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Méridabahn

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(Weitergeleitet von Teleferico de Merida)

Vorlage:Infobox Bergbahn Die Méridabahn ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist eine Seilbahn in Venezuela. Deren Bergstation war bis ins Jahr 2008 die höchstgelegene Bergstation der Welt für den touristischen Personentransport. Die Méridabahn führt vom Stadtrand des rund 1500 m hoch gelegenen Mérida auf den Pico Espejo in 4765 m Höhe in unmittelbarer Nähe zum höchsten Berg Venezuelas, dem Pico Bolívar.

Verlauf

Die knapp 12.500 Meter lange Luftseilbahn besteht aus vier Sektionen mit je einer zweispurigen Pendelbahn und überwindet dabei einen Höhenunterschied von 3189 Metern. Sie bewegt sich mit 7 Metern pro Sekunde vorwärts.<ref>60-ATW Mérida - Pico Espejo | Referencias. Abgerufen am 5. Februar 2020.</ref> Die Sektionen sind wie folgt aufgeteilt:

Sektionen der Méridabahn
Sektion Art Ausgangspunkt Endpunkt Höhenunterschied Länge Anz. Stützen
1 Pendelbahn, Gondeln lackiert in den Nationalfarben Venezuelas<ref name=":6">Teleféricos | Teleférico de Mérida | INGD - Page 21 - SkyscraperCity. Abgerufen am 5. Februar 2020.</ref> Talstation Barinitas (1.577 m)<ref name=":0">Barinitas 8° 35′ 28,3″ N, 71° 8′ 29,8″ W
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  }}</ref>
La Montaña (2.436 m)<ref name=":1">La Montaña 8° 34′ 29,8″ N, 71° 6′ 58,8″ W
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864 m<ref name=":7">Dm wir199 englisch 160404 ansicht. Abgerufen am 5. Februar 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 3.427 m<ref name=":7" /> 3
2 Pendelbahn, Gondeln rot lackiert<ref name=":6" /> La Montaña (2.436 m)<ref name=":1" /> La Aguada (3.452 m)<ref name=":3">La Aguada 8° 33′ 54,2″ N, 71° 5′ 23″ W
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1.010 m<ref name=":7" /> 3.273 m<ref name=":7" /> 3
3 Pendelbahn, Gondeln blau lackiert<ref name=":6" /> La Aguada (3.452 m)<ref name=":3" /> Loma Redonda (4.045 m)<ref name=":4">Loma Redonda 8° 32′ 39,5″ N, 71° 4′ 35,9″ W
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593 m<ref name=":7" /> 2.756 m<ref name=":2">Sistema Teleférico de Mérida Mukumbarí. Abgerufen am 5. Februar 2020.</ref> 3
4 Pendelbahn, Gondeln gelb lackiert<ref name=":6" /> Loma Redonda (4.045 m)<ref name=":4" /> Bergstation Pico Espejo (4.765 m).<ref name=":5">Pico Espejo 8° 31′ 52,9″ N, 71° 3′ 13,1″ W
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722 m<ref name=":7" /> 3.041 m<ref name=":7" /> keine
Total 3.189 m 12.497 m

Die Talstation Barinitas (1.577 m)<ref name=":0" /> wurde nach der Modernisierung der Méridabahn bereits am 10. April 2015 in Betrieb genommen. Auf rund 6.000 Quadratmetern befinden sich auch diverse Einkaufsmöglichkeiten sowie die Fahrkartenschalter der Bahn. Die Jahresmitteltemperatur beträgt rund 19 Grad Celsius.<ref name=":2" />

Nach der Fahrt über den Río Mérida zur Station La Montaña bietet sich ein schöner Panoramablick auf Mérida. Die Zwischenstation wurde im Mai 2016 eröffnet und ist der Ausgangspunkt zur 2. Sektion der Méridabahn.<ref name=":2" />

Am Ende der 2. Sektion, der Station La Aguada, geht der Blick zum Pico La Concha (4.922 m). Diese Zwischenstation wurde ebenfalls im Mai 2016 in Betrieb genommen.<ref name=":2" />

Die Zwischenstation Loma Redonda (4.045 m)<ref name=":4" /> markiert den letzten Stopp auf dem Weg zum Pico Espejo (4.765 m).<ref name=":5" /> Sie befindet sich in der Nähe des Dörfchens Los Nevados und bietet gleichzeitig Ausblick auf diverse Bergseen.<ref name=":2" /> Hier befindet sich außerdem Material der alten Méridabahn ausgestellt, darunter eine Gondel.<ref>Alberteloyin Ocd-Resteem • 2 Years Ago: Mukumbari: where the sun sleeps. 23. Februar 2018, abgerufen am 5. Februar 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Die Bergstation Pico Espejo schließlich ist mit 4.765 m<ref name=":5" /> eine der höchstgelegenen Bergstationen der Welt, nur geschlagen durch die Bergstation der Dagu Glacier Gondola (Stand: 2020). Vom oft schneebedeckten Pico Espejo ist auch der höchste Berg Venezuelas, der Pico Bolívar (4.981 m) in unmittelbarer Nähe, zu sehen. Auf dem Pico Espejo steht eine weiße, etwa 2,5 m hohe Marien-Statue der Virgen de las Nieves.<ref name=":2" />

