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U-Bahnhof Appellhofplatz

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Appellhofplatz
U-Bahnhof in Köln
Appellhofplatz
Haltestellenteil „Appellhofplatz/Breite Straße“
Basisdaten
Ortsteil Altstadt-Nord
Eröffnet 1968/69
Neugestaltet 2006
Gleise (Bahnsteig) 4 (Seitenbahnsteige)
Koordinaten 50° 56′ 21″ N, 6° 57′ 3″ OKoordinaten: 50° 56′ 21″ N, 6° 57′ 3″ O
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Nutzung
Strecke(n) Innenstadttunnel
Linie(n) 3, 4, 5, 16, 18
Datei:Koeln Stadtbahn AppellhofplatzBreiteStr 2006.jpg
„Appellhofplatz/Breite Straße“ vor dem Umbau 2006
Datei:K-stadtbahn-appellhof-nord.jpg
Haltestellenteil „Appellhofplatz/Zeughaus“

Der Kölner U-Bahnhof Appellhofplatz umfasst die zwei etwa 100 Meter voneinander entfernten Haltestellen Appellhofplatz/Breite Straße und Appellhofplatz/Zeughaus sowie das dazwischen liegende unterirdische Gleisdreieck. An diesem U-Bahnhof halten werktags fahrplanmäßig rund 1000 Züge von fünf Linien an vier Bahnsteigen.

Geschichte

Der U-Bahnhof in der Nähe des oberirdischen Appellhofplatzes ist Teil des Innenstadttunnels, der in den 1960er Jahren von der Stadt Köln als U-Straßenbahnstrecke geplant und aus eigenen Mitteln finanziert wurde. Dies führte zu einer verhältnismäßig einfachen Konstruktion mit engen Kurvenradien und höhengleichen Verzweigungen. Lediglich der Streckenast Friesenplatz–Dom wird kreuzungsfrei unter dem Gleisdreieck hindurchgeführt. Eröffnet wurde die Station in zwei Etappen 1968 (Appellhofplatz/Zeughaus) und 1969 (Appellhofplatz/Breite Straße).

Der deutlich stärker frequentierte Haltestellenteil Breite Straße wurde im Oktober 2006 auf Hochbahnsteige umgebaut, wodurch dort ein stufenloser Einstieg in die Stadtbahnwagen möglich ist. Der Haltestellenteil Zeughaus befindet sich dagegen im weitgehend unveränderten Originalzustand, da dieser Teil mit 2000 Ein- und Aussteigern pro Tag<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Prioritäten bei Bahnsteiganhebungen und Aufzugsnachrüstungen im Kölner Stadtbahnnetz.] Verkehrsausschuss der Stadt Köln, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 6. März 2010.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> die mit Abstand am schwächsten frequentierte Kölner Tunnelhaltestelle darstellt.

Kritik

Verkehrliche Kritik

Das Gleisdreieck gilt heute als Nadelöhr des Innenstadttunnels. Die einander kreuzenden Verbindungen Neumarkt↔Friesenplatz und Neumarkt↔Dom/Hbf verzeichnen werktags 60 Zugfahrten pro Stunde, womit gegenseitige Behinderungen unvermeidlich sind.

Als unverständlich erscheint aus heutiger Sicht insbesondere der Umstand, dass ausgerechnet der am schwächsten frequentierte Ast Friesenplatz↔Dom/Hbf kreuzungsfrei ausgebaut wurde, während auf den anderen beiden Ästen Verzögerungen an der Tagesordnung sind. Allerdings ersetzte die Relation Friesenplatz-Dom eine stark frequentierte Straßenbahnstrecke, während die Äste Richtung Neumarkt neue Verbindungen waren, deren Frequentierung nicht absehbar war.

Mit Fertigstellung der Nord-Süd-Stadtbahn, voraussichtlich Ende der 2020er Jahre, wird die Linie 16 die Station nicht mehr befahren, wodurch 12 Zugfahrten pro Stunde entfallen.

