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Taner Sağır

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Taner Sağır Vorlage:SportPicto
Persönliche Informationen
Name: Taner Sağır
Nationalität: TurkeiDatei:Flag of Turkey.svg Türkei
Geburtsdatum: 13. März 1985
Geburtsort: Kardschali, Bulgarien
Größe: 171 cm<ref>Taner Sağır in der Datenbank von Sports-Reference.com (englisch; archiviert vom Original)Vorlage:Abrufdatum, abgerufen am 12. Dezember 2009</ref>
Medaillenspiegel
Medaillen
Olympische Spiele
Gold 2004 Athen -77 kg
Weltmeisterschaften
Zweikampf
Gold 2006 Santo Domingo -77 kg
Reißen
Silber 2006 Santo Domingo -77 kg
Stoßen
Bronze 2006 Santo Domingo -77 kg

Taner Sağır (* 13. März 1985 in Kardschali, Bulgarien) ist ein türkischer Gewichtheber.

Karriere

Sağır begann seine internationale Karriere mit einem Körpergewicht von 53,1 kg im Alter von 15 Jahren auf der Jugendeuropameisterschaft in Lignano Sabbiadoro, wo er 82,5 kg im Reißen und 85 kg im Stoßen bewältigte und somit den 15. Platz belegte.

In den nächsten Jahren startete Sağır immer wieder auf Jugend- und Junioren-Wettkämpfen und erreichte dort immer wieder Spitzenplatzierungen. Bis zum Jahr 2003 erhöhte er sein Körpergewicht, so dass er nun im Mittelgewicht bis 77 kg startete. Auch seine Zweikampfleistung steigerte er und erzielte bei der Junioren-EM in Valencia 365,0 kg im Zweikampf, bestehend aus 165,5 kg im Reißen und 200,0 kg im Stoßen.

2004 in Kiew wurde er dann erstmals bei einer Europameisterschaft der Senioren eingesetzt und gewann mit 367,5 kg Gold in allen drei Disziplinen. Zu den Olympischen Spielen im selben Jahr konnte er sich nochmal auf 375,0 kg steigern und gewann olympisches Gold vor dem Kasachen Sergei Filimonow und seinem türkischen Landsmann Reyhan Arabacıoğlu. Der ursprüngliche Drittplatzierte, der Russe Oleg Perepetschenow, wurde nachträglich wegen Dopings disqualifiziert.<ref>Disqualifikationsschreiben des IOC (PDF; 27 kB)</ref><ref name="hb-7774786">Gewichtheben Doping: Russischer Gewichtheber muss Medaille abgeben. In: Handelsblatt Online. 12. Februar 2013, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 13. April 2014; abgerufen am 13. Februar 2015 (Quelle: Sport-Informations-Dienst).</ref><ref>Pressemitteilung des IOC vom 12. Februar 2013</ref>

Auch im Jahr darauf konnte Sağır die EM für sich entscheiden und gewann in Sofia seinen zweiten Europameistertitel. Zwar trat er nicht bei der Senioren-WM in Doha an, doch wurde er bei der Junioren-WM in Busan erneut Erster.

2006 startete er dann erstmals bei einer Senioren-Weltmeisterschaft in Santo Domingo und gewann mit 361,0 kg den Titel vor Li Hongli mit 359,0 kg und Ara Chatschatrjan mit 357,0 kg.

Bei der Europameisterschaft 2007 in Straßburg musste sich Sağır den beiden Armeniern Geworg Dawtjan und Chatschatrjan geschlagen geben und landete auf dem dritten Platz.

Auch 2008 sollte sich für ihn kein Erfolg einstellen. Nachdem er bei der EM in Lignano Sabbiadoro weder im Reißen, noch im Stoßen einen gültigen Versuch einbringen konnte, wiederholte sich dieses Schicksal bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking, wo er als Mitfavorit nach drei ungültigen Versuchen im Reißen den Wettkampf beenden musste.

Sonstiges

Sağır ist wie Halil Mutlu und Naim Süleymanoğlu als Mitglied der türkischen Minderheit in Bulgarien geboren und beantragte in jungen Jahren die türkische Staatsbürgerschaft. Er ist mit der Taekwondo-Sportlerin Sibel Güler (* 1984) verheiratet und der Bruder des Gewichthebers Nezir Sağır (* 1983), die beide selbst an Olympischen Spielen teilnahmen.

Bestleistungen

  • Reißen: 172,5 kg in der Klasse bis 77 kg 2004 in Athen.
  • Stoßen: 202,5 kg in der Klasse bis 77 kg 2004 in Athen.
  • Zweikampf: 375,0 kg (172,5/202,5 kg) in der Klasse bis 77 kg 2004 in Athen.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang 1920–1992: 67,5–75 kg, 1996: 70–76 kg, 2000–2012: 69–77 kg
1920: Dritte Französische RepublikDatei:Flag of France (1794–1815, 1830–1974, 2020–present).svg Henri Gance | 1924: Italien 1861Datei:Flag of Italy (1861-1946).svg Carlo Galimberti | 1928: Dritte Französische RepublikDatei:Flag of France (1794–1815, 1830–1974, 2020–present).svg Roger François | 1932: Deutsches ReichDatei:Flag of Germany (3-2).svg Rudolf Ismayr | 1936: Agypten 1922Datei:Flag of Egypt (1922–1953).svg Khadr El-Touni | 1948: Vereinigte Staaten 48Datei:Flag of the United States (1912-1959).svg Frank Spellman | 1952: Vereinigte Staaten 48Datei:Flag of the United States (1912-1959).svg Peter George | 1956: Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg Fjodor Bogdanowski | 1960: Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg Alexander Kurynow | 1964: TschechoslowakeiDatei:Flag of the Czech Republic.svg Hans Zdražila | 1968: Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg Wiktor Kurenzow | 1972: Bulgarien 1971Datei:Flag of Bulgaria (1971-1990).svg Jordan Bikow | 1976: Bulgarien 1971Datei:Flag of Bulgaria (1971-1990).svg Jordan Mitkow | 1980: Bulgarien 1971Datei:Flag of Bulgaria (1971-1990).svg Assen Slatew | 1984: Deutschland BundesrepublikDatei:Flag of Germany.svg Karl-Heinz Radschinsky | 1988: Bulgarien 1971Datei:Flag of Bulgaria (1971-1990).svg Borislaw Gidikow | 1992: Vereintes TeamDatei:Olympic flag.svg Tudor Casapu | 1996: KubaDatei:Flag of Cuba.svg Pablo Lara | 2000: China VolksrepublikDatei:Flag of the People's Republic of China.svg Zhan Xugang | 2004: TurkeiDatei:Flag of Turkey.svg Taner Sağır | 2008: Vorlage:KOR-1997 Sa Jae-hyouk | 2012: China VolksrepublikDatei:Flag of the People's Republic of China.svg Lü Xiaojun | 2016: vakant | 2020: China VolksrepublikDatei:Flag of the People's Republic of China.svg Lü Xiaojun Vorlage:Klappleiste/Ende