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Tom Murphy (Astrophysiker)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Thomas („Tom“) W. Murphy, Jr. ist Professor für Physik an der University of California, San Diego und Mitglied des Center for Astrophysics and Space Sciences.<ref name="ucsd">Tom Murphy bei der UCSD</ref>

Werdegang

Murphy wurde im Jahr 2000 am California Institute of Technology promoviert und arbeitete in Folge als Postdoc an der University of Washington. Anschließend wurde er zum Professor an die University of California, San Diego berufen.<ref>Tom Murphy am CASS</ref> Er ist Koordinator der Apache Point Observatory Lunar Laser-ranging Operation (APOLLO), die vom Apache-Point-Observatorium aus Versuche mit Lunar Laser Ranging durchführt. Dabei gelang es seinem Team, den verschollenen russischen Rover Lunochod 1 auf der Mondoberfläche aufzuspüren.<ref>T. W. Murphy Jr, E. G. Adelberger, J. B. R. Battat, C. D. Hoyle, N. H. Johnson, R. J. McMillan, E. L. Michelsen, C. W. Stubbs, H. E. Swanson: „Laser Ranging to the Lost Lunokhod 1 Reflector“. arxiv:1009.5720.</ref> Aktuelles Forschungsgebiet sind Tests der Allgemeinen Relativitätstheorie<ref name="ucsd" /> sowie nachhaltige Energieversorgung<ref>Energy on the Home Front. Artikel für die zweite Konferenz der American Physical Society zur Physik nachhaltiger Energieversorgung</ref>.

Blog „Do the Math“

Murphy ist bekannt für seinen Blog „Do the Math“,<ref>Tom Murphy: Time to be honest with ourselves about our looming energy risks. Interview mit Chris Martenson in: energybulletin.net, 15. Mai 2012</ref> in dem er „einen Blick mit den Augen eines Astrophysikers auf gesellschaftliche Angelegenheiten wie Energieproduktion, Klimawandel und Wirtschaftswachstum wirft.“<ref>Übersetzt nach: Tom Murphy Interview: Resource Depletion is a Bigger Threat than Climate Change.</ref> Er stellt, basierend auf thermodynamischen Argumenten,<ref>Galactic Scale Energy, 12. Juli 2011.</ref> die Vorstellung von unbegrenztem Wirtschaftswachstum in Frage<ref>Can Economic Growth Last?, 14. Juli 2011</ref> und präsentiert Vorschläge für zukünftige Energieversorgung<ref>Kategorie: Personal Energy von Do the Math</ref> und Verkehr.<ref>Post Index von Do the Math</ref>

Bereits 2011 berechnete er die Sinnhaftigkeit des Konzepts eines Hubspeicherkraftwerkes oder einer gravity battery bei der meist Betonklötze mit Kränen auf und ab gestapelt werden. Er stellt fest, dass man mit Hubspeicherkraftwerken zwar ganz konkret Lageenergie auf ein Regalbrett legen kann, kommt jedoch zum Schluss, dass Schwerkraft-Batterien unglaublich schwach seien im Vergleich zu chemischen Speichern, Druckluftspeichern oder Schwungradspeichern. Um die Energie in einer üblichen Mignonzelle (AA-Zelle) mit ca. 3 Wh gravitativ zu speichern, müsste man 100 kg um 10 m höher heben.<ref>Tom Murphy: Pump Up the Storage. 15. November 2011, abgerufen am 29. September 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)): „It is called a potential energy because it is possible to put the invested energy on a shelf—literally, in fact—to be accessed later. ... The main problem with gravitational storage is that it is incredibly weak compared to chemical, compressed air, or flywheel techniques (see the post on home energy storage options). For example, to get the amount of energy stored in a single AA battery, we would have to lift 100 kg (220 lb) 10 m (33 ft) to match it.“</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

<references />