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Teehaus (Fabrikantenvilla)

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Die mit der Einfriedung unter Denkmalschutz<ref name="denkmalliste">Vorlage:Denkmaldatenbank des Landes Sachsen</ref> stehende Fabrikantenvilla namens Teehaus, die der Fabrikant Otto E. Weber für sich auf dem Gelände seiner Kaffeesurrogatfabrik Otto E. Weber hatte bauen lassen, liegt in der Meißner Straße 47 im sächsischen Radebeul unmittelbar neben der Produktionshalle der heutigen Teehaus GmbH.

Datei:Meißner Straße 47 Radebeul 2.JPG
Das Teehaus nach der Fassaden­instandsetzung, insbesondere auch der Restauration der Drempelmalerei im Jahr 2011 (Foto 2012)

Die Gründerzeit-Villa des Architekten Carl Käfer war eine der aufwendigsten zeitgenössischen Villen der Region und ein Musterbeispiel der sogenannten Semper-Nicolai-Schule.<ref></ref> Heute befinden sich im Erdgeschoss der regelmäßige Fabrikverkauf und im Obergeschoss die Verwaltung.

Geschichte

Datei:Radebeul Teehaus GmbH.jpg
Die Fabrikantenvilla von Otto E. Weber (rechts) auf dem Gelände der Teehaus GmbH in Radebeul
Datei:Radebeul Villa Otto E Weber.jpg
Das Teehaus im Jahr 2008
Datei:Radebeul Teehaus Bauzeichnung 1889.jpg
Bauzeichnung, 1889
Datei:Meißner Straße 47 Radebeul 3.JPG
Teehaus: Details um die Loggia, mittig die Karyatide

Die Radebeuler Baufirma F. W. Eisold errichtete 1889 die Fabrikantenvilla für Otto E. Weber etwas zurückgelegen neben seiner Fabrik an der Meißner Straße, inmitten des Radebeuler Fabrikbezirks. Das zweigeschossige Gebäude mit Mezzaningeschoss hat ein flach geneigtes, abgeplattetes Dach sowie einen Mittelrisalit. Die sich darin befindliche Loggia wird zur Straße von zwei Rundbogen abgeschlossen, die durch zwei Säulen sowie eine Karyatide getragen werden.

Da Weber einmal wöchentlich für Freunde und Bekannte eine „Theegesellschaft“ in seiner Villa veranstaltete, erhielt sein gastliches Haus den Namen Teehaus,<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Man traf sich im Teehaus… (Memento des Vorlage:IconExternal vom 17. Juni 2012 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.teehaus-tee.de</ref> Namensgeber für die spätere Benennung der heutigen Produktionsfirma.

1910 erfolgte die Einfriedung von Villa und Fabrik durch den Radebeuler Baumeister Johannes Eisold mittels eines schmiedeeisernen Gitters zwischen Backsteinpfeilern. Nach dem Tod Webers 1914 wurde sein Ruhesitz Bestandteil der Firmengebäude.

1937 wurde die Villa mit dem Unternehmen zusammen „arisiert“. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden Betrieb und Villa enteignet.

Heute noch sind die Raumdisposition sowie viele Details im Inneren im Originalzustand erhalten. An zwei Tagen der Woche findet in der auch heute noch zum Betrieb gehörenden Villa der Werksverkauf statt.

Im Jahr 2011 wurden die Fassaden abgewaschen und instand gesetzt. Dabei wurde die Drempelmalerei zur Straße hin restauriert, während sie auf den anderen drei Seiten rekonstruiert wurde.<ref>Erläuterungen während der öffentlichen Besichtigung zum Tag des offenen Denkmals 2011.</ref>

Literatur

  • Frank Andert (Red.): Stadtlexikon Radebeul. Historisches Handbuch für die Lößnitz. Hrsg.: Stadtarchiv Radebeul. 2., leicht geänderte Auflage. Stadtarchiv, Radebeul 2006, ISBN 3-938460-05-9.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Koordinaten: 51° 5′ 55,4″ N, 13° 41′ 20,1″ O

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