Zum Inhalt springen

Thymom

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
{{#ifeq:|ja|Klassifikation nach ICD-10-GM|Klassifikation nach ICD-10}}
{{#if: D15.0 | D15.0 | Eintrag fehlt }} Gutartige Neubildung des Thymus | Eintrag fehlt }}
C37 Bösartige Neubildung des Thymus
{{{03-BEZEICHNUNG}}}
{{{04-BEZEICHNUNG}}}
{{{05-BEZEICHNUNG}}}
{{{06-BEZEICHNUNG}}}
{{{07-BEZEICHNUNG}}}
{{{08-BEZEICHNUNG}}}
{{{09-BEZEICHNUNG}}}
{{{10-BEZEICHNUNG}}}
{{{11-BEZEICHNUNG}}}
{{{12-BEZEICHNUNG}}}
{{{13-BEZEICHNUNG}}}
{{{14-BEZEICHNUNG}}}
{{{15-BEZEICHNUNG}}}
{{{16-BEZEICHNUNG}}}
{{{17-BEZEICHNUNG}}}
{{{18-BEZEICHNUNG}}}
{{{19-BEZEICHNUNG}}}
{{{20-BEZEICHNUNG}}}
{{{21-BEZEICHNUNG}}}
{{#ifeq:|ja|ICD-10 online (GM-Version 2026)|ICD-10 online (WHO-Version 2019)}}
{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 30}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 29}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 28}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 27}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 26}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 25}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 24}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 23}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 22}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 21}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 20}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 19}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 18}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 17}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 16}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 15}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 14}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 13}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 12}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 11}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 10}}{{#if:|Vorlage:Infobox ICD/Wartung/Para 05}}

Vorlage:Infobox International Classification of Diseases 11

Datei:Thymom - CT axial.jpg
Thymom in der Computertomographie
Datei:Thymom - CT Biopsie.jpg
CT-gesteuerte Biopsie bei einem unklaren Herd im vorderen Mediastinum. Die histologische Untersuchung ergab ein Thymom.
Datei:Thymuskarzinom Plattenepithel - CT axial - 001.jpg
Thymuskarzinom (Plattenepithel) in der Computertomographie

Thymom ist der medizinische Fachausdruck für einen Tumor des Thymus (deutsch auch Bries genannt). Ungefähr drei Viertel dieser Tumoren sind gutartig, und nur ein Viertel ist bösartig. Die bösartigen werden malignes Thymom oder Thymuskarzinom genannt. Im entfernteren Sinne ist auch das Thymuskarzinoid als Geschwulst innerhalb des Thymus zu den bösartigen Thymustumoren zu zählen.

Symptome

Etwa 30 % der Patienten sind zum Diagnosezeitpunkt asymptomatisch.<ref>I. G. Schmidt-Wolf, J. K. Rockstroh, H. Schüller u. a.: Malignant thymoma: current status of classification and multimodality treatment. In: Ann Hematol. 82 (2), 2003, S. 69–76. PMID 12601482.</ref> Symptome können unter anderem Husten, Druckgefühl im Brustkorb oder Luftnot sein.

Gelegentlich kann ein Thymom auch durch ein paraneoplastisches Syndrom auffallen. Bei 25 % aller Thymome findet sich eine Myasthenia gravis<ref>Margaret Seton, Carol C. Wu, Abner Louissaint: Case 26-2013 — A 46-Year-Old Woman with Muscle Pain and Swelling. In: New England Journal of Medicine. 2013, Band 369, Ausgabe 8 vom 22. August 2013, S. 764–773; doi:10.1056/NEJMcpc1208152.</ref>, aber auch eine Polymyositis, eine Arthritis oder ein Sjögren-Syndrom, eine Erythrozytenaplasie, eine Riesenzell-Myokarditis, eine Hypogammaglobulinämie, autoimmune Bewegungsstörungen und andere Autoimmunerkrankungen können auftreten. Ursache ist häufig die fehlende Genexpression des autoimmune regulator genes (AIRE), das die normale Elimination von autoreaktiven T-Lymphozyten im Thymus verstärkt.

