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tert-Butylphosphaethin

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Strukturformel
Strukturformel von tert-Butylphosphaethin
Allgemeines
Name tert-Butylphosphaethin
Andere Namen
  • 3,3-Dimethyl-1-phospha-1-butin
  • (2,2-Dimethylpropylidin)phosphin
  • tert-Butylphosphaacetylen
Summenformel C5H9P
Kurzbeschreibung

farblose Flüssigkeit<ref name="Becker" />

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
PubChem 144845
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Eigenschaften
Molare Masse 100,10 g·mol−1
Aggregatzustand

flüssig<ref name="Becker" />

Siedepunkt

61 °C<ref name="Becker" />

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung
keine Einstufung verfügbar<ref name="NV">Dieser Stoff wurde in Bezug auf seine Gefährlichkeit entweder noch nicht eingestuft oder eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.</ref>
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

tert-Butylphosphaethin ist ein Phosphaalkin der Zusammensetzung P≡C–C(CH3)3.

Darstellung und Eigenschaften

Es ist das erste bei Raumtemperatur isolierbare sowie verwendbare Phosphaalkin. tert-Butylphosphaethin ist eine farblose, bei 61 °C destillierbare, luftempfindliche Flüssigkeit. Es wurde durch die basenkatalysierte β-Eliminierung von Hexamethyldisiloxan vom Phosphaalken [(Me3SiO)(But)C=PSiMe3] erhalten. Die Synthese dieser kinetisch stabilisierten Verbindung stellte einen Meilenstein in der Erforschung der Reaktivität von Kohlenstoff-Phosphor-Mehrfachbindungen dar.<ref name="Becker">Gerd Becker, Gudrun Gresser, Werner Uhl: Acyl-und Alkylidenphosphane, XV 2.2-Dimethylpropylidinphosphan, eine stabile Verbindung mit einem Phosphoratom der Koordinationszahl 1 / Acyl- and Alkylidenephosphines, XV 2,2-Dimethylpropvlidynephosphine, a Stable Compound with a Phosphorus Atom of Coordination Number 1. In: Zeitschrift für Naturforschung B. Band 36, Nr. 1, 1981, S. 16–19, doi:10.1515/znb-1981-0105.</ref> Auf der Grundlage von Daten aus Kristallstrukturanalysen konnte für die P≡C-Bindung eine Bindungslänge von 154,8 pm ermittelt werden. Quantenmechanische Rechnungen lassen vermuten, dass die Eigenschaften eher mit Alkinen als mit Nitrilen vergleichbar sind, welches das außergewöhnliche Interesse an dieser Verbindung erklärt.

Einzelnachweise

<references />

Literatur

  • Gerd Becker, Gudrun Gresser, Werner Uhl: 2,2-Dimethylpropylidinphosphan, eine stabile Verbindung mit einem Phosphoratom der Koordinationszahl 1. In: Zeitschrift für Naturforschung B. 36, 1981, S. 16–19 (PDF, freier Volltext).