Verwahrlosung

Das Stationsbauwerk wird auf Grund von erheblichen Problemen, darunter Drogenkonsum, Verschmutzung und allgemeine Verwahrlosung als Angstraum beschrieben.<ref>Florian Eßer: Drogen, Fäkalien, Angst: "Froh, wenn ich diesem Drecksloch den Rücken kehren kann". In: t-online. 18. August 2023, abgerufen am 26. November 2023.</ref>

Kölner Köpfe

Die Mittelsäulen in der U-Bahn-Haltestelle Appellhofplatz wurden von den Künstlern Andreas Paulun, Ralf Jesse, Justus Herrmann und Hans-Peter Dürhager gestaltet, die zusammen unter dem Namen „Tabot Velud“ arbeiteten.<ref>Kölns U-Bahnstationen als Kunst-Räume. Abgerufen am 21. Juli 2022.</ref> Eine Tafel an der Schmalseite eines der Bahnsteige nennt einen großen Tabakkonzern als Sponsor.<ref>Barbara Schock-Werner: Kölner U-Bahn-Stationen in der Kritik: Die Kunst in Kölns Untergrund. In: ksta.de. 2. Dezember 2014, abgerufen am 21. Juli 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Vierzig bekannte und unbekannte Kölner Köpfe wurden so an den Säulen verewigt. Die Porträts wurden in dreifacher Ausführung, schwarz-weiß, monochrom und mehrfarbig, auf Aluminiumplatten gesprüht und während einer nächtlichen Aktion angebracht. Unter den porträtierten Kölner Köpfen sind Alfred Biolek, Jürgen Zeltinger, Günter Schulte, Hermann Götting, Willy Millowitsch und Pierre Littbarski.<ref>„Kölner Köpfe“ auf ksta.tv@1@2Vorlage:Toter Link/www.ksta.de (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Juli 2022. Suche im Internet Archive )(Seite in Webarchiven vorhanden, aber Videos nicht archiviert)</ref>

Vorherige Station Stadtbahn Köln Nächste Station
Friesenplatz
← Görlinger-Zentrum
  3   Neumarkt
Thielenbruch →
Friesenplatz
← Bocklemünd
  4   Neumarkt
Schlebusch →
Friesenplatz
← Sparkasse Am Butzweilerhof
  5   Dom/Hbf
Heumarkt →
Neumarkt
← Bonn-Bad Godesberg
  16
Rheinuferbahn
  Dom/Hbf
Niehl Sebastianstraße →
Neumarkt
← Bonn Hauptbahnhof
  18
Vorgebirgsbahn
  Dom/Hbf
Buchheim Herler Straße →

