Notice: Unexpected clearActionName after getActionName already called in /var/www/html/includes/context/RequestContext.php on line 338
Europaregion Tirol–Südtirol–Trentino – Wikipedia Zum Inhalt springen

Europaregion Tirol–Südtirol–Trentino

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Tirol-Südtirol-Trentino)
Europaregion Tirol - Südtirol - Trentino
Euregio Tirolo - Alto Adige - Trentino
Logo der Organisation
 
Datei:Eurorregión Tirol-Tirol del Sur-Trentino.png
Bild
Lage der Europaregion in Mitteleuropa
Euregio Tirol-Alto Adige-Trentino Italienisch
Sitz der Organe Bozen
Vorsitz Arno Kompatscher ( Südtiroler Volkspartei I SVP)
Generalsekretär Christoph von Ach
Mitgliedstaaten

OsterreichDatei:Flag of Austria.svg Österreich
ItalienDatei:Flag of Italy.svg Italien

Assoziierte Mitglieder TirolDatei:AUT Tirol COA.svg Land Tirol
SudtirolDatei:Suedtirol CoA.svg Südtirol
TrentinoDatei:Trentino CoA.svg Trentino
Amts- und Arbeitssprachen

Deutsch, Italienisch, Ladinisch, Zimbrisch, Fersentalerisch

Fläche 26.255 km²
Einwohnerzahl ca. 1,86 Mio.
Bevölkerungsdichte 71 Einwohner pro km²
Bruttoinlandsprodukt ca. 67 Mrd. Euro
Bruttoinlandsprodukt pro Einwohner ca. 37.222 Euro
Gründung 2011 (als EVTZ)
Währungen

Euro

Hymne Windows to the Sun. (Anmerkung: es handelt sich um eine Musikkomposition der Euregio: [1])
Oberorganisation Bundesland Tirol, Autonome Provinz Bozen-Südtirol, Autonome Provinz Trient
www.europaregion.info
Datei:Iselsbergpass-S.jpg
Informationstafel an der östlichen Regionsgrenze
(hier: Iselsbergpass)
Datei:Wimpel der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino.jpg
Wimpel mit Flaggen der Europaregion

Die Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) wurde mit dem Ziel gegründet, die Staatsgrenzen überschreitende Zusammenarbeit der seit 1918 geteilten Tiroler Landesteile in Österreich (Nord- und Osttirol, heute Bundesland Tirol) und in Italien (Südtirol und Trentino) zu fördern.

Überblick

Die Zusammenarbeit der drei Landeshauptleute in nahezu allen Bereichen soll auch die kulturelle Identität der Menschen der Region stärken. Es finden gemeinsame Landtage statt, die „Dreierlandtage“ seit 1991 als gemeinsame Sitzungen des Südtiroler Landtages, des Tiroler Landtages sowie des Landtages der Autonomen Provinz Trient, beziehungsweise „Viererlandtage“ (mit Vorarlberg), und auch das gemeinsame kulturelle und politische Leben wird vertieft.

Aufgrund der von der Europäischen Union und im Schengen-Raum angestoßenen Harmonisierungstendenzen geht die Bedeutung der Staatsgrenze im Tiroler Raum zurück. Darüber hinaus trägt der Euro als gemeinsame Währung zusätzlich zum wirtschaftlichen Zusammenwachsen der Großregion bei. Im Jahre 2011 fand außerdem die Institutionalisierung der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino in Form eines Europäischen Verbunds territorialer Zusammenarbeit (EVTZ) statt. Der EVTZ ist ein von der EU vorgesehener Zusammenschluss von Ländern, mit dem eine Zusammenarbeit auf eine höhere, institutionelle Ebene gehoben werden kann.<ref>www.europaregion.info. Abgerufen am 2. Januar 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Seit 1995 betreiben die drei Länder ein gemeinsames Verbindungsbüro in Brüssel.

Die Euregio hat am 23. Dezember 2009 ein gemeinsames Büro an der Eurac in Bozen eröffnet.<ref>News | Autonome Provinz Bozen - Südtirol. Abgerufen am 10. Juli 2023.</ref> Der Hauptsitz wurde im Juli 2020 von der Eurac in das Bozner Waaghaus verlegt.<ref>News | Autonome Provinz Bozen - Südtirol. Abgerufen am 10. Juli 2023.</ref> Seit 2021 führt die Euregio ebenfalls Büros („Informations- und Koordinierungsstellen“) in Innsbruck<ref>Euregio goes Innsbruck - Das neue Büro in Tirols Landeshauptstadt. 10. Juli 2023, abgerufen am 10. Juli 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> und Trient.<ref>Ufficio di informazione e coordinamento a Trento. 10. Juli 2023, abgerufen am 10. Juli 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Im Juli 2014 luden die Landeshauptleute Arno Kompatscher, Ugo Rossi und Günther Platter bei einer zweitägigen Veranstaltung auf Schloss Prösels dazu ein, über das Europa der Regionen zu diskutieren, mit dem Anspruch der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino darin eine Vorreiterrolle einzunehmen. Einschlägige Experten und Vordenker konnten für die Veranstaltung gewonnen werden.<ref>Tausche Euregio gegen BBT</ref> Dabei traf sich auch politische Prominenz aus Wien und Rom, um dem EVTZ Projekt ihre Unterstützung zuzusichern.<ref>Europatagung auf Prösels: Hochkaräter diskutieren über Europa der Regionen</ref>