Geschichte

Erste Seilbahn

Datei:Merida-cable-car.jpg
Eine alte Kabine der 1. Sektion (2006)

Der Bau der ersten Seilbahn geht auf eine Initiative des Club Andino Venezolano im Jahr 1952 zurück, woran eine Gedenktafel bei der Bergstation erinnert. Das Ziel war die touristische Erschließung der Sierra Nevada de Mérida. Mitglieder des Club Andino Venezolano setzten den Bau der Seilbahn während der Präsidentschaft von Marcos Pérez Jiménez politisch durch. 1955 wurden die Pläne genehmigt und mit dem Bau der Trasse zwischen Mérida und dem Dorf Las Aguadas begonnen. Die Eröffnung dieses Abschnitts wurde für Oktober 1958 geplant, wurde jedoch aufgrund des Todes von Papst Pius XII. kurzfristig abgesagt.<ref name=":8">Garaventa baut über Mérida die längste Pendelbahn der Welt in vier Sektionen. Abgerufen am 5. Februar 2020.</ref>

In der Folge wurde das Projekt verlängert und die Verlängerung bis zum Pico Espejo an die Hand genommen. Sie wurde in den Jahren 1958 bis 1960 von der französischen Firma Applevage unter der Leitung von Maurice Comte erbaut. Comte wurde durch den Italiener Giovanni Rizzi und den Schweizer Raymond Ruffieux assistiert. Beim Projekt waren 25 internationale Zulieferer beteiligt, darunter unter anderem Eggeca für die Ingenieursleistungen sowie Egecom für den Stahlbau. Die Gesellschaft für Förderanlagen Ernst Heckel aus Deutschland lieferte die Bauseilbahnen für die drei unteren Sektionen der Méridabahn, während die Bauseilbahn der obersten Sektion durch Habegger aus Thun in der Schweiz erbaut wurde.<ref>Teleférico de Mérida - Page 7 - SkyscraperCity. Abgerufen am 5. Februar 2020.</ref><ref name=":8" /> Die Seile wurden durch Felten & Guilleaume geliefert.<ref name=":8" /> Der Bau kostete je nach Quelle zwischen fünf und sieben Arbeitern das Leben.<ref name=":9">Teleféricos | Teleférico de Mérida | INGD - Page 63 - SkyscraperCity. Abgerufen am 5. Februar 2020.</ref><ref name=":10">El teleférico más largo del mundo - Hechos Criollos. 12. Mai 2016, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 5. Februar 2020; abgerufen am 5. Februar 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.hechoscriollos.com.ve</ref>

Die gesamte Méridabahn wurde im März 1960 eröffnet. Sie kostete rund 70 Millionen Bolivares der damaligen venezolanischen Währung, was in dieser Zeit rund 16 Millionen US-Dollars entsprach.<ref>EXPOSICIÓN DEL TELEFÉRICO DE MERIDA 2012 VENEZUELA. Abgerufen am 5. Februar 2020.</ref> Die Kabinen der einzelnen Seilbahnsektionen wurden in diversen Farben gehalten: die unterste Sektion verfügte über gelbe, die zweite Sektion über blaue, die dritte sowie die oberste Sektion über rote Kabinen.

Unfall vom 24. November 1991

Datei:Teleferico de Merida, Estacion Loma Redonda, Venezuela.jpg
Gangloff-Kabine (Ersatz nach Absturz von 1991) in der 4. Sektion der Méridabahn

Die Bahn war seit jeher starken Witterungsbedingungen ausgesetzt. Dies und der nicht immer pünktliche Unterhalt zwangen die Betreiber nicht selten zu Bahnstillständen.<ref name=":8" /> Fehlender Unterhalt<ref name=":9" /> (unterlassene Seilverschiebung) war am 24. November 1991 auch der Grund, dass es gegen 9.15 Uhr Ortszeit in der vierten Sektion zu einem Gondelabsturz durch Seilbruch kam, bei welchem der Gondelführer und eine weitere Person ums Leben kamen.<ref name=":8" /><ref name=":9" /><ref name=":10" /> Die 35 Touristen der entgegenkommenden Kabine, darunter viele Deutsche, kamen mit dem Schrecken davon und konnten evakuiert werden.<ref name=":9" />