Linien

Linie Linienverlauf Takt
3 Thielenbruch – Dellbrück – Holweide – Buchheim – Buchforst – Koelnmesse – Bf. Deutz/Lanxess Arena Datei:Deutsche Bahn AG-Logo.svg Datei:S-Bahn-Logo.svg – U Severinstraße – U Poststraße – U Neumarkt – U Appellhofplatz (Breite Straße) – U Friesenplatz – U Hans-Böckler-Platz/Bahnhof West Datei:RWB Bahnhof.svg – U Piusstraße – U Körnerstraße – U Venloer Straße/Gürtel (Bf. EhrenfeldDatei:RWB Bahnhof.svg Datei:S-Bahn-Logo.svg – U Leyendeckerstraße – U Rochusplatz – U Akazienweg – Bocklemünd – Mengenich – Görlinger-Zentrum 10 min
4 Leverkusen-Schlebusch – Köln-Dünnwald – HöhenhausMülheim Wiener Platz – Koelnmesse – Bf. Deutz/Lanxess Arena Datei:Deutsche Bahn AG-Logo.svg Datei:S-Bahn-Logo.svg – U Severinstraße – U Poststraße – U Neumarkt – U Appellhofplatz (Breite Straße) – U Friesenplatz – U Hans-Böckler-Platz/Bahnhof West Datei:RWB Bahnhof.svg – U Piusstraße – U Körnerstraße – U Venloer Straße/Gürtel (Bf. EhrenfeldDatei:RWB Bahnhof.svg Datei:S-Bahn-Logo.svg – U Leyendeckerstraße – U Rochusplatz – U Akazienweg – Bocklemünd 10 min
5 Sparkasse Am Butzweilerhof – IKEA Am Butzweilerhof – Alter Flughafen Butzweilerhof – Rektor-Klein-Straße – Margaretastraße – Iltisstraße – Lenauplatz – Nußbaumerstraße – Subbelrather Straße/Gürtel – Liebigstraße – Gutenbergstraße – U Hans-Böckler-Platz/Bahnhof West Datei:RWB Bahnhof.svg – U Friesenplatz – U Appellhofplatz/Zeughaus – U Dom/Hbf Datei:Deutsche Bahn AG-Logo.svg Datei:S-Bahn-Logo.svg – U Rathaus – U Heumarkt 10 min
16 Niehl – Amsterdamer Straße/Gürtel – U Reichenspergerplatz – U Ebertplatz – U Breslauer Platz/Hbf Datei:Deutsche Bahn AG-Logo.svg Datei:S-Bahn-Logo.svg – U Dom/Hbf Datei:Deutsche Bahn AG-Logo.svg Datei:S-Bahn-Logo.svg – U Appellhofplatz (Breite Straße) – U Neumarkt – Barbarossaplatz – Chlodwigplatz – Ubierring – Marienburg – Rodenkirchen – Sürth – Godorf – Wesseling Nord – Wesseling – Wesseling Süd – Urfeld – Widdig – Uedorf – Hersel – Tannenbusch Mitte – Tannenbusch Süd – Propsthof Nord – Bonn West – U Bonn Hbf Datei:Deutsche Bahn AG-Logo.svg Datei:S-Bahn-Logo.svg – U Universität/Markt – U Juridicum – U Bundesrechnungshof/Auswärtiges Amt – U Museum Koenig – U Heussallee/Museumsmeile – Ollenhauerstraße – Olof-Palme-Allee – Max-Löbner-Straße/Friesdorf – Hochkreuz/Deutsches Museum Bonn – U Wurzerstraße – U Plittersdorfer Straße – U Bonn-Bad Godesberg Bf Datei:RWB Bahnhof.svg – U Bad Godesberg Stadthalle 10 min
18 Buchheim – U Bf Mülheim Datei:RWB Bahnhof.svg Datei:S-Bahn-Logo.svg – U Mülheim Wiener Platz – Zoo/Flora – U Reichenspergerplatz – U Ebertplatz – U Breslauer Platz/Hbf Datei:Deutsche Bahn AG-Logo.svg Datei:S-Bahn-Logo.svg – U Dom/Hbf Datei:Deutsche Bahn AG-Logo.svg Datei:S-Bahn-Logo.svg – U Appellhofplatz (Breite Straße) – U Neumarkt – Barbarossaplatz – Eifelwall Datei:RWB Bahnhof.svg – Sülzgürtel – Klettenberg – Efferen – Hürth-Hermülheim – Fischenich – Brühl-Vochem – Brühl Mitte – Brühl Süd – Badorf – Schwadorf – Walberberg – Merten – Waldorf – Dersdorf – Bornheim – Roisdorf West – Alfter – Dransdorf – Bonn West – Bonn Hbf Datei:Deutsche Bahn AG-Logo.svg Datei:S-Bahn-Logo.svg 10 min (Buchheim–Reichenspergerplatz)
5 min (Reichenspergerplatz–Klettenberg)
10 min (Klettenberg–Schwadorf)
20 min (Schwadorf–Bonn)

Weblinks

Einzelnachweise

<references />