konnte UB 1 im Golf von Venedig ein italienisches Torpedoboot versenken.<ref name="Bendert" /><ref name="5Pn" /> Während der Erprobung war ein Offizier der k.u.k. Kriegsmarine dem U-Boot als Navigator und zu Ausbildungszwecken zugeteilt.

Linienschiffsleutnant Karl Edler von Unczowski übernahm UB 1 am 12. Juli 1915<ref name="Bendert" /><ref name="KUK-U-10" /> für die k.u.k. Kriegsmarine und stellte es als U 10 in Dienst.<ref name="Con-343" />

Am 11. Mai 1917 kam es zu einer Begegnung zwischen dem britischen U-Boot H4 und U 10. Während H4 vor Pola kreuzte, stieß es auf U 10 und schoss einen Torpedofächer auf das U-Boot. Die beiden Torpedos waren mit einem Öffnungswinkel von 5° auf eine Entfernung von 365 Metern offensichtlich zu weit gezielt, da der Kommandant von H4 beobachtete, dass die Torpedos knapp an Bug und Heck von U 10 vorbeigingen.<ref name="Compton-Hall" />

U 10 lief am 9. Juli 1918 vor der Mündung des Tagliamento auf eine Seemine. Mit schweren Schäden, jedoch ohne Verluste bei der Besatzung, konnte es auf den Strand gesetzt werden. Am 26. Juli 1918 bargen Truppen der k.u.k. Armee U 10 und schleppten es zur Instandsetzung nach Triest. Die Reparaturen waren bis zum Kriegsende nicht abgeschlossen. U 10 ging als Reparationsleistung an Italien und wurde 1920 in Pola abgewrackt.<ref name="Bendert" /><ref name="Compton-Hall" /> Während seiner Dienstzeit in der k.u.k. Kriegsmarine konnte U 10 keine Schiffe versenken.<ref name="KUK-U-10" />

Kommandanten von U 10

Kommandanten von U 10
Dienstgrad Name von bis
Oblt. z.S. Franz Wäger 29. Januar 1915 12. Juli 1915
Linienschiffsleutnant Karl Edler von Unczowski<ref name="KUK-U-10" /> 12. Juli 1915 10. September 1915
Linienschiffsleutnant Leo Prásil 16. September 1915 22. August 1916
Linienschiffsleutnant Otto Molitor 22. August 1916 10. Dezember 1916
Linienschiffsleutnant Hermann Rigele 10. Dezember 1916 11. Juni 1917
Linienschiffsleutnant Albrecht Graf von Attems 15. Juni 1917 26. Juli 1917
Linienschiffsleutnant Robert Dürrial 26. Juli 1917 24. November 1917
Linienschiffsleutnant Andreas Korparic 25. November 1917 17. März 1918
Linienschiffsleutnant Friedrich Sterz 23. Mai 1918 26. Mai 1918
Linienschiffsleutnant Ulmansky von Vracsevgaj 26. Mai 1918 31. August 1918

Einsatzstatistik

Datum Name Typ Tonnage
(BRT)
Nationalität Schicksal
Vorlage:DatumZelle Torpediniere 5 Pn Torpedoboot 120 ItalienDatei:Flag of Italy (1861-1946) crowned.svg Regia Marina versenkt

Galerie

Literatur

  • Wilhelm M. Donko: Österreichisch-ungarische Unterseeboote und ihre Werften 1906–1918, Motorbuch Verlag, Stuttgart 2022, ISBN 978-3-613-04456-2
  • Lothar Baumgartner – Erwin Sieche: Die Schiffe der k.(u.)k. Kriegsmarine im Bild. Verlagsbuchhandlung Stöhr, Wien 1999, ISBN 978-3-901208-25-6.

Weblinks

Einzelnachweise

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U-Boote: UB 1 | UB 2 | UB 3 | UB 4 | UB 5 | UB 6 | UB 7 | UB 8 | UB 9 | UB 10 | UB 11 | UB 12 | UB 13 | UB 14 | UB 15 | UB 16 | UB 17 | UB 18 | UB 19 | UB 20 | UB 21 | UB 22 | UB 23 | UB 24 | UB 25 | UB 26 | UB 27 | UB 28 | UB 29 | UB 30 | UB 31 | UB 32 | UB 33 | UB 34 | UB 35 | UB 36 | UB 37 | UB 38 | UB 39 | UB 40 | UB 41 | UB 42 | UB 43 | UB 44 | UB 45 | UB 46 | UB 47 | UB 48 | UB 49 | UB 50 | UB 51 | UB 52 | UB 53 | UB 54 | UB 55 | UB 56 | UB 57 | UB 58 | UB 59 | UB 60 | UB 61 | UB 62 | UB 63 | UB 64 | UB 65 | UB 66 | UB 67 | UB 68 | UB 69 | UB 70 | UB 71 | UB 72 | UB 73 | UB 74 | UB 75 | UB 76 | UB 77 | UB 78 | UB 79 | UB 80 | UB 81 | UB 82 | UB 83 | UB 84 | UB 85 | UB 86 | UB 87 | UB 88 | UB 89 | UB 90 | UB 91 | UB 92 | UB 93 | UB 94 | UB 95 | UB 96 | UB 97 | UB 98 | UB 99 | UB 100 | UB 101 | UB 102 | UB 103 | UB 104 | UB 105 | UB 106 | UB 107 | UB 108 | UB 109 | UB 110 | UB 111 | UB 112 | UB 113 | UB 114 | UB 115 | UB 116 | UB 117 | UB 118 | UB 119 | UB 120 | UB 121 | UB 122 | UB 123 | UB 124 | UB 125 | UB 126 | UB 127 | UB 128 | UB 129 | UB 130 | UB 131 | UB 132 | UB 133 | UB 134 | UB 135 | UB 136 | UB 137 | UB 138 | UB 139 | UB 140 | UB 141 | UB 142 | UB 143 | UB 144 | UB 145 | UB 146 | UB 147 | UB 148 | UB 149 | UB 150 | UB 151 | UB 152 | UB 153 | UB 154 | UB 155

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