Nach dem Unfall stand die Méridabahn für längere Zeit still. Der Betrieb wurde erst in Teilen im Sommer 1996 bis Las Aguadas wiederaufgenommen.<ref>Teleférico de Mérida / Historia. Abgerufen am 5. Februar 2020.</ref><ref name=":10" /> Die oberste Sektion, wo sich der verheerende Unfall ereignete, blieb bis 1999 geschlossen. Die Wiedereröffnung erfolgte am 11. Januar 1999<ref>Teleférico de Mérida / Historia. Abgerufen am 5. Februar 2020.</ref> mit einer neuen, durch Gangloff gelieferten 36-plätzigen Kabine. Diverse zusätzliche Modernisierungen wurden zuvor durch Von Roll ausgeführt.<ref name=":8" /> Bis 2005 operierte die oberste Sektion der Méridabahn fortan nur mit einer funktionstüchtigen Kabine, während die andere lediglich als Gegengewicht geführt wurde.<ref>Teleféricos | Teleférico de Mérida | INGD - Page 63 - SkyscraperCity. Abgerufen am 5. Februar 2020.</ref>

Stilllegung

Datei:Teleferico III.JPG
Alte Kabine in der 2. Sektion wenige Wochen vor der Stilllegung (2008)

Im August 2008 wurde die Anlage von Experten, darunter die bekannte Schweizer Seilbahnsachverständige Hili Manz, inspiziert.<ref>Teleférico de Mérida - Page 4 - SkyscraperCity. Abgerufen am 5. Februar 2020.</ref> Daraus ergab sich, dass die Seile, dieselben Seile seit der Eröffnung notabene, nach 50 Jahren das Ende ihrer Nutzungsdauer erreicht hatten.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Bericht in Diario de los Andes über die Méridabahn vom 14. August 2008 (Memento des Vorlage:IconExternal vom 19. November 2019 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/diariodelosandes.com (spanische Sprache)</ref><ref name=":8" /> Eine normale Nutzungsdauer ist ungefähr 25 Jahre.<ref name=":11" /> Zudem wies eine Seilbahnstütze Schäden auf.<ref>Teleféricos | Teleférico de Mérida | INGD - SkyscraperCity. Abgerufen am 5. Februar 2020.</ref>

An die venezolanische Regierung erging die Empfehlung, den Betrieb sofort einzustellen und die Anlage aufgrund gravierender Verschleißerscheinungen durch einen Neubau zu ersetzen. Basierend auf der Empfehlung schloss das venezolanische Tourismusministerium die Bahn am 11. August 2008. In der Folge brach der Tourismus um Mérida um rund 40 Prozent ein.<ref>Teleférico de Mérida - Page 12 - SkyscraperCity. Abgerufen am 5. Februar 2020.</ref>

Neubau

2010 erhielt die Firma Doppelmayr als Generalunternehmer den Auftrag, die vier Seilbahnsektionen auf gleicher Trasse zu ersetzen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Neubau am Pico Espejo (Memento des Vorlage:IconExternal vom 1. Dezember 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/de.isr.at, Bericht in der Internationalen Seilbahnrundschau vom 19. Dezember 2012, abgerufen am 30. November 2016</ref> Die Neueröffnung war zunächst für das Jahr 2012<ref>Gondola Project: TELEFÉRICO DE MÉRIDA RECONSTRUCTION. 23. Februar 2012, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 23. Mai 2012; abgerufen am 5. Februar 2020.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/gondolaproject.com</ref>, später auf April 2013 festgesetzt. Die tatsächliche, vollständige Eröffnung erfolgte schließlich am 7. Oktober 2016.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Teleférico de Mérida se inaugurará en 2016 (Memento des Vorlage:IconExternal vom 17. April 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ultimasnoticias.com.ve.</ref>

Auch beim Neubau waren nebst der Venezolana de Teleféricos (Ventel) sowie der Doppelmayr/Garaventa-Gruppe zahlreiche weitere, auch internationale Unternehmen beteiligt. So transportierte Heliswiss diverses Material, darunter auch die neuen Gondelkabinen mit einem Hubschrauber Kamow Ka-32 während des Neubaus.<ref>Teleféricos | Teleférico de Mérida | INGD - Page 20 - SkyscraperCity. Abgerufen am 5. Februar 2020.</ref><ref>Kamov KA-32 start n takeoff. Abgerufen am 5. Februar 2020.</ref><ref>El primer Chourio: Trabajos de ubicación de las Cabinas del Teleférico de Mérida (Foto: Leonardo León). In: @chourio (Twitter). 10. März 2012, abgerufen am 5. Februar 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Für den Neubau wurden 3.000 Tonnen Material aus der Schweiz nach Venezuela verschifft, dazu kamen rund 250 Tonnen Werkzeug.<ref>SI Ropeways International: Logistically advanced in other dimensions. (PDF) Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 5. Februar 2020; abgerufen am 5. Februar 2020.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.simagazin.com</ref>