Ein Thymuskarzinoid lässt sich durch die karzinoidtypische Trias aus Durchfall, Flush (Erröten) und kardialen Beschwerden vermuten.

Diagnostik

Hinweise auf ein Thymom ergeben sich schon im Röntgenbild des Brustkorbes bei Vorliegen einer unklaren vorderen mediastinalen Raumforderung. Es zählt zu den mnemotechnisch oft zitierten vier T’s in der Differentialdiagnostik der vorderen mediastinalen Raumforderungen (Teratom, Thymom, Glandula thyroidea und terrible lymphoma“). Zur Standarddiagnostik gehört die Computertomographie (CT). Zur Unterscheidung von gutartigen und bösartigen Tumoren ist stets die Entnahme einer Gewebeprobe (Biopsie) und deren feingewebliche Untersuchung nötig.

In der WHO-Klassifikation wird nach dem morphologischen Aussehen der epithelialen Zellen unterteilt:

  • Typ A – die epithelialen Zellen sind vorwiegend oval oder spindelförmig und ähneln den normalen medullären epithelialen Zellen des Thymus
  • Typ B – die epithelialen Zellen sind vorwiegend rund oder vieleckig und ähneln den normalen corticalen epithelialen Zellen des Thymus. Nach Stärke der zytologischen Atypie werden noch die Typen B1, B2 und B3 unterschieden.
  • Typ C – Thymuskarzinom

Behandlung

Die beste Behandlung ist die komplette chirurgische Entfernung des Tumors. Eine unvollständige Entfernung ist mit einer hohen Rezidivrate und einer schlechten Prognose verbunden. Der Eingriff wird entweder über einen Zugang mit Durchtrennung des Brustbeins durchgeführt oder minimalinvasiv mit Operationsrobotern.<ref name="Stachowicz-Stencel">Teresa Stachowicz-Stencel et al.: Thymoma and thymic carcinoma in children and adolescents:TheEXPeRT/PARTNER diagnostic and therapeutic recommendations. In: Pediatr Blood Cancer Band 68, Suppl. 4, 2021, e29042. doi:10.1002/pbc.29042</ref>

Ist die komplette chirurgische Entfernung nicht möglich, kann eine Strahlentherapie angezeigt sein. Sie wird entweder adjuvant oder palliativ durchgeführt.<ref name="Stachowicz-Stencel" />

Eine Chemotherapie wird meist mit Anthracyclin-basierten Protokollen durchgeführt. Dabei kommen CAP (Cyclophosphamid, Doxorubicin und Cisplatin), ADOC (Doxorubicin, Cisplatin, Vincristin und Cyclophosphamid) oder AC (Amrubicin und Carboplatin) zum Einsatz, wobei das CAP-Protokoll das bevorzugte ist.<ref name="Stachowicz-Stencel" />

Die Möglichkeiten einer Immuntherapie sind bislang wenig erforscht, sodass eine abschließende Bewertung ihres Nutzens bislang aussteht. Der monoklonale Antikörper Pembrolizumab konnte bei einem von 40 Patienten eine Remission erzielen. Auch Nivolumab, Framucirumab, Sunitinib und Cixutumumab sind in Einzelstudien getestet worden.<ref name="Stachowicz-Stencel" />

Thymome bei Tieren

Auch bei Tieren ist das Auftreten von Thymomen bekannt, beschrieben sind sie unter anderem bei Hunden, Katzen, Kaninchen und Frettchen. Während sie bei Hunden und Katzen selten sind treten sie beim Kaninchen relativ häufig auf. Die Symptomatik ist bei allen Tieren hauptsächlich dominiert von der Raumforderung, die zu einem reduzierten Lungenvolumen führt. Andere Symptome sind speziesspezifisch möglich.

