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Theobald von Montlhéry

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Theobald (lat. Theobaldus cognomina Filans-stupas, frz. Thibaud File Étoupe de Montlhéry, * 10. Jahrhundert; † 11. Jahrhundert) war ein Herr von Montlhéry und Bray-sur-Seine sowie Stammvater des Hauses Montlhéry<ref>Nach Estournet war er ein Angehöriger der Familie Le Riche, siehe dort (Gustave Estournet, Origines des Seigneurs de Nemours, in: Annales de la Société historique et archéologique du Gâtinais, Band 30, 1912)</ref>.

Theobald wird in der Historia Francorum des Aimoin de Fleury erwähnt, der ihn mit dem Beinamen „filans stupas“ bezeichnete,<ref name="Aimoin">Siehe Ex continuatione Historiæ Aimoni Monachi Floriacensis. In: Recueil des Historiens des Gaules et de la France. Band 11 (Neuausgabe 1876), S. 275.</ref> was so viel wie „Werghaupt“ in Bezug auf seine Haare bedeutet. Weiter berichtet Aimoin, dass Theobald den Königen Hugo Capet und Robert II. den Frommen als Waldhüter („Forestarius“<ref name="Aimoin"/>) diente. Wahrscheinlich um das Jahr 990 baute er die Burg auf dem Montemlethericum, mit der er die königliche Domäne gegen die benachbarten mächtigen Grafen von Blois absichern sollte.

Theobalds Sohn und Erbe war Guido I.<ref name="Aimoin"/>

Weblinks

Einzelnachweise

<references/>