Datei:Nuevo teleferico merida mukumbari febrero 2017 2.png
Kabinen der 4. Sektion nach der Neueröffnung (2017)

Die Gesamtkosten des Neubaus beliefen sich auf 106 Millionen Euro. Dies war doppelt so viel wie ursprünglich veranschlagt, was primär auf diverse Sonderwünsche von Hugo Chávez zurückzuführen war.<ref name=":12">www 20minuten ch, 20 Minuten, 20 Min www.20min.ch: Garaventa wartet auf 13 Millionen aus Venezuela. Abgerufen am 5. Februar 2020.</ref> Diverse Ausstände wurden vom venezolanischen Staat (Stand Mai 2017) noch nicht vollständig beglichen. So schuldet der Auftraggeber unter anderem der Schweizer Unternehmung Garaventa 13 Millionen Schweizer Franken, sodass der Bau weiterer Seilbahnen in Venezuela gestoppt werden musste.<ref>Boris Herrmann: Abgehoben. Venezuela feiert seine weltgrößte Zugseilbahn. Und in Österreich warten die Macher auf ihr Geld. In: Süddeutsche Zeitung vom 8. Mai 2017, S. 8.</ref><ref name=":12" />

Der Neubau stellte ein Prestigeprojekt des venezolanischen Staates dar, welcher ab 2010 das zweihundertjährige Jubiläum der Unabhängigkeitskriege in Venezuela feierlich beging. Entsprechend sind diverse Gondeln der Méridabahn mit 200 Bicentenario-Aufklebern geschmückt sowie in den jeweiligen Nationalfarben des Landes gehalten. In der Vermarktung der Méridabahn wurde mit dem Neubau ab September 2014 außerdem der Zusatz Mukumbarí hinzugefügt. Dieser bezeichnet den «Platz, an dem die Sonne untergeht».

Auslastungsprobleme

Mit einer Kapazität von 60 Personen pro Gondel<ref name=":6" /> würde die Bahn den Transport von 2000 Personen pro Tag erlauben, aufgrund der Versorgungskrise im Land hatten aber innert eines halben Jahres nach der Eröffnung bloß 480 ausländische Touristen transportiert werden können.<ref name=":11">Venezuela schuldet Schweizern 13 Millionen für Rekord-Seilbahn, Sonntagszeitung, 14. Mai 2017</ref> In der ersten Woche des Jahres 2020 besuchten nach Medienberichten 2.000 Touristen täglich die Méridabahn.<ref>Teleférico Mukumbarí de Mérida registró una afluencia de 2.000 turistas en primera semana del 2020. 5. Januar 2020, abgerufen am 5. Februar 2020.</ref> Derartige Zahlen sind jedoch mit Vorsicht zu genießen.

Preise

Datei:Nuevo teleferico merida mukumbari febrero 2017 11.png
Neu erbaute Bergstation auf dem Pico Espejo

Die Preise für die Nutzung unterscheiden sich nach der Nationalität der Kunden. Nach der Neueröffnung 2016 bezahlten Venezolaner einen eher symbolischen Preis von 3500 Bolivares (zum damaligen Zeitpunkt weniger als 1 US-Dollar), während ausländische Touristen einen Preis von 50 US-Dollar entrichten müssen. Hierzu muss mit einer Kreditkarte bezahlt werden, von der der Betrag in US-Dollar abgerechnet wird.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Tarifas del Teleférico de Mérida Mukumbarí - Horario (Memento des Vorlage:IconExternal vom 17. Oktober 2017 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.telefericodemerida.travel, Betreiberwebsite, spanische Sprache, abgerufen am 30. November 2016</ref>

Im Zusammenhang mit der Wirtschaftskrise in Venezuela wurden in den darauffolgenden Jahren die Preise ständig der Inflation angepasst. Im August 2019 kostete die normale Fahrt für venezolanische Staatsbürger 15.000 Bolivares, der Preis für ausländische Staatsbürger verblieb bei 50 US-Dollar.<ref name=":2" /> Zum Kauf eines Tickets muss ein gültiges Ausweisdokument vorgewiesen werden.<ref>Ventel C.A: #RECUERDA || Para adquirir tus entradas en @Mukumbari debes presentar tu documento de identidad. In: @VENTEL_CA (Twitter). 5. Dezember 2019, abgerufen am 5. Februar 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Siehe auch

Weblinks

Commons: Méridabahn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references responsive />

Koordinaten: 8° 31′ 51,71″ N, 71° 3′ 15,59″ W

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