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Tiarlelo

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(Weitergeleitet von Tiar Lelo)
Tiarlelo
Datei:2022-11-03 Tiarlelo 2.jpg
Grundschule von Tiarlelo (2022)
Daten
Fläche 8,36 km²<ref name="Cen2015">Direcção-Geral de Estatística: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Ergebnisse der Volkszählung von 2015 (Memento vom 23. September 2019 im Internet Archive).</ref>
Einwohnerzahl 532 (2022)<ref name="Cen2022">Institutu Nasionál Estatístika Timor-Leste: Final Main Report Census 2022, abgerufen am 18. Mai 2022.</ref>
Chefe de Suco Miguel dos Santos
(Wahl 2016)
Aldeias Einwohner (2015)<ref name="Cen2015" />
Tiarlelo-Ilat 162
Cotabot 188
Soilacudu 140
Tiarlelo (Osttimor)
Tiarlelo (Osttimor)
Koordinaten: 8° 56′ S, 125° 23′ O
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Tiarlelo (Tirlelo, Tiar Lelo, Ciar Lelo) ist ein osttimoresischer Suco im Verwaltungsamt Atsabe (Gemeinde Ermera).

Geographie

Tiarlelo
Orte Position<ref name="Statistik"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Atlanten der zwölf Gemeinden und der Sonderverwaltungsregion Osttimors, Stand 2019 (Memento vom 17. Januar 2021 im Internet Archive) (Direcção-Geral de Estatística DGE).</ref> Höhe
Lebutilau 8° 54′ 48″ S, 125° 21′ 13″ O
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620 m
Tiarlelo 8° 55′ 30″ S, 125° 22′ 33″ O
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1104 m
Datei:Tiarlelo 2017-04-15 2.jpg
Wohnhaus in Tiarlelo (2017)
Datei:Tiarlelo 2017-04-15.jpg
Wohnhaus in Tiarlelo (2017)

Der Suco liegt im Nordwesten des Verwaltungsamts Atsabe. Nördlich liegt der Suco Leimea Leten, östlich der Suco Malabe, südöstlich der Suco Atara, südlich der Suco Batu Mano und westlich der Suco Laubono. Die Grenze zu Leimea Leten bildet der Fluss Magapu, die Grenze zu Laubono und Batu Mano der Baluani in den der Magapu mündet. Es sind Nebenflüsse des Lóis.<ref name="GIS"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Timor-Leste GIS-Portal (Memento vom 30. Juni 2007 im Internet Archive)</ref>

Tiarlelo hat eine Fläche von 8,36 km²<ref name="Cen2015" /> und teilt sich in die drei Aldeias Tiarlelo-Ilat, Cotabot (Kota Bot) und Soilacudu.<ref>Jornal da República: Diploma Ministerial n.° 16/2017, mit Korrekturen vom 9. Mai 2017, abgerufen am 12. März 2019.</ref>

Der Ort Tiarlelo liegt im Osten des Sucos, auf einer Meereshöhe von 1104 m. Hier befindet sich die Grundschule des Sucos, die Escola Tiarlelo.<ref name=Poll>Liste der Wahllokale zu den Parlamentswahlen in Osttimor 2007 (PDF-Datei; 118 kB)</ref> Tiarlelo bildet das kulturelle Zentrum von Atsabe, da hier der Koronel bote der Region lebte. Allerdings werden die Koronel bote dieser Familie in einigen mündlichen Überlieferungen als Usurpatoren bezeichnet, welche die Herrschaft von Laclo und Leimea übernahmen.<ref name="Died">Andrea K. Molnar: Died in the service of Portugal</ref>

Neben Tiarlelo im Osten befindet sich im Suco noch das Dorf Lebutilau im Nordwesten.<ref name="UNMIT"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />UNMIT: Timor-Leste District Atlas version02, August 2008 (Memento vom 3. Dezember 2011 im Internet Archive) (PDF; 584 kB)</ref>