Der EVTZ hat seine Gründungsverträge im Jahr 2021 überarbeitet,<ref>News | Autonome Provinz Bozen - Südtirol. Abgerufen am 10. Juli 2023.</ref> und dadurch die Möglichkeit für eine stärkere Einbindung von Bürgern und Gemeinden geschaffen. Der erste Euregio-Bürgerrat fand Ende September 2022 in Arco statt.<ref>Amt der Tiroler Landesregierung: Euregio-Bürgerinnenrat. 7. Oktober 2022, abgerufen am 10. Juli 2023.</ref> Dort haben die Bürger konkrete Vorschläge entwickelt, wie die Euregio Tirol-Südtirol-Trentino in ihren Gemeinden und im gesamten Gebiet der Euregio sichtbarer und erlebbarer werden kann. Die Ergebnisse wurden den Landeshauptleuten im Jänner 2023 im Waaghaus vorgestellt.<ref>Amt der Tiroler Landesregierung: BürgerInnenrat präsentiert Vorschläge für lebendige Euregio Tirol-Südtirol-Trentino. 23. Januar 2023, abgerufen am 10. Juli 2023.</ref>

Territoriale Ausdehnung

Datei:Tirol-Suedtirol-Trentino.svg
Die drei Länder der Region:
Tirol Südtirol Trentino

Heute definiert sich die Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino als die Summe der zwei Provinzen Trient, Bozen-Südtirol und dem Bundesland Tirol. Die Europaregion erstreckt sich auf einer Fläche von 26.255 km² und zählt etwa 1.860.000 Einwohner (Stand 2024/25). Das Bruttoinlandsprodukt beträgt 67,6 Milliarden Euro.

Ursprünglich wurde die Europaregion gemeinsam mit Vorarlberg gegründet. So kam es 1991 zu einem ersten Viererlandtag in Meran. Bereits im Zuge des zweiten Viererlandtages in Innsbruck 1993 gab der Vorarlberger Landtagspräsident Bertram Jäger den Wunsch nach selektiver und somit reduzierter Mitarbeit bekannt. Zitat aus dem Protokoll: Er begründete diese Haltung Vorarlbergs mit dem Hinweis, dass neben der Euregio Tirol auch eine Euregio Bodensee im Entstehen sei und dass sich Vorarlberg aus historischen, kulturellen und geographischen Gründen eher letzterer zugehörig fühle und dort auch konkret mitarbeiten wolle. Dieses klare Bekenntnis zur Euregio Bodensee schließe aber eine Mitarbeit Vorarlbergs im Rahmen des Viererlandtages nicht aus, nur müsse diese Mitarbeit eine reduzierte, selektive, das heißt auf jene Bereiche beschränkte Mitarbeit sein, die Vorarlberg auch direkt berühren und interessieren. Präsident Jäger fügte hinzu, dass somit eine Neupositionierung bzw. ein Überdenken der Rolle Vorarlbergs im Rahmen des Viererlandtages unerlässlich und auch im Interesse der anderen drei Partner sei, da Vorarlberg auf keinen Fall als Bremser oder Hemmschuh auftreten und dadurch den Spielraum der anderen drei Landtage einengen möchte.<ref>http://www.landtag-bz.org/de/dreier-landtag/innsbruck-1993.asp Innsbruck 1993</ref> Fortan beschränkte sich Vorarlberg auf eine Beobachterrolle, entsandte zu den folgenden Dreierlandtagen aber stets seinen Landtagspräsidenten.

Datei:Comuni e data di cambio provincia.jpg
Gemeinden und das Jahr des Provinzwechsels

Wenn auch nicht offiziell betont, gibt es eine gewisse historische Verbundenheit mit jenen Gemeinden, die unter dem italienischen Faschismus vom ursprünglichen Gebiet abgetrennt wurden: die drei ladinischen Gemeinden des Souramonts (heute Provinz Belluno), die Gemeinde Pedemonte (heute Provinz Vicenza), sowie die Gemeinden Magasa und Valvestino (beide heute Provinz Brescia). Im Herbst 2014 wurde beim Dreierlandtag in Schwaz beschlossen, den drei Gemeinden des Souramonts zur verstärkten Zusammenarbeit eine Beobachterrolle einzuräumen.<ref>Europaregion: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein.</ref> Weiters hatte im März 2015 die Provinz Belluno um Aufnahme als Beobachter angefragt.<ref>EVTZ/BL: Der Briefwechsel</ref>

Flächen und Einwohnerzahlen

Landesteil Fläche in km² Einwohner
Nordtirol 10.627,84 728.649
Osttirol 02.020,12 049.011
Südtirol 07.400,43 539.386
Trentino 06.206,90 546.709
Europaregion 26.255,29 1.863.7550
Einwohner-Stand Österreich: 1. Jänner 2025
Einwohner-Stand Italien: 31. Dezember 2024

Weitere überregionale Projekte und Organisationen

Im Sinne der sprachübergreifenden, überregionalen Zusammenarbeit im europäischen Kontext interagiert der EVTZ mit anderen kooperativen, teils überlappenden, teils ergänzenden Projekten. Zu nennen sind:

Präsidentschaft

Die Präsidentschaft rotiert alle zwei Jahre im Oktober zwischen den Mitgliedsländern. Das Land, welches die Präsidentschaft innehat, stellt auch den Generalsekretär.<ref>Europaregion: Satzung und Organe. 17. Mai 2021, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 17. Mai 2021; abgerufen am 17. Mai 2021.</ref>

Literatur

  • Andrej Werth: Raum – Region – Tirol. Die (De-)Konstruktion politischer Räume am Beispiel der Europaregion Tirol – Südtirol – Trentino (= Marie Jahoda Sozialwissenschaftliche Studien. Band 4). Peter Lang, Lausanne 2011, ISBN 978-3-631-60703-9.

Weblinks

Commons: Europaregion Tirol–Südtirol–Trentino – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein