Türnau (Gemeinde Haugschlag)
| Türnau (Streusiedlung) Ortschaft Katastralgemeinde Türnau | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Basisdaten | ||||||
| Pol. Bezirk, Bundesland | Gmünd (GD), Niederösterreich | |||||
| Gerichtsbezirk | Gmünd in Niederösterreich | |||||
| Pol. Gemeinde | Haugschlag | |||||
| Koordinaten | 48° 59′ 9″ N, 15° 3′ 49″ O
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| Höhe | 586 m ü. A. | |||||
| Einwohner der Ortschaft | (k. A. Hilfe) | |||||
| Fläche d. KG | Vorlage:FLN (Vorlage:Metadaten Fläche AT KG) | |||||
| Statistische Kennzeichnung | ||||||
| Ortschaftskennziffer | 03642 | |||||
| Katastralgemeindenummer | 07135 | |||||
| Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS | ||||||
Vorlage:Check Geschlecht gegen Wikidata
Türnau ist eine Ortschaft und eine Katastralgemeinde der Gemeinde Haugschlag im Bezirk Gmünd in Niederösterreich mit Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl AT Ortschaft Einwohnern (Stand ).<ref name="Metadaten Einwohnerzahl AT Ortschaft">Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl AT Ortschaft</ref>.
Geografie
Die Streusiedlung umfasst die Häuser südlich und östlich von Haugschlag bis zum Kastenitzerbach. Zur Ortschaft Türnau gehören auch die östlich von Türnau liegenden Alttürnauhäuser. Am Vorlage:HWD zählte die Ortschaft Vorlage:HWZ Adressen.Vorlage:HWR
Geschichte
Die Streusiedlung Türnau wurde in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts wiederbesiedelt. In den Sterbematriken wird Türnau ab den 1730er-Jahren erwähnt. In einem herrschaftlichen Grundbuch des 16. Jahrhunderts wird Türnau als verödetes Dorf geführt. Ab 1728 werden die neugestifteten Hütten von Türnau im Grundbuch erwähnt. Der Ort zählte zur Herrschaft Litschau.<ref>Stefan René Buzanich: Die Lebenswelt der dörflichen Untertanen der Kuefstein’schen Herrschaft Litschau im Spiegel der Verlassenschaftsabhandlungen der 1. Hälfte des 18. Jahrhunderts (Dissertation an der Universität Wien, 2020, 4 Bände). S. 23.</ref>
Die karg bestifteten Bauern konnten ihren häuslichen Bedarf decken, schrieb Schweickhardt, weshalb allerorts auch die Baumwollweberei betrieben wurde. Der herrschaftliche Gutshof war aufgrund der Schafzucht von Bedeutung. Im Jahr 1822 wurde der Ort als Amt mit 29 Häusern genannt, das nach Haugschlag eingepfarrt war, wohin auch die Kinder eingeschult wurden. Die Herrschaft Litschau besaß die Ortsobrigkeit, übte die Landgerichtsbarkeit aus, besorgte die Konskription und hatte die Grundherrschaft inne.<ref>Vorlage:Austria Topographie Steinius 1822</ref>
Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in Türnau ein Gastwirt, eine Mühle samt Sägewerk und ein Trafikant ansässig.<ref>Adressbuch von Österreich für Industrie, Handel, Gewerbe und Landwirtschaft, Herold Vereinigte Anzeigen-Gesellschaft, 12. Ausgabe, Wien 1938 PDF, Seite 478</ref>
Siedlungsentwicklung
1751 zählte Türnau 9 untertänige Häuser.<ref>Stefan René Buzanich: Die Lebenswelt der dörflichen Untertanen der Kuefstein’schen Herrschaft Litschau im Spiegel der Verlassenschaftsabhandlungen der 1. Hälfte des 18. Jahrhunderts (Dissertation an der Universität Wien, 2020, 4 Bände). S. 23.</ref>
Zum Jahreswechsel 1979/1980 befanden sich in der Katastralgemeinde Türnau insgesamt 34 Bauflächen mit 15.964 m² und 14 Gärten auf 4.035 m², 1989/1990 bestanden weiterhin diese 34 Bauflächen. 1999/2000 war die Zahl der Bauflächen auf 104 angewachsen und 2009/2010 waren es 58 Gebäude auf 96 Bauflächen.<ref name="bev">BEV: Regionalinformation 31.12.2018 auf bev.gv.at (online)</ref>
Bodennutzung
Die Katastralgemeinde ist landwirtschaftlich geprägt. 125 Hektar wurden zum Jahreswechsel 1979/1980 landwirtschaftlich genutzt und 56 Hektar waren forstwirtschaftlich geführte Waldflächen. 1999/2000 wurde auf 110 Hektar Landwirtschaft betrieben und 68 Hektar waren als forstwirtschaftlich genutzte Flächen ausgewiesen. Ende 2018 waren 107 Hektar als landwirtschaftliche Flächen genutzt und Forstwirtschaft wurde auf 6.767 Hektar betrieben.<ref name="bev"/> Die durchschnittliche Bodenklimazahl von Türnau beträgt 16,7 (Stand 2010).
Literatur
- Vorlage:Austria Topographie Schweickhardt Niederösterreich
- Stefan René Buzanich: Die Lebenswelt der dörflichen Untertanen der Kuefstein’schen Herrschaft Litschau im Spiegel der Verlassenschaftsabhandlungen der 1. Hälfte des 18. Jahrhunderts (Dissertation an der Universität Wien, 2020, 4 Bände).
- Stefan René Buzanich: Die Lebenswelt der dörflichen Untertanen der Herrschaft Litschau in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Eine sozial- und wirtschaftsgeschichtliche Fallstudie auf Basis von Verlassenschaftsabhandlungen. Mit 66 Abbildungen und 3 Grafiken (Schriftenreihe des Waldviertler Heimatbundes, herausgegeben von Doris Gretzel und Marlene Müllner, Band 60, Horn 2020).
Einzelnachweise
<references />