Beim Hauskaninchen machen Thymustumoren etwa 10 % aller Tumoren aus und werden vor allem bei älteren Tieren beobachtet. Im Gegensatz zu anderen Tierarten zeigt der Thymus bei Kaninchen keine Involution, sondern ist auch beim erwachsenen Tieren erhalten. Am häugfigsten sind Thymome, seltener treten auch Thymuslymphome und Thymuskarzinome auf. Thymome metastasieren bei Kaninchen nur selten, führen aber durch die Raumforderung häufig zu schwerwiegenden Symptomen. Zudem werden sie zumeist erst in einem weit fortgeschrittenen Stadium erkannt. Die Symptome entwickeln sich schleichend und unspezifisch zunächst als Konditionsverlust. Typisch sind im weiteren Verlauf ein beidseitiger Exophthalmus infolge einer Hypertonie, Fressunlust, Atemnot, Husten und Abmagerung. Aufwendige chirurgische Eingriffe werden beim Kaninchen eher selten durchgeführt. Daher dominiert die palliative Therapie mit Blutdrucksenkern und Prednisolon. Letzteres kann das Wachstum von Lymphomen hemmen. Die Strahlentherapie ist bei Kaninchen erfolgversprechend.<ref>Andres KM, Kent M, Siedlecki CT, Mayer J, Brandão J, Hawkins MG, Morrisey JK, Quesenberry K, Valli VE, Bennett RA. The use of megavoltage radiation therapy in the treatment of thymomas in rabbits: 19 cases., Vet Comp Oncol. 2012 Jun;10(2):82-94. doi:10.1111/j.1476-5829.2011.00273.x</ref><ref>Thymom und Lymphom bei Kaninchen</ref>

Beim Haushund zählt das Thymom zu den seltenen Tumoren. Auch hier sind die vorherrschenden Symptome Atemnot, Abgeschlagenheit und Husten. Häufig tritt eine Hyperkalzämie und Neutrophilie auf. Die Chirurgie ist mit einem medianen Überleben von 790 Tagen bei oparablen Tumoren die Therapie der Wahl.<ref>Zitz JC, Birchard SJ, Couto GC, Samii VF, Weisbrode SE, Young GS. Results of excision of thymoma in cats and dogs: 20 cases (1984–2005). J Am Vet Med Assoc. 2008 Apr 15;232(8):1186-92. doi:10.2460/javma.232.8.1186. PMID 18412532</ref> Metastasen in die regionalen Lymphknoten haben eine bessere Behandlungsaussicht als Fernmetastasen.<ref>A.D. Yaleet al.: Thymic epithelial tumours in 51 dogs: Histopathologic and clinicopathologic findings. In: Vet Comp Oncol. 2021, S. 1–9. doi:10.1111/vco.12705</ref>

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

[{{canonicalurl:Commons:Category:{{#if:Thymoma|Thymoma|Thymom}}|uselang=de}} Commons: {{#if:Thymom|Thymom|{{#if:Thymoma|Thymoma|{{#invoke:WLink|getArticleBase}}}}}}]{{#switch:1

|X|x= |0|-= |S|s= – Sammlung von Bildern |1|= – Sammlung von Bildern{{#if:

    | {{#switch: {{#invoke:TemplUtl|faculty|1}}/{{#invoke:TemplUtl|faculty|1}}
        |1/=  und Videos
        |1/1=, Videos und Audiodateien
        |/1=  und Audiodateien}}
    | , Videos und Audiodateien
  }}

|#default= – }}{{#if: Thymoma

   | {{#ifeq: {{#invoke:Str|left|thymoma|9}} 
       | category: 
| FEHLER: Ohne Category: angeben!}}}}

Vorlage:Wikidata-Registrierung

Vorlage:Hinweisbaustein Vorlage:Navigationsleiste Onkologische Krankheiten