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Tinea capitis

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Datei:Teigne tondante enfant.jpg
Tinea capitis

Tinea capitis („Scherpilzflechte“, veraltet auch Kahlgrind, Ringwurm, Kringwurm oder scherende Flechte<ref>A. Müller, R. W. Schlecht, Alexander Früh, H. Still: Der Weg zur Gesundheit: Ein getreuer und unentbehrlicher Ratgeber für Gesunde und Kranke. 2 Bände. 31. bis 44. Auflage. Band 2. C. A. Weller, Berlin 1929, S. 236 (1901; 3. Auflage: 1906, 9. Auflage: 1921).</ref>) ist eine Dermatophytose (synonym: Tinea) im Bereich der behaarten Kopfhaut ({{#invoke:Vorlage:lang|full|CODE=la |SCRIPTING=Latn |SERVICE=lateinisch}} ‚Kopf‘). Sie tritt vor allem bei Kindern vor der Pubertät auf. Dermatophytosen im Bereich des Barthaars werden als Tinea barbae bezeichnet.

Erreger

Auslöser einer Tinea capitis sind anthropophile Dermatophyten wie Trichophyton rubrum, Trichophyton violaceum, Trichophyton tonsurans und in Afrika auch Trichophyton soudanense. Der Erbgrind (Tinea capitis profunda) wird durch Trichophyton schoenleinii verursacht. Zoophile, also von Tieren auf den Menschen übertragene Auslöser einer Tinea capitis sind Trichophyton mentagrophytes, Trichophyton verrucosum und Microsporum canis.

In Europa dominiert derzeit Microsporum canis, in den USA Trichophyton tonsurans.

Klinisches Bild

Das klinische Erscheinungsbild ist abhängig vom Erreger und dem Immunstatus. Milde Formen zeigen sich in kreisrunden schuppigen Veränderungen mit Haarausfall. Die Erkrankung durch zoophile Erreger verläuft meist stärker und kann durch starke Entzündungsreaktionen bis hin zu einem Kerion celsi gekennzeichnet sein. Infektionen mit Trichophyton tonsurans verlaufen bei Erwachsenen meist ohne sichtbare Symptome.

Behandlung und Vorbeugung

Zur Behandlung werden meist Antimykotika, sowohl lokal als auch systemisch eingesetzt. Die Behandlungsdauer kann bis zu drei Monaten betragen. Historisch wurde die Tinea capitis auch mit ionisierender Strahlung behandelt, was in Israel als Ringelflechte-Affäre in die Geschichte einging.

Vorbeugend sind das Vermeiden des gemeinschaftlichen Gebrauchs von Kämmen, Bürsten und Handtüchern sowie hygienische Vorsichtsmaßnahmen beim Umgang mit Tieren.

Literatur

  • Andreas Plettenberg, Wilhelm Meigel, Helmut Schöfer (Hrsg.): Infektionskrankheiten der Haut. Grundlagen, Diagnostik und Therapiekonzepte für Dermatologen, Internisten und Pädiater. 3., vollständig überarbeitete Auflage. Georg Thieme, Stuttgart u. a. 2010, ISBN 978-3-13-137733-3, S. 191–193.
  • Peter Mayser, Pietro Nenoff, Dieter Reinel et al.: S1-Leitlinie „Tinea capitis“. (PDF; 0,1 MB) derma.de; {{#invoke:Vorlage:Handle|f|scheme=doi|class=plainlinks|parProblem=Problem|errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Parameter:DOI|errClasses=error editoronly|errHide=1|errNS=0 4 10 100}}
  • {{#if: S1|S1-|}}Leitlinie Tinea capitis und Tinea der freien Haut{{#if: | der {{{4}}}|}}. In: AWMF online {{#if: |(Stand {{{5}}})|}}

Einzelnachweise

<references />

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