Einwohner

In Tiarlelo leben 532 Einwohner (2022), davon sind 277 Männer und 255 Frauen. Im Suco gibt es 90 Haushalte.<ref name="Cen2022" /> Über 97 % der Einwohner geben Kemak als ihre Muttersprache an. Minderheiten sprechen Bunak oder Tetum Prasa.<ref>Ergebnisse des Zensus 2010 für den Suco Tiarlelo (tetum; PDF; 8,5 MB)</ref>

Geschichte

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Datei:2016-06-30 Tiarlelo 5.jpg
Feierlichkeiten in Tiarlelo (2016)

Leimea und Laclo werden in mündlichen Überlieferungen als Ursprung der Kemak bezeichnet, allerdings wurde noch vor der Kolonialzeit Tiarlelo das kulturelle und politische Zentrum, da dort der Koronel bote (Tetum: Liurai) lebte. Die Koronel bote dieser Familie werden aber in einigen mündlichen Überlieferungen als Usurpatoren bezeichnet, welche die Herrschaft von Laclo und Leimea übernahmen. Die Atsabe-Kemak dominierten die gesamten von den Kemak bewohnten Gebiete in Osttimor. Das betraf neben der Region von Atsabe, die Kemak-Reiche Deribate und Leimea in Ermera und tributpflichtige Gebiete im Norden des heutigen Bobonaro, im nördlichen Ainaro und im Gebiet von Suai.<ref name="Died">Andrea K. Molnar: Died in the service of Portugal</ref> Die Kemak-Reiche standen wiederum unter der Oberhoheit des Tokodede-Reichs von Maubara.<ref name="DK300" details="S. 55 & 188.">Douglas Kammen: Three Centuries of Conflict in East Timor. Rutgers University Press, 2019, ISBN 978-0-8135-7412-7 (degruyter.com [abgerufen am 8. November 2025]).</ref> Bereits in einer Version der Legende der Gründung Maubaras werden die Herrscher von Mau-Ubo (Mahubo) und der Kemak aus Atsabe, Leimea, Deribate als untergeordnete Herrscher aufgeführt.<ref name="DK300" details="S. 186." />

Anfang Januar 2003 wurden Tiarlelo und Laubono von bis zu 15 mit Sturmhauben maskierten Banditen mit automatischen Waffen und alten indonesischen Uniformen überfallen, 25 km von der Grenze zu Indonesien entfernt. Drei Menschen wurden getötet und fünf verletzt. Die Verteidigungskräfte Osttimors schickten daraufhin 180 Soldaten für Polizeiaufgaben in die Region.<ref>The Age, Bericht über den Zwischenfall Jan. 2003 in Atsabe</ref> Mitglieder von Colimau 2000 – einer Organisation, die von ehemaligen im Untergrund arbeitenden Jugendaktivisten gegründet wurde – wurden beschuldigt, in die Überfälle verwickelt gewesen zu sein, bei denen insgesamt sieben Menschen starben. Massenverhaftungen folgten, doch von den Gerichten wurden alle Verdächtige wieder freigelassen.<ref>The Australian: Four believed dead in more Timor violence, 16. November 2006, abgerufen am 6. Februar 2016.</ref>

Politik

Datei:2016-06-30 Tiarlelo, CdS Miguel dos Santos.jpg
Miguel dos Santos (2016)

Bei den Wahlen von 2004/2005 wurde Miguel dos Santos zum Chefe de Suco gewählt<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Secretariado Técnico de Administração Eleitoral STAE: Eleições para Liderança Comunitária 2004/2005 - Resultados (Memento vom 4. August 2010 im Internet Archive)</ref> und 2009 und 2016 in seinem Amt bestätigt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Secretariado Técnico de Administração Eleitoral STAE: Eleições para Liderança Comunitária 2009 - Resultados (Memento vom 4. August 2010 im Internet Archive)</ref><ref>Jornal da República: Lista Naran Xefe Suku Eleito 2016, 2. Dezember 2016, abgerufen am 17. Juni 2020.</ref>

Weblinks

Commons: Tiarlelo – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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Die administrativen Grenzen innerhalb Osttimors haben sich 2015 geändert. Dieser Artikel muss daher geprüft und gegebenenfalls aktualisiert werden. Siehe Neue administrative Grenzen.

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