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Stephan Schröder (Philologe)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Stephan Schröder (* 19. Juli 1962 in Köln)<ref>Vademekum der Geschichtswissenschaften. F. Steiner, 1994, S. 569.</ref> ist ein deutscher Altphilologe.

Leben

Das Studium der Klassischen Philologie und Alten Geschichte in Köln schloss er 1988 mit dem Grad eines Magister ab. Mit einer Arbeit über Plutarchs Schrift De Pythiae oraculis promovierte er 1989 und wurde Assistent, später Oberassistent. In dieser Zeit konnte er sich 1995 mit chronologischen Untersuchungen zur griechischen Komödie habilitieren.<ref>https://www.presse.uni-erlangen.de/Aktuelles/2002/Nachrichten_2002/2992antritt.html Mediendienst FAU-Aktuell Nr. 2992 vom 7. November 2002</ref> Die Assistenz in Köln gab er auf, als er 1997 ein dreijähriges Heisenberg-Stipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft erhielt, das von einer Lehrstuhlvertretung an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf unterbrochen wurde. Danach war er kurz Privatdozent der Klassischen Philologie an der Universität Köln, bis er 2001 einen Ruf der Universität Erlangen erhielt.<ref>Gnomon. Kritische Zeitschrift für die gesamte klassische Altertumswissenschaft. C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 2002, Band 74, Heft 4, S. 384.</ref> Er wurde zunächst ab 1. Oktober 2001 außerplanmäßiger Professor und erhielt am 27. Dezember 2001 als ordentlicher Professor und Nachfolger von Egert Pöhlmann den Lehrstuhl für Klassische Philologie (Gräzistik).<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivierte Kopie (Memento vom 8. November 2011 im Internet Archive) Unikurier-Magazin Personalia, April 2002, Heft 103, S. 5 (75).</ref><ref>https://www.presse.uni-erlangen.de/Aktuelles/2002/Neu_2002/Neu_Inhalt.html Neu an der FAU 2002/Januar</ref>

Schröders Forschungsschwerpunkte sind die griechische Prosa der Kaiserzeit, die griechische Chorlyrik und die attische Komödie. Im Jahr 2022 hat er eine Edition der Menander-Stücke (Poetae Comici Graeci, Band 6, Teil 1) abgeschlossen und publiziert, an der er bis 2020 noch gemeinsam mit Rudolf Kassel arbeitete, der in diesem Jahr verstorben ist.

Schriften (Auswahl)

  • Plutarchs Schrift „De Pythiae oraculis“. Teubner, Stuttgart 1990, ISBN 3-519-07457-5 (zugl. Dissertation, Köln 1989).
  • Geschichte und Theorie der Gattung Paian. Eine kritische Untersuchung mit einem Ausblick auf Behandlung und Auffassung der lyrischen Gattungen bei den alexandrinischen Philologen. Teubner, Stuttgart/Leipzig 1999, ISBN 3-519-07670-5 (Bryn Mawr Classical Review 2000.01.24 Rezension) (engl.).

Weblinks

Einzelnachweise

<references/>

Vorlage:Klappleiste/Anfang 1. Lehrstuhl: Gottlieb Christoph Harleß (1777–1815) | Ludwig Heller (1817–1826) | Ludwig von Döderlein (1826–1863) | Iwan von Müller (1864–1893) | Adolf Römer (1893–1913) | Otto Stählin (1913–1935) | Reinhold Merkelbach (1957–1961) | Alfred Heubeck (1962–1979) | Egert Pöhlmann (1980–2001) | Stephan Schröder (seit 2001)

2. Lehrstuhl: Joseph Kopp (1827–1842) | Carl Friedrich Nägelsbach (1842–1859) | Heinrich Keil (1859–1869) | Alfred Schöne (1869–1874) | Eduard Wölfflin (1875–1880) | August Luchs (1880–1920) | Alfred Klotz (1920–1939) | Otto Seel (1943–1947) | Carl Koch (1947–1956) | Rudolf Till (1958–1976) | Severin Koster (1979–2008) | Walter Kißel (kommissarisch, 2008–2016) | Christoph Schubert (seit 2017)

3. Lehrstuhl: Ferdinand Heerdegen (1902–1920) | Kurt Witte (1920–1950) | Otto Seel (1951–1972) | Klaus Stiewe (1975–1986) Vorlage:Klappleiste/Ende

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