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Stadt des Friedens

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Vorlage:Hinweisbaustein Stadt des Friedens ist die Zusatz-Bezeichnung für eine Reihe von Städten in verschiedenen Ländern und Erdteilen, die im allgemein kulturphilosophischen Sinn als solche bezeichnet werden, die sich in der Vergangenheit konkret zu einer solchen erklärt haben oder die sich in einer Phase der Entwicklung hin zur „Stadt des Friedens“ verstehen.

Stadt des Friedens im allgemeinen kulturphilosophischen Sinn

Bereits im Altertum wurden Städte mit breit gefächerten kulturellen Traditionen mit dem Attribut „Stadt des Friedens“ versehen.

Dazu gehören die im Nahen Osten gelegene Städte

  • Bagdad. Im Jahr 762, nachdem die Abbasiden kurz davor die Omajjaden-Dynastie von Damaskus als Herrscher über das Arabische Weltreich abgelöst hatten, begründete Kalif al Mansur, "der Siegreiche" genannt, auf der linken Seite des Flusses seinen Herrschaftssitz. Er nannte ihn Madinat as-Salam, "Stadt des Friedens".<ref name="welt-621512">see: Die Stadt des Friedens. In: welt.de. 4. April 2003, abgerufen am 7. Oktober 2018.</ref>
  • Jerusalem gilt seit 1500 Jahren als Stadt des Friedens, was auch im Namen zum Ausdruck kommt: Mit dem Stadtnamen verwandt ist das hebräische Wort Schalom, so dass Jerusalem in Gen 14,18 einfach Salem („Frieden)“ genannt wird. Allerdings hat es sich durch die Aufeinanderfolge dreier Religionsstiftungen in seinem Umfeld zugleich zu einem Ort der Gewalt und des Unfriedens entwickelt, der bis in die Gegenwart anhält.

In Südamerika ist es

  • Machu Picchu, das durch das Vorhandensein einer jahrtausendalten Inka-Kultur geprägt ist, in der die „Mutter Erde“ verehrt wurde, betrachtet sich als berufen, den Begriff auf sich zu beziehen.

Stadt des Friedens als subjektiver Akt der Selbstbezeichnung

In Europa häuften sich im 20. Jahrhundert Bestrebungen, Städte des Friedens zu schaffen.

In Italien

Datei:Berlin StadtdesFriedens 001.jpg
Logo an einer Häuserwand im Nikolaiviertel

In der Deutschen Demokratischen Republik

In der Bundesrepublik Deutschland

In den Niederlanden

In der Schweiz

In Norwegen

  • Oslo. Die norwegische Hauptstadt hat durch den bereits mehrjährigen, allerdings bisher wenig erfolgreichen „Oslo-Friedensprozess“ internationale Aufmerksamkeit erlangt und sieht sich daher motiviert, mit der Bezeichnung „Stadt des Friedens“ für sich zu werben.

Stadt des Friedens auf dem Weg zur Erlangung dieses angestrebten Titels

Seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges ist das Phänomen zu beobachten, dass hauptsächlich europäische Städte fantasievolle kommunalpolitische Wege beschreiten, um die Bezeichnung „Stadt des Friedens“ zu erlangen. Diese Kommunen streben dieses Ziel an durch Profilierung auf abrüstungspolitischem Gebiet, durch Initiativen zur Bewusstseinsbildung, durch Maßnahmen auf kulturpolitischem Gebiet, in der Form von vertiefter Verarbeitung ihrer eigenen Geschichte usw. Bei einigen dieser Städte ist ihre historische Verflechtung in Geschehnisse des letzten großen Weltkrieges bzw. daraus resultierenden politischen Vorgänge unübersehbar. Das trifft z. B. auf diese Städte zu:

Friedensappell 2008<ref>http://www.manager-dj-lothar.de/HTMLPDF/Frieden/3Dresdner_Friedensappell_2008.htm</ref>

Siehe auch

Einzelnachweise